Fehlfarben verlieren ihren langjährigen Bassisten Michael Kemner
Der Bassist der Düsseldorfer Band Fehlfarben Michael Kemner ist Anfang Januar im Alter von 72 Jahren gestorben. Er war über viele Jahrzehnte ein fester Bestandteil der Band, die den deutschsprachigen Rock nachhaltig verändert hat und obwohl der Bassist dabei selten im Mittelpunkt stand, prägte er den Sound der Band maßgeblich.
Michael Kemner und der Sound von Fehlfarben
Fehlfarben entstanden 1979 in Düsseldorf und entwickelten schnell eine recht eigene musikalische Sprache. Kemner war von Beginn an Teil der Band und gemeinsam mit Peter Hein und den weiteren Bandmitgliedern entstand eine Mischung aus Punk, Post Punk und Neuer Deutscher Welle, die sich deutlich vom damaligen Rock abhob. Das Album „Monarchie und Alltag“ gilt bis heute als ein sehr wichtiges Album. Vor allem der Song „Ein Jahr (Es geht voran)“ zeigt sehr gut, wie prägend das Spiel des Bassisten für die Band war.
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Michael Kemner zwischen den Genres
Schon vor der Band Fehlfarben war er in der frühen Punk- und Wave-Szene aktiv, spielte beispielsweise bei „Deutsch Amerikanische Freundschaft“ und bewegte sich musikalisch damit eher an der Schnittstelle von Punk, Elektronik und experimenteller Musik. Die Erfahrungen aus dieser Zeit flossen später auch in seine Arbeit bei Fehlfarben ein, wo er vor allem wegen seiner musikalischen Konsequenz geschätzt wurde.
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Bedeutung für die deutsche Musik
Der Tod von Michael Kemner wurde in der Musikszene mit großer Anteilnahme aufgenommen. Die Band Fehlfarben verlieren mit ihm nicht nur ihren Bassisten, sondern auch einen zentralen menschlichen Bestandteil. Sein musikalisches Erbe bleibt aber eng mit dem Sound der Band und damit auch mit der deutschen Rockgeschichte verbunden.

































R. I. P., Michael. Danke für die Leistungen in einer musikalisch hochinteressanten Zeit, die durch Fehlfarben sehr bereichert wurde.
Ach… wie traurig. Staub und Schatten!
R.I.P.
An dieser Stelle die Frage, weshalb der Tod von Bob Weir (Grateful Dead) hier auf Amazona bislang nicht erwähnt wurde (oder hab ich es übersehen?)?
@Gero van Apen Übersehen hast du nichts, nein. Eine Meldung zum Tod von Bob Weir ist für morgen früh eingeplant.
@Gereon Gwosdek ah, ok. Hat er verdient! Danke!
einer meiner lieblingssongs von fehlfarben – 14 Tage – wurde maßgeblich durch sein bassspiel geprägt.
rest in peace…