Native Instruments stellt Insolvenzantrag
Update vom 29. Januar:
Plugin Alliance erklärte, dass die Plugin-Alliance-Gesellschaften nicht Teil des Insolvenzantrags sind und deren Geschäftsbetrieb, Produktveröffentlichungen, Support, Installer und Vertrieb weiter wie gewohnt fortgeführt werden. Am 29. Januar folgte dann ein offizielles Statement von Native-Instruments-CEO Nick Williams, in dem er betont, dass der operative Betrieb bei Native Instruments, iZotope, Plugin Alliance und Brainworx ohne Einschränkungen weiterlaufen würde. Produkte seien laut ihm weiterhin erhältlich, Downloads und Aktivierungen funktionierten regulär und die Abteilungen für Entwicklung und Support arbeiteten wie bisher.
Gleichzeitig gab es präzisere Informationen: Die Native Instruments GmbH hat in Deutschland ein vorläufiges Restrukturierungsverfahren beantragt, von dem auch drei deutsche, nicht operativ tätige Holdinggesellschaften betroffen sind. Ziel des ganzen Verfahrens ist eine Sanierung des Betriebs und keine operative Insolvenz, die Einschränkungen für Kunden, Partner oder Entwickler mit sich bringen würde.
Ab hier folgt die News-Meldung vom 27. Januar:
Die Native Instruments GmbH hat beim Amtsgericht Charlottenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Nachricht sorgt vor allem in der internationalen Musikszene für Aufmerksamkeit, denn kaum ein anderes Unternehmen hat die moderne Musikproduktion über so viele Jahre hinweg so stark geprägt wie das Berliner Unternehmen. Mit dem Beschluss vom 26. Januar ordnete das Gericht eine vorläufige Insolvenzverwaltung an und nun wird geprüft, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird und wie es generell mit dem Unternehmen weitergehen kann.
Welche Rolle spielt Native Instruments in der Musikwelt?
Das Unternehmen steht seit den 1990er Jahren für digitale Werkzeuge, die die Musik maßgeblich beeinflusst haben. Beispielsweise der Sampler Kontakt, die DJ-Software Traktor oder der Synthesizer Absynth haben über viele Jahre hinweg neue Standards gesetzt. Sounds, Presets und Instrumente des Unternehmens sind auf zahllosen Veröffentlichungen zu hören und aus vielen Studios nicht mehr wegzudenken. Schon in den letzten Jahren wurde häufig über aktuelle Entwicklungen diskutiert, etwa beim Zusammenschluss mit iZotope, Brainworx und Plugin Alliance.
Nicht nur Native Instruments steht vor offenen Fragen
Ein Insolvenzantrag bedeutet nicht direkt das Ende eines Unternehmens oder seiner Produkte, denn oft dient dieser Schritt nur dazu, Strukturen neu zu ordnen, Kosten zu senken oder Investoren mit an Bord zu holen. Für die Musikwelt stehen aktuell trotzdem praktische Fragen im Raum: Wie stabil bleiben bestehende Produkte? Wie geht es mit Updates und dem Produkt-Support weiter? Eine Stellungnahme von Native Instruments gibt es bisher zwar nicht, die offiziellen Unterlagen zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sind allerdings öffentlich einsehbar. Die kommenden Wochen dürften entscheidend dafür sein, ob sich das Unternehmen neu aufstellen kann und welchen Platz die Marke in Zukunft in der Musikwelt einnehmen wird.




































[…] Ein Insolvenzantrag bedeutet nicht direkt das Ende eines Unternehmens oder seiner Produkte, denn oft dient dieser Schritt nur dazu, Strukturen neu zu ordnen, Kosten zu senken oder Investoren mit an Bord zu holen. […]
Interessant, dass mir genau das ebenfalls durch den Kopf ging. Leider sind es oftmals Personalkosten. Merkwürdig, da NI eines der gängigsten, und ich würde sogar behaupten teuersten Softwareunternehmen ist. Die Play Series ist zugegeben ziemlicher Murks, aber mit einem New Absynth 6 sah ich viel Licht am Horizont. Auch die Fusionen betrachtete ich zunächst positiv. Umso mehr wundert man sich, wie eine Firma wie Cherry Audio mit ihren „Fünfzig-Euro-Softwaresynthesizern“ so gut zurechtkommt. Mal sehen was im Herbst für ein Upgrade kommt. Sorry, aber für mich ist die ganze Sache eine art Show.
@Filterpad Der Insolvenzverwalter soll das in eine gemeinnützige Organisation umwandeln, an die jeder spenden und alle NI eigenen Produkte nutzen kann. Für die Leute, gegen AI und den ganz normalen Wahnsinn. Das würde das Image ordentlich umkrempeln und mit Sicherheit Einkommen generieren. Es wird dann zwar keiner reich aber eine ehemals große Firma mit vielen Innovationen, wird so einem würdigen Ende zugeführt. Ja, ich denke es wird anders kommen, ich bin eben ein Träumer.
@Kazimoto Ja, sympathische Idee. Hier das „Aber“:
https://www.geo.de/geolino/redewendungen/7944-rtkl-redewendung-alles-fuer-die-katz
@Filterpad „Umso mehr wundert man sich, wie eine Firma wie Cherry Audio mit ihren „Fünfzig-Euro-Softwaresynthesizern“ so gut zurechtkommt.“
Bin mir nicht so sicher, ob die irgendwie gut zurechtkommen. Bei Humble Bundle gibts gerade wieder ein Rauswerf-Bundle mit 4 Cherry Audio Produkten (und mehr) für 25$. Das macht man eher nicht wenn alles super ist…..
@manomym Das gibt‘s schon seit Jahren immer mal wieder. Würde ich nicht unbedingt als Zeichen des Niedergangs einstufen. Die bieten meist nur 4 Synths an, zwei davon sind Ladenhüter. Ich habe mal wegen Dreamsynth ein Bundle gekauft, der Rest interessierte mich gar nicht. War für mich einfach ein günstiger Dreamsynth. UAD bekommst du auch in regelmässigen Abständen sehr günstig, von Waves gar nicht zu reden.
@manomym Ist wohl auch Charity. Harmonia, Elka-X und die B3 habe ich noch nicht, also gutes Bundle.
https://cherryaudio.com/news/new-humble-bundle-make-music-change-lives
@manomym Cherry Audio klang mir immer nach Plastik und tut es immer noch…gute Emus gibt es woanders.
