John Lennons Mörder bleibt in Haft: 14. Bewährungsantrag gescheitert
Über vierzig Jahre nach dem Attentat auf den Beatle John Lennon ist Mark David Chapman erneut mit seinem Versuch gescheitert, auf Bewährung freizukommen. Das Bewährungsgremium in New York wies den mittlerweile 14. Antrag ab. Zur Begründung erklärten die Verantwortlichen, dass eine Entlassung nicht mit der Sicherheit der Gesellschaft vereinbar sei und sie die Schwere der Tat verharmlosen würde.
John Lennon Witwe Yoko Ono lehnt Freilassung ab
Yoko Ono spricht sich seit vielen Jahren entschieden gegen eine mögliche Entlassung des Mörders aus. Für sie ist der Gedanke, dass Mark David Chapman wieder in Freiheit leben könnte, eine persönliche Bedrohung. Auch die Kommission machte in ihrer Entscheidung deutlich, dass die Tat als besonders kaltblütig und rücksichtslos eingestuft wird. Zudem hat Chapman selbst eingeräumt, John Lennon aus purer Ruhmsucht ermordet zu haben. In den Anhörungen bat er wiederholt um Vergebung und entschuldigte sich auch bei Yoko Ono.
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John Lennon und das Erbe seiner Musik
Der Mord am Beatle am 8. Dezember 1980 vor dem New Yorker Dakota Building, in dem er wohnte, gilt bis heute als eines der dunkelsten Kapitel der Musikgeschichte. Mit nur 40 Jahren war an einem Punkt, an dem er nach einer langen Pause gerade wieder kreativ durchstarten wollte. Dann riss sein Tod allerdings ein tiefes Loch in die Welt der Musik und markierte das tragische Ende einer großen Ära.
Mark David Chapman sitzt seit 1981 mit einer Haftstrafe von 20 Jahren bis lebenslänglich in New York ein. Die nächste Anhörung ist für Februar 2027 angesetzt. Ob er jemals das Gefängnis verlassen wird, bleibt ungewiss. Der Widerstand von Yoko Ono und die bisher klare Haltung der Behörden lassen aktuell kaum Spielraum für eine Freilassung.




































Allein der Antrag auf Bewährung zeigt, wie wenig „seelischer Verstand“ den Täter begleitet…🥴
Nach mittlerweile 44 Jahren und einer ganzen Reihe an Entschuldigungen und Reuebekundungen, sollte man davon ausgehen können, dass Chapman heute ein anderer Mensch ist. Hätte einen unbekannten Latino oder Schwarzen aus den gleichen Gründen ermordet, wäre er sicherlich schon längst wieder frei. Wie so oft misst die Judikative mit zweierlei Maß.
@Mac Abre Hmmmm! Das ist mehr oder weniger die Frage, wie auch: Ob der Mord an einen Promi eine längere Haftstrafe gewährleistet als selbiges bei einem Niemand? Strafen sind nie gerecht, egal in welchem Maß. Grund: Weil alle Opfer sind. In True Crime Serien kann man das gut beobachten.
@Filterpad Natürlich rechtfertig der Mord an einem Promi keine längere Haftstrafe als der Mord an irgendeinem anderen Menschen mit einem, vieleicht wichtigeren Beruf, durch den man trotzdem nicht berühmt wird (beispielsweise Abfallbeseitiger oder Informatiker im Medizinbereich), denn für die Justiz gilt nach wie vor der Grundsatz „ohne Ansehen der Person“, was für Täter und Opfer gilt. Genausowenig, wie es gerechtfertigt ist, Normalbürger stärker zu bestrafen als Promis, dennoch handhaben es die Gerichte auch in Deutschland so. Auch ein Mord an einem Ausländer wird schwächer bestraft als der Mord an einem Deutschen.
@Mac Abre „ Auch ein Mord an einem Ausländer wird schwächer bestraft als der Mord an einem Deutschen.“
Quelle?!
