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Liam Howletts Kritik an der Musikwelt

The Prodigy Mitglied kritisiert den Einfluss sozialer Medien auf die Musikszene


17. November 2025

Liam Howletts Kritik an der Musikwelt.

In einem Mixmag-Interview spricht Liam Howlett darüber, wie sehr Social Media seiner Meinung nach die Art verändert haben, wie Musik heute wahrgenommen wird. Er beobachtet nämlich, dass viele Menschen Songs nur noch kurz anspielen und dann sofort weiterklicken, wodurch für ihn dabei etwas Wesentliches verloren geht. Das Grundüngsmitglied von The Prodigy kritisiert vor allem, dass Musiker unter dem Druck stehen, ständig kleine und kurze Inhalte zu veröffentlichen, weil die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen durch Social Media sehr kurz geworden ist und alles innerhalb weniger Sekunden bewertet wird.

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Liam Howlett fordert mehr Bewusstsein beim Musikhören

Im Interview wird deutlich, dass der Musiker Musik als etwas begreift, das vor allem Zeit braucht, denn ein Song erzählt für ihn eine Geschichte, die sich nicht in wenigen Sekunden entfaltet. Er wünscht sich vielmehr, dass Hörer wieder bereit sind, diese Erfahrung zuzulassen. Diese Haltung prägt auch seit vielen Jahren die Arbeit von The Prodigy, die immer darauf gebaut haben, dass ihre Musik erst in voller Länge ihre Wirkung entfaltet.

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Mehr Informationen

The Prodigy und Liam Howletts bleiben ihrem Stil treu

Trotz aller Veränderungen in der digitalen Welt bleiben The Prodigy ihrem Anspruch treu, denn die Band möchte weiterhin Musik machen, die vor allem live erlebt werden soll und die sich nicht auf ein paar Sekunden reduzieren lässt. Die Kritik des Musikers soll insgesamt mehr zum bewussten Musikhören einladen. Hier geht es zum ganzen Interview.

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Forum
  1. Profilbild
    Flowwater AHU

    Volle Zustimmung … aber sowas von. Streamingdienste machen die Sache neben den Sozialen Medien auch nicht besser (vermutlich rechnet er Streaming mit dazu). Ich kann mich erinnern, dass es einen Song von Summer Cem gibt – »Pompa« – der ist gerade mal die Mindestlaufzeit lang, damit er Kohle verdient. Mal abgesehen davon, dass der Track sowas von oberprimitiv ist (aus meiner Sicht natürlich), ist er auch noch so gestrickt, dass man ihn problemlos in Dauerschleife laufen lassen kann. Da werden die Leute also dazu erzogen, nur noch dummes zahlendes Blökvieh zu sein.

    Erst gestern ein Video von Mary Spender gesehen (»I’m Leaving Spoitfy«), wo sie ihr Abo abbestellt hat. Danach hörte sie wieder richtig Musik.

    Geht mir genau so: Ich kaufe mir ein Album über Bandcamp (oder Kompakt.fm oder raster-media, nur um mal meine drei Wichtigsten zu nennen) … und dann wird das GEHÖRT. Von Anfang bis Ende und von vorne und gib ihm. Mit Kobus und Tidal könnte ich mich noch anfreunden (ich brauch’s im Moment aber einfach nicht). Und Spotify kommt mir schon zwei mal nicht ins Haus. Das nutze ich zwangsweise, wenn ich mal hier auf der Website in die Amazona-Vorschläge hinein höre. Sonst nie.

    Gegenbeispiel: Es ist soooo geil, eine Platte zur Hand zu nehmen, die aufzulegen und dann durch zu hören. Ist mir schon in meiner Jugend aufgefallen, als ich »The Colour of Spring« von Talk Talk einen ganzen Nachmittag rauf und runter gehört habe.

    • Profilbild
      EleKKtro

      @Flowwater Als Mitglied der Generation X (nicht die Band 😉) habe ich auch Schallplatten und später CDs gekauft – wohlüberlegt natürlich, wofür man sein Geld investiert. Und diese Tonträger hat man dann hunderte Male am Stück gehört. Die Titel kenne ich auch Jahrzehnte später noch in- und auswendig! Aktuelle Stücke mit einer Spieldauer von unter 1 Minute, die gleich im ersten Takt mit dem Refrain reinkommen, kann ich als kurzen „Teaser“ akzeptieren aber wenn es keine Langfassung gibt, ist das ganze doch das Anhören nicht wert 🤨 Ich werde weiterhin Musik hören (und selber machen), die sich erst „am Stück“ offenbart und keine Klangschnipsel im kurzen Takt der sozialen Medien.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @Flowwater „Ist mir schon in meiner Jugend aufgefallen, als ich »The Colour of Spring« von Talk Talk einen ganzen Nachmittag rauf und runter gehört habe.“

      Hat deine Eltern doch sicher erfreut, da hatten sie auch was von.

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @Tai Meine Eltern nicht, da war ich schon ausgezogen, aber meine damaligen Nachbarn (hust) … weil ich meine Anlage so laut gedreht habe! 😁

        Meine Mutter war aber »meiner« Musik gegenüber immer sehr aufgeschlossen. Die mochte Mike Oldfield und Klaus Schulze ebenfalls.

