Steht das Highfield Festival endgültig vor dem Aus?
Nach der Ausgabe des Highfield Festival im August 2026 legen die Veranstalter eine Pause ein und das Festival wird 2027 nicht stattfinden. Als Gründe nennen sie vor allem deutlich gestiegene Kosten und eine schwächere Nachfrage. Ob das Festival später zurückkehrt, ist noch offen. Vom 13. bis 16. August 2026 soll deshalb am Störmthaler See bei Leipzig noch einmal gefeiert werden. Das Motto „One Last Dance“ klingt dabei eher danach, dass das bekannte Festivalmodell kein Comeback feiern wird.
Highfield Festival vor dem Aus?
Nach Angaben der Veranstalter lässt sich das Festival unter den aktuellen Bedingungen wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll weiterführen, denn in den letzten Jahren sind die Kosten für Personal, Technik, Energie, Sicherheit und Künstler deutlich gestiegen. Gleichzeitig überlegen viele Festivalfans genauer, für welche Veranstaltungen sie ihr Geld ausgeben.
Für große Open-Air-Veranstaltungen ist das besonders schwierig, weil viele Ausgaben entstehen lange bevor feststeht, wie viele Tickets tatsächlich verkauft werden. Bleibt die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück, kann selbst ein gut besuchtes Festival finanziell unter Druck geraten.
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Letzte Ausgabe 2026 mit bekanntem Line-Up
Für 2026 ist noch einmal ein umfangreiches Programm angekündigt. Mit dabei sind beispielsweise Kraftklub, Beatsteaks, Marteria, Dropkick Murphys und Giant Rooks. Auch die bekannten Angebote rund um den Störmthaler See sollen wieder Teil des Festivals sein. Was danach passiert, ist noch nicht entschieden. Möglich wären ein kleineres Format, eine kürzere Veranstaltung oder eine neue musikalische Ausrichtung. Konkrete Pläne gibt es aber noch nicht.
Festivalbranche unter Druck
Das Highfield Festival ist mit dieser Entwicklung nicht allein, denn sehr viele Festivals kämpfen seit Jahren mit höheren Ausgaben für Technik, Personal, Logistik, Sicherheit und Künstlerhonorare. Diese Mehrkosten lassen sich nur begrenzt über höhere Ticketpreise ausgleichen, da für Besucher zusätzlich Anreise, Camping, Verpflegung und Parkgebühren anfallen. Ob diese Geschichte des Festivals bei Leipzig nach 2027 weitergeht, hängt nun davon ab, ob die Veranstalter ein neues und wirtschaftlich tragfähiges Konzept finden.



































Da iann ich nur ein entschiedenes: „Ja! Nee!“ Aussprechen!
Wieviel von den Kosten fallen für die typischerweise paar Hektar LED-Wand mit zig (robotisierten oder menschlichen) Kameras sowie Live-Bildregie an (nebst zugehöriger Infrastruktur)? Vielleicht hat sich die Festivalbranche ja zum Teil selbst die Kostenlatte so hoch gelegt, an der sie gerade zugrunde geht.
@MatthiasH Guter Einwand. Was ist dem Publikum wichtiger? Der Sound der Künstler oder das ganze Brimborium drumherum. Ich seh große Festivals mittlerweile kritisch, man (oder die nervige Clique) rennt nur noch von einer Bühne zur nächsten auf der Suche nach DEM Moment, sich wirklich drauf einlassen schafft doch so gut wie keine(r) mehr…