Juno ganz Groß
Vorwort
Ein Spaziergang allein offenbart manchmal Dinge, die man im Alltag entweder vermisst, oder kaum wahrnimmt.
Die Vögel zwitschern noch etwas zaghaft, aber mein Herz fängt jeden Laut ein.
Es ist, als hätte man eine Antenne ausgefahren, die genau solche Sachen aufspürt.
Die Blumen im März sehen prächtig aus, die Luft ist frisch, aber nicht mehr so beißend.
Der Schnee ist verschwunden und ich erwarte das Frühjahr. Trotzdem hatte ich einen
sehr schönen Januar und genau da möchte ich einen Sprung machen. Wenn ihr Zeit und Lust habt, nehme ich euch
mit. Los geht’s:
Einleitung
Es ist der 01.01.2026 17.00 Uhr.
Während meine Nachbarn noch eifrig die Einzelteile ihrer Briefkästen
suchen, bin ich heute besonders vorbereitet und auch etwas nervös
und aufgeregt. Ich möchte meine Leserstory nun endlich vollenden,
denn ich habe lange genug damit gewartet. Ich bin nicht allein. Ich habe eine Freundin eingeladen, die ich liebevoll Begleitung nenne.
Es soll vor allem um die Audioaufnahmen gehen. Da ich kein Octopus bin, sind unsere Aufgaben gerecht verteilt.
Ich freue mich sehr auf einen angenehmen Abend.
Es läutet an meiner Haustür. Ich öffne die Tür ganz langsam und mein Nachbar fragt, wo sein weißer schöner Briefkasten ist.
Ich schaue ihm tief in die Augen und zwar solange, bis er ungeduldig wird. Das macht mir Spaß, denn es läuft gerade eine ewige Filmsequenz ab.
Warum kommt man nicht tagsüber zu mir, um den Schrott abzuholen? Ein Anruf, ich komme und möchte dies und das.
Jeder hat einen Mund, um sich vorher anzukündigen. Ich ärgere mich ein wenig.
Wie jedes Jahr habe ich beim Joggen vier Briefkästen gefunden, die ich unter mein Auto geschoben habe.
Wieso schraubt man diese Dinger nicht vorher ab? Jeder weiß, daß weiße Briefschluckautomaten
im Schnee nicht gerade auffällig sind. Geschneit hat es jedenfalls ordentlich, was im Januar durchaus passieren kann.
Ich möchte aber keine lange Diskussion führen, denn er weiß ja,
wo alles liegt. Er geht, ein frohes neues Jahr wünscht Er mir natürlich nicht.
Ich kann Unhöflichkeit nicht ausstehen, also rufe ich – HAPPY NEW YEAR – und das haben hoffentlich alle gehört. Eigentlich bin ich nicht
so schnell aus der Ruhe zu bringen, aber so etwas ärgert mich einmal mehr.
Nun ist wieder Ordnung eingekehrt und ich bin zurück, denn Gäste läßt man nicht allein oder unnötig lange warten.
Meine Begleitung erzählt mir noch einmal ruhig, wie alles abläuft. Ich schließe die Augen und bestätige alles mit einer Handbewegung.
Da ich leider keine langen Texte in Deutsch schreiben kann, die auch noch fachbezogen sind, habe ich mir Hilfe und Unterstützung geholt.
Ich habe zwar viel auf das Diktiergerät gesprochen (ich liebe das niedliche Kästchen mit Magnettonband), aber zu oft kommt eben der eine oder andere Blitzgedanke.
Da meine Begleitung eine hervorragende Übersetzerin ist (unter anderem englisch / hebräisch) sind wir ein starkes Team.
Dreamteam trifft es präzise. Wichtig: Sie kennt mich und ich vertraue ihr!
Meine Begleitung ist also mein Sprachrohr, aber dazu noch etwas im Schlußwort.
Ein heißer Gewürztee und ein wenig Obst versüßen den Abend, zumindest möchte ich das so. Ich bin beruhigt, denn alles ist an seinem Platz.
Ich benutze kein elektrisches Licht, sondern fühle mich sicher und wohl bei Kerzenschein. Ich habe mich also für eine große weiße Kerze entschieden.
