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Für wen ist er denn nun: Freunde im elektronischen Bereich der etwas härteren Gangarten wie z.B. Electro, Acid, House und besonders die Trance, Dubstep und Drum N Bass Abteilung wird mit dem Massive wahre Glücksgefühle erleben. Auch für Dark Ambient und bei der musikalischen Untermalung von Filmen, bei denen es potentiell um die Zerstörung der Erde geht, oder um blutige Massaker zur späten Stunde, ist der Massive sicherlich eine ausgezeichnete Wahl. Freunde der Easy Listening und Downtempo Fraktion sind mit VST Instrumenten wie dem „Spectrasonics Omnisphere“ sicherlich besser aufgehoben. Auch die Fans des 80er Synthi Pop und New Wave haben wahrscheinlich mit der Simulation dutzender diverser Vintage-Klassiker bessere Karten. Bei den Soundbeispielen habe ich versucht, eine Ambient Fläche zu kreieren. Ich denke sehr viel sanfter geht’s mit dem Massive fast nicht mehr.

Sound Attributes im Massve

Sound Attributes im Massve

Die unten stehenden Soundbeispiele sind keine fertigen Werk-Presets, sondern alles Eigenkreationen ohne externe Effekte, ohne Kompressoren, Limiter und ohne Equalizer, um einen unverfälschten Klangeindruck zu bekommen. Alle Soundbeispiele wurden per MIDI eingezeichnet, da ich der Überzeugung bin, dass die meisten von euch den Massive genau so verwenden.

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Soundbeispiele:

Dubstep Wobbl-Bass

Moderner durchsetzungsfähiger Dubstep-Wobbler. Die verschiedenen Rotationstakte wurden durch Automation erreicht.

Ambient-Pad

Der Versuch, mit dem Massive eine sanfte Fläche zu formen.

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White Noise

Weißes Rauschen. Per Automation wurde die interne Lautstärke als auch die Klangfarbe des Rauschens verändert.

Trance-Lead

Klassischer durchsetzungsfähiger Trance-Lead mittlerer Frequenz. Es wurde ein internes Delay beigemischt. Ich habe versucht mit demselben Sound verschiedene Lead-Muster/Arpeggios zu kreieren.

Symphony Of Future

Höher frequentierte Akkordfolgen mit internen Delay. Es wurden nur Wavetables aus der Digital-Rubrik verwendet.

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Fazit
Auch nach Jahren ist der Native Instruments Massive für mich einer der besten VST Plug-Ins auf dem Markt. Er funktioniert bis auf ein paar zu Kleinigkeiten nachwievor einwandfrei. Übersichtlich und klar in der Bedienoberfläche und angenehm im Mix. Auch bei der Einbindung in diverse DAWs gibt es bisweilen keine nennenswerten Probleme. Durch die enorme Komplexität des Massive lassen sich alle erdenklichen Sounds formen. Für normalklingende Sounds kann man die "New Sound" Einstellung nutzen und versuchen, selber einen eigenen Sound zu kreieren, denn die meisten Werk-Presets klingen in der Regel irgendwie "verrückt". Hauptsache nicht normal, dass ist die Devise. Dennoch bleibt der Grundklang überwiegend aggressiv und daher würde ich den Massive eher für die härteren und mystischeren Musikstile im empfehlen, als für frohlockend klingende Unterhaltungsmusik. Auch der große Ressourcenhunger des Massive dürfte mittlerweile aufgrund leistungsfähigerer PCs einigermaßen gestillt sein. Auf der Wunschliste wären bei mir nur noch ein Limiter und ein Kompressor gestanden, da diese gerade beim Mastern der sehr präsenten Klänge schnell notwendig sein können. Und auch beim anfetten der Sounds kommt die Pegelanzeige schnell an ihre Grenze. Das inzwischen herausgekrochene Monster hat auch nach Jahren sein böswilliges Gesicht noch lange nicht verloren.

Filterpad
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Schöner Bericht zu einem, meiner Meinung nach, Ausnahmesynth. Vielen Dank dafür. Was man aber bei aller Kritik wie z.B. Bass untenrum nicht vergessen sollte. Der Massive arbeitet mit Single Cycle Waveforms. Galbanum (Andrew Sauter) hat diese produziert bzw. zu Verfügung gestellt. Es sind also keine Samples am Start und trotzdem kommt Massive für ein Plugin erstaunlich wuchtig.

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      Filterpad  AHU

      Zitat: …Single Cycle Waveforms. Galbanum (Andrew Sauter) hat diese produziert bzw. zu Verfügung gestellt. Es sind also keine Samples am Start… Zitat Ende! > Äusserst interessant, man lernt nie aus! Ich gebe dir völlig recht das der Massive für ein Plug-In recht wuchtig klingt. Das liegt natürlich nicht zuletzt an den ausgefallenen Presets. Danke für dein Kompliment.

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        AMAZONA Archiv

        Was ich sehr Schade finde das NI da nichts mehr nachlegt. Man stelle sich mal vor man können da eigene Wavetables laden. Die Architecture Waveforms von Galbanum (ca. 25.000 Wellenformen) würden Massive da bestimmt gut stehen.

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          Filterpad  AHU

          Vor allem stört mich das NI überhaupt keinen richtig guten Synth mehr nachgelegt hat. Sind die Ideen ausgegangen oder ist der Hauptprogrammierer gegangen? Auch der NI „Monark“ mag ja gut klingen, ist aber auch keine neue Innovation auf dem Plug-In Markt in Bezug auf Bedienung und Klang, sondern eher als Kopie dutzender „Moog-Klone“ zu betrachten. Insofern war der Massive schon ein neuer, komplexer Synth mit eigenständiger Bedienung und bis dato noch nicht zuvor gehörtem Klang gewesen. Bis heute ist der Klang nicht zerfallen. Neue Sounds braucht das Land!

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            AMAZONA Archiv

            Sehe ich ganz genauso. Meine erste Massiveversion war von 2006. Jetzt haben wir 2014 und viel neues ist nicht gekommen. Das gilt auch für die beiden anderen FM8 und Absynth. OK, Absynth hat den Mutator bekommen aber sonst? Neue Sounds braucht das Land. Moogemulationen haben wir genug.

  2. Profilbild
    FrankyDeLuxe

    Klar Massiv ist ein Monster was Sound und Preset Vielfalt betrifft. Aber so richtig Spass kommt erst mit dem geeigneten Controller auf.Ich selber nutze Maschine MK2 da kommt Freude auf.

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      Filterpad  AHU

      Ja, dass kann ich mir gut vorstellen. Wie genau hast du die Regler des Massive auf die Bedienelemente des MK2 einstellen können? Beides gehört ja bekanntlich zur gleichen Familie (NI).

  3. Profilbild
    Filterpad  AHU

    Das nervige LFO bei der „New Sound“-Einstellung befindet sich im Hauptfenster, Abteilung: OSC. Hier sehr ihr das Vibrato (gelbe zugewiesene Linien) und könnt es dementsprechend abstellen (z.B. Doppelklick auf die jew. Zahlen).

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