Native Instruments entlässt 100 Mitarbeiter in Berlin

10. September 2019

Umtrukturierung bei Native Instruments

Laut „RBB 24“ entlässt Native Instruments 100 seiner Mitarbeiter am Standort Berlin.

Im Prinzip muss sich nun jeder fünfte Mitarbeiter einen neuen Job suchen. Betroffen sind vor allem die Bereiche Sales, Marketing, Produktmanagement, Administration und Entwicklung.

Die Umsatzentwicklung ist zwar 2018 und im ersten Halbjahr 2019 gestiegen, jedoch sind auch die Kosten enorm gestiegen. Die einzelnen Bereiche wird man bei NI nun stärker zusammenfassen und auf einer neuen Plattform 2020 präsentieren.

 

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    bluebell  

    Groove.de zitiert aus der Presseerklärung: „Kunden erwarten heute bei digitalen Produktionsumgebungen eine nahtlos integrierte User Experience. Wir sind zuversichtlich, Musikproduzenten ein weltweit einzigartiges und erstklassiges Erlebnis durch die Verbindung unseres bestehenden Ökosystems von preisgekrönter Software und Hardware in einem zentralen Onlinedienst bieten zu können“

    Ob sie damit den Erwerb ihrer Produkte in einem Onlinedienst meinen, oder eine Produktpalette, die nur noch mit permanenter Onlineverbindung funktioniert?

    Kunden erwarten in erster Linie Investitionssicherheit. Sales & Marketing sind in Abomodelle verliebt, also das Gegenteil davon. Schauen wir mal.

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      TobyB  RED

      Hallo Bluebell,

      NI hat in 2017 bei 80 Mio € Umsatz ein Investment von einem Fond in Höhe von 50 Mio angenommen, das Geld wurde wohl verbraten. Die nun vermeldeten 200 MA gehen nun für dieses Invest. Meine Vermutung, ich kenne die NI Bilanzen nicht. Ich würde meinen NI hat sich da in eine Strategie verrannt, die nicht funktioniert. Und nun wird halt entschieden, 200 MA müssen gehen. Ich hoffe man hat die Kündigungen mit Anstand geregelt oder vielleicht eine Transfergesellschaft gegründet. NI wird jetzt erstmal mit Wachstumsschmerzen zu kämpfen haben, glaub mir Unternehmenspubertät ist nix schönes. Dem Management empfehle ich noch mal das Lesen des Middelhoff Lebensberichtes. Bei 80 Mio Umsatz ein Invest von 50 Mio annehmen ist wirklich ambitioniert.

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        bluebell  

        Controlling und Finanzen fehlen in der Aufzählung der betroffenen Bereiche, dafür feuern sie Entwickler. Baut das künftige Geschäftsmodell auf den Erfolg von Drittfirmen, deren Libraries eine kostenpflichtige Vollversion von Kontakt voraussetzen? Dann braucht man nur noch Leute, die Geld zählen und verzocken. Klingt nach einem guten Plan.

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          TobyB  RED

          Controlling und Finanzen machen den Bock auch nicht mehr fett, da sitzen vielleicht einige und den Rest macht die ERP. Die werden ja kaum noch mit Excel arbeiten. NI muss sehen, das sie im Plattformmarkt nicht die Einzigen sind die da fischen. Und die Subskriptionsmodelle funktionieren auch nur wenn man sich für ein Ökosystem entscheidet. Zum anderen kann man auch hier die Preise nicht beliebig erhöhen. Das mag nun vielleicht im Kontext von Unternehmen die ein Tonstudio betreiben funktionieren, nur der Einzelheinz rechnet anders. Drittanbieter, okay die werden über die Erlöse die Plattform mitfinanzieren, sprich der Erlös für einen Anbieter wird nicht ganz so hoch ausfallen.

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            monkfish

            Bei NI wird das ja genauso wie bei allen anderen Firmen aus der Branche sein: professionelle Studios und Musiker sind die Minderheit der Kunden, der größte Teil des Umsatzes kommt aus dem Hobbybereich.

            Den Spagat muss das Businessmodell, die Produktstrategie und das Vertriebsmodell schaffen: die Profis braucht man, um das für die Hobbyisten spannend zu machen. Aber letztere Zahlen anders als die Profis, und erstere brauchen anderen Support.