Ich möchte eine gute Gastgeberin sein und frage, ob meine Begleitung gut versorgt ist.
Sie nickt lächelnd und deutet an, daß es losgehen kann.
Ich binde mir die Augen zu, denn nur so kann ich frei sein. Wenn ich frei bin, dann bin ich selbst ICH.
An dieser Stelle fällt der Vorhang für mich, denn ich bin heute Abend gar nicht wichtig. Nun wird es Zeit für den Roland Juno-6.
Rundgang
Der Roland Juno-6 ist ein analoger Synthesizer. Ich darf ihn seit 2022 mein Eigen nennen.
Ich habe mich musikalisch und auch privat neu sortiert. Ein Umzug aus der Stadt in die ländliche Gegend,
liegt ebenfalls hinter mir. Ich schweife ab. Der Juno-6 ist robust gebaut. Ein Leichtgewicht ist er nicht, denn er bringt
gute 12kg auf die Waage. Es liegt definitiv nicht am Weihnachtsspeck:-) Sein stabiles Metallgehäuse, die
edlen Holzseitenteile und die strammen Schieberegler machen ihn sehr angenehm bedienbar.
Die Tastatur ist gut spielbar, da klappert nichts oder wackelt. Die Rückseite ist eher unspektakulär.
Bisher hat er mich nicht im Stich gelassen und so gehe ich von einer zuverlässigen Elektronik aus.
Die einzelnen Bedienelemente und Funktionsgruppen sind farblich getrennt, was eine gute Übersicht ermöglicht.
Man hat also alles gut im Blick. Der Juno-6 ist recht einfach aufgebaut. Fast möchte man meinen, daß der Kleine
bei den Großen nicht mitspielt. Da hat man sich aber mächtig geirrt. Ich meine hier den Jupiter 8, den viele als Gott im Olymp verehren.
Ich werde das nicht tun, weil ich dieses Instrument einfach nicht kenne. YT reicht nicht aus, um sich einen klaren Eindruck zu verschaffen.
Geschmack hat jeder anders und ich schlage mich nicht um irgendeine Meinung oder Vorliebe. Ich trete also gern einen Schritt zurück.
Ich glaube eher, daß solche Test auch gar keinen Sinn machen. Sorry Juno, ich war respektlos, denn DU bist hier der Star. Okay? Dann gehen wir weiter.
Technisches
Der Roland Juno-6 ist polyfon 6 stimmig spielbar. Ein stimmstabiler DCO bringt eine gute Verhandlungsbasis mit. Die OSC Sektion hält die Wellenformen SAW und Square bereit (inkl. PW mit Modulation)
Beide Wellenformen können gleichzeitig aktiviert werden, was schöne Klangfärbungen ergibt. Dazu gesellt sich ein SUB OSC mit der Wellenform Rechteck.
Das macht mächtig Druck, bleibt aber immer seriös ohne ein Inferno auszulösen. Für Bässe ist er mir ohnehin viel zu schade.
Er spreizt seine sonnengetauften Flügel für mich anders. Ein Rauschgenerator darf nicht fehlen, denn der gehört schließlich dazu.
Das kräftige Tiefpassfilter mit Resonanz klingt einfach nur großartig.(24db) Einzigartig ist aber das HPF (Juno Reihe), denn es ist stufenlos regelbar.
Der Roland Juno-60 / 106 bietet das zwar auch, nur muß man sich dort mit 4 festen Stufen begnügen.
Die gesamten Regelbereiche der Fader sind sehr musikalisch. Es passiert immer etwas, egal wo der Faderknopf steht.
Die heftige Resonanz läßt es zwitschern und Pfeifen. Sind alle Wellenformen deaktiviert, kann man mit Selbstoszillation schöne Glaswände hervorzaubern.
Das Filtertracking ist nicht immer stabil, da muß man nachjustieren.
Das Filter hat folgende Modulationsziele: ENV, LFO, KEYBOARD jeweils positiv oder negativ
Das Filter und die Lautstärke müssen sich eine Hüllkurve teilen. Das ist kein Manko. Ich hätte mir nur den Attack etwas länger gewünscht.
Nach etwa 4 Sekunden Anschwellen ist leider Schluß.
Gerade Sweeps, die wie Phönix aufsteigen sollen, sind mir einfach zu schnell da, was aber kein Hindernis ist, denn wozu ist der Cutoff da.
Einen einfachen LFO gibt es auch. Zwar ist nur eine Wellenform vorhanden, aber ich habe auch hier nie etwas wirklich vermißt. Der LFO hat einen
RATE Parameter, Delay für die Verzögerung, kann automatisch oder manuell eingeflogen werden. Dafür gibt es die elegante Schokoladencremetafel:-) Geschmack Vanille.

Typisch für die Rolandsynthesizer ist der Pitchbender, schnörkellos. Alles andere, was die Spezifikation betrifft,
könnt ihr im Netz nachlesen, denn da ist das besser dokumentiert und beschrieben.
Der Benderstick soll zum Abbrechen da sein, wer einen Hammer zum Spielen verwendet, hat vielleicht diese Erkenntnis gemacht. Bitte zärtlich damit umgehen!
Der Juno-6 besitzt auch einen Arpeggiator, der zwar nur die Basics bietet, aber unglaublich inspiriert. Chordmemory ist auch vorhanden.
Ich möchte aber gerne auf den speziellen Chorus eingehen.
Chorus als Klang und umgekehrt
Der Chorus im Juno-6 ist nicht nur eine nette Beigabe, sondern prägt den gesamten
Klang. Das Highlight des ganzen Instruments. Er hat Charakter, ist unverkennbar und fesselt den Spieler oder die Spielerin.
Der Chorus besitzt 3 Modi, anzuwählen über 3 große Drucktaster (Drucktaster OFF inkl.)
Chorus 1 gefällt mir persönlich am besten. Der Klang wird schön breit, das Stereofeld wird ca.50% ausgenutzt.
Er klingt nicht unbedingt zahm oder sanft, sondern drückt einem gefilterten Pad eine warme Note auf.
Der Verstimmungsgrad ist nicht subtil, eher moderat (ein wohliges Auf-Abwandern ohne Eiern). Mich bringt er zum Träumen.
Chorus 2 nimmt keine Rücksicht auf Gefühle:-) das Stereofeld wird nahezu überschwemmt, satte 100%. Das kann man positiv oder negativ sehen bzw. hören.
Positiv: alles, was für eine auffällige Auslegware spricht, wie Bläser, Sweeps, Pads sowieso und Chords, bekommt eine gnadenlose Dusche an Präsenz.
Das Detune im Effekt kann aber sehr schnell überfordern, denn das Eiern wirkt beim Dauergebrauch eher störend.
Einen klaren Vorteil sehe ich aber dennoch in der Stufe 2, denn jeder neue Tastenanschlag bringt winzige Variationen mit sich.
Chorus 3 wird durch das gleichzeitige Drücken von I+II aktiviert. Es entsteht ein Ensemble Effekt, wie man ihn von alten Stringmachines kennt.
Er trifft aber absolut nicht meinen Geschmack. Für Orgelsounds und Stringsounds ist er zwar brauchbar, aber er berührt mich nicht.
Andere sehen das möglicherweise komplett anders. Meinetwegen. Einmal durchatmen und wir schalten den Chorus einmal aus.
Ich höre und sehe ein festes Bassfundament, schöne tragende Wände und ein Schindeldach. Und schon steht das Haus.
Es wird von der Sonne beschützt und man wohnt gern darin. Die Fenster sind schön blank geputzt.
Wer also einen Synthesizer sucht, der nicht nur Gemüse als Essen anbietet, sollte hier herzhaft zubeißen:-)
Klangliches Fazit und meine Verwendung
Alles in allem ist das Gesamtpaket mehr als stimmig. Hier paßt alles sehr gut zusammen.
Der Juno-Chorus ist DAS Merkmal, was ihn so unverkennbar macht. ABER: Ihr wollt gratis den Saharawind oder in der Ferne die Niagarafälle rauschen hören? Gar kein Problem: Ist der Chorus aktiviert, dann rauscht es und zwar hörbar. Das gehört wohl mit dazu, denn analoge Technik ist nie akkurat, also soll es rauschen.
Man sollte nicht den Fehler machen, den Juno nur mit dem Chorus in Verbindung zu bringen.
