Traditionshersteller Höfner meldet Insolvenz an
Die Karl Höfner GmbH & Co. KG steht vor einer ungewissen Zukunft, denn Anfang Dezember hat der fränkische Instrumentenbauer Insolvenz beantragt und befindet sich seit dem in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Für viele Musiker kommt diese Nachricht sehr überraschend, denn der Hersteller gilt seit Jahrzehnten als feste Größe im internationalen Instrumentenbau.
Höfner beantragt Insolvenz und sucht nach Lösungen
Das zuständige Amtsgericht hat eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und in den kommenden Wochen soll nun geprüft werden, ob und in welcher Form das Unternehmen fortgeführt werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Sanierungsmaßnahmen und wohl auch Gespräche mit potenziellen Investoren. Zu den konkreten Gründen für den Insolvenzantrag äußerte sich das Unternehmen bisher nur zurückhaltend, gestiegene Produktionskosten, wachsender Wettbewerbsdruck im Musikinstrumentenmarkt und wirtschaftliche Belastungen der letzten Jahre könnten aber mögliche Gründe sein.
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Höfner und sein Platz in der Musikgeschichte
Das Unternehmen wurde 1887 gegründet und zählt heute zu den traditionsreichsten deutschen Instrumentenherstellern. Weltweit bekannt wurde die Marke vor allem durch den „Beatles Bass“ Höfner Violin Bass, der mit Paul McCartney und dem Sound der Beatles verbunden wird, denn wohl kaum ein anderes Instrument steht so sehr für die Musik der 1960er Jahre. Neben Bässen und Gitarren hat sich der Hersteller über viele Jahre hinweg auch im Bau von Streichinstrumenten einen Namen gemacht und sich generell weltweit eine große Fangemeinde aufgebaut.
Wie es für Höfner weitergeht, bleibt offen
Ob Höfner diese Krise überwinden kann, ist aktuell noch offen. Viel wird aber davon abhängen, ob ein solides Zukunftskonzept entwickelt und finanziell umgesetzt werden kann. In der Musikszene werden die kommenden Entwicklungen rund um das Insolvenzverfahren sicher aufmerksam verfolgt, denn für viele Musiker ist der Hersteller mehr als nur ein Markenname.

































vielleicht kann Paul helfen!
wäre fein.
angeblich war er damals in Hamburg und der Fender Bass war zu teuer.
außerdem ist er ja Linkshänder und dadurch passt dir höfner sehr gut.
hatte Mal die Shorty in rot.
ähnlich wie der gelbe kleine erlewine bei zurück in die Zukunft.
@Numitron Ja, eine absolute Legende der Links-Bass von Paul. Schade wenn man liest, dass ein Traditionsunternehmen Insolvenz anmelden muss. Leider sind die aktuellen Nachrichten überschüttet von deutschen Insolvenzen und Krieg. Wird langsam Zeit für eine andere Richtung.
Paul McCartney betrauert Höfner-Insolvenz: https://www.spiegel.de/kultur/musik/paul-mccartney-insolvenz-von-bass-hersteller-hoefner-aus-baiersdorf-macht-ihn-traurig-a-4454500d-1d60-4d74-bd52-76bcbf06b62b
@Merkstatt oh. aber warum tut er nix?
hat auch einige von höfner bekommen
@Numitron Das dachte ich mir auch. Mit seinem Vermögen könnte der den Laden vermutlich mehrfach kaufen und am Leben erhalten. Schließlich hat er ihm in gewisser Weise etwas zu verdanken.
Scheiße! 😟
Leider ist Höfner in den letzten paar Jahren auch nicht das einzige Unternehmen in Deutschland, das in Gefahr geriet oder sogar seine Pforten schließen muss.
Hallo zusammen,
es ist sehr traurig, aber Höfner folgt nur anderen Firmen aus der Gegend (wie Hoyer – siehe mein Profilbild -, Klira oder Framus).
