Interne Chats über Gebühren sorgen für Empörung
Live Nation steht erneut in der Kritik. Im Zuge eines laufenden Kartellverfahrens in den USA sind interne Chats öffentlich geworden, in denen zwei Ticketing-Manager offenbar damit angeben haben, Fans bei Zusatzkosten besonders stark zur Kasse zu bitten. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die eigentlichen Ticketpreise, sondern Nebenkosten wie beispielsweise VIP-Upgrades, Parkgebühren und andere kostenpflichtige Extras rund um einen Konzertbesuch. Besonders dramatisch ist dabei wohl der Tonfall, in dem über Kunden gesprochen worden sein soll.
Live Nation: Interne Chats belasten das Image
Genau die Nebenkosten, die Thema der internen Nachrichten sind, sorgen seit Jahren für Ärger, denn viele Konzertbesucher erleben immer wieder, dass der angezeigte Ticketpreis am Ende nur ein Teil der tatsächlichen Gesamtausgaben ist. Servicegebühren, Bearbeitungskosten und kostenpflichtige Zusatzoptionen treiben den Preis oft deutlich in die Höhe. Dass nun Chats öffentlich wurden, in denen diese Tatsache auch noch spöttisch kommentiert wurde, verschärft die ohnehin wachsende Kritik an Live Nation zusätzlich. Das Unternehmen weist den Vorwurf zurück, dass diese Aussagen die offizielle Linie von Live Nation widerspiegeln und betont, dass es sich hierbei um unangemessene Äußerungen einzelner Mitarbeiter handele.
Warum der Fall für Konzertfans heikel ist
Der Zeitpunkt ist für den Konzern besonders unangenehm, denn in den USA läuft seit Längerem ein Kartellverfahren gegen Live Nation und Ticketmaster. Dabei geht es um den Vorwurf, der Konzern habe über die letzten Jahre eine marktbeherrschende Stellung aufgebaut und nutze diese bewusst aus. Bei Musikfans wächst seit Jahren der Frust über hohe Ticketpreise, schwer nachvollziehbare Gebühren und das Gefühl, bei großen Veranstaltungen kaum noch eine wirkliche Wahl zu haben. Die nun öffentlich gewordenen Chats der zwei Ticketing-Manager verschärfen das Bild, das viele Konzertbesucher ohnehin schon von Live Nation haben: Ein übermächtiger Anbieter kontrolliert riesige Teile des Marktes und kann hohe Gebühren willkürlich durchsetzen.


































Trifft jetzt uns in D nicht direkt. Aber die Besucher könnten einfach mal wegbleiben und den Ticket-Rippern mal zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Die denken, sie wären in der starken Position, dabei sind sie zu 100% von den Konzertbesuchern abhängig. Das würde im Endeffekt auch die Musiker treffen, aber das wäre mir relativ egal. Denn die Musiker, die das beträfe, sind ohnehin nicht die, die um ihr Überleben kämpfen. Ich gebe mein Geld nur noch für Konzerte aus, die hier in der Umgebung stattfinden. Diese Musiker in der dritten Reihe können das Geld auch wirklich gebrauchen.
@Tai 👍👍👍👍
@Tai Ja, Daheim bietet auch wirklich Abwechslung bei gleicher Qualität der Musik.
So ist für die Regionalförderung ebenfalls gesorgt😍
@Tai Sehe ich genau so. Günstiger werden Konzerte hier ja auch nicht. Die kleinen Bands und Festivalbetreiber, die ihren Fans versuchen für möglichst wenig Geld etwas zu bieten, kratzen am Existenzminimum, wenn sie nicht sogar darunter liegen, Wenn da Preise angehoben werden, dann meist nur, weil man Kosten damit decken muss. Bei den großen Konzerten geht aber auch hier schon zu viel Geld an die Ticket-Vertreiber. Und für was? Für nix.
@Tai Sehr richtig gesagt. 👍👍👍
https://www.youtube.com/watch?v=z9GqwNgQfaQ
@plumperquatsch Smith hat völlig recht. Die können nicht sagen: Tickets 25€ und wenn du bezahlst sind es 57,50. die sollen hinschreiben, wofür sie die zusätzlichen Gebühren nehmen. Sie sollten überhaupt gleich mit dem Endpreis kommen, damit ich weiss, dass ich da nicht hingehe.
Diese Großkonzerte sind überhaupt nicht meins. Einmal habe ich einen Freund gefragt, der in einem anderen Ort schon auf einem Konzert war, das ich später besuchen wollte, wer denn in der Gruppe mitgespielt hätte. Ich glaube, es war ein Zappa Auftritt. Der hat immer reichlich Leute auf der Bühne, seine Antwort: weiß ich nicht genau. Ich war zu weit hinten habe kaum was gesehen. Die Riesenleinwände, die inzwischen aufgestellt werden um genau das zu verhindern, finde ich auch ziemlich lächerlich. Da halte ich mir das iPad 20 cm vor die Augen, da sehe ich alles genauso groß. In Ruhe auf dem Sofa.
@Tai Das ist der einzige Mann im Geschäft der nicht lügt/verschleiert und keine Angst davor hat auch über Geld und harte Fakten zu sprechen.