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München verliert Musik-Institution Hieber-Lindberg

29. August 2026

Hieber-Lindberg endgültig geschlossen

Kann sich der Gang in ein Geschäft anfühlen wie der letzte Besuch bei einem guten Freund kurz vor dessen Ableben? Ja, es kann.

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“Der Lindberg” war 35 Jahre lang die Anlaufstelle für meine Musik- und Audio-Wünsche. Die mittlerweile sattsam bekannten Online-Händler kannte man damals bestenfalls vom Hörensagen. Das Musikgeschäft Hieber wäre heute über 140 Jahre alt, das Musikhaus Lindberg über 100. Im Jahr 2006 wurden die beiden Firmen fusioniert. Zum Glück existiert das Fachgeschäft Bauer-Hieber im Münchner Rathaus immer noch als Tempel für Musiknoten aller Art.

Der Lindberg

Im Laden an der Sonnenstraße kaufte ich meinen ersten teuren Yamaha-Verstärker und meine ersten hochwertigen AKG-Kopfhörer. Später kamen Mischpult, Moog und Module in mein kleines Heimstudio sowie Keyboards, Kabel und Pedale. Immer wurde freundlich und kompetent beraten, auch wenn es nur um die Kleinigkeit einer Ukulele als Weihnachtsgeschenk ging. Einmal habe ich mitbekommen, wie man sich selbst für die Beratung zu einer klassischen Stimmgabel lange Zeit genommen hat.

Legendär war die Synthesizer-Abteilung im ersten Stock – für ehrfürchtige Neulinge jedes Mal wie der Besuch in einer Kathedrale. Wer noch nie einen modularen Synthesizer aus der Nähe gesehen hatte, fühlte sich in einer anderen Welt. Die langen Reihen an Buchsen und blinkenden LEDs haben vor dem Fenster mit dem Blick nach draußen besonders beeindruckend gewirkt. (Leider ist dieser Charme mit dem Umzug ins Erdgeschoss verloren gegangen.)

Passend zur personell und hardwareseitig bestens ausgestatteten Fachabteilung gab es den “Synthesizer Guide”, der jährlich in gedruckter Form dafür sorgte, dass sich die Wunschlisten mit Geräten füllten, deren Funktionen und Preise atemberaubend waren.

Die Corona-Zeit konnte mich nicht von Besuchen beim Lindberg abhalten, auch wenn es meist nur um die Abholung von vorab reservierter Hardware ging. Völlig skurril mutet es im Nachhinein an, dass für einen Einkauf von elektronischen Komponenten am Eingang ein aktueller Impfausweis vorgelegt werden musste. Aber auch das war zu schaffen und das Geschäft hat diese Zeit überlebt.

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Umzug

Im Juli 2025 musste Hieber-Lindberg notgedrungen umziehen, um finanzielle Schwierigkeiten zu umschiffen. Horrende Mietzahlungen waren angesichts der Konkurrenz aus dem Internet ein regelrecht tödliches Gift. Wobei ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus auch sagen muss: Man hätte sich durch eine professionelle Kundenkommunikation durchaus noch einmal von den Online-Riesen absetzen können, denn die Kompetenz war zweifellos vorhanden.

Als Beispiel: Anfragen zu Produkten oder Bestellungen sind immer wieder von persönlichen Mail-Accounts aus beantwortet worden. Mit dem Ergebnis, dass man tage- oder sogar wochenlang nichts mehr weiter gehört hat, wenn die entsprechende Kontaktperson gerade nicht im Dienst war. Kleinigkeiten, aber entscheidende Kleinigkeiten. An den Preisen hat es sicher nicht gelegen, die waren stets konkurrenzfähig.

Das Online-Marketing (siehe Instagram) allerdings war für Stammkunden liebenswert amateurhaft, aber für die Laufkundschaft eben nur amateurhaft. Mit dem neuen Standort konnte ich mich ebensowenig anfreunden wie mit dem neuen Standort des legendären Foto-Video-Sauter in der unmittelbaren Nachbarschaft – wobei ich hoffe, dass wenigstens dem “Sauter” das gleiche Schicksal erspart bleiben wird.

Kurz: Es hat sich also schon länger angedeutet, was nun zu trauriger Gewissheit geworden ist: Das beliebte und geliebte Fachgeschäft existiert seit August 2026 nicht mehr.

Die Website ist allerdings (Stand 20.8.2026) noch online, Interessierte können dort noch die Firmengeschichte Revue passieren lassen und einige Eindrücke aus den Abteilungen mitnehmen.