            Wenn man mal die Konkurrenz ansieht, merkt man, was der Unterschied ist: die einen haben eine Plattform, einen Controller, und eine Menge Content, die nur mit der Plattform zusammenarbeiten. Die Plattform ist einfach, flexible, und bietet eine tiefe Integration. Die Lite-Version der Plattform wird dem Hobby-Kunden überall nachgeworfen, das Upgrade-Angebot wirkt im Vergleich zum „Normalpreis“ günstig. Es gibt nur einen Controller, und nur 2 kostenpflichtige Produktversionen. Die Vielfalt steckt im Content, wenn man mal auf der Plattform ist, kauft man gerne mehr.

            NI hat gefühlte 20 Controller, wenn man einen kauft, ärgert man sich oft, dass man den anderen nicht hat. Machine ist eine mittelmäßige Plattform, die man nicht für alle Genres nutzen kann, und selbst dort will man trotzdem noch eine DAW dranhängen.

            NI hätte sich Bitwig kaufen müssen, als die noch im Anfangsstadium waren ;-)

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              TobyB  RED

              Spannende Argumentation, kann ich nachvollziehen. Heisst dann aber auch, das NI die eine oder andere Produktfamilie sterben lassen wird. Kontakt wird es nicht sein ;-) Sonst hätten sie ja nicht Sounds.com aufbauen müssen. Ich brauche das nicht, sehe aber da es wohl Bedarf gibt. Ich habe von NI lediglich den S2 und nehm den immer für meine Producersets mit dem iPads, finde die Traktor App aber gruselig, damit meine Sets zu organisieren, käme mir nicht in den Sinn. Und dabei benötige ich nur A Set und B Set nach Tonart und BPM.

              Die Konkurrenz sehe ich wesentlich besser aufgestellt, das geht soweit, das einige Anbieter eine nahtlose Anbindung in die DAW haben, WAN Anbindung sollte klar sein.

              Ich glaube das Invest in Bitwig hätte sich gerechnet. Wenn ich mir überlege, bei 80 Mio € Umsatz, nicht EBIT, eine Finanzierung von 50 Mio € zu pitchen, hätte man mich eingewiesen, eingeliefert oder als nächsten Middelhoff gefeiert. Ich halte das jedenfalls für überambitioniert. Zumal bei einem Personalcut von 20% gehts richtig ans Eingemachte. Es ist ja nicht so das dadurch weniger Arbeit anfällt, ne die muss neuorganisiert und dann gemacht werden. Und nebenher noch Neuausrichtung. Jungs, ich hoffe ihr wisst was ihr macht.

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                monkfish

                Ich glaube nicht, dass NI eine der etablierten Produktfamilien sterben lassen muss, bloß weil sie 20% der Mitarbeiter rauswerfen, es wurde ja auch in den letzten Jahren eingestellt wie blöd. Und die Produktfamilien konnten auch alle früher mit deutlich weniger Mitarbeitern aufgebaut werden.

                Ob 50 Mio viel oder wenig sind, hängt doch nicht vom Umsatz ab, sondern vom zu erwartenden Gewinn des (wahrscheinlich neuen) Produktes, in das sie investiert werden. Startup haben am Anfang gar keinen Umsatz. Hohe Gewinnerwartung = hohes Risiko. Im Falle von NI gibt es ja auch genug Sicherheit, bei 80 Mio Umsatz kann man das schon wieder abstottern, zur Not kann man dann immer noch das IP verramschen.

                Persönlich würde ich mich nur ungern von Investoren abhängig machen, da die in der Regel keine Beziehung zu Firma oder Produkt haben. Marx lässt grüßen: Kapital entfremdet.

                Ich würde schon hoffen, dass durch die Neuausrichtung Arbeit wegfällt, sonst würde man das nicht machen. Das Problem ist eher, dass das Management nicht absehen kann, was die Entlassungen mit der Motivation und Produktivität der restlichen Mitarbeiter machen. Und natürlich wird aus der Pleite genau garnix gelernt: beim nächsten Mal trifft man Entscheidungen wieder genauso. Führungskräfte mussten ja auch jetzt nicht gehen.

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                  TobyB  RED

                  Hallo monkfish,

                  EHM hat grade 5 Firmen im Portfolio. Und eine Strategie a la „Mehrwert durch Digitalisierung“, überzeugt micht nicht. Wie dem auch sei, betriebswirtschaftlich liegt die Wahrheit zwischen „Die Höhle der Löwen“ und „Gruenderszene.de.“ Ich möchte wetten, die 20 % Cut sollen das Jahresergebnis aufhübschen. Ich weiss das die Bewertung eines Invest anders erfolgt. Deswegen habe ich eingangs geschrieben, ich halte die Bewertung mit 50 Mio€ überambitioniert. Ich mach den ganzen Tag an Bugdets und Zahlen rum, nebenher kenn ich mich ein bischen mit IT und Logistik aus. ;-)

                  Momentan schiesst NI Sounds.com durch den Äther. Ich halte persönlich nichts davon wenn Musik über vorab erstellten Content zu einem Werk wird. Zeitdruck im Studio hin oder her. Ökonomisch ist der Ansatz für NI im Sinne der Risikominimierung natürlich spannend. Der Content kommt von der Community für die Community.

                  Bei Neuausrichtung entsteht immer erstmal Arbeit und wenn du aus der Produktion und Overhead 20 Personalcut machst, tut das weh. Nebenher noch die Neustrukturierung. Wenn keine Führungs gehen mussten(?), stimmt mit der Betriebsorganisation und Ablauf was nicht.

                  IP mit Software, schwieriges kommerzielles Thema, die Technik dreht sich. Ich sehe NI als Übernahmekanditen an.

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                    monkfish

                    Klingt alles ganz plausibel.

                    Dass keine Führungskräfte gehen müssen, zumindest nicht aus den höheren Etagen, ist meine persönliche Vermutung, das macht man ja nur, wenn es gar nicht anders geht.

                    Musik aus dem Baukasten gibt es schon lange, Magix Music Maker lässt grüßen, Construction kits sind halt ein schneller Weg zum Erfolg. Ich halte das gar nicht mal vom künstlerischen Standpunkt her für verwerflich, 90% der Musik, die auf diesem Weg produziert wird, erfüllt eine klare Funktion: Musik für Werbezwecke, Infotainment, (billige) Filmmusik, und nicht zu vergessen, die Musik, die von weniger als 5 Menschen gehört wird, weil es nur darum, dass jemand Spaß daran hat, etwas „eigenes“ zu hören.

                    Mich stört es eher, auf dem Austausch zwischen Produzenten und Konsumenten ein Business Modell aufzuziehen, weil man da letztendlich auf dem Rücken anderer Geld verdient, so wie AirBNB, Uber oder Ebay das vormachen.

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                      TobyB  RED

                      Deinen letzten Absatz kann ich nur unterstreichen, dass funktioniert nicht auf Dauer. Spätenstens beim Eintritt in die Rente werden es dann die Leute bitter merken.

                      Ich kann für die Entlassenen nur hoffen, dass sie einen starken Betriebsrat und einen Sozialplan haben. Und anschliessend eine neue Stelle finden.

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                    monkfish

                    Auf Deinen letzten Kommentar kann ich leider irgendwie nicht antworten, daher hier noch ein Nachtrag:

                    Die Bewertungen für Native Instruments bei Glassdoor sprechen eine deutliche Sprache, das Management kommt da nicht gut weg.

                    https://www.glassdoor.de/Bewertungen/Native-Instruments-Bewertungen-E33496_P3.htm

                    Das bestätigt all das, was wir hier vermutet haben.

                    Ein Beispiel: „Innumerable poor business decisions made by the CEO resulting in cancellations of products, and massive lay-off, most recently one of 100 employees worldwide many of them with 24 hours notice. Ignoring feedback from the frontlines. Pressure point at the company results in a toxic and stressful work environment but as the CPO seems to be most concerned with cutting down on the size of the company this will not be fixed in the foreseeable future.“

                    Muss man aber im Kontext sehen: richtig geil war’s bei NI ja wohl noch nie.

                    Ob die einen Betriebsrat haben, konnte ich nicht herausfinden, aber meine Erfahrungen in der Branche legen nahe, dass der Arbeitgeber schon bei der Erwähnung da die Krise kriegt und das mit aller Kraft verhindern will, und die Belegschaft das oft komplett uncool findet. Dass ein guter BR für alle Beteiligten hilfreich sein kann, kapiert da keiner.

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                      dt770

                      Es gibt keinen Betriebsrat und demnach auch keinen Sozialplan. Dieses Wort darf nicht erwähnt werden, wenn man seine Karriere bei NI forstetzen möchte.

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        Tyrell  RED 1

        Hast du dich vertippt, oder sind es wirklich 200. Wenn ja, woher kommt diese Info? Grüße, Peter

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    La'Ci

    Hab ich nicht vor kurzem noch Stellenanzeigen von NI gesehen?
    Ich hoffe nicht dass sie Abomodelle und ähnliches von anderen Anbietern übernehmen und vor allem auch , dass sich die Entlassungen nicht negativ auf Ideen und Produkte auswirken .
    Schade für die Entlassenen ist es auf jeden Fall.

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    lena  

    …echt jetzt. hab die Stellenanzeige auch gesehen. 20% !!! Das sieht doch sehr nach falschem Management aus, oder? NI ist für mich gestorben.

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      robertprinz  

      Die Maschine in orange ist schon geil. Das ist, was man von NI erwarten kann – gerade auch nach den beschriebenen Umstrukturierungen. Auf Produktpflege und Nutzung der NI Hardware für Produkte (Soft- und Hardware) anderer Hersteller werden die Kunden vergebens warten. Leider sieht es bei Arturia genauso aus. Echt schade. Da wird brauchbare Hardware obsolet – spätestens wenn mal wieder ne neue Windows Version kommt.
      Meiner Meinung nach wäre es kein Nachteil, die Hardware auch so zu gestalten, dass sie „zweckentfremdet“ werden kann. im Gegenteil: viele würden eher die Produkte kaufen, wenn sie wüssten, den Controller ggf. auch anderweitig nutzen zu können.

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        bluebell  

        Solange Betriebswirte und Marketingfritzen das Sagen haben und nicht Ingenieure, soll und wird es keine langlebigen und langfristig nutzbaren Produkte geben.

        Es gibt wenige Ausnahmen. Das MOTU UltraLite AVB hat einen Mixer, der per Webbrowser bedienbar ist. Solche Firmen unterstütze ich und gebe ihnen mein Geld.

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          robertprinz  

          Gibt es im Web vielleicht Hacks, die eine anderweitige Nutzung als MIDI Controller ermöglichen? Habe noch eine alte, kaum genutzte Maschine MkI hier rum stehen…

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            bluebell  

            Handbuch, Abschnitt 3.1: “ Im MIDI-Modus kann Ihr Controller jedes verfügbare MIDI-Ziel (Software oder Hardware) über das MIDI-Protokoll steuern.“

            Mit dem Controller Editor soll er konfigurierbar sein.

            Falls Du den Controller Editor nicht mehr zum Laufen kriegst, wird es schwieriger. In den MIDI-Modus kannst Du ihn auch am Gerät (SHIFT + CONTROL) versetzen. Vielleicht sind die Standardeinstellungen halbwegs brauchbar.

            Um aus halbwegs brauchbaren MIDI-CCs richtig brauchbare zu machen, kannst Du auf dem PC eine Software laufen lassen, die MIDI-Daten regelbasiert verändert. Ich kenne mich nur mit Linux aus, da gibt es mit der X42-Midifilter-Serie eine Sammlung von Plugins zur MIDI-Manipulation. Außerdem gibt es mit Mididings eine Art programmierbaren Converter.

            Es würde mich wundern, wenn es so etwas nicht auch für Windows gäbe.

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      La'Ci

      Ach am Ende ist das eh schon viel länger geplant . Die von den Stellenanzeigen wurden mit Alteingesessenen verglichen und dann wurde entschieden wer bleibt und wer fliegt. Könnte wetten es wurden genau die 20% die jetzt rausfliegen davor eingestellt und nun ist so mancher Posten „hoffentlich besser besetzt“
      Somit sind’s am Ende genauso viele wie davor.

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    freeldr77

    Dass NI Stellen ausgeschrieben hat, heißt nix. Viele Firmen schreiben Stellen aus, die überhaupt nicht zu besetzen sind.
    So täuscht man Größe vor und lockt Investoren, gute Werbung ist es ebenfalls.

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    alebiege

    Ist schon lange her, dass ich was von NI gewollt und gekauft habe. Schade um die schönen Jobs.

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    Emmbot  AHU

    Das Wort dafür „unternehmerisches Risiko“ in dem Fall leider unglücklich. Aber ohner Risiko gäbe es nicht einen Synthesizer.

    Es gibt ja gerade im Bereich der Synthesizer-Entwickler, viele große Namen die geschäftlich nicht das glücklichste Händchen hatten.

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      Hectorpascal  AHU

      Der Unterschied: Eine Garagenfirma die mit wenigen Leuten Synths entwickelt haben kann man wohl kaum mit NI vergleichen. Denen ist auch kein Yamaha DX7 in die Quere gekommen. Auch waren keine innovativen Produkte in der Mache die finanziell aufwendig oder technologisch bahnbrechend gewesen wären. Das hier hatte was mit Gier und dicken Eiern zu tun, anstatt mit vernünftiger Unternehmenspolitik. Hast du keine Ideen, dann wenigstens so tun und Kohle reinholen. Anschließend verbrannt in Gehältern, rumsitzen und abends einen ballern gehen. Da gehe ich jede Wette ein, kann es aber nur vermuten. :)

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    Ted Raven  AHU

    Wow, ich hatte letztes Jahr ein Vorstellungsgespräch dort. Da kann ich ja froh sein, dass man meine BI-Erfahrungen als zu gering eingestuft und mich nicht eingestellt hat.

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      bluebell  

      Manchmal erweist sich eine Absage trotz aller unmittelbaren Enttäuschung mittel- und langfristig als glückliche Fügung. Ist mir auch schon passiert. Genaugenommen darf man ihnen dann dankbar sein, egal aus welchen Gründen sie einen abgelehnt haben.

      Und wer weiß, vielleicht gab es die Stelle nicht wirklich, und alles war nur Theater.

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    #n3rd4l3r7  

    „Kunden erwarten heute bei digitalen Produktionsumgebungen eine nahtlos integrierte User Experience. Wir sind zuversichtlich, Musikproduzenten ein weltweit einzigartiges und erstklassiges Erlebnis durch die Verbindung unseres bestehenden Ökosystems von preisgekrönter Software und Hardware in einem zentralen Onlinedienst bieten zu können“

    Marketing Bullshit und Sprech par excellence. Da bin ich doch irgendwie froh dieser zunehmend Luftschlösser bauenden Firma schon sehr lange den Rücken gekehrt zu haben.

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    teofilo  

    Meine Vorbehalte gegen NI (obwohl ich Berliner bin) habe ich nie konkretisiert, meinte jedoch genau die oben beschriebenen Aktionen. So irgendwie „Jamba-Style“.
    Vielleicht nicht vergleichbar, aber ich bevorzuge Firmen“philosophien“, wie Image-Line.

  10. Profilbild
    monkfish

    > Es gibt keinen Betriebsrat und demnach auch keinen Sozialplan. Dieses Wort darf nicht erwähnt werden, wenn man seine Karriere bei NI fortsetzen möchte.

    Ja, das passt genau zu meinem Eindruck von NI. Kurzsichtig und kleingeistig. Mitarbeiter sind gut, solange sie alles mitmachen, und wenn man sie nicht mehr haben will, wirft man sie halt raus.

    Fakt ist aber auch: wer sich als Arbeitnehmer nicht organisiert, steht alleine da!

    Ein Betriebsrat ist eigentlich schnell gegründet, und wer sich zur Wahl stellen lässt, kann bis zur Wahl nicht gekündigt werden.

    Also, wann, wenn nicht jetzt? Da sollten sich doch ein paar Leute finden, das anzustoßen. Es gibt ja auch Gewerkschaften, die da helfen können und wollen.

    Und weil viele zu faul für Google sind: https://das-unternehmerhandbuch.de/wie-gruendet-man-einen-betriebsrat/

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    Codeman1965  

    Da hast Du gar nicht mal Unrecht…! ;-)

    Nur ändert das ja leider Nichts an der Grund-Problematik, die man immer wieder aufkommen sieht:

    Sehr viele Unternehmer sind der Meinung, daß man immerzu wachsen muss.
    Klar, wer mehr verdienen will, muss teurer oder mehr verkaufen. So weit, so gut.
    Problematisch wird es dann, wenn ich die Mittel für die Expansion nicht liegen habe. Dann muss ich mir Investoren suchen, und ich gebe damit die Firma (mehr oder weniger) aus der Hand.
    Da ist es dann ganz schnell vorbei mit meinen eigenen Interessen. Ganz nach dem Motto „Wes‘ Brot ich ess, des‘ Lied ich sing“.
    Es zählt nicht mehr, daß ich vielleicht 200 MA habe, die motiviert mit mir an einem Strang ziehen, und wir alle ein gutes Auskommen haben.
    Es geht dann um Gewinnmaximierung, und das geht oft genug über eine breitere Aufstellung auf dem Markt und natürlich über das Einsparen von Kosten. Und Personalkosten sind für jeden Investor ein rotes Tuch. Also raus mit den Leuten.

    Bei NI hat vielleicht bis vor kurzen Niemand darüber nachgedacht, einen Betriebsrat zu gründen oder sich irgendwo gewerkschaftlich zu organisieren. War bisher vielleicht gar nicht nötig, wer weiss das schon genau.

    Jetzt liegt das Kind im Brunnen, und man kann nur hoffen, daß die betroffenen Mitarbeiter nicht zu tief fallen müssen…

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