Bubenreuth war nach dem Krieg ein deutsches Mekka des Instrumentenbaus, weil dorthin Instrumentenbauer aus dem Sudetenland geflohen waren. Es gab dort dann die sogenannte „Geigenbauersiedlung“.
In den 60er- und 70er-Jahren waren diese Instrumente grandios (siehe Paul McCartneys Bass), aber Ende der 70er haben die Japaner den Markt effektiv plattgemacht mit industriell gefertigten Instrumenten in hoher Qualität.
Diese deutschen Firmen waren eher mittelständisch organisiert und bedienten danach daher immer mehr eine Nische zwischen preisgünstiger asiatischer Massenware und High-End-Custom-Shop-Instrumenten zu irrwitzigen Preisen von renommierteren Herstellern. Dieser Spagat hat einfach nicht mehr funktioniert.
So ist Kapitalismus, aber ich kaufe mir auch kein handgefertigtes Auto. Dazu habe ich einfach nicht das Geld…
Gruß
Fredi
Wenn ich so etwas lese kommt mir immer der Gedanke, dass wir halt immer günstiger einkaufen wollen. Das geht mit unseren Löhnen aber nun mal nicht zusammen.
@webmob für meine löhne geht leider nix „teures“
im synthbereich gibt’s genug alternativen.
bei Gitarren auch…..
@Numitron Für meinen auch nicht. Ich habe über ein Jahr gespart für meine Höfner Akustik Gitarre.
Wollte unbedingt was fränkisches…..
Meine Trompete, mit der ich meine Familie ernähre, ist aus dem Vogtland. Da habe ich noch länger gespart.
@webmob Dazu muss ich leider anmerken, dass ich erst im Oktober einen neuen Höfner-Cellobogen gekauft habe, nämlich in einem der letzten Fachgeschäfte in München. Es war das teuerste Modell im Sortiment des Händlers. Der Bogen war jedoch offensichtlich nicht meisterhaft gefertigt worden: Die Mechanik war extrem schwergängig, das Daumenleder schlampig verklebt und der Gipfel war, dass der Bogen beim ersten Kolophonieren zerbrochen ist. Hohe Qualität rechtfertigt hohe Preise. Wenn aber das Qualitätsversprechen nicht eingelöst wird, kann sich jeder vorstellen, was passiert.
@Merkstatt Das tut mir leid für dich.
Ich bin sehr zufrieden bin meinem Erwerb.
Es ist 30 Jahre her, da ging ich in einen Musikladen, um mir meine erste akustische Gitarre zu kaufen. In dem Laden standen / hingen ca. 50 Akustikgitarren. Alle in naturbraun. Die Verkäuferin nahm eine Gitarre nach der anderen von der Wand, schrammelte über alle 6 Saiten und fragte mich dann, wie mir die Gitarre gefällt. Ich war unschlüssig und nach der 20ten Gitarre, fragte ich die Verkäuferin, was mit der weißen Gitarre ganz außen ist. Sie nahm die Gitarre und spielte die Saiten an. Sie klang, wie alle anderen und ich kaufte sie. Es war eine Gitarre von Aria. In dem Laden wurden 50 Gitarren von Höfner/Hohner angeboten, aber die eine Gitarre aus Fernost fand ich am interessantesten. Vielleicht ist für den Niedergang einer Firma auch die fehlende Innovationskraft und Experimentier-Freudigkeit maßgeblich.
Man sollte auch bedenken, dass der Niedergang auf allen Ebenen zu erkennen ist. Hier in Hamburg gab es mal den Einzelhändler Just Music. Seit der dicht gemacht hat, gibt es in Hamburg keinen einzigen vernünftigen Laden für Keyboards und Synthesizer.
We should send that news to Mister Mc Cartney ! His Engagement and a new Marketing the company is thriving. Handmade wonderful Vintage Instruments funded by Mister Paul Mc Cartney !
The insolvency must be stopped. „Help ! They need somebody“