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Fazit
Ich wünsche dem ganzen Team alles Gute und hoffe auf ein Wiedersehen vielleicht an anderer Stelle, solange es wenigstens noch ein letztes echtes Musik-Fachgeschäft in München gibt.
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Über den Autor
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Merkstatt

Forum
  1. Profilbild
    Bernd Theiss

    Ja, sehr schade. Ich erinnere mich auch an den 1. Stock im großen Stammhaus an der Sonnenstraße. Habe hier GRP-4 und Solaris getestet, den GRP-4 gekauft. Martin Machwitz ist mir noch gut in Erinnerung. Sehr angenehmer Mensch, kompetent, unverstellt und ein guter Verkäufer.
    Um die 2010er Jahre herum ein kleines Mekka für Synthesizer Fans. Auch Theo Bloderer mischte beratend mit. Den Hieber Lindberg Synthesizer Guide 2012 hab ich mir damals ausgedruckt.

    Hieber Lindberg hatte ausgerechnet kurz vor Covid noch einmal immens investiert und umstrukturiert, alles für die Katz, leider. Der Umzug dann letztes Jahr war für mich ein Fanal. Mir war klar, dass es das gewesen sein muss, auch weil nichts mehr vom alten Flair vorhanden war.

    Wie auch immer, alles hat seine Zeit.

  2. Profilbild
    Flowwater AHU

    Meine Korg »M1« habe ich bei Lindberg Anfang der 90er gekauft. Der Kollege in dem Laden hat sich, glaube ich, mit mir gefreut. Und nicht nur deshalb weil ich ihm (damals) rund DM 2.800,00 auf den Tisch gelegt habe. Stolz wie Bolle bin ich mit dem Riesenkarton aus dem Laden gewankt, um mich dann von einer Freundin abholen lassen, die ein groß »genuges« Auto hatte, um sie, mich und meine neueste Liebe zu verstauen und sicher nach Hause zu transportieren.

    Kurz danach war klar: Ich brauche einen Kopfhörer. Also wieder zu Lindberg. In der Kopfhörerabteilung waren sie dann alle hör- und aufgereiht. Ich habe mir dann den Spaß gemacht und bewusst erst einmal nicht auf den Preis geschaut. Nur darauf, was ich am besten höre. Zielsicher war es denn der dort am teuersten angebotene Kopfhörer: Ein Beyerdynamic »DT-770 Pro«. Und der wurde es dann auch.

    Geiler Laden! Und sehr traurig, dass es den jetzt nicht mehr gibt. Aber wenn ich in den Spiegel schaue … ja, ich bin auch mit Schuld dran, denn ich hätte meine diversen Neuanschaffungen der letzten Jahre auch mal bei Hieber-Lindberg kaufen können. 😕

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      Merkstatt

      @Flowwater Da sprichst Du einen wichtigen Punkt an: Es wird gerne vergessen, dass zig Testberichte und YouTube-Reviews kein echtes Probehören ersetzen können. An die Kopfhörer-Testbar erinnere ich mich noch gut und den DT-770 habe ich damals ebenfalls mitgenommen. 😄

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    Filterpad AHU

    Kenne ich, war aber noch nie dort. Ich bin natürlich nicht aus München. Bei uns im Allgäu machen die Musikgeschäfte in Teilen noch nicht zu, vorausgesetzt: Es gibt Nachwuchs und sie richten sich natürlich nach der Nachfrage. Der Kundenkreis sind zum Großteil örtliche Blaskapellen und davon haben wir redlich. Synthesizer sucht man eher vergeblich. Wenn dann verriert sich mal ein klassisches Entertainment-Keyboard oder Stagepiano im Regal. Schade eigentlich, aber ich kann verstehen das sich diese natürlich nach dem Kundenkreis richten und das sind nun mal kleinere Rock-Bands und jede menge Blaskapellen. Dazu gehören bezüglich der Instrumente natürlich auch Querflöten, Klarinetten und Drums. In Ravensburg sah ich tatsächlich mal einen Roland SH-201 (Trancemaschine), eine Korg R-3 (Synth mit Vocoder) und später hatten sie noch einen Korg MS-20 Mini. Alle wurden verkauft, dies wiederum bei einem Spezialist zur Herstellung, wer hätte es gedacht, Blasinstrumente! ^^ Vorteil ist für mich natürlich das Internet, zum Nachteil örtlicher Geschäfte und Einkaufparks, die bei uns auch alle leer stehen – Tatsächlich nahezu in jeder kleinstadt. Ein trauriges Stadtbild, was man selber mitfördert. :/

