Wer beim Polyton 2026 abräumte
Der Polyton hat sich in erstaunlich kurzer Zeit als feste Größe im deutschen Musikbetrieb etabliert, denn bei der dritten Verleihung am 25. März in Berlin zeigte sich, dass dieser Preis andere Akzente setzt als viele andere Formate. Nicht Reichweite, Streamingzahlen oder Marktlogik stehen hier im Vordergrund, sondern künstlerische Eigenständigkeit, Relevanz und Anerkennung aus der Szene.
Polyton 2026: Die wichtigsten Gewinner im Überblick
Zu den prägendsten Namen des Abends gehörten SSIO, Nina Chuba und Jonny Mahoro. SSIO wurde im Rap-Bereich ausgezeichnet und bestätigt damit seine Stellung im deutschen Hip-Hop. Nina Chuba zählt zu den auffälligsten Pop-Künstlerinnen ihrer Generation und Jonny Mahoro wurde als Newcomer geehrt, der damit noch stärker ins Blickfeld einer Branche rückt, die immer auf der Suche nach neuen Stimmen ist. Auch darüber hinaus zeigte die Gewinnerliste, wie breit die Auszeichnung musikalisch aufgestellt ist, denn unter den Preisträgern waren viele unterschiedliche Genres vertreten.
Bedeutung des Polyton für die deutsche Musikszene
Der Polyton ist nicht nur eine Preisverleihung, sondern auch ein Ort für Austausch, Diskussion und Reflexion innerhalb der Branche. So standen auch Themen im Fokus, die für Musiker heute sehr relevant sind, wie beispielsweise der Einfluss von KI auf Songwriting und Produktion, psychische Belastungen im Musikalltag oder die Frage, wie offen die Branche für neue Perspektiven und Talente ist. Auch die Atmosphäre der Veranstaltung in den Berliner Atelier Gardens passte dazu, denn die Verleihung wirkte weniger wie eine klassische Gala, sondern vielmehr wie ein Treffpunkt für die Szene.
Die Gewinner zeigen, wie vielseitig Pop klingt
Die diesjährige Ausgabe hat ganz besonders gezeigt, wie offen sich die deutsche Popmusik inzwischen präsentiert, denn Künstlerinnen wie Nina Chuba oder Domiziana bewegen sich mittlerweile selbstverständlich zwischen Genres und digitalen Einflüssen. Gleichzeitig werden mit Acts wie SSIO, Kadavar oder Turbostaat Künstler ausgezeichnet, die seit Jahren ihren eigenen Weg gehen und sich unabhängig von kurzfristigen Trends behaupten konnten.


































Merkwürdig, so hörte ich noch nie etwas von dieser Veranstaltung. Weiter merkwürdig: Obwohl nicht meine Generation, kenne ich Nina Chuba und ebenso Domiziana. Aber wer um alles in der Welt sind SSIO, Kadavar oder Turbostaat? Anscheinend langjährige Musiker von denen ich noch nie gehört habe. Dafür sagen mir die (vermutlich) kurzfristigen Girls was. Ich sage ja – Alles sehr merkwürdig! Aber nach dem Ende sämtlicher deutscher Musikpreisverleihungen wie dem Comet, Echo oder Bravo Otto ist dies ein Lichtblick! Schöner wäre es live im TV um 20.15 Uhr. Ansonsten kann, zumindest ich, darauf verzichten.