Mastering mit dem Behringer DEQ2496
Mastering mit dem Behringer DEQ2496
Wann mastert man? Wenn der Mix fertig ist. Wirklich? Ich kenne mindestens einen Profi, der immer in einen Summenkompressor mixt. Auch ich als Amateur tue das, denn es ist beim Mixen wirklich schwer abzuschätzen, wie das Ergebnis nach dem Mastern klingt. Da können sich die Lautstärkeverhältnisse durchaus in unerwünschter Weise ändern, insbesondere wenn sich laute und leise Stellen oder dicht und dünn instrumentierte Stellen abwechseln.
Plugins können heutzutage alles, und das oft für kleines oder gar kein Geld. Warum sollte man also noch Hardware verwenden? Weil man’s kann, natürlich. Und weil man – zumindest in meinem Fall – die CPU lieber für Plugins in den Spuren und für Hall in Bussen nutzt.
Ich habe mir vor einiger Zeit einen Behringer Ultra CurvePro DEQ2496 gekauft, weil ich einen Stereo-EQ brauchte und im Bereich bis 300 € nur Doppel-Mono-Geräte gefunden hatte. Ich wollte aber nicht beide Kanäle von Hand gleich einstellen müssen, denn die Maschine hat mir zu dienen, nicht umgekehrt. Mit den anderen Funktionen des DEQ2496 habe ich mich nicht beschäftigt – vielleicht weil das Gerät so preisgünstig war. Oder weil es in vieler Munde ist für den Live-Einsatz, z.B. um Feedback in den Griff zu kriegen. Das war ein Fehler, denn das Gerät ist auch im Studio äußerst nützlich.
Axel Ritt hat es 2016 hier auf Amazona beschrieben.
Den DEQ2496 habe ich wieder neu für mich entdeckt, und zwar nutze ich die Kette „Parameterischer EQ“ – „Dynamischer EQ“ – „Kompressor“ – „Stereoverbreiterer“ – „Limiter“ in moderaten Einstellungen (max. ca 3 dB Kompression und Limiting in den einzelnen Stufen) schon während des Mischens. Da ich jeweils zwei Ein- und Ausgänge meines Audio-Interfaces frei habe, leiste ich mir den Luxus, ihn im Master Bus einzuschleifen. Den statischen, parametrischen EQ lasse ich für das tägliche Mixen und Aufnehmen auf Neutralstellung, es bleiben also „Dynamischer EQ“ als Multiband-Kompressor, „Kompressor“, „Stereoverbreiterer“ und „Limiter“. Den statischen, grafischen EQ nutze ich gar nicht.
Fangen wir an mit dem als Multiband-Kompressor missbrauchten „Dynamischen EQ“ an. Die Idee dahinter ist, die drei verfügbaren Bänder als vier Oktaven breite dynamische Bandpässe zu nutzen. Mit der Mittenfrequenz 40 Hz auf Band 1 kommt man mit zwei Oktaven nach unten bis 10 Hz, mit zwei Oktaven nach oben bis 160 Hz. Mit der Mittenfrequenz 640 Hz auf Band 2 geht es zum unteren Anschluss bis 160 Hz, nach oben bis 2560 Hz. Mit der Mittenfrequenz 10240 Hz auf Band 3 schließen wir nach unten an 2560 Hz an und gehen nach oben bis jenseits des Hörvermögens. Somit sind die drei Bänder praxistauglich definiert.
Die Werte kriegt man nicht immer ganz genau hin, auch wenn man durch Drücken der Drehregler zwischen Grob- und Feineinstellung wechseln kann. Die Werte der drei Bänder der DEQ-Funktion in der Übersicht:
Alle Bänder: M-Gain -3, Threshold -10, Ratio 1:3, Mode BP, BW 4
Band 1: Frequency 40, Attack 80, Release 160
Band 2: Frequency 640, Attack 60, Release 120
Band 3: Frequency 10240, Attack 40, Release 80
Beim Kompressor ist es einfacher: Gain +3, Threshold -10, Ratio 1:3, Attack 80, Knee 9, Release 160.
Auch beim Limiter ist es einfach: Hold 1, Threshold -1, Release 50
Fehlt noch der Stereoverbreiterer, bei dem wir es auch nicht übertreiben wollen: Asymmetry 0, Stereowidth 1.4, Rotation 0.
Den Eingangslevel steuere ich mit der DAW so, dass alle Kompressionsstufen ein bisschen arbeiten, nicht mehr als 3 dB. Man sollte nicht zu leise reingehen. Hier zahlt sich eine gute Aussteuerung aus.
Ich bin sehr angetan und mit dem Gerät so zufrieden, wie es ist. Es gibt bei BehringerMods einen Bausatz zur Verbesserung des analogen Teils, den ich derzeit nicht in Betracht ziehe. Wer weiß, vielleicht nehme ich das Gerät auch für den finalen Master. Ob es für den Hardcore HipHopper geeignet ist, der mit einem -6 LUFS-Master das Ghetto dominieren will, sei dahingestellt. Aber ich denke, den unteren zweistelligen Bereich wird man in guter Qualität hinbekommen.
Die beiden Klangbeispiele „vor_deq2496“ und „nach_deq2496“, die ich einem noch unfertigen Song entnommen habe (es fehlen Gesang und Gitarren) , sind der Fairness halber beide mit Audacity auf -1 dB normalisiert.
































Von einem fairen Vergleich der beiden Soundbeispiele kann leider nicht die Rede sein. Normalisierung auf -1 bedeutet hier nur, dass die Peaks dort landen, die Lautheit kann sich dennoch unterscheiden (–> LUFS messen und eine Lautheitsnormalisierung durchführen!).
@Marco Korda Genau für den Effekt der Lautheitserhöhung bei gleichem Spitzenpegel habe ich das Gerät genutzt (und ein bisschen Stereoverbreiterung). Deshalb habe ich beiden Beispielen denselben Spitzenpegel gegeben.
Mag sein, dass ich das zu sehr als gegeben betrachtet und nicht deutlich genug darauf hingewiesen habe.
Das Gerät kann übrigens noch mehr, denn es hat zwei AUX-Ausgänge, auf die man das verzögerte Ausgangssignal legen kann. Dies habe ich nicht im Bericht beschrieben, weil man dazu noch Plugins bzw. Leistungsmerkmale in der DAW braucht, um einen UltraWide-Effekt zu erreichen: das vom DEQ2496 um 10 ms verzögerte Signal mit einem EQ beschneiden (Bässe und Höhen abschneiden), Kanäle vertauschen, einen Kanal um 180° drehen und dieses Signal mit -10 dB zum Originalsignal dazumischen.
Das mit dem »in den Summenkompressor mixen«: Hehe. 😀 Ossy Pfeiffer vom gleichnamigen YouTube-Kanal hat genau das auch mehrfach erwähnt (und er nimmt einen »ART Pro VLA II«).
Insgesamt: Danke für den schönen Artikel. Jedes kleine Fitzelchen Info ist beim Mastering immer gerne genommen. 🙂
Mein bisheriger Ansatz: Einen fertigen Track als 32-Bit-Floating-Point-WAV exportieren, in eine eigene Session der DAW zu importieren und ihn dort mit EQ, Kompressor und Limiter zu bearbeiten (alles Stock Reaper). In der Praxis könnte ich die Mastering-Kette gleich im Mix mit anlegen; so viel Rechenkraft habe ich noch übrig. Dann hätte ich quasie dieses »in einen Kompressor mixen« gleich »in the Box«. Ich habe mir trotzdem angewöhnt, das wie oben beschrieben zu machen … irgendwie ist mir das sympathischer, weil ich dann weniger in Versuchung geführt werde, noch was am Track zu ändern (irgendwann muss man auch mal fertig werden).
Ich bin immer wieder versucht, mir einen Hardware-Kompressor für’s Mastering zu kaufen. Meine Wahl wäre der »SSL Bus+«. Gleichzeitig stelle ich mir aber auch die Frage, ob bei meiner Art von Musik (wenig Dynamik, nicht Rhythmus-getrieben) überhaupt so ein extrem ausgefeilter Kompressor notwendig ist. Oder ob nicht eher die Bordmittel meines geliebten Reapers sowieso ausreichen (Spoiler: laut Kenny von ReaperMania ja).