@Aljen Eines der markantesten Beispiele:
In den Neunzigern wurde ein Schwarzafrikaner, ohne jede Vorgeschichte von Nazis zu Tode gehetzt. Die höchste damals verhängte Strafe waren 3,5 Jahre.
Im selben Jahr wurde ein deutscher Kapitän, der Hitler gegenüber Neonazis als Verbrecher bezeichnet hatte (was ein guter Verteidiger als Provokation auslegen kann) von diesen ermordert. Die höchste hier verhängte Strafe waren 6 Jahre.
Ich beobachte seit Jahrzehnten die Rechtsprechung und die teilweise immensen Diskrepanzen der Urteile gegenüber Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Ausrichtung, Wohlstand, Prominenz usw.
Ein Musterbeispiel für die Bevorzugung von Promis sind die Fälle von Uli Hoehneß und Udo van Neer.
Uli Hoehneß, berühmter Fußballfunktionär, hinterzogene Summe: 72 Mio Euro, Strafmaß: 3,5 Jahre Haft.
Udo van Neer, eher unbekannter Kommunalpolitiker, hinterzogene Summe: 1,1 Mio Euro, Strafmaß: 8 Jahre Haft.
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@MartyK „angeblich von Natzis [sic] ermordeten“
Das war ein realer Fall mit einem realen Opfer und realen Verurteilungen. Oder waren Polizei, Staatsanwalt, Richter, Journalisten, Nachrichtensprecher auch alle ehemalige Stasi-Mitarbeiter, die den Mord fingiert haben?
Es geht hier auch nicht und rechts oder links, sondern um ungleiche Gerichtsurteile.
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@MartyK Was willst Du uns sagen? Ausländer sind alle Mörder und Deutsche sind alle Opfer? Mit dem braunen Gedankengut bist Du hier an der vollkommen falschen Adresse.
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@Mac Abre Nein, Mord ist Mord und verdient keine Entschuldigung.
@Dayflight Du bist also der Meinung, dass ein Mörder keine Reue empfinden darf? Schräg.
@Mac Abre Die relevante Frage ist, ob diese Reue echt ist oder aus taktischen Gründen angewandt wird.
Wenn ich jetzt direkt betroffen wäre – sagen wir mal, mein Vater wäre ermordet worden und derjenige stellt jetzt einen Bewährungsantrag – ich würde genau so wie Yoko Ono reagieren. Deswegen kann ich die Dame voll verstehen. So eine Strafe soll natürlich auch als Abschreckung dienen, damit die Leute sich nicht alle gegenseitig umbringen. Die Frage ist da immer wieder: Schreckt so eine Strafe wirklich ab? Dass man mit ziemlicher Sicherheit nach so einer Tat sein Leben im Knast verbringt? Oder ist im Falle eines Falles der »Affekt« – Zorn/Wut/Hass/WasAuchImmer – doch so groß, dass die Täter sich davon nicht mehr abschrecken lassen (dass die Reue dann eben viel später kommt)? Dass die »Logik« da einfach aussetzt? Oder das Leute von vornherein so blöde sind, dass sie die Folgen sowieso nicht realisieren? Das sind immer so die Gedanken, die mir durch den Kopf gehen.
@Flowwater Wäre eine Psychose, die auch heute noch vorhanden ist, der Mordgrund gewesen, säße Chapman nicht im Knast, sondern in der Klapse. Außerdem finde ich Deine Argumentation, jemanden wegen Krankheit für immer wegzusperren, ziemlich daneben. Einige Arbeitgeber fänden das bestimmt erstrebenswert.
@Mac Abre Dann anders: Wäre Chapman psychisch krank und wäre diese Krankheit der Mordgrund, säße Chapman nicht im Knast, sondern in der Klapse. Vollkommen egal, was davon die Krankheit und was der temporäre Zustand ist. Richtig lesen und nicht das lesen, was man lesen möchte!
@Mac Abre Da hast Du Recht, das führt zu nix wenn man gegen seine eigenen Argumente argumentiert.
@Flowwater Das kann gut sein, dass meine Argumentation auf den inhaftierten Chapman nun nicht zutrifft. Meine Gedanken gingen auch eher generell um »Inhaftierung als Abschreckung«, und dass das in vielen Fällen evtl. sowieso nicht abschreckt.
Ist immer schwierig, ein fremdes Justizsystem und das dortige Gerechtigkeitsempfinden/die Mentalität mit unseren zu vergleichen.
Da gibt es ja schon allein bei uns mitunter immens unterschiedliche Ansichten…
Hier gibt es für Täter, die als nicht resozialisierbar gelten, lange Haftstrafen und anschliessende Sicherungsverwahrung. Damit bist Du faktisch aus dem Rennen.
Und während bei uns die Resozialisierung ein Baustein im Justizsystem ist, geht es anderswo eben „nur“ um Sühne und Vergeltung.
Jeder von uns wird bei Berichten über Verurteilungen schon gedacht haben, daß die Bestrafung viel zu hart oder eben auch ein schlechter Witz gewesen sei.
Daß Yoko Ono gegen Chapmans Freilassung ist, lässt den Schluss zu, daß sie „bis zum Tode“ als Vergeltung für ihren Verlust für legitim hält. Das ist auch nachvollziehbar. Wir können uns da schwer hineinversetzen…
An Abschreckung glaube ich (persönlich!) nicht, das hält Niemanden auf. In den USA wird jedes Jahr eine Kleinstadt durch Waffengewalt ausgelöscht. Obwohl es vielfach sogar noch die Todesstrafe gibt…
@Codeman1965 Die Art der Abschreckung, wie sie in den USA praktiziert wird, geht nachweislich nach hinten los.
1. Der Staat in seiner Vorbildfunktion
Die Existenz der Todesstrafe sagt dem Bürger, es sei gut, Menschen zu töten.
2. Der Selbsterhaltungstrieb
Weiß ein Straftäter, dass ihm die Todesstrafe droht, wird er alles versuchen, dieser zu entgehen und übt dabei in vielen Fällen tödliche Gewalt aus.
Ein gerechtes Justizsystem ohne die Todesstrafe führt nachweislich zu weniger Morden, weniger Wiederholungstaten und weniger Amokläufen.
Meine persönliche Meinung: Ein Todesurteil zu unterzeichnen ist Aufforderung zum Mord. Deshalb würde ich z. B. Schwarzenegger verhaften, sobald er deutschen Boden betritt.
@Mac Abre Es gibt kein gerechtes Justizsystem, nirgendwo, das sich das Strafmaß auf die Art bzw. Quantität der Delikte auswirkt ist grober Unfug.
Der Staat sind wir und stellt keine abstrakte Entität dar, inwiefern soll da eine Vorbildfunktion bestehen ?
Das “ Die Existenz der Todesstrafe sagt dem Bürger, es sei gut, Menschen zu töten.“ umgekehr sagt eine mildes Strafmaß es ist ok einen Menschen zu ermorden , halb so schlimm, erklar mal deine Logik hinter deiner Behauptung .
Das ein Täter seine Tat zu vertuschen versucht , ist der irratio geschuldet und hat nichts mit der Art des Delikts zu zun. Beispiel gefällig , der Mord an dem Polizisten nach einem Tankstellen Überfall. Wie passt das in deine Logik ?
@mtotheb Der Unterschied zwischen unserer beider Beiträge ist, dass ich mit überprüfbaren Fakten argumentiere, Du mit Deiner persönlichen Meinung.
https://www1.wdr.de/lokalzeit/verbrechen/todesstrafe-fragen-und-antworten-100.html
https://www.acat.ch/de/was-wir-tun/aktionen/die-theorie-der-abschreckenden-wirkung-der-todesstrafe-entlarvt/
@Mac Abre Du legst es wirklich darauf an, mich zu nerven, oder? Ich lasse seine Meinung zu, erwähne aber, dass es eben nur eine Meinung ist, die den Fakten widerspricht.