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    PaulusS

    Ja, bei uns in Nürnberg waren es Geschäfte wie die Musikhalle oder auch den Musik Produktiv am Stresemann Platz. Ich hatte zwar nie die große Kohle, aber so manches analoge Schätzchen zum Spotpreis im Vergleich zu heute habe ich mir zugelegt. Klar, meine Wavestation EX habe ich mit meinem Vater beim Musik Produktiv abgeholt. und natürlich ist Touched-by-Sound auch unvergessen. Mensch Michael, mach mal wieder einen interessanten Laden mit echtem Community Treffen in der Region. 😃

    Aber ich war auch geschockt, als ich dann schon im Webshop sah, dass dieser offenbar nicht mehr wieder richtig ans Netz gehen wird. Leider war ich nie dort.

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    Spartakus

    Wenn ein Unternehmen 100 Jahre besteht, sollte es eigentlich die finanziellen Mittel haben, den eigenen Laden zu kaufen, statt immer nur Miete zu zahlen. Sicherlich ist auch der Flächenbedarf ein Problem: 200 m² sollten es schon sein, um die Instrumente vernünftig präsentieren zu können.
    Hier in Hamburg gab es Just Music. Der Laden hat auch dicht gemacht. Es war eigentlich mehr eine Ladenkette mit mehreren Niederlassungen in Großstädten. Wenn ich jetzt einen Synthesizer ausprobieren möchte, muß ich nach Berlin fahren. in Hannover kenne ich mich nicht aus.

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      Merkstatt

      @Spartakus Ich hatte stets den Verdacht, dass die Geschäftsführer das Musikgeschäft zwar mit Leib und Seele geliebt haben, aber keine besonders guten Geschäftsleute waren. Schon als Außenstehender sind mir einige Details aufgefallen, die sofort geändert hätte, um die Attraktivität des Geschäfts zu steigern.

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      moinho AHU

      @Spartakus Just Music Hamburg hieß meiner Erinnerung nach früher auch anders, und wurde (ebenso wie der Music Shop München) von dem Laden aus Berlin gefressen, der dann alle Akquisitionen dicht gemacht hat, um ein paar Jahre später, wie das damals in Berlin so schön hieß, aufzuhören, Umsatz zu machen.
      Naja, wenigstens das ist erhalten geblieben.

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          Filterpad AHU

          @Merkstatt Warum hieß dieser Zitrone? Hat das einen bestimmten Grund? 🍋 War der sauer oder hieß die Familie tatsächlich so? Jedenfalls ungewöhnlich weil normal heißen diese meistens so wie der Familienname des Besitzers. Abgesehen von Just-Music oder Ähnlichen.

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          SoundForger2000

          @Merkstatt Mein Laden in den 1990ern !
          Auch dort tonnenweise Zeugs gekauft.
          Dann in Livelights (spelling ?) umbenannt.

          Als dort dann dicht gemacht wurde ging mindestens einer der Jungs (Sven) zum Lindberg. So schließt sich auch ein Kreis.

          Als verbleibender Laden fällt mir nur noch „The Music Shop“ in Minga ein.

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            Merkstatt

            @SoundForger2000 Zitrone musste ich einfach regelmäßig besuchen, jedes Mal öffnete sich eine Tür zum Schlaraffenland. Und dann Tascam Portastudios anhimmeln beispielsweise. Einmal hatte ich das Glück, zufällig auf eine Vorführung der neuesten Martin-Lichttechnik zu stoßen. Das war ein prägendes Erlebnis.

            Es gibt noch mindestens einen weiteren Laden, nämlich Musik Lienhard in Pasing. Der wurde auch von den Lindberg-Mitarbeitern in den letzten Tagen empfohlen.

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    Dayflight 1

    Offline Handel wird in Zeiten von TEMU & CO. in teuren Innenstädten wohl immer schwieriger. Wenn man bedenkt, welches Kapital benötigt wird, um all die Geräte zum Antesten bereitstellen zu müssen,
    wird einem schon schwindelig. Dazu Mieten, Personal und Kaffeemaschine. Testen im Geschäft und kaufen im Internet ist leider sehr verbreitet. Wir als Verbraucher haben es in der Hand.

    • Profilbild
      mort76 AHU

      @Dayflight Der Musicstore liegt mitten in einem Gewerbegebiet, und dann auch noch auf der falschen Rheinseite…ich würde sagen: Hybrider Betrieb mit Laden und Webstore ist das einzige Modell, mit dem man noch erfolgreich sein kann in diesem Business…
      „Testen im Geschäft und kaufen im Internet“ geht dann Hand in Hand, denn es ist ja sowieso besser, mal eine Nacht über sowas zu schlafen.

      Was MICH für diese Geschäfte als Kunde vergrault hat?
      KLEINANZEIGEN und EBay.

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    Tai AHU

    Heute lässt sich ein Musikgeschäft fast nicht mehr lukrativ betreiben. Damit anfangen noch schwieriger. Ich weiss es, komme aus dem Business. Höchstens noch stark spezialisierte Läden können durchkommen. Wenn du den ganzen Spielmannszug oder Blasorchester bestücken kannst geht‘s eventuell noch. Sehr teure Instrumente mit gutem Service dahinter evtl. auch noch. Ansonsten erleben wir, was bei Tankstellen und Lebensmittelhändlern bereits durch ist. Vier, fünf große haben den Markt in der Hand und können Preis und Sortiment bestimmen. Für Verbraucher wird es sicher nicht einfacher.

    • Profilbild
      Merkstatt

      @Tai Jeder Einzelhändler, der nicht Kette ist, hat dieses Problem.
      Aber wenn das pauschal als Gesetz der neuen Zeit durchgehen würde, hätten wir bereits jetzt keine Einzelhändler mehr.
      Selbstverständlich reicht es nicht, auf die Schaufensterfront (sinngemäß) „Musikgeschäft XY – wir lieben Musik“ zu pappen und darauf zu vertrauen, dass das alleine die Kundschaft flott macht. Ein wenig mehr Einsatz und Grips wird es schon sein müssen und das ist auch mein Kritikpunkt in diesem Fall.

    • Profilbild
      PitW

      @Tai Detailhandel in der Musikinstrumenten-Branche war schon immer speziell. Als ich noch im Laden stand gab es immer wieder Kunden, welche mit Notebook, Audiointerface etc. auftauchten – weil ich ihnen ja die Musiksoftware verkauft habe und diese „nicht funktionieren“ würde sei es ja an mir, ihnen „zu beweisen“, dass es eben doch geht.

      Als Händler immer eine schwierige Situation, man will ja weder die Kunden weg senden noch ständig den Verkauf rückgängig machen.

      Aber auf Dauer konnte man so nie mit reinen Onlineshops konkurrenzieren . keiner taucht in deren Büro mit seinem Homestudio auf ;-)

      • Profilbild
        Merkstatt

        @PitW Wer im Einzelhandel arbeitet, muss auch mit blöden Kunden umgehen können. Kann ich aus Erfahrung sagen. Wer im Online-Business arbeitet, muss übrigens ebenfalls mit blöden Kunden umgehen können. Kann ich ebenfalls aus Erfahrung sagen.
        Wer keinen Bock auf Kundenkontakt hat, muss sich andere Jobs suchen.
        Das ist jedenfalls kein Argument pro/contra online/stationär.

        • Profilbild
          PitW

          @Merkstatt Das hat nichts mit blöden Kunden zu tun, sondern rein mit der Wirtschaftlichkeit eines Geschäftsmodells.

          (Ich bin längst im E-Commerce Bereich tätig, und wir haben im Laden meines damaligen Arbeitgebers immer zu helfen versucht. Als das Geschäft dann Konkurs ging, fanden die Kunden – wie hier- es „schade“. Wenn es den Laden nicht mehr gibt, dann fällt halt auch der Support vor Ort weg, simple Tatsache).

          • Profilbild
            Merkstatt

            @PitW Es tut mir leid, aber Deine Antworten sind mir zu platt. Wer „die Kunden“ pauschal als lästige Zecken ansieht, sollte sich fernab von Kundenkontakten beschäftigen.

                • Profilbild
                  PitW

                  @Merkstatt Alles gut.
                  Ich glaube wir haben da nur ein kleines Missverständnis.
                  Jedenfalls danke ich dir für den Artikel, welchen ich sehr gerne gelesen habe. Er hat bei mir einige nostalgische Erinnerungen ausgelöst.

        • Profilbild
          mort76 AHU

          @Merkstatt Vor allem wird es ja auch immer schwerer, sich soweit auszukennen, daß man wirklich helfen kann…man muß da nur mal Cubase 5 und Cubase 15 vergleichen!

