Geht dieser Avatar von Ozzy Osbourne zu weit?
Ozzy Osbourne soll als digitale Version zurückkehren, denn die Familie des verstorbenen Sängers von Black Sabbath arbeitet aktuell an einem interaktiven Avatar, der Fans in Zukunft Fragen beantworten soll. Zu sehen sein wird dann sein Gesicht, seine Bewegungen und natürlich auch seine unverwechselbare Stimme. Die Idee klingt auf den ersten Blick nach einer modernen Form der Erinnerung, sorgt aber gleichzeitig für riesige Diskussionen.
Nähe zu den Fans oder nur Illusion?
Die geplante digitale Version von Ozzy Osbourne soll lebensgroß erscheinen und mit Besuchern sprechen können. Möglich wird all das durch eine Kombination aus Bildmaterial, Stimmaufnahmen, Bewegungsdaten und künstlicher Intelligenz. Fans könnten dem Avatar dann Fragen stellen und Antworten bekommen, die wie typische Ozzy-Reaktionen klingen sollen. Genau hier liegt aber der sensible Punkt, denn eine KI kann zwar bekannte Aussagen auswerten, Sprachmuster nachahmen und Gesten imitieren, sie kann aber nicht wissen, was der Musiker in einer jeweiligen Situation wirklich gedacht oder gesagt hätte.
Warum der digitale Ozzy Osbourne kritisch gesehen wird
Nach seinem Abschied von der Bühne und seinem Tod im letzten Jahr ist das Interesse an seinem Vermächtnis groß und laut manchen Stimmen könnte dieses Projekt nun helfen, seine Geschichte für kommende Generationen lebendig zu halten. Andere reagieren deutlich skeptischer, denn wenn ein verstorbener Künstler in Form eines KI-Avatars neue Antworten gibt, neue Sätze spricht und damit vielleicht auch in kommerziellen Zusammenhängen erscheint, wirkt es eher wie eine Vermarktung.
KI in der Musikbranche
Der geplante Avatar von Ozzy Osbourne ist kein Einzelfall, sondern Teil einer größeren Entwicklung. Stimmen, Gesichter und Bühnenfiguren werden immer mehr zu digitalen Dingen, die auch nach dem Tod eines Künstlers weiter genutzt werden. Für Familien, Nachlässe und Labels entstehen dadurch zwar neue Möglichkeiten, aber auch neue Verantwortungen. Ein solcher Avatar kann ein würdiges Denkmal sein, wenn er transparent eingesetzt wird und den Künstler nicht ersetzt, sondern an ihn erinnert. Schwierig wird es allerdings, wenn der Eindruck entsteht, dass Ozzy tatsächlich wieder da sei.

































Ich finde sowas irgendwie gruselig und nicht okay, weil man ja nicht weiß, was der echte Mensch als Antwort geben würde.
Anders wäre es, wenn der Avatar zb nur seine Songs singen würde, das wäre wiederum was anderes.
Wird wohl irgend Jemand versuchen, Einkommen zu generieren…