@Flowwater Vielen Dank. Das Mixen und Mastern ist ein Prozess, bei dem ich nicht nur immer mehr dazulerne, sondern auch mal den Geschmack ändere. War es bis vor kurzem so, dass ich es möglichst voll und laut haben wollte, bin ich jetzt erst mal „satt“ und mag es transparenter. Und – wie man sieht – habe ich meine vorhandene Hardware neu entdeckt. Derzeit bin ich so von dem DEQ2496 angetan, dass ich mir ein B-Stock-Gerät als Backup gekauft habe, denn ewig wird es sicher nicht produziert werden. Das Überspielen der Konfiguration ist per MIDI einfach, zumindest war das Absaugen der Konfiguration in eine Datei mit SysEx-Daten kein Problem. Mit einem zweiten Gerät kann ich dann risikolos testen, ob es auch in umgekehrter Richtung funktioniert.
@bluebell 🙂👍👍👍
Das hätte ich ja nun wirklich nicht erwartet, dieses Gerät hier nochmal im Jahre 2026 anzutreffen.
Sehr schön, wird der UltraCurve imho doch meist – da noch dazu vom bösen großen B ! – mächtig unterschätzt.
Ist bei mir seit 10 Jahren im Einsatz und versieht seinen Dienst primär als RTA und ist für mich dank seiner vielen Features unverzichtbar geworden. Lustigerweise steht bei mir direkt oben drauf das Vorbild, nämlich der TC Electronic Finalizer 96k. Letzterer hat leider keinen RTA.
Bereits 1998 hatte ich mir den UltraCurve DSP 8000 zugelegt. Bin also somit quasi maximaljähriger UltraCurve-User.
Post Production findet bei mir zwar „completely in the box“ statt, dennoch aber möchte ich den 2496 definitiv nicht missen. More bang for the buck is not possible !
In Anbetracht des „no brainer price“ muß ich mir wohl wirklich noch ein paar auf Vorrat holen, werden derartige Geräte doch längst nicht mehr produziert.
Klasse, daß Ihr den UltraCurve hier noch mal vorgestellt habt !
Sehr geil und aus einer anderen Zeit, gerade deswegen wieder interessant. Es gibt bestimmt ein paar alte Behringer-Geräte die stark unterschätzt werden. Ich liebe z.B. meinen ADA-8000, kann nicht sagen warum, wahrscheinlich weil er immer funkioniert wie er soll und subjektiv mit allen Quellen gut klingt. Danke für den Leser-Story, gute Inspiration! Aber, ist es nicht geiler so ein „Geheimnis“ für sich zu bewahren als alle daran teilhaben zu lassen? :)
@Kazimoto Stimmt, deshalb verrate ich auch nicht, mit welcher DAW ich primär arbeite. 😁
@SoundForger2000 Lass mich raten, sowas hier?
https://www.youtube.com/watch?v=wJykb4YPLC8
Oder hat das was mit deinen Namen zu tun? 😄
@Kazimoto Hehehe 😄
Tatsächlich habe ich Sound Forge 20 Jahre lang verwendet. Das Plugin-Management aber ist mir inzwischen viel zu antiquiert. Da wird sich ja auch nix mehr tun, da Boris FX Sound Forge wohl sterben läßt. Schade.
@Kazimoto Weil ich den DEQ2496 jahrelang so unterschätzt habe, musste ich mich von diesen Karmaschulden öffentlich reinwaschen. Das war der Deal mit den Nornen, damit ich nicht im nächsten Leben als Windows-User auf die Welt komme und mich von iLoks, Online-Lizenzprüfungen, Zwangskonten, aufgeblasenen Installern und Plugin-Managern am Nasenring durch die Manege führen lassen muss 😁
Ich hab übrigens den ADA 8200. ADAT ist superschnell. Bei Latenzmessungen mit jack_iodelay und Kabeln vom Ausgang zum EIngang sind durch ADAT nur ganz wenige Frames Latenz hinzugekommen. Großartig! Davon können Ethernet-basierte Protokolle nur träumen.
@bluebell Nix musst du reinwaschen, wir haben damals alle das Zeug benutzt und Behringer hatte damals auch eine richtig gute Zeit. ADAT ist, ich habe null Ahnung, wahrscheinlich vom technischen Aufbau her einfach schnell. Optisch mit Ńanosekunden Multiplexing oder ähnlich, das ist futuristischer als der Mist von heute. Der Tip mit dem DEQ2496 ist deswegen so gut, weil der auch ein guter Wandler ist, den ich dazu mit Adapter gut über SPDIF anbinden kann. Da gibt es noch mehr bei Behringer, speziell nach 2000. Effekte der alten Serie, die alten UB-Mixer mit Summen-EQ, XPQ 3D-Sound, Mic-Preamps und Mehrkanal DI-Boxen, da hat man schnell ein klein und fein Rack zusammen. Teils mit echten Trafos und through hole, worauf heute alle so sehr stehen und viel Geld bezahlen.