          • Profilbild
            Merkstatt

            @mort76 Wenn einem das Beratungsgeschäft zu komplex wird, muss man sich entweder spezialisieren oder sich einen anderen Job suchen. So ist das heute in allen Branchen.

          • Profilbild
            Tai AHU

            @mort76 Da sehe ich das Problem nicht. Du wächst ja mit mit den Programmen. Wie oben beschrieben kommen Kunden immer wieder mit irgendwelchen Problemen. Die löst man und lernt dabei. Die Programme sind ja nicht schwieriger geworden.

            • Profilbild
              PitW

              @Tai Das sehe ich auch so. Irgendwie muss das aber mit eingepreist werden, sonst geht eben das Geschäftsmodell nicht mehr auf.

  8. Profilbild
    SoundForger2000

    Teil 1 :

    Oh Mann ey, ich weiß gar nicht, wo ich hier anfangen soll.
    Das Ende vom Lindberg hat mich schwerst getroffen. Seit 1982 (!!!) habe ich dort immer wieder eingekauft oder habe mich einfach nur umgesehen. Fast ein halbes Jahhundert !
    In den 1980ern war der Lindberg (erinnert sich hier noch jemand an den 2. Standort Fußgängerzone ?) eines der führenden HiFi-Studios und hatte dann auch Videotechnik. Meine Fresse, was hab‘ ich dort eingekauft und mir die Nase am Schaufenster platt gedrückt. Im Jahre des Herren 1983 stand dort beispielsweise die Top-Anlage von Onkyo. An den Komponenten prangte ein Messingschild „Especially manufactured by Onkyo Corporation, Japan for Lindberg Germany“. Ich war mächtig beindruckt. Tatsächlich habe ich den Lindberg in den 80ern und 90ern eigentlich nur als HiFi-Laden wahrgenommen. Musikinstrumente waren da für mich nur so’n Nebendings. 😁
    1997 hatte ich mit einer fetten Anlage von mbl mein „audiophiles Erweckungserlebnis“. Auch stand dort der legendärste Kopfhörer der Welt, der Sennheiser Orpheus, ebenso wie ein Nakamichi RX-505, das Tape Deck, das die ganze Cassette gewendet hat. Ihr seht, den Lindberg habe ich offenbar ganz anders wahrgenommen als Ihr. Das Zwischenspiel aus den 1990ern mit Weißer Ware wollen wir mal schnell vergessen.

      • Profilbild
        SoundForger2000

        @Merkstatt Der RX-505 war auf „Dauerbetrieb“ eingestellt, d.h. alle 10 oder 20 Sekunden hat er die Cassette gedreht. Das war eine Show. 😁

        Nakamichi ist heute auch nur noch ein Schatten der Vergangenheit.
        Wer erinnert sich nicht an den Dragon ?!

        Die Nakamichi Bros. hatten sogar den Turntable-Dragon, der die Unwucht, bzw. die Exzentrizität der Vinyl-Pressung kompensiert hat. Nicht mal Sony hatte sowas.

        Hab‘ gerade gesehen, der RX-505 wird schon mit bis zu 3000 USD gehandelt.

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    SoundForger2000

    Teil 2 :

    Im 21. Jahrhundert war der Lindberg dann für mich der Laden für Pro-Audio Equipment oder auch Fachliteratur. Ich habe dort dann mindestens 1000km Kabel, eine Tonne Stecker und Adapter, ein Dutzend Kopfhörer, Mixer, 19″-Geräte und was weiß ich nicht alles erworben. Ebenso wie Fachliteratur. Oder ich habe teils vertieft in Gespräche mit den Jungs aus der Studioabteilung (mein Freund Konny, Sven, Sotis) herumgelungert.
    Meine Erinnerungen aus viereinhalb Jahrzehnten sind so reichhaltig, da könnte ich einen Roman drüber schreiben. Mit keinem Laden in Minga, außer dem Hugendubel, verbinde ich derartig mannigfaltige und emotionale Erinnerungen. Der Lindberg war stets Teil meines Lebens !
    Umso schwerer war dann der Abschied für mich. 😢😢😢

    Wieder eine wahre Institution weniger.

    R.I.P. Lindberg

    • Profilbild
      Merkstatt

      @SoundForger2000 Wenn wir hier die Erinnerungen zusammentragen, ist das immerhin etwas Gutes.
      Dann können wir „die gute alte Zeit“ leichter loslassen.

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