  2. Profilbild
    Numitron AHU

    liam ist eins meiner Idole!
    kann natürlich nicht ohne bias kommentieren!
    denke er hat Recht, Prodigy und viele andere Bands vor 35 bis 30 Jahren, haben teilweise jahrelang in kleinen Clubs gespielt!
    es gibt einige Videos von den frühen gigs von Prodigy!
    Juno 106, TR 909 und der unvermeidliche Roland w30. viel mehr war da nicht!
    doch!
    Keith Flint, Maxim, leeroy und kurz eine tänzerin namens „sharky“.
    die haben einige Jahre nur getanzt!
    vor 35 Jahren war übrigens die gründung von the prodigy.
    am 5.september 1990.
    4 Trax der demokassette gab’s als EP und 91 dann mit Charlie die erste Single und 92 das erste Album!

  3. Profilbild
    Mixit

    Da trifft Liam den Nerv der Zeit. In den Socials gibt es viel zu viel Content und vieles davon sind wirklich nur Bit-Hülsen ohne jeden Sinn und Inhalt. Das verändert den Konsum und das kognitive Verhalten, wenn es unkontrolliert geschieht.

    Meiner ersten Tonträger bestanden aus Vinyl, gefolgt von Kassetten und dann CDs. Wir haben ganze Abende auf dem Boden gelegen und nur Musik gehört. Man kann nur hoffen, dass die heutige Kurzlebigkeit, die von den Socials ausgeht, nicht alle jungen Menschen erfasst. Wenn heute junge Menschen kein Album mehr am Stück hören können, weil sie die Aufmerksamkeit hierzu nicht mehr aufbringen können, wie sollen diese morgen Entscheidungen für unsere Zukunft treffen?

    Klar es liegt nicht am Hören von der Musik, sondern an der Schnellebigkeit oder Oberflächlichkeit der heutigen Zeit und dem inzwischen nachgeweisenen Abbau kognitiver Leistung, verursacht durch übermäßigen Internet/Social Konsum.

    Pauschal damit alle Jungen anzusprechen ist jedoch ebenso falsch, wir wissen es nicht wie viele Junge vielleicht gerade heute Ihr Lieblingsalbum zum x-ten mal hören.

  4. Profilbild
    dAS hEIKO AHU

    Man stelle sich vor, man höre ein 15sek.“Short“ von Behemian Rhapsody – dann hast Du einfach mal NICHTS gehört. Oder in der Zeit von the Prodigy zu bleiben: Goldies Album Timeless (1995). Der Titeltrack (in 3 Akten) zählt 21:01 Minuten. Sowas ist eigentlich nicht skippbar. Um das zu veranschaulichen, sollte man mal die Mona Lisa in 1x1cm kleine Stücke zerschneiden und an 4.000 Leute verteilen, die sich ein Urteil über den Meister bilden sollen. (Ironie! nicht machen)

    Aber vielleicht wird man sich in 10-20 Jahren mal wieder zurückbesinnen, sich fragen „Warum habt ihr denn die Titel nur kurz angespielt unddann weggewischt?“ . Das wäre zumindest ein versöhnlicher Gedanke.

    • Profilbild
      mort76 AHU

      @dAS hEIKO Mir ist die Diskussion hier etwas zu verallgemeinert. Jeder Beitrag klingt so, als gäbe es nurnoch Teenager. Als gäbe es nurnoch EINE Sorte von Musikhörern. Und als hätten damals ALLE Leute stundenlang auf dem Boden gelegen, und dabei gute Musik gehört.

      Ich würde sagen: Die meisten Leute konnten sich nur ein paar Platten leisten, gezwungenermaßen hat man die oft gehört. Sowas macht einen nicht zum Connoisseur.

      Und die meisten Leute dürften auch eher einfach DAS gehört haben, was im Radio läuft…und genau DAS ist heute ja nicht wirklich anders: Entweder man läßt das Radio laufen, oder eine Playlist. Da skippt man dann auch nicht.

      Und auch früher war der Musikgeschmack der Mehrheit echt nichts besonderes. Da kann man jetzt an Modern Talking und ähnliche Meilensteine denken. Austauschbare Musik, Akustikschrott…wir hatten haufenweise davon.

      Und der positive Aspekt fehlt hier komplett: Ich habe einen sofortigen Zugriff auf obskurste Musikformen, auf seltene Platten, die jemand hochgeladen hat, und auf unbekannte Bands, die einem halt irgendwie dazwichenrutschen.

      Für sowas hätte ich mir früher einen Finger abgeschnitten!

      • Profilbild
        Numitron AHU

        @mort76 stimmt.
        gibt auch viele Teens und junge Erwachsene die Platten kaufen! die Eltern wahrscheinlich nicht oder nicht mehr…
        manche haben zwar keinen Plattenspieler ist aber auch nett zum Sammeln. 🤣

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @dAS hEIKO angeblich haben viele Labels timeless abgelehnt, aber Pete Tong hat sich die 21 min angehört und es veröffentlicht! weil er einige Acts abgelehnt hat, was er bereut hatte.

  5. Profilbild
    SuArt

    The Prodigy live das erste mal mit 16 gesehen in Dortmund gesehen … MAYDAY MAYDAY!!
    Was für ein LINE UP damals….
    DJs
    Jeff Mills, Westbam, Lenny Dee, Frankie Bones, Kid Paul, Dick, Lisa ‚N‘ Eliaz, Tanith, Boscaland DJ Team, John & Julie, Andi Düx, Rok, Marusha, Mate Galic, Marco Zaffarano…
    Liveacts
    Moby, The Prodigy, N-R-G, Fierce Ruling Diva, Resitance D., PCP, Genlog, Hardsequencer, Equinox, T.Vee

    ach … die guten alten 90er!

    • Profilbild
      Ashatur AHU

      @SuArt Von den 90er bis in die 2000er hab ich sie 3 mal live gesehen und jedes Konzert hat das andere übertrumpft 👍

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