Hüpft mein Schatz nur im Seidenumhang vor mir, klingt er auch stark. Ich schalte gerne den Juno-60 dazu und drehe am TUNE Regler.
Dieser Regler befindet sich auf der Rückseite und ist magisch.
Es soll einen Unison Mode geben. Ja, aber das geschieht über die Chord Memory Funktion. 6 mal das C drücken.
Das ganze klingt aber seltsam, da die einzelnen Stimmen nicht leicht verstimmt werden.
Der Klang wird lauter, aber klingt wie ein hohles, abgeknicktes Bambusrohr. Was soll ich denn damit anfangen?
Ach so: Rauschen klingt fast wie Rauchen, aber da müßte ich jetzt vor die Tür, genau das tu ich jetzt auch:-)
10min später
So, bin wieder zurück. Bässe nutze ich eher selten, obwohl er die auch sehr gut kann. Meine Bereiche sind Pads und Sounds, die regen Gebrauch vom Arpeggiator machen.
Die Arpeggioclock kann von einem externen Gerät zwar synchronisiert werden, aber das funktioniert nicht immer sauber. Mal zappelt er vor oder zurück, ich finde das
erfrischend:-)
Jedenfalls bemerke ich immer wieder, daß das Timing mal besser, mal schlechter ist. So ist er eben, der kleine Prinz.
Wichtig zu wissen: Der Juno-6 verfügt über keinerlei Speichermöglichkeit. Die Einstellungen der Bedienelemente schreibt man sich eben auf. Man ist faul geworden.
Ein Sound ist auch recht schnell eingestellt. MIDI gibt es auch nicht, das ist aber kein Nachteil.
Der berühmte Stimmenklau, gerade bei Pads, setzt manchmal an sehr emotionalen Stellen ein.
Da kann man ordentlich schimpfen, aber dem kleinen Liebling ist das nicht vorzuwerfen. Er ist schließlich ein göttlicher Vertreter.
Der Juno macht mich leidenschaftlich, der Juno bringt mir meine Balance, der Juno bringt mich zum weinen, der Juno lacht mit mir.
Das könnte ich jetzt ewig so weiter schreiben. Mit einem einzigen Wort: Ich liebe ihn. Punkt.
Ich habe sonst immer etwas zu meckern, bin nie zufrieden, weil ich die Perfektion gern hätte. Juno, mein Babe, du hast das gar nicht nötig.
Du bist für mich das, was Töne ausmacht. Du bist ein schönes Musikinstrument! Auch wenn ich jetzt schon weiß, daß ich dich einmal zum Elektronikfriedhof begleiten werde.
Du hast bereits mein Herz erobert und das ist nicht ganz so einfach. Ich bin da sehr wählerisch:-)
Für mich zählt daher nur eins. Zeit verbringen, und meine 24h sind auch die gleichen, die mir ein Musikinstrument geben kann.
Zeit haben wir alle. Bevor die Keyboardabdeckung meinen kleinen Helden schlafen läßt, bedanke ich mich noch einmal.
Juno, du bist unglaublich schön, wenn es Demut sein soll, dann zeige ich sie jetzt.
Schlußwort
Vielen Dank an diejenige, die den Text für mich verfasst, formuliert und aufgesetzt hat. Ohne sie wäre das hier gar nicht möglich gewesen.
Vielen Dank für deine Zeit. Der Inhalt und das, was ich sagen und ausdrücken wollte, kommt ausdrücklich von mir.
Ein Diktiergerät kann man auch heute noch prima verwenden. Ich mag das Smartphone nicht, außer, ich kann es gegen die Wand werfen, weil es mir sowieso nicht gehört:-)
Ich bedanke mich für eure Geduld und Interesse. Wir haben alle unsere Reise. Reisende soll man nicht aufhalten.
Das stimmt so nicht ganz, denn wenn man fragt, dann kann man Reisende auch begleiten. Wer sagt da schon Nein?
Sicher, streckenweise stiefelt man alleine rum. Musik ist eine Sprache, die jeder versteht.
In diesem Sinne verneige ich mich, stellvertretend für den Juno-6, beim Publikum. Applaus, wenn überhaupt, gehört IHM!
Dankesehr!
Viertelnote
Zu den Klangbeispielen:
Aufnahme:
Einzelklangbeispiele: Focusrite Scarlett 2i4 MK2
Multitrack Demos: Lexicon Alpha
externe Effekte: Chorus vom Juno selbst (nicht immer)
Delay: Yamaha EMP100
Hall: Alesis Microverb I+II
Drumcomputer: Roland TR 626, Roland TR 505
Auf YT könnt ihr eine kleine bescheidene Komposition von mir hören.
70% habe ich den Juno verwendet.
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Erwartet bitte keine Superproduktion, das ist nicht unbedingt mein Anspruch. Kritik und Anregung ist aber sehr erwünscht, wenn es sachlich und höflich ist.
Teamwork macht Spaß, auch wenn es andere Meinungen gibt. Ich schreie zwar ab und zu, aber das geschieht nur gegen die Wand, jedenfalls meistens:-)
Multitrack:




































Ja, man merkt es dir an, dass du ihn magst. Du hast einen witzigen Stil, bringt mich öfter zum Schmunzeln. Dein Song gefällt mir. Mach ruhig öfter mal was hier.
@Tai Vielen lieben Dank!
Ich so habe meinen Fuß sacht in einen heiligen Raum gesetzt.
Und bedanke mich erst mal auch an die Redaction die mich da sehr unterstützt hat
habe das so nicht erwartet und freut mich besonders. Die Community ist mir wichtig!
Thx nochmal:-)🙂
danke!
sehr schön und witzig geschrieben!
hab seit etwa 10 Jahren einen 106!
schon spezielle Geräte!
leider muss ich noch 4 voicechips einlöten lassen.
und die Speicherbatterie wechseln.
hatte früher auch den tr 505.
beste snare der 80er eventuell 😂
interessant, dass du auch den 626 hast.
sind doch beide Recht ähnlich.
@Numitron Danke! Schreiben war echter marathon aus 3 sprachen und meine privatlehrerin hat mir den Text geformt. denn ich habe LRS und das ist nicht so einfach auch mit übersetzung. aber ich gebe das lob sehr sehr gern weiter. war teamwork habe das nicht so schreiben lassen, hab schon wie man sagt senff mit dazugegeben:-)
so meine meinung ist die snare von 505 ist die beste von Tr Reihe ebenso auch BD
Power gleich wie LinnSnare für mich jedenfalls.
Nur HiHats klingen bei 16ths Noten wie geschüttelter Trog mit Gabel und Messer🙂
Hast du die VoiceChips für den 106 auch aus Frankreich? Hab ich auch da. wenn meiner
mal reflux haben wird und sollte. Löten muß ich sehen ob ich mir das so traue.
Danke für Dein Interese von der story
@Viertelnote „Nur HiHats klingen bei 16ths Noten wie geschüttelter Trog mit Gabel und Messer🙂“
😂🤣🤣👍
@Viertelnote , Sakrileg. Du wirst doch nicht die Linn Drum mit einer TR würfeln wollen. Die beste TR Snare ist die tiefgepitchte aus der 707. Aber nur, wenn sie auch der Linndrum tönt. 😇
@TobyB okay🙂ja so zum Unterschied kann empfinden sein.
die 505 hat alle anschlüsse bis auser Midiports verloren einzelouts müßen sein btw.
es lohnt sich definitiv. weißt du was am meisten unterschätzend ist, die DRP Pads
1+2 krachen sehr schön. nur antriggern nervt.🎹
@Viertelnote , es gab auch bei Toby Zeiten, da hatten die Geräte mehr Ausgänge als Eingänge am Mischpult. Aber generell nehm ich die Linndrum, die TRs, Nord Drum und MPC über die Einzelausgänge ab. Mein Mischpult hat eine Automatisierung und da ist das egal ob ich nun 2, 12, 24 Kanäle bediene. So kann ich dann auch spontan mit den Fingern drummen. Was den Drumsound angeht hat jeder so seine eigenen Vorlieben, bei mir in der Linn Drum grade Digi Drum E-MU Drumulator gesteckt. Solange man die Finger von den Tears For Fears Shout Drums und Percs lässt, kann man damit immer noch arbeiten. Den Juno Sound hast du gut eingefangen. 👍
Du bist eine seltene Pflanze. Du solltest Vladimir Kaminer Konkurrenz machen. Ich hatte sehr viel Spaß beim lesen. Die Sache mit der Augenbinde ist wahr? Ich habe immer die Tür abgeschlossen um mich von der Realität zu trennen. Jeder Jeck ist anders. Die Klangbeispiele fand ich auch super, sehr authentisch.