@bluebell Beispiel (fiktiv, aber realistisch) : Windoof-Installer 500MB, Mac-Installer 2 GB ! 😁
@SoundForger2000 Quelltexte inkl. Doku der kompletten CALF Plugin Suite ausgepackt 103 MB.
Der UltraCurve DEQ2496 hat noch einen großen Vorteil, den selbst der Finalizer 96k nicht hat :
Einen echten Hardwire Bypass ! 🙂
Genau DEN nämlich würde ich mir bei ALLEN 19″-Geräten wünschen.
@SoundForger2000 Ja. Wenn man ihn irgendwo im Hauptsignalweg hat und ihn nur bei Bedarf braucht, ist es echt praktisch, dass das Signal in ausgeschalteten Zustand einfach durchgeschaltet wird.
@bluebell Ja, hat mich mal einige Zeit gekostet, als in einem 8-Bus Mackie ein Behringer Kompressor im Ausgang im Insert war. Ausgeschaltet. Nix ging.
Mensch da bin ich ja froh …ich recherchiere auch schon seit anderthalb Jahren und habe jetzt mal hier einen gescheiten Bericht gefunden.
Aber man muss wirklich ehrlich bleiben, es geht ums Geld und um die Frage, ist es wirklich nötig etwas zehnmal teures zu kaufen was man sich niemals leisten kann also kauft man es nicht oder ist es das Apple Syndrom. Wir treffen uns in der Mitte, aber trotzdem sage ich persönlich aus Erfahrung, es ist das Apple Syndrom. Es gibt so viel tolle Röhren Kompressoren für kleineres Geld. Es ist wie in einem handwerksberuf da wo ich herkomme. Darum sage ich es so weil ich es kann.
Danke für eure Aufmerksamkeit
Klangharmonika
@Klangharmonika Vielen Dank. Es ist auch eine Frage der Klangästhetik. Ich z.B. möchte eine möglichst wenig färbende Mastering-Kette, denn ich nehme den färbenden Kram in den einzelnen Spuren zielgerichtet. Das heißt, dass ich – zumindest in meiner jetzigen Phase – mit einem digitalen Kompressor sehr gut bedient bin.
Der günstige Preis des DEQ2496 durch schiere Stückzahl hat auch negative Seiten aufgrund unserer Prägung. Was nix kostet, taugt nix. Würde er 842,- € statt 242,- € kosten, würde man ihn mehr wertschätzen. Wenn ich richtig gelesen habe, hat er anfangs um die 600 $ gekostet.
Das weckt Erinnerungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Kommentar von @SoundForger2000 – waybackwhen hatte ich ein kleines Rack, da war ein DEQ2496 drin und (digital verbunden) drunter ein TC Finalizer. Das kam ans Ende der Kette für Live-Konzerte zwischen Mixer (digital) und PA.
DEQ2496 kümmert sich um Raumakustik ausgleichen und ggf. Feedback packen, Finalizer macht den Sound schön.
Das war ne lustige Combo ;).
Frage an den Autor @bluebell:
Sind die angegebenen Zeiten (Attack, Release) Millisekunden? Ich finds interessant, daß (für die im Titel erwähnte Masteringanwendung) die Releases eher kurz bis sehr kurz, aber dafür die Attacks fast schon extrem lang sind. 40ms bei 10kHz, das sind 400 Zyklen, wäre also so wie ca. 5s Attack in nem tiefen Band… – oder hab‘ ich da an Denkfehler?
@moinho Ja, es sind Millisekunden. Die Werte sind mehr oder weniger willkürlich, haben sich bei mir bewährt. Dein Ansatz, sie auf Perioden umzulegen, klingt interessant. Das rechne ich mal durch und spiele rum. Danke für die Anregung.
Danke für den Bericht.
Ich habe mir das Gerät letzte Woche auch mal zugelegt, weil er ja doch viele nützliche Funktionen hat. Im Moment bin ich von der Bedienung her etwas verwirrt. Das beginnt schon damit, dass ich das Keyboard höre, obwohl das Gerät gar nicht eingeschaltet ist (Signal durchgeschleift?).
