Deutscher Musikmarkt wächst trotz schwierigem Umfeld weiter
Der deutsche Musikmarkt zeigt sich 2025 sehr stabil, wie aktuelle Zahlen des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) zeigen. Während viele Branchen mit wirtschaftlichen Unsicherheiten zu tun haben, konnte die Musikindustrie im vergangenen Jahr ein leichtes Plus verbuchen. Der Umsatz mit Recorded Music liegt bei rund 2,42 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Gesamtumsatz aus Musikverkauf, Synchronisation und Leistungsschutzrechten 2016-2025 (Quelle: Bundesverband Musikindustrie e.V.; GfK Entertainment; GVL)
Streaming für Musikmarkt weiterhin wichtigster Bestandteil
Der mit Abstand wichtigste Treiber des deutschen Musikmarkts bleibt Streaming, dem mehr als 85 Prozent der Umsätze im Bereich Recorded Music zuzuschreiben sind. Physische Tonträger haben ihren Platz zwar weiterhin, aber die Zahlen machen deutlich, dass Musik heute in erster Linie gestreamt und nicht gekauft wird. CDs halten sich überraschend stabil und Vinyls werden nach und nach präsenter. Downloads spielen nur noch eine sehr kleine Rolle, während sich Streamingangebote immer weiter entwickeln: Unterschiedliche Preismodelle, neue Abo-Varianten und zusätzliche Funktionen sollen in diesem Bereich weiteres Wachstum ermöglichen.

Umsatzanteile aus dem Musikverkauf 2025 (Quelle: Quelle: Bundesverband Musikindustrie e.V.; GfK Entertainment)
Faire Vergütung und neue Impulse für den Musikmarkt
Auch der Livebereich bleibt ein wesentlicher Bestandteil der gesamten Musikbranche. Konzerte und Festivals tragen beispielsweise erheblich zur Bindung zwischen Künstlern und Publikum bei. Parallel dazu werden Fragen rund um faire Vergütung und die Verteilung im Streaming immer umfassender diskutiert. Laut Bericht sorgen auch technologische Entwicklungen für Bewegung in der Branche, denn personalisierte Empfehlungen, datenbasierte Auswertungen und neue digitale Formate eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, bringen aber auch neue Herausforderungen mit sich. Wer mehr Details sucht, findet sie auf der Website des BVMI. Spannend ist dabei beispielsweise auch der Umsatzanteil einzelner Genres.


































„Downloads spielen nur noch eine sehr kleine Rolle…“
Mal ne Frage an die (öffentlich aktiven) Djs: Sammelt ihr noch oder streamt ihr schon?
Ich bin 2008 komplett auf Digital umgestiegen, mittlerweile leider nur noch im heimischen Wohnzimmer aktiv (der Umzug in die bayr. Provinz war diesbezüglich echt ein Knick im Leben😔). Kaufe aber weiterhin jeden Track, der in meiner Sammlung landet, auch wenn ich mit dem Djen nichts mehr verdiene.
Einfach aus Respekt gegenüber den Artists.
Bin ich was das angeht ein Dinosaurier?
@justcloseyoureyes Bei einem Auftritt zusätzliche Risiken und Abhängigkeiten einzugehen (Internet-Zugang und Verfügbarkeit irgendwelcher Server anderer Leute) halte ich für eine sehr schlechte Idee.
@bluebell Stimme ich dir vollkommen zu, aber das dürfte z.b. Hochzeitsdjs wenig stören. Man hat „alles“ und kann jeden Wunsch erfüllen. Aber dann steht die Frage im Raum ob jemand, der seine Brötchen mit Auflegen verdient, als Ausgaben aber nur ein Streamingabo stehen hat, sich nicht schämen sollte.
Von einer fairen Vergütung ist der größte DSP meines Erachtens weit entfernt und wird es vermutlich auch bleiben. Bleibt abzuwarten ob es Verbände schaffen hier für bessere Bedingungen zu sorgen, ich gehe mal davon aus, dass das nicht so ist.