@Kazimoto Vielen Dank das freut mich sehr!
Concurrenz möchte ich niemanden machen:) wenn es euch gefallen hat dann macht mich so das
auch glücklich ich bekomme ehrlichkeit zurück und haben alle so etwas davon community eben.
Ja,ich habe das mit Seidentuch gemacht. sonst schließe ich nur augen dabei.tür zuschliesen klingt auch gut. abtrennen von der außenwelt.
Hardwaresynthis können einem wirklich in’s Herz wachsen.
@Filterpad ja und bleiben sie auch dort. leider ist irgendwann stille aber dafür gibt es
ja softwaresynthesizer.🙂Angst vor verlust wenn es rein so um den klang geht
brauche ich wohl da keine haben.
Schabbat Schalom und Danke für einen sehr schönen und interessanten Bericht!
Damals (TM) war der Proberaum unserer Band in meiner Wohnung, und da stand dann der Juno-6 unseres Keyboarders. Der JX-3P hatte mehr Möglichkeiten und Speicher, aber der Juno war einfach „magischer“. Schöne Erinnerungen. Heute muss der JU-06A reichen – ich finde, er kommt schon sehr nah ran, und er ist preislich wie platzmäßig weniger „anspruchsvoll“. Aber solange Dein Juno noch funktioniert … :)
Gruß, Carsten
@chardt ja, der jx3p ist fein.
so underrated.
verstehe ich nicht.
gibt mittlerweile eh viele Controller.
@Numitron dtronics? ja aber muß nicht sein via Diode in den buttons hat man optic eine
sehr gute Controlle. unter 750,00 in ebay geht kaum mehr noch was so underrated ist er
so ich meine auch nicht mehr.aber sehr schöner stacheldrahtsound mit etwas voltage sagen wir ein schöner schlag wenn man ihn berührt🙂
@Viertelnote genau ! hab den dtronics Controller.
also 750€ hab ich vor mehr als 10 Jahren für den Juno 106 gezahlt. heute etwa 2000 hier in Österreich, der Juno 60 sogar mehr.
@Numitron manchmal ich mich frage wo die preise noch so hin wollen.
auch digitale 80s wie d50 oder ensoniq esq hybride haben so mächtig auch
zugelegt. man will wohl einfach mehr obwohl das zimmer jetzt schon
ein empore braucht🙂man ist verrückt irgendwie!
@Viertelnote < "...Stacheldrahtsound" >
Das trifft es sehr gut!
Ich habe vor langer Zeit einen JX-3P gehabt und ihn (leider) irgendwann verkauft.
Der Sound war wirklich gut, aber seine Stärken waren eindeutig eher rauhe, aggressive Sachen. Mit dem Preset „Sync Sweep“ kannst Du heute noch beeindrucken…
Ich fand es nicht schwer, ihn ohne Editor zu bedienen, wenn man ihn öfter benutzte, ging das gut uind flüssig.
Den Step-Sequencer fand ich RICHTIG gut! Für die 80er schon beeindruckend.
Hätte ich mal besser nicht weggeben sollen…
@chardt vielen Dank auch Dir! bin ich so garnicht gewohnt🙂
Ja Ju-06A klingt ver++++t gut und so ich mich geschlagen gebe, die döschen sind wirklich als juno6 replica nummer 1. auch hast du recht mit platz und preis.
Eine sehr poetische Liebeserklärung an ein schönes Instrument…! 🙌👏
War sehr angenehm, das zu lesen.
Auch Deine Klangbeispiele sind klasse. Wer das Instrument nicht kennt, der weiss jetzt, warum er so beliebt ist.
Vielen Dank für diesen Artikel…! 👋🙂👍
@Codeman1965 vielen lieben Dank auch an Dir! freut mich sehr was du geschrieben hast.
