OpenSoundLab eröffnet neuen Ansatz für Sounddesign
Mit OpenSoundLab erschien Anfang Februar ein recht ungewöhnliches Tool für elektronische Musiker und Sounddesigner, denn die Anwendung verlässt bewusst den klassischen Arbeitsplatz aus Bildschirm, Maus und Plugin-Fenstern. Die Software wurde vom Studio Sphericals entwickelt, das sich schon seit Jahren mit räumlichem Klang beschäftigt und nun entstehen modulare Klangsysteme als dreidimensionale Strukturen, die sich frei im eigenen Umfeld platzieren lassen. Klangerzeugung wird damit also nicht nur hörbar, sondern auch körperlich erfahrbar, denn Bewegung, Abstand und räumliche Anordnungen werden Teil der Musik.
OpenSoundLab: Modulare Synthese mit räumlichem Klang
Auf den ersten Blick erinnert OpenSoundLab an ein klassisches modulares System: Über 30 Module decken grundlegende Bereiche wie beispielsweise Synthese, Modulation und Steuerung ab. Der eigentliche Mehrwert zeigt sich aber im räumlichen Umgang mit diesen Modulen, denn Klänge nehmen in der Software eine konkrete Position im Raum ein. Wer sich bewegt, verändert also automatisch die Wahrnehmung des Sounds, wodurch neue Arbeitsweisen entstehen können, die besonders für räumliche Kompositionen und auch Installationen interessant sind.
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Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamer Arbeit, denn OpenSoundLab ermöglicht lokale Sessions mit bis zu zehn Personen, die gleichzeitig an einem Patch arbeiten können. Proben, Unterricht oder kollaborative Performances können also völlig neu gedacht werden.
OpenSoundLab als Werkzeug für Performance und Forschung
Die gesamte Software ist als Open Source Projekt angelegt und lässt sich individuell anpassen. Während der Early Access Phase ist die Anwendung bereits vollständig nutzbar und für 14,99 Euro im Meta-Store zu kaufen. Bis zum geplanten Full Release im Laufe dieses Jahres stehen vor allem Stabilität, Detailverbesserungen und zusätzliche Funktionen im Mittelpunkt. Wer Klang nicht nur als Signal, sondern auch als räumliches Material versteht, findet hiermit also ein Werkzeug, das neue Perspektiven eröffnen kann.
































Virtual Reality goes Sounddesign? Zumindest habe ich das Konzept so verstanden. Eine äußerst kreative Idee. 15€? Ich hätte nicht gedacht das inzwischen solche Programme derart günstig sind! Unter Musikern wird es sich meiner Ansicht nach aber weniger durchsetzen. Gut, dachte man vielleicht bei den ersten Softwaresynthesizern auch! Aber ich denke, Musiker sind keine Kunden für Virtual Reality. Das hat sich ja selbst in der eigentlichen Szene, der Gamerszene (noch) nicht wirklich etabliert. Dennoch sehr innovativ und ich könnte mir vorstellen, dass es besonders mit mehreren Personen echt Spaß macht. Solange man nicht seine Finger wegen virtueller Patchkabel beim Nachbarn ausversehen in das Ohrloch oder gar Nasenloch steckt, ist alles wunderbar! Ein billiger Scherz meinerseits? Nicht unbedingt wenn man sich Videos von Personen in einer Virtual Reality Situation ansieht.
Gerade ist das Video von der Einweihung der (weltweit einzigartigen) Hyperorgel der Musikhochschule Würzburg online und ich bin schlichtweg entsetzt was einem da als neu und innovativ verkauft wird…
Apropos verkaufen – das Ding (eine echte Pfeifenorgel) hat natürlich mehrere Millionen Euro gekostet – und nun lese ich hier 15 €
da wünsche ich den Machern wirklich viel Spaß und jede Menge Erfolg für ihr Projekt – Glückwunsch 😘