@Filterpad Es war Blödsinn Komplett Kontrol MK III rauszubringen. Die Play Serie finde ich ebenfalls öde. Für mich ist der Massive X das Flagschiff! Den benutze ich am meisten nach Omnisphere 3 und vor Zebra HZ.
Allerdings habe ich auch die Maschine MK 3. Hoffentlich kann man die noch weiter mit der Maschine Software nutzen.
@Filterpad Cherry Audio macht nur Software, keine Hardware. Wer sich für die NI-Verstrickungen interessiert, gibt mal Native Instruments GmbH bei North Data ein und klickt sich durch die diversen Unternehmen. Es ist sehr spannend, wer alles dahinter steckt und wer Gewinn macht, an wen abführt, und wer Verlust macht. Auch der jeweilige Unternehmenssitz ist spannend.
@Markus Galla Dann werde doch investigativ, vielleicht interessiert es das Finanzamt? 😄 Scherz…. Es ist doch immer dasselbe, auf hohem Niveau klagen über unmenschliche Besteuerung in D und dabei Gewinne abführen und Schulden vergemeinschaften, Folge: Insolvenz. Das Insolvenzrecht ist ohnehin ein Witz. Ich war mal bei einem Laden wo der Chef über 20 Mio. von Investoren veruntreut hat, jeder wusste wo das Geld liegt, Zypern, Libanon, Immobilien in Amsterdam, keinen hat das Interessiert. Den Schaden und die Gehälter trägt der Staat, also wir alle.
@Kazimoto So weit muss man gar nicht gehen. Insolvenz wird oft mit wirtschaftlichem Misserfolg gleichgesetzt. Das ist aber nicht so. Will sagen: Wenn ein Investor alle Gewinne abschöpft und sie nicht im Sinne der GmbH einsetzt, kann die GmbH wirtschaftlich noch so erfolgreich sein, es bleibt am Ende nichts übrig. Und wenn man sich mal dort durchklickt und schaut, wer wann wo Gewinne in welcher Höhe zu verzeichnen hatte und wo die hohen Verluste entstehen, kann man sich den Rest zusammenreimen.
Das ist aber alles spekulativ und die Öffentlichkeit wird vermutlich die Hintergründe nie erfahren, es sei denn, einer der Gläubiger sticht den Bericht des Insolvenzverwalters an die Presse durch. Mir tut es um die Mitarbeiter und ihre Familien leid, die eventuell in Kürze auf der Straße stehen. Keine Ahnung, wie viele Beschäftigte NI in Berlin überhaupt noch hat.
@Markus Galla Also, ich setze Insolvenz nicht mit Misserfolg, sondern mit Missmanagement gleich.
@Markus Galla Ich stimme Dir 100% bezüglich der Hintergründe zu.
Aus meiner Sicht wurde NI von einer Missmanagement-Firma übernommen die für NI und Teilfirmen wie iZotope a) nicht sinnvoll investiert hat, b) die Service-Abteilung bei NI bis zur Unkenntlichkeit zerstört hat c) für Kinden kaum tolerablen Preiswucher bei vielen Updates erzwungen hat und d) all das nur getan hat, um sich kurzfristig an Geld aus dem Unternehmen zu bereichern ohne Rücksicht auf die Folgen für das Unternehmen.
Ich hoffe, dass eine weniger zwielichtige Unternehmensstruktur NI übernimmt und Struktur und Mitarbeiterskills rettet.
@defrigge Das waren wohl die berühmten Heuschrecken, die sich solche Firmen einverleiben, aussaugen und dann weiterfliegen zum nächsten
@Filterpad Cherry Audio ist auch nur eine kleine Firma mit einer Handvoll festen Mitarbeitern und nicht gleich mehreren hundert.
Das heißt ab jetzt geht das fröhliche Track-Bouncen los, oder?
Weil das die nochmal gerettet werden, halte ich doch für eher unwahrscheinlich :(
@manomym Die haben es geschafft mit einem Sampler wie Kontakt einen Standard zu schaffen. Viele Sample Bibliotheken beruhen darauf. Ich weiss jetzt nicht, ob so was noch gekauft wird, aber zumindest die Klassikos sind auf Player angewiesen. Ok, einige Firmen machten sich davon rechtzeitig unabhängig.
@Tai An dem Punkt bin ich überglücklich, nie auf Kontakt gesetzt zu haben. Libraries benutze ich nicht so oft und die, mit denen ich arbeite, haben ihre eigenen Speziallisten.
@Tai –
das zeug funktioniert weiterhin
nicht nur für neu kunden
Ich denke die Flagschiffe wie Kontakt sind weitgehend ausentwickelt, sodass man nicht mehr zwangsläufig jedes kostenpflichtige Update mitnimmt.
Bei Reaktor gibt es mittlerweile, zum Teil kostenlose Konkurrenz, wie VCV oder den Ableger Cardinal. Auch bei anderen NI-Synths gibt es mittlerweile günstigere Alternativen.
Eventuell könnte man noch was reissen, indem man Reaktor eine Export-Funktion spendiert, mit der man Reaktor-Ensembles als VST(i) exportieren kann. Meinetwegen auch mit Lizenzgebühren, wie es bei GameEngines ja schon Gang und Gäbe ist.
@Volker Nowak Ich frage mich ehrlich gesagt schon seit Jahren ob sich der ganze PlugIn Markt überhaupt noch rentiert:
Ich kann mir nicht vorstellen das so schnell so viele Leute nach kommen das Du da wirklich dauerhaft gute Verkaufs zahlen hast. Also bei NI zum Beispiel: ich hab Kontakt 5 und dann nochmal das Update auf 9 gekauft. Und seit dem schau ich mir jedes Jahr das neue Update an und denke mir „Wofür?“. Da verdient NI beim Initialen Kauft halt ganz gut – aber danach wird es schwer denke ich.
Dann war es damals zu Cubase SX3 Zeiten ja so das das die DAW selber ziemlich Mau war was Plugins anging. Heute kommst Du recht weit nur mit Stock Plugins – egal welcher der großen DAWs man nimmt.
Wenn ich manchmal bei Plugin Boutique auf der Seite bin denke ich echt das der Markt so voll ist mit Plugins – das ist kein Geschäft wo ich unterwegs sein möchte.
Und die Hardware von NI, ich glaube das lief mit Maschine richtig gut – bis man dann gegen AKAI verloren hat. Aber ich glaube ohne so einen Riesen wie inMusic im Rücken wird es heutzutage echt schwer. Ich behaupte das in nahe Zukunft noch viel mehr Buden pleite gehen werden.
@Tropper Ich bin da völlich Deiner Meinung. Wenn Du eine neue Funktion in Kontakt nicht wirklich benötigst, wirst Du ein Update nicht kaufen. Und ich denke auch, dass sich der Markt in naher Zukunft selbst bereinigen wird, in dem Hersteller und die Plugins verschwinden oder im günstigsten Fall aufgekauft und weiter geführt werden, wie es ja schon vor Jahren zB mit Camel Audio passiert ist.
@Volker Nowak Selbst wenn Du neue Kontakt Funktionen nicht benötigst, benötigst Du die neuste Version dann spätetestens bei einer neuen Library, die Du möchtest und die das voraussetzt.
Ich she überhaupt nicht am Horizont, dass Kontakt Updates aufhören Geld zu generieren.
Der Hauptgrund für die vorläufige Insolvenz ist wohl eher in den fragwürdigen Finanzpraktiken der Mutterfirma in Lixemburg zu suchen.
Das war für mich schon lange abzusehen. Seit Jahren gibt es keine neuen VST/AU Instrumente, Ideen oder Innovationen von Native Instruments. Der Niedergang begann unmittelbar nach dem ersten Verkauf von NI. Zudem sind deren Produkte inzwischen überteuert. Ein Update von Kontakt 7 auf Kontakt 8 kostet beispielsweise 99 Euro, was angesichts der fehlenden Neuerungen nicht gerechtfertigt ist. Daher habe ich mich innerlich schon längst von NI verabschiedet.
In meinem Bekanntenkreis wird schon länger von Native Insolvenz gesprochen, ohne dass wir vom neuen Insolvenz Antrag wussten. What ever…
PS: Der neue Absynth ist keine Innovation oder Ähnliches. Er entstand aus Verzweiflung, da NI damals kein Interesse daran hatte, Absinth zu retten. Sie hatten sich sogar gegen den Entwickler Brian Clevinger gestellt, als dieser Absinth retten wollte. Erst als NI seine Fehler erkannte, kam die Idee mit dem neuen Absynth. Doch zu diesem Zeitpunkt war es zu spät und der Preis zu hoch im Vergleich zu ähnlichen Synthesizern.
@Round Robin Welche Innovationen schweben Dir da vor? Die, in meinen Augen, letzte wirkliche Innovation ist gut 30 Jahre her. Ich denke da an den Nord Modular. Ein Modularsystem, dass man kompakt auf die Bühne nehmen konnte, war schon Innovativ. Seither werden eigentlich nur noch „Alte Weine in neuen Schläuchen“ angeboten. Soll heißen, es sind immer die gleichen Konzepte in unterschiedlichen Kombinationen. Zumal das entwickeln von Innovationen eine Menge Geld kostet, ohne die Gewähr, dass der Markt es auch annimmt.
@Volker Nowak Wenn wir »Innovation« streichen und durch »Interessantes« ersetzen … dann fallen mir in den letzten Jahren so einige Synthesizer und Effekte von Arturia und Cherry Audio ein (und einige andere Hersteller), die ich mir gerne gekauft habe.
Schick wäre mal die »Innovation« »Kompatibilität« gewesen. Beispiel: »Native Access 7« – das Tool, mit dem man alles herunter lädt und verwaltet – läuft nicht mehr unter Windows 7. Und die alte Version »Native Access 6« kann – aus welchen Gründen auch immer – die Software nicht herunter laden. Das war der Moment, wo ich nur noch aus Hals bestand. Sollte mir meine Installation von »Reaktor 6« mal kaputt gehen … tja, das war’s dann. Ich hätte auch echt liebend gerne Geld für den »Tranzwave« von Echograin – die Fizmo-Emulation – hin gelegt. Dafür braucht man aber den »Kontakt Player« … tja, und an der Stelle war’s das wieder (siehe oben). Vielen Dank NI. Zum Glück habe ich nicht mehr von denen gekauft.
Gegenprobe Arturia: Deren »Software Center« läuft seit Jahren und auch nach mindestens 10 Updates problemlos.
@Flowwater “ Das war der Moment, wo ich nur noch aus Hals bestand.”
😅
@Volker Nowak ..
nun ja ,
seit dem es für den virus b , supernova, nordlead 2 , waldorf microwave
keine updates mehr gibt ist keine musik mehr damit möglich
deswegen habe ich die alle verkauft und mich davon verabschiedet.
einfach kein respekt vor kunden, diese leute
@Round Robin „Der Niedergang begann unmittelbar nach dem ersten Verkauf von NI.“
Ich weiss nicht, wann der Laden das erste mal verkauft wurde. Aber viel Ärger handelte sich die Firma mit dem unsinnigen Supportende von Hard- und Software ein. Das gab es mal Audiointerfaces, die nach kurzer Zeit mit Version II ersetzt wurden. Version I konnte man in die Tonne treten. Den Namen habe ich vergessen. Dann Pro 53, witzige Ansätze wie, ich glaube das hieß Intakt, dann Absynth. Das war schon ein gewisses Risiko, Geld für deren Produkte auszugeben. Und das Problem: das Supportende kam vom Hersteller ohne Not.
Für mich ist NI schon länger kein Thema mehr.
Mich hat am meisten gestört, dass auf der Hardwareseite zu schnell eine MK2 erschien. Fühlt sich dann nach beta testing beim Kunden an und führt zwangsläufig dazu, dass die MK1 Version früher unsupported sind. Ist mir zuletzt mit dem Komplete Kontrol MK1 passiert, welches nicht mehr von der Komplete Kontrol App unterstützt wird und so einem großen Teil seiner Funktionalität verliert.
Aber auch bei der Software wurde ich schon öfters von NI enttäuscht, z.B. bei der ersten Version 1 der Maschine Software.
Als Early Adopter ist man bei NI irgendwie immer der Dumme und das wird halt nicht nur mich irgendwann abgeschreckt haben.
Die E.U. Kommission hat doch eine übernahme schon 12/ 2025 zugestimmt …🙄
Was ist da los?
Kommission genehmigt Übernahme der Native Instruments Group durch Bridgepoint und Bain Capital Credit
Die Europäische Kommission hat den Erwerb der gemeinsamen Kontrolle über die deutsche Native Instruments Group GmbH durch Bridgepoint Group Holdings Limited (im Folgenden „Bridgepoint“) aus dem Vereinigten Königreich und Bain Capital Credit L.P. aus den USA nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt.