Weißt Du so ist das schöne an comunity. geben und nehmen.
PS: liebeserklärung – ja stimmt- hatte aber kein eifersuchtsgefecht😀
THX!
@Viertelnote 😀
irgendjemand muss bei soviel Nostalgie ja dagegenhalten
dann spiel ich mal den Spaßverderber
der Juno ist ein Kind seiner Zeit
– kein 2. Oszillator (chorus ist kein Ersatz)
– nur 6 Stimmen (da geht der stimmklau sofort los bei langen release Zeiten)
– kein Midi
– Arpeggiator ist unbrauchbar („as played“ & „random“ fehlen)
– chorus rauscht und nix lässt sich einstellen
@plumperquatsch ja okay..dann so wäre es aber kein juno mehr😀
hab ich vergessen
– hat nur eine Hüllkurve (keine extra Hüllkurven für filter & pitch)
– nur ein LFO
„Verzeihe mir meine Gefühle bloß nicht!“
suchst du streit? so hört sich das an ;)
ist nicht deine Muttersprache, es sei dir verziehen.
@plumperquatsch nein das ist nur monologue mit mir selber.hab ich auch aus profil genommen.
NICHT gegen andere / euch!
@plumperquatsch MIDI ja so gibt es von CHD CZ etwas. hab ich mir vorfüren laßen nur so
stimmt was mit arpeggiator dann nicht ich vermute clock.
naja ich bleibe dabei Junobabe und wehe jemand sagt da etwas gemeines😠joke
alles gut!
Es kommt selten vor, dass ich schon im ersten Absatz schallend lachen muss: »Moment, welches Datum beschreibt der Artikel gerade? Einzelteile, Briefkästen? Hahaha … alles klar!«
Ich stehe ja auch drauf, wenn man alles oder möglichst viel mit einem einzigen Synthesizer macht. Das ist deutlich kreativer, als wenn man mit einem gelangweilten Griff in der Presets-Pracht seiner drölfundachtzig Software-Synthesizer wühlt. Die hier präsentierte klangliche Breite hat mich dann aber doch überrascht.
Soundbeispiele insgesamt
Tja, was soll man anderes sagen als: Sehr geil. Präsentiert nicht nur die klangliche Vielfalt des Instruments gut – gewisse Sounds hätte ich dem Juno-6 gar nicht zugetraut – sondern bringt auch noch Spaß beim Zuhören.
gloomy_silhouettes_MT
Da kamen bei mir sofort Miami-Vice-Vibes auf.
Ich kann @Tai nur zustimmen. Gerne hier mehr von Dir. 😃👍
@Flowwater das freut ehrt mich sehr danke! zuviel Lohrbeeren🙂aber als kranz gerne🙂
nein will auf teppich bleiben.
Weißt Du, so meine strategie jeweils instrument genau kennen auch im schlaf. okay.
aber das instrument also klang mischen ich denke ist andere liga dann. so als track mit verschiedene source. mix mastering da spielt ihr
on top.😀aber eure leidenschaft merke ich ja auch und das ist geben nehmen. und sich mit anderen
freuen geht nichts mehr drüber denn spaß alleine macht auf dauer nicht glücklich.
Ein toller Artikel. Klasse gemacht. Der Juno…ich habe nie ein Original unter den Fingern gehabt. Aber auf dem Mac war und ist der TAL-U-NO mein absoluter Liebling und auch Derjenige, den ich am meisten verwende. Auch wenn ich deutlich leistungsfähigere Synths habe. Seit dem ich auf der MPC arbeite ist es das Gleiche. Der Jura ist mein Hauptsynth. Ich glaube es ist gerade seine Einfachheit, diese Zugänglichkeit, die ihn so sympathisch macht. Man kommt sehr schnell zu Ziel und ist doch immer wieder erstaunt wie vielseitig er klingen kann. Na ja ….und der Chorus..*schwärm*…
@Tom Herwig habe vielen Dank! das freut mich sehr!🙂
Ein erfrischend „anderer“ Bericht – Storytelling at its best.