Dazu finde ich den bearbeiteten Sound eher schlechter als Besser. Der Feedback-Destroyer funktioniert nicht, oder erst, wenn die Boxen schon explodieren. Also kurz gesagt: Der ANWENDER ist überfordert :D
Da sauge ich jede Information auf, die hilfreich sein könnte. Ich nutze es aber auch mit meinem MODX und Voice Live. PC ist erstmal gar nicht mit angeschlossen. Wären diese Ratschläge dann überhaupt Sinnvoll, oder ist das eher was für den PC?
@Andreas Man kauft ein Gerät weil man eine konkrete Verwendung dafür hat, bei dir hört es sich so an als ob du aus einer Laune heraus den gekauft hast, was grundsätzlich ok ist, dann aber der Nutzen nicht so richtig sich einstellen will. Zumindest lustig! 😄
@Kazimoto Klingt so, ist aber nicht so. In Erster Linie wollte ich ein Gerät haben, was ein Feedback unterdrückt, wenn ich am Keyboard sitze und mal dazu mitsingen möchte (keine Aufnahme, nur zum Spaß). Da hätte auch ein halb so teurer FBQ(?) gereicht.
Allerdings wollte ich auch ein Gerät, welches meine Lautsprecher ein wenig schützt, wenn ich am Klavier mal wieder etwas zu laut werde und das ganze übersteuert. Bzw. hatte ich mir auch erhofft, dass man insgesamt lauter aufdrehen kann, ohne das es in den Lautsprechern knarzt. Eben „gemastert“.
Daher dachte ich, dass der DEQ da am ehesten geeignet ist. Natürlich muß man sich erstmal reinarbeiten.
@Andreas Du willst deinen Gesang mikrofonieren und dich selbst nebst Keyboard aus den Boxen vor dir hören, verstehe ich dich richtig? 🙃
@Kazimoto Ja, ich will Musik machen und dazu singen.. Das klingt verrückt, ich weiß, aber ich glaube das haben schon Menschen vor mir gemacht.. Manche sind sogar richtig gut darin.
Ich weiß, die heutige Jugend benutzt nur noch Samples, aber das macht mir nicht so viel Spaß ;)
@Andreas Wenn das Gerät ausgeschaltet ist, schleift es das Signal durch. Für mich passt das so.
Im Artikel geht es darum, mit dieser Hardware eine fertige Stereosumme in Lautheit und Stereobreite zu veredeln, nicht um einzelne Instrumente zu bearbeiten, Feedback einzudämmen oder einen Raum auszurauschen.
@Andreas Wie schon gesagt, der Hardwire Bypass macht’s möglich – und ist klasse. Auch eine Pegelumsetzung findet statt. Die Anschlüsse sind vielseitig nutzbar, das Level Meter ist Gold wert etc.
Aufgrund der vielen Features muß man sich erst mal durcharbeiten. Der TC Finalizer 96k ist genauso „featureristic“ und daher schwer bedienbar. Den gibt es auch als Plugin. Hab‘ ich selber – und ist ebenso verwirrend. 😁
Summa summarum aber ist der UltraCurve ein inzwischen wohl konkurrenzloses Produkt. Gröbst Vergleichbares gibt es vielleicht noch von Bettermaker, natürlich zum 20-fachen Preis.
Manche berichten über Summen, Rauschen, Brummen und Hitzeentwicklung beim UltraCurve. In den 13 Jahren die meiner läuft, ist mir nichts davon untergekommen. Und meiner läuft 12h täglich !
Was von den beschriebenen Problemen reines Behringer-Bashing (dessen sich so Mancher mit Hingabe befleissigt !) ist vermag ich nicht zu sagen.
Für diejenigen, die mit den Trennfrequenzen und Bandbreiten des dynamischen EQ (DEQ) rumspielen möchten, habe ich eine Tabelle erstellt (OpenOffice/LibreOffice).
Die Dateneingabe ist nur in den grün hinterlegten Feldern vorgesehen. Die Felder in blauer Schrift werden daraus berechnet.
Mein Favorit sind derzeit die dort als Startwerte hinterlegten Werte, d.h. unterschiedliche Bandbreiten pro Band, die machen das Klanggefüge für meinen Geschmack noch etwas aufgeräumter.
Siehe dazu http://suedwestlicht.saar.de/download/deq2496.ods