@Mac Abre Vielen Dank euch für die vielen Gedanken! Unterschiedliche Meinungen gehören natürlich dazu, aber umso wichtiger ist es, dass wir respektvoll miteinander umgehen. Vielleicht ist es interessant, auch darüber nachzudenken, was uns John Lennons Musik heute noch bedeutet 🤔
@Gereon Gwosdek „darüber nachzudenken, was uns John Lennons Musik heute noch bedeutet“
Darum geht es im Artikel zwar nicht aber bitteschön. Lennons Musik, hat mir noch nie etwas bedeutet, was seine Arbeit als Künstler keineswegs schmälern soll. Seine Musik und Texte sind einfach nicht mein Fall, das löst bei mir keinerlei Emotionen aus.
@Mac Abre 1. Wenn ein Mensch getötet wird, weil dieser jemand anderen getötet hat, kann er keinen anderen mehr töten. Das sagt einem der gesunde Menschenverstand.
Und dass eine Hinrichtung nicht abschreckend wäre, bezweifle ich. Denn so mancher potenzielle Killer würde sich dann mehrmals überlegen, sein Vorhaben auszuführen.
2. Ah ja. Und wenn diesem Straftäter nicht die Todesstrafe droht, wird er sich freiwillig stellen, wenn er in eine entsprechende Situation gerät?
„Ein gerechtes Justizsystem ohne die Todesstrafe führt nachweislich zu weniger Morden, weniger Wiederholungstaten und weniger Amokläufen.“
Das sagt wer?
„Meine persönliche Meinung: Ein Todesurteil zu unterzeichnen ist Aufforderung zum Mord. Deshalb würde ich z. B. Schwarzenegger verhaften, sobald er deutschen Boden betritt.“
Demnach sind Todesvollstrecker, die Mörder hinrichten, Mörder. Ah ja…
@Codeman1965 Rechtsethik ist ein schwieriges Feld, jede Gesellschaft hat unterschiedlich Aufassungen von Moral und Gerechtigkeit, die einzigen Normen die universell gelten bzw. gelten sollten sind im Grunde genommen UN Charta die allgemeine Erklärung der Menschenrechte , tatsächlich spielen im US Justitzsystem , Rache und Sühne eine andere Rolle als beispielsweise im deutschen Justizsystem, hier steht die Einsicht und Resozialisierung des Täters im Vodergrund was dazu führt das aus Opfersicht der Täter viel zu sehr im Fokus steht.
Eine viel spannendere Frage ist ja, was John Lennon noch musikalisch gemacht hätte, wenn er heute noch leben würde 🤔
@Gereon Gwosdek Tut mir leid, aber diese Frage löst bei mir keine Spannung aus. Interessant wäre es jedoch, zu wissen, ob Ono sich dann ebenso als Produkt vermarkten würde, wie sie es gerade tut.
@Gereon Gwosdek Das frage ich mich bei tatsächlich vielen verstorbenen Künstlern und leider werden wir es, selbst mit KI, vermutlich nie erfahren. Das fängt an bei Michael Jackson (geplante This is it -Tour), Lennon an, und hört auf bei dem ersten Promi, der 1983 an HIV verstorbenen ist, bevor es den Namen und die Krankheit bei eigentlichen Promis wie Hudson (1985) überhaupt gab – Klaus Nomi (deutscher Countertenor und Performance-Künstler) – Schade um jeden.
John Lennon ist Legende <3
@RUFUZ (NULLZWEIZWEI) Nein, John Lennon hat wirklich existiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Legende
@Mac Abre https://de.wiktionary.org/wiki/Legende
[5] eine Persönlichkeit, die auf Grund besonderer Leistungen, zum Beispiel im Sport, in der Musik oder starker medialer Präsenz zu hoher Berühmtheit gelangt ist
Er, dessen Name ich nicht nenne, soll in der Zelle verrotten !
@Engholm Wie fortschrittlich.
@Mac Abre Was? Einen Namen nicht zu nennen?
@MartyK Ah, jetzt verstehe ich, Du bist nur zum Trollen und Spammen hier. Dann kann ich Dich ja ignorieren.
@Mac Abre Wer hat denn mit der Antwort, dass John Lennon keine Legende sei und dabei auf Wikipedia verwiesen hat, getrollt? Du oder ich?
Ich bitte darum, bei der Diskussion sachlich zu bleiben und die Community-Richtlinien einzuhalten.