Ich habe letzte Woche eine Autorenlesung von Jyoti Guptara besucht. Dabei erzählte er, dass er von großen Unternehmen engagiert wird, um deren Produkte und Dienstleistungen in überzeugende Storys zu verpacken („Business Storytelling“). Diese Form der Vermittlung holt die Kundschaft deutlich stärker ab als rein sachliche oder technisch geprägte Beschreibungen.
Wir kamen auch auf weitere Lebensbereiche zu sprechen, etwa auf Bewerbungen. Statt dass – wie aktuell – viele Bewerbungsschreiben durch den Einsatz von KI sehr ähnlich wirken, erscheint es deutlich sinnvoller, den eigenen Werdegang als Geschichte zu erzählen. Konkret bedeutet das, aus der eigenen Erfahrung heraus darzulegen, weshalb man heute so ist, wie man ist und welche Entwicklungsschritte dazu geführt haben.
Ein überzeugender Ansatz – auch für Leserbeiträge auf Amazona.de, wie mir gerade auffällt. Weiter so, Thirza.
@Olaf Strassen das ist sehr lieb von dir danke Olaf!
Hallo Thirza,
ok, ich gebe zu:
Der Enstieg mit Spaziergängen, zwitschernden Vögeln, Blumen im März und Briefkästen hat mich zunächst ein wenig irritiert.
Aber ich habe trotzdem alles gelesen und fand den Teil über den Juno-6 dann wirklich schön.
Es muss nicht immer alles staubtrocken und emotionslos erzählt werden.
In dem Studio, in dem ich Mitte bis Ende der 90er arbeiten durfte, hatte ich das Privileg, einen Juno-6, einen Juno-60, einen Juno-106, einen JX-3P und einen Jupiter-8 nutzen zu dürfen.
Und alle klangen fantastisch! Und alle waren midifiziert! Es war der Wahnsinn!
Deshalb kann ich diese „Liebe“ zu einem Gerät, wie in Deinem Fall,
dem Juno-6 auch absolut nachvollziehen.
Aber was mich wirklich überrascht hat, sind die Klangbeispiele: die sind echt super!
Sie zeigen genau das, was den Juno ausmacht.
Und auch den Song auf Youtube finde ich gut.
Und die Multitrack-Beispiele: erste Sahne!
Abgesehen von den Drums kann man hier eindrucksvoll hören,
wie schon damals mit nur einem Synthie ganze Songs enstanden sind.
Könn(t)en wir auch heute noch so machen, aber damals musste jede Spur mit analogen Bandmachinen nacheinander in Echtzeit aufgenommen werden.
Und wehe, Du hast irgendwas falsch gedrückt oder das Tape hat schlapp gemacht etc…
Danke für diesen tollen und unterhaltsamen Artikel. 🙂
@paolostylo vielen Dank auch für deinen kommentar.
eure gesamt feedback geht mir so tief ins herz und ich kann echt nur demut und schlicht danke sagen.
weißt du, ist wie foto da wollte ich eben alles mit auffaßen und so daher auch die Frühlingsstimmung
und die briefkastensache. war alles an diesen tag-einfach festhalten.
danke!🙂
PS: TR 505 hat mich total gefangen:)
Hi Viertelnote,
Das war ein sehr sehr poetischer Bericht und eine schöne Hommage an den Synth von Dir. Hab ich gern gelesen und war mein Highlight-Beitrag dieser Woche. Danke. Ich würde mich über weitere Reviews von Dir freuen!
LG
@T2Link ich möchte mich bei dir bedanken!
ich mache mal was wieder🙂
lieber gruß
Es sind diese natürlichen mucken und Macken des Juno6 die den Charm des Hardware Unos ausmachen. Allerdings gibt es da auch adequate abhilfe in Form eines Plugins fon Arturia.
O.K. fom Juno6 gibt es eine ganze Masse mehr oder weniger gute Plugin-Klone aber Arturia hat da den Spagat zwischen Vintage- und Modernem Sound gut gemeistert. Denke ich.
Bis zu 36fach Polyfon ist das Plugin auch noch.
Trotz dem ist der Bericht sehr schön verfasst. Ich mag deine art zu Schreiben.🙂👍
@Chufu vielen Dank! so ich das mit demut annehme.
PS: ja software mus ich gestehen im direct vergleich
sehr guter ersatz nicht jedes plugin aber arturia – Tal-Juno sind schön👍