Die Transaktion betrifft in erster Linie den Markt für Software- und Hardware-Tools für die Musikproduktion.
Die Kommission kam zu dem Schluss, dass das angemeldete Vorhaben keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwirft, da die Unternehmen nicht auf denselben oder vertikal verbundenen Märkten tätig sind. Der angemeldete Zusammenschluss wurde im Rahmen des vereinfachten Fusionskontrollverfahrens geprüft.
Quelle:
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/mex_25_2950
@Tinotik Interessant. Das sieht dann wohl danach aus, dass dieser geplante Verkauf dann letztlich doch noch gescheitert ist.
@Hallonso Oder die neuen/ zukünftigen Eigentümer demnächst erst auf die “Bildfläche“ kommen & den Laden günstig aufkaufen? Oder ist das sogar schon passiert?
@Tinotik Macht Sinn. Vor allem wenn die nur an Teilen von NI interessiert sind, ist das eine kostensparende Variante.
@Tinotik Ich wüsste gerne wer wem geschmiert hat. Das weckt Erinnerungen an Vodafone und D2 Mannesmann.
@FaderMode Ich glaube kaum das da jemand “geschmiert“ werden kann/ könnte/ wurde?!? Die E.U. Kommission checkt das schon ganz gut ab, das kein anderer ähnlicher big player durch Einkauf/ übernahmen zu ein Monopol kommen kann/ könnte. Die frage ist jetzt, wieso/ warum hat die E.U. K. das letztes Jahr schon genehmigt? Waren da NI schon “insolvent“ & es kam zu einer Ausschreibung? Ist die übernahmen gescheitert & deswegen jetzt die insolvent? Warum kam es überhaupt zu dieser genehmigung?!? Oder kommt jetzt erst Bridgepoint und Bain Capital Credit (US & UK player) auf s Spielfeld? Bin aber der Ansicht das NI (mit ihren aktuellen back stock katalog) nicht von heute auf morgen verschwinden wird?!? Wäre schade, nutze NI schon ewig seit Trakor v1.xx & Maschine MK1v1.5 + diversen Expansion. Wir werden sehen. Und die Feindliche Übernahme damals von Vodafone von Mannesmann, wäre heute auch nicht mehr machbar, da gibt es mittlerweile Höhere gesetzlicher Hürde.
Die Plugin-Entwickler, von denen man bedenkenlos (zumindest ansatzweise) kaufen kann, sind inzwischen rar. Da fallen erstmal alle `raus, die irgendwelche internetbasierten Kopierschutzmechanismen verwenden. Meist wird nicht offengelegt, wie oft die nach Hause telefonieren wollen und man könnte live auf der Bühne auch mal ein Anmeldefenster sehen. Sollte man eines dieser Plugins auf einem neuen Rechner weiternutzen wollen, könnte man auch auf Probleme stoßen, entweder, weil es die Firma nicht mehr gibt oder die Anzahl der Aktivierungen erschöpft ist.
NI nutze ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr, samplebasierte Instrumente versuche ich weitestgehend zu ersetzen.
»Nein!«
»Doch!«
»Och!!!«
Ganz ehrlich: Das hätte ich jetzt echt nicht erwartet. Aber wenn es schon mal so weit ist … ich habe da wenig Hoffnung. Evtl. reißt sich das nächste Holding-Unternehmen den Kram unter den Nagel, um sie dann ausbluten zu lassen. Mir persönlich ist es eigentlich auch egal … weil ich die seit mehreren Jahren nicht mehr mag. Ich könnte jetzt noch lästern, dass sie in ebender Zeit konsequent an den Bedürfnissen der Kunden vorbei entwickelt (»Absynth«, »Massive«) und ihr heil in Beliebig-Sample-Synthesizern gesucht haben … das rächt sich dann mal … aber lassen wir das.
Übrigens, kleiner Hinweis an alle: Auch echt große Firmen kann es treffen. Deswegen sehe ich seit Jahren vermehrt darauf, dass die gekaufte Software und Hardware nicht unbedingt eine Internetverbindung benötigt. Denn wenn die Server mal weg sind, dann kann man das Zeug gleich in die Tonne kloppen (wie war das? »Machine+« benötigt beim allerersten Booten eine Internetverbindung und eine Registrierung, ja, nee, is‘ klar).
@Flowwater Ach Du Scheiße!!! Du hast gerade einen fiesen Hinweis über einen Umstand gegeben, an den ich noch gar nicht gedacht hatte: Was ist denn mit den ganzen Bibliotheken, die es für Kontakt gibt (und auch die Instrumente zum Beispiel für »Reaktor«), wenn es NI und Kontakt nicht mehr gibt? Ich selber bin zum Beispiel hochinteressiert an den Instrumenten von Luftrum (»Bioscape«, »Lunaris 2«). Oder das oben in meinem Kommentar erwähnte »Tranzwave« von Echograin (der Fizmo-Emulator). Habe ich beide bisher geknickt, weil es sich »Kontakt« bei mir nicht installieren lässt (siehe oben), würde die aber kaufen, wenn ich meinen PC mal aufgerüstet habe.
@Flowwater –
diese sample libraries lösen sich dann automatisch in der luft auf
keine chance. so ist das halt.
@Flowwater Bei Cherry Audio kommst Du ohne Internetzugang aber auch nicht allzu weit, zumindest bei einer Neuinstallation.
PluginAlliance ist Stand jetzt nicht von der Insolvenz betroffen.
https://www.production-expert.com/production-expert-1/native-instruments-enters-preliminary-insolvency-proceedings
@elblaut Gut, denn das Knifonium würde ich gerne behalten.
In Sachen offline-Aktivierung würde ich mir jetzt keine allzu großen Hoffnungen machen. Ich habe bisher mehrmals unter pluginhersteller-insolvenzen gelitten, da gab es nie etwas in die Richtung. Beim EmuX musste ich einfach warten , bis er als Abandonware eingestuft wurde :)
Das größere Problem dürfte eh sein, dass schon ein Windows oder Mac Update die Software unbrauchbar machen kann. Wenn dann keiner mehr nachbessert, war’s das.
Was mich gerade wieder dran erinnert: was passiert eigentlich, wenn wir irgendwann kein Windows oder Apple mehr betreiben können :) Ich glaub ich pack schon mal meine Blockflöte wieder aus.
@manomym Wir diskutieren hier ja öfters, ob Hardware überhaupt noch sinnvoll ist, bei dem was Software alles so kann (und auch billiger ist). Tja, hier hast Du ein hervorragendes Argument für Hardware (wenn sie denn nicht auch per Internet verdongelt ist).
Meine vier Haupt-(Software-)Synthesizer sind im Moment noch:
— TAL »TAL-Mod«
— Cherry Audio »Dreamsynth 1«
— Newfangled Audio »Generate«
— Fellusive »Nettle« (freier Synthesizer)
Lediglich beim »Dreamsynth« muss man sich bei Cherry Audio einloggen, allerdings nur bei der Installation. Wenn es die Firma nicht mehr gäbe, dann wird es auch hier vermutlich schwierig … oder die Verbindung über den großen Teich gestört wäre.
@Flowwater Generate musste ich bei Eventide registrieren, autorisiert wird der per iLok.
@Horse Rotorvator Ich habe für »Generate« einen »Licence Key«. Eine Internetverbindung sowieso iLok ist nicht notwendig gewesen (bei der Andeutung von iLok hätte ich sowieso sofort die Segel gestrichen). Gekauft im Mai 2023 … die E-Mail habe ich hier noch.
@Flowwater Ziemlich weit unten:
https://www.eventideaudio.com/plug-ins/generate/
„iLok Account Required“
Oder auch Ende erster Absatz hier:
https://www.amazona.de/test-eventide-newfangled-audio-generate-softsynth/
@Horse Rotorvator Ah, alles klar. Damals war das bei mir noch nicht notwendig. Das werden die jetzt wohl bei jeder Software durchführen … schade.
@manomym Tja, irgendwie finde ich’s auch etwas traurig, auch wenn ich die Sample und Plug in Schlacht nicht mehr mitgemacht habe.
Trotzdem war und bin ich sehr großer Fan der Maschine, die ich noch in der MK 1 eins Version nutze und lustigerweise gerade eben auf meinem neuen Mac reaktivieren konnte. 🥳
Kurz danach hat mir ein Freund die Info von der Insolvenz geschickt.
Ob ich Maschine 2 in ein paar Jahren nochmal aktiviert bekomme bezweifle ich.
@manomym Linux braucht aber bekanntlich viel weniger Ressourcen als Windows. dann ist was „im Busch“ bei dem Laptop.
@Numitron Da lohnt vielleicht ein aktueller Blick. Die neuen Kernel haben viele Verbesserungen bei Nvidia gebracht.
@Kazimoto Ich komme mit Ubuntu auch nicht klar. Mein Laptop läuft auf Manjaro und die Desktops auf CashyOS, das ist meine Combo.
@Numitron ah. mühsam… 😔 hab seit Ewigkeiten linux mit Windows im dualboot. aber nur extrem selten Windows wegen den Updates der Synths. mache aber nix wie daws oder ähnliches. der Rechner ist etwa 10 Jahre alt wahrscheinlich. den hab ich 2019 gebraucht gekauft.
@Numitron schade. ich wollte auch einen Laptop kaufen. bisher nur auf standrechnern probiert…
🤔
für mich funktioniert es viel besser, keine popups, keine Neustartzwänge, mehr personalisierbarkeit…
Ist das nicht Betrug? Aktuell kann man auf deren Seite immer noch die Produkte erwerben.
Wenn ein Ahnungsloser da jetzt einkauft, kann er sein Ware ein paar Monate nicht benutzen. Oder liege ich da falsch?
@DunDunRacoon Ich glaube, die sind in einer Vorstufe der Insolvenz und das ist vermutlich ok. Aber selbst wenn die Insolvenz da wäre, ist die ja nicht dazu da, den Betrieb einzustellen. Gläubiger sollen bedient werden und NI hatte sicher nicht eine riesige Portokasse, sonst gäbe es keine Gläubiger
@Tai Danke
@DunDunRacoon Laut bonedo (Update heute). wird native Instruments u.a. momentan weitergeführt und es wird an der endgültigen Lösung gearbeitet.
Bin mal gespannt ob Brainworx (Deutschland) auch betroffen ist. Als der Teil der Soundwide-Gruppe dürfte das irrelevant für das Insolvenzverfahren sein. Aber wenn sie mit in der deutschen NI Holding GmbH hängen, wären sie auch betroffen.
Ich vermute mal, dass das operative Risiko seit dem Soundwide Zusammenschluss 2022 NI jetzt eingeholt hat. Der Druck durch Private-Equity-Investoren durch Soundwide wird die Probleme, die vorher bestanden hatten, wahrscheinlich verschärft haben. Für mich als Endnutzer hat sich da bis auf die gemeinsame Installations- und Lizenzierungslogik nichts von Relevanz gezeigt. Soundwide ist als Konzept faktisch gescheitert.
Der Geschäftsbetrieb läuft ja laut Beschluss weiter. Es bleibt abzuwarten wie das Gericht in Bezug auf die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet.
Wundert mich nicht das es NI so schlecht, sie hätten sich Mal besser um ihre Hardware gekümmert und diese weiterentwickelt und sich nicht nur auf die Sample und Synthesizer Packs bzw VSTs konzentrieren sollen. Maschine Jam wurde nicht weiter entwickelt, auf die Maschine 4 (Mikro) wartet man auch schon seit Jahren, auf dem Markt gibt es mittlerweile genug Alternativen.
Was schade ist da ich die Maschine wirklich mag
@MK Nirgends wurde eine Maschine 4 angekündigt, warum auch? Die Maschine MK3 ist doch super & neue HW kam doch erst ein haufen neuerungen.
ja ist immer schade wenn all die Hardware mit solchen Insolvenzen Müll werden. Bei Izotope ist man das ja bereits gewohnt. Deren ‚Spire Studio‘ , ein Hardware-Rekorder mit toller Anbindung ans Handy , wurde direkt nach Ablauf der Garantie nicht mehr geupdatet und eingestellt. Millionen von ‚Spire Studios‘ wurden zu Elektroschrott…..
ich versteh auch nicht wieso NI solche Schrottfirmen überall anzieht und sich selbst dann ausziehen lässt….
“ vom Warehouse Resident DJ aus Köln zum Vorstandmitglied einer Weltmarke , Chapeau Mate Galic !
@Rhein Ruhr Electric der wurde übrigens auch bei „hyper, hyper“ genannt! 😁
@Rhein Ruhr Electric Der ist schon seit zig Jahre nicht mehr dort.
NI hat mMn schon jahrelang komplett planlos agiert. Kein Fokus in der Produktpalette, VIEL zu viele Produkte insgesamt. Haufenweise Soundpacks die kein Mensch braucht. NKS zu spät geöffnet, die Keyboards zwar gut aber wieviele premium Midikeyboards kann man verkaufen? Und dann nach ch iZotope und PluginAlliance – damit der ihnehin schon ünerfüllte NI Katalog von 200 auf gefühlte 500 Produkte anwächst. Seltsame Entscheidungen wohin man sieht. Wenn ihnen nicht das Geld fehlen würde, hätten sie vermutlich schon 20 AI-Chordgeneratoren und AI-gesteuerte Synths vorgestellt…
@j.keys –
ni updates waren meist aktuelle computer anpassungen.
*Seufz* Da hab ich aber jetzt richtig Angst um Reaktor. Sollte der mal nicht mehr gehen, dann fehlt mir wirklich was. Und dabei bin ich gerade so richtig auf Core reingekippt.
Ich flüchte mich einfach in den Traum, dass eine coole Firma die Chance nutzt, Reaktor zum Diskontpreis kauft und wieder Wert auf Entwicklung legt.
Das Gute gewinnt ja schließlich immer😜
@zwiefelpunc Ist das mit Reaktor Ironie oder ernsthaft? Weil ich persönlich brauche Reaktor nicht bis auf die Einzelplugins. Meine Highlights bleiben der alte Massive, Battery und der neue Absynth ist sicherlich auch nicht schlecht. Player Series und vieles vom Kontakt klingt einfach nicht fett genug. Ein neuer FM8 wäre mal ne Ansage nach dem Insolvenzverfahren.
@Filterpad Nein, absolut keine Ironie.
Ich bin schon recht nerdig wenn es um Klangverbiegung geht.
Reaktor bietet für mich die beste Mischung aus Mathematik und Anwendung für Musiker.
Zudem finde ich den Klang von Reaktor sehr überzeugend. Macht einfach Spaß beim zuhören.
Ich benutze auch PureData und Bitwig´s Grid. Jedes hat seine Stärken&Schwächen.
Reaktor ist alt und wir schon länger nicht weiter entwickelt.
Aber in einigen Dingen ist es noch immer besser als die Anderen. Und hab ich schon erwähnt, dass es sau gut klingt🤔?
Gerade hier in den Kommentaren ist mir schon oft die Begeisterung für die alten Synth-Klassiker von NI aufgefallen.
Und ich nehme mir immer wieder vor, mich mal tiefer mit FM8, Massive&Co zu befassen. Leider wurde bei mir schon vor einer Weile ganz heftiges Ich-hab-zu-viel-Zeug-und-zu-wenig-Zeit diagnostiziert. Ich leide sehr stark darunter🙄
@zwiefelpunc Das mit Reaktor kann ich nur unterschreiben! – ohne Reaktor und Kontakt würde mir defintiv was fehlen und die meisten Reaktor-Player Produkte sind auch richtig gut! Mehr bräuchte ich von NI gar nicht.
@Markus Schroeder Das stimmt. Aber ich glaube, von Kontakt könnten sie leben, von Reaktor nicht. Der prozentuale Anteil der Musiker, die mit Plugins arbeitet, dürfte bei Reaktor ziemlich gering sein. Das macht das Produkt nicht schlechter, aber wirtschaftlich betrachtet dürfte es keine Rolle spielen. Wie das bei Hardware wie Maschine aussieht, habe ich keine Ahnung, das ist nicht mein Ding. Aber es könnte sein, dass es bei der Fa. auch eine größere Rolle spielt.
@Tai –
kontakt und maschine sind nicht das produkt
sondern nur der dongle für sample cds
Was auch immer genau hinter der NI Misere steckt…ich fürchte das es leider nicht nur diese Firma treffen wird.
– Musiker können von ihrer Musik nicht leben (man wird weniger Soft,- und/oder Hardware kaufen).
– KI wie Suno und Co. ermöglichen Nichtmusikern Songs entstehen zu lassen was o.g. noch zusätzlich befeuert.
– Von den Amateuren und Hobbyisten kann keine Firma überleben.
(irgendwann hat auch ein Hobbyist ohne Ende „Zeugs“ in Form von Hard,- und Software im Home Studio). Es wird deutlich weniger Nachfrage geben…dessen bin ich mir sicher.
– Braucht man ständig kostenpflichtige Updates seiner DAW mit einer überarbeiteten GUI und ein paar neuen Gimmicks? (für mich kann ich das verneinen). Womit wollen die DAW Hersteller dauerhaft noch Geld verdienen?
Ich fürchte die gesamte Branche befindet sich (Mega Leider!) in einer Abwärtsspirale. Neue Konsolidierungen (siehe Fender/Presonus auch wenn die Übernahme schon etwas zurück liegt) werden kommen…
Würde mir sehr wünschen das es nicht so kommt!
@TimeActor Ich würde eher vermuten, dass die ganzen Firmen aus dem Musikinstrumentengeschäft hauptsächlich von den Amateuren und Hobbyisten leben, weil es von denen viel mehr gibt als Profimusiker, und sie in den meisten Fällen auch über mehr Geld für Instrumente und Zubehör verfügen. Dazu kommt, dass gute Profimusiker auf nahezu jedem Instrument großartig klingen, und sie daher auch nicht ständig neues Gear benötigen. 🙂
@gs06 Deine Vermutung in Ehren – allerdings glaube ich aus meinen o.g. Gründen nicht daran.
Es reicht einfach hinten und vorne nicht!
Nicht nur NI lebte bislang sicher weitestgehend von den Hobbyisten und Amateuren. Das hier sind bereits die Anfänge!
Ich muss von meiner Musik nicht leben, habe aber bereits viel Zeugs hier im Studio und die Frage die ich mir immer wieder bei einem neuen Synth stellen muss lautet: „Brauche ich diesen oder nicht und kann ich das nicht mit meinem vorhandenen Equipment,- Hard wie Soft nicht auch erledigen?“ Komme meist immer auf das gleiche Ergebnis und mein GAS habe ich einigermaßen im Griff. Ich bin sicher nicht der einzige der sich jeweils die gleiche Frage stellt.
Bei allen meinen Projekten kommen nie sämtliche Synths (Hard und Soft) zum Einsatz. Streng genommen brauche ich nichts mehr und im Zuge stark gestiegener Energie,- Lebenshaltungskosten usw. sage ich mir zumeist…“Nice to have aber dann … Nee brauche ich nicht!“
Natürlich wünsche ich mit genau das Gegenteil aber ich muss auch Realistisch sein.
@TimeActor Ich habe auch eher den Eindruck, dass der große Kuchen von den Hobbyisten kommt. Zumindest ist der Markt von Boutique-Kastln, Preset-Packs und Klassiker-Clones explodiert hat es den Anschein.
Ich denke auch, dass da nicht die professionellen Techniker und Musiker die Zielgruppe sind.
Musik-KI´s sollten dem eigentlich nicht das Wasser abgraben.
Wer will schon, dass eine KI für ihn sein Hobby macht. Aber wer weiß.
Dass man irgendwann genug Zeug hat, da hast du schon recht.
@TimeActor –
die musik industrie ist am ar….
wegen mp3 und handy glotzerei
sie koncentriert sich deshalb auf wenige leute
die alle die selben 3 sachen machen
Ich will nicht sagen, dass ich es gut finde, aber vielleicht wacht so manch einer auf und orientiert sich weniger an Software. Wenn so ein Unternehmen stirbt, dann werden die Produkte mittelfristig nicht mehr gepflegt und irgendwann ist es vorbei mit der Herrlichkeit. Bei NI noch blöder, weil Hard- und Software verschmelzen. Die Maschine ist zukünftig vielleicht nur noch ein teurer Controller.
Zu schnell sollte man sich keine Sorgen machen, die Sachen werden noch einige Zeit laufen. Und ansonsten gibt es noch Host-Software, Wrapper, wo das auch laufen „könnte“ (oft instabil).
Da lobt man sich das Stück Hardware, das so lange funktioniert, bis die Kondensatoren durchgebrannt sind. Aber dann gibt es hie und da auch noch einen Techniker, der es fixen kann. Auf zu HW analog! Schöne neue Superwelt 😁
@Marco Korda Das war gerade ein Pro Hardware-Beitrag? Da müsste noch sehr viel Software den Bach runtergehen, bevor ich den Hardwarepfad noch einmal gehen würde. Hab da alles durch und bin heilfroh, das hinter mir zu haben. Nur meine bescheidenen Meinung, Marco
@Tai Hardware (1987) → Software (2007) → Hardware (2018) → Hardware & Software (2023) das ist mein Weg.
Ich habe mein Studio so eingerichtet , dass es formal möglichst keinen Unterschied zwischen Software und Hardware gibt, wenn es die direkte Spielbarleit betrifft.
D.h. feste möglichst einfache Verkabelung von Audio/Midi der Hardware (aktives Midi-Hub, ADAT (Arturia AudioFuse X8 IN)), Sammeln über ein Audiointerface (Arturia AudioFuse 16Rig) und dann in die DAW (Logic Pro), von dort evtl. Rückführung von Midi über das Audiointerface.
Das Einschalten erfolgt zentral mit dem Anschluss des Rechners, der ein vorbereitetes File von Logic startet und alle Steckdosenleisten einschaltet.
@herw Ja. Wie ich an deinem Beispiel sehen kann. Erstens muss es nicht entweder/oder sein. Zweitens, wenn ich eine gute Portion Planung mit reinnehme, kann die Arbeit leichter von der Hand gehen. Natürlich planen auch die Hardware-only Musiker, denn sonst käme ja hinten nichts raus. Aber der Aufwand wächst da eher exponentiell.
@Tai „Natürlich planen auch die Hardware-only Musiker, denn sonst käme ja hinten nichts raus. Aber der Aufwand wächst da eher exponentiell.”
„Expontiell” ist mathmatisch gesehen schon eine deutliche Ansage. Das denke ich eher nicht. Ich gebe zu, dass der Aufwand für die Erstellung eines Songs ausschließlich mit Software wesentlich einfacher ist als mit Hardware: Presetabruf mit PlugIns ist sicherlich zügiger, insbesondere, da ja keine Hardwareverkabelung nötig ist.
Bei der Hardware entwickelt sich dies manchmal über Jahre.
Dagegen reicht bei der Software unter Umständen ein einziges Masterkeyboard.
Andererseits wenn einmal die Verkabelung (für einige Jahre) steht und der Signalweg und der Ablauf geklärt ist, dann ist das Erstellen von neuen Presets mit der Hardware wesentlich angenehmer und, ich behaupte mal, auch wesentlich zügiger. Für mich war das ein Grund (überwiegend) wieder zur Hardware zu wechseln, insbesondere wegen der Verschiedenheit der Keyboards (Komplete Kontrol, Waldorf, Osmose), die man gleichzeitig benutzen kann.
Eine Touchpad lenkt mich deutlich in der Kreativität ab.
Das liegt aber sehr wahrscheinlich auch an meinen musikalischen Vorlieben (Echtzeit-Modulation an mehreren Reglern).
Entsprechende Controller für Software müsste man dann umständlich vorprogrammieren, auch wenn Midi-Learn hilfreich ist..
Die Kombination von beiden Welten halte ich aber für unbedingt notwendig, wenn man „sich voll austoben” möchte.
@herw –
ich habe immer nur ein gerät auf dem tisch stehen
sonst ist es irgendwie beengt.
@Tai Jeder so wie er mag. Bei der Musikproduktion gehe ich den hybriden Weg. Solange es Software gibt, nutze ich sie auch, allein schon aus Bequemlichkeit. Aber analog spielt dennoch eine zentrale Rolle, hier kann ich mich richtig schön austoben. (Menschen spielen nun mal gerne 😇).
Beim Mastering habe ich inzwischen alles an Software abgeschafft. Ich mastere nur noch analog mit zugegeben teurer HW. Die klingt nach meinem Empfinden immer besser als jede Software
@Marco Korda Ich habe mir seinerzeit eines angeschafft und nach und nach ist es riesig geworden. Viel ver- und wieder eingekauft. Spannend, wie sich das so wandelt und wie man es musikalisch einbindet. Ich rate dazu, weil es nicht nur kreativ ist sondern auch lehrreich. Viele Grüße
Hä? Was ist denn bei NI NICHT Offline nutzbar? Ich kann, meines Wissens, alles von NI offline nutzen.
@Tinotik Aber nicht offline aktivieren.
Optimalerweise geht alles auf AKAI über….
Ansonsten sind bei mir Maschine Studio, MkI, und Jam inkl. software hinüber. Aber vielleicht traut sich dann einer „offiziell“ (gegen kleines Geld) an eine Controller Software die die Hardware zu universal MIDI Controllern macht….
An und für sich: geschieht denen eigentlich aber recht: Nie auf die Kunden gehört, die Hardware wurde immer weiter reduziert – dabei hätten sich alle mehr Knobs, Fader und Pads gewünscht. Im Jahre 2025 immer noch keine Touch screens…. Ich vermute mal die aktuelle Generation Controller Keyboards waren der große Ladenhüter, da viel zu teuer….
Tja liebe Leute, unterstützt nur noch Hardware-Firmen die Open source arbeiten (MIDIcake, Synthstrom, electra.one etc.) Da können dann die User Communities weiter machen.
@robertprinz […]„Optimalerweise geht alles auf AKAI über….
Ansonsten sind bei mir Maschine Studio, MkI, und Jam inkl. software hinüber.”[…]
Wieso „hinüber”, du kannst doch sowohl Hardware wie Software nach wie vor benutzen?
Nur den Rechner müsstest du mit dem letzten für NI aktuellem Betriebssystem behalten. Da habe ich beim MacBook keine Probleme, die laufen ewig. Das habe ich gerade vor einem halben Jahr neu gekauft und das Vorgängermodell behalten.
Eine Insolvenz kann auch eine Chance zum Neustart sein. Was genau der Grund für die Insolvenz ist, wissen wir nicht, somit ist das alles reine Spekulation.
Und viele haben vielleicht auch schon nachvollziehbare Gründe genannt die hierfür in Frage kommen. Hardware, Software, Drittanbieter. Vielleicht ist es die Summe von Alldem.
Bei Kontakt z.B ist die GUI zwar funktionell aber sie ist m.E. nicht zu Ende gedacht. Ein schneller Doppelklick auf eine Kachel in der Übersicht ist zum öffen eines Instruments nicht möglich, es muss das kleine Dreieck rechts oben geklickt werden. Sicher nur eine Kleinigkeit, doch wenn viele keinen Flow mit den NI Tools haben, kann das eine der Ursachen sein – Bedienbarkeit.
Inmitten eines Flow sollte es schnell gehen, da ist Übersicht und innovatives Arbeiten „Alles“. Es gibt Software Synthesizer oder PlugIns da ist das auch sehr gut gelöst.
NI gehört zwar nicht zu meinen Top Tools, doch man kann damit ordentlich arbeiten. Zu verbessern gibt es immer etwas.
Sich heute in der sich schnell drehenden Welt „oben“ halten zu können ist nicht so einfach, ich drücke NI jedenfalls die Daumen, damit etwas Neues entstehen kann, mit dem Viele von uns gute Musik machen können.
Die Insolvenz bei NI ist ja nicht aufgrund des Kerngeschäftes von NI ausgelöst, sondern durch die Private Equity, die mit Ihrem exzessiven Expansionsdrang die Verschuldung hochgetrieben hat und das man bei Verhandlungen mit der PE Bain Capital keinen Erfolg hatte. Damit ist die Liquidität unter Druck geraten.
Wenn der Insolvenzverwalter frisches Kapital schafft reinzuholen, entweder durch einen neuen Investor oder durch das Abstoßen einer der viel zu teuer erworbenen Töchter, dann hat NI auch weiterhin eine Chance.
Nach der Verschacherung von beyerdynamic an die Chinesen (nach 101 Jahren !) nun der – zumindest für mich – zweite Megahammer aus der Pro-Audio-Szene (oder hab‘ ich wen vergessen ?) !
Wenn das so weitergeht, na gute Nacht. 😠
Nur gut, daß ich mir noch das Plugin Alliance Mega-Bundle und den relevanten Bestand an essentiellen iZotope-Tools gesichert hatte.
Nun, da NI quasi auf der Resterampe liegt, wäre vielleicht eine Übernahme durch Behringer ein win win für alle Nutzer. Die „Behringer Billigheimer (BB)“ könnten dann die Software weiter (zu Ende) entwickeln und dann fürn Appel & Ei bereitstellen.
@robertprinz Da bringst Du den Uli so er denn nicht schon selbst drauf gekommen ist, auf eine Idee. 😁
300 mitarbeiter betroffen
vielleicht hätten100 mitarbeiter mehr gebracht
die sich auf richtige updates zu koncentrieren
oder spinatrezepte verkaufen
der zug ist abgefahren
ni brauch 10 jahre für standarts die imer noch nicht dabei sind
trotz user wünsche auf die nie gehört wurde
sie liefern platt formen für samlpe librarys für leute die sammeln
deshalb lassen sie software mangelhaft
aber egal musik ist sowieso zur zeit tot
weil alle nur mit handy rumrennen hat musik kein bezug mehr zur strasse
in den 50er 60er 70er 80er 90er hatte musik eine entsprechung zur gesamtkultur
es gab neue tanzrytmen sounds geräte neue musik beats styles
da ist alles seit 10 jahren vorbei weil die leute im handy kanst leben
Bisher bestes Video dazu auf YouTube:
Timo Krämer – Über Musikproduktion
Native Instruments Pleite & Geldmacherei
https://www.youtube.com/watch?v=QJLQSdaRfIQ
Hier sagt jemand mal schonungslos, wie es ist. Die große Frage ist doch: Wie bekommt man eine Firma wie Native Instruments überhaupt in die Insolvenz? Antwort: In dem man »wichtige« Leute bezahlen muss, die absolut keine Ahnung vom Business der Firma haben, aber aufgrund einer Investment-Firma da sitzen und bei deren Gehälter einem schwindelig wird. Tja, und da sind wir jetzt.
alles hat ein ende
die software und controller funktionieren doch noch.
wieso kann man damit keine musik machen ?
ich benutze maschine zum beispiel nur als audiorecorder für extern
für was sonst?
ehrlich gesagt, ich gönns denen
die haben zuviel ignoriert
ich nehme an,das fast alle hier nur hobby produznten sind -mich eingeschlossen-
weil es für sie auserhalb von freunden keinen markt gibt
und die darauf auch keine lust haben die zwänge zu erfüllen
die kreativ tötend sind und das man den spass an der musik verliert.
deshalb denke ich muss man nicht am puls der zeit sein mit geräten
es reicht die eigene musik zu machen .
dafür ist das alte instrumentaruim noch 100 jahre ausreichend ..
es reicht die illusion von publikum für annerkennung
@kritik katze So schaut’s aus! 💪
@Filterpad –
und nicht nur das