Rick Beato kämpft gegen Universal Music um seinen YouTube-Kanal
Rick Beato gehört sicher zu den bekanntesten Musik-YouTubern weltweit. Mehr als fünf Millionen Menschen folgen seinem Kanal, auf dem er Musiktheorie erklärt, berühmte Songs auseinander nimmt und mit bekannten Künstlern spricht. Jetzt ist sein Lebenswerk in Gefahr. Die Universal Music Group hat hunderte Urheberrechtsbeschwerden gegen seine Inhalte eingereicht. Sollte YouTube die Ansprüche durchsetzen, könnte der gesamte Kanal mit über 2.000 Videos gelöscht werden.
Rick Beato im Konflikt mit Universal Music
Der Auslöser sind kurze Musikbeispiele, die er in seinen Videos nutzt, um Harmonien, Songstrukturen oder Produktionsideen zu veranschaulichen. Oft dauern diese Einblendungen auch nur wenige Sekunden und bringen kaum Einnahmen. Trotzdem werden sie von YouTubes System erfasst. Beato sagt, er habe in den vergangenen Jahren rund 4.000 solcher Beschwerden erhalten. Seiner Ansicht nach handelt es sich dabei ausschließlich um Fälle rechtmäßiger Nutzung für Bildungszwecke.
Urheberrechtsverletzungen von Rick Beato?
Die Auseinandersetzung macht deutlich, wie schmal der Grat zwischen Urheberrecht und kreativer Vermittlung sein kann. Beato hat inzwischen einen Anwalt engagiert, der sich ausschließlich mit diesen Fällen beschäftigt. Unterstützung bekommt er auch aus der Musikszene: Beispielsweise Justin Hawkins, Sänger von The Darkness, lobte Beatos Einsatz für die Musiker-Community. In Foren werfen Musiker der Universal Music Group vor, mit überzogenen Forderungen nicht nur einem einzelnen Creator zu schaden, sondern damit vor allem auch der musikalischen Bildung.
Signalwirkung für Kreative weltweit
Das aktuelle Verfahren hat eine große Bedeutung: Auf YouTube reichen bereits drei Verwarnungen, um einen Kanal dauerhaft zu löschen. Für Content-Creator, die mit Musik arbeiten, ist das ein dauerhaftes Risiko. Bildungsangebote, die auf kurze Musikzitate angewiesen sind, geraten dadurch besonders unter Druck. Der aktuelle Fall von Rick Beato zeigt deutlich, wie dringend eine Debatte über die Regeln für Fair Use und den Einsatz von automatischen Erkennungssystemen ist.

































Das ist im Moment auf (Musik-)YouTube das große Thema … und auch ein echter Skandal. Ein YouTuber, der großartige Musik als Beispiel dafür her nimmt, um sie zu analysieren, warum sie so großartig ist … dem wird ein Copyright-Strike nach dem anderen auferlegt. Eigentlich müsste UM Herrn Beato regelmäßig einen roten Teppich ausrollen. Aber wie das bei Krämerseelen eben so ist.
Ich vermute dahinter noch nicht einmal eine böse Absicht, sondern eine Art Automatismus bei YouTube und/oder Universal Music. Bei letzteren auch eher bei deren Anwälten, um eine Art Daseinsberechtigung zu rechtfertigen. Und die Manager bei UM sind so abgehoben, dass sie sich einen sch…dr..k darum kümmern. Oder die Firma ist einfach viel zu groß, so dass die rechte nicht mehr weiß, was die Linke tut (wie bei Microsoft, die bekommen auch nix mehr auf die Reihe). Irgendwie so etwas in der Art wird es vermutlich sein.
Ich schaue seine Interviews sehr gerne!
Und das ein oder andere Mal hab ich danach ne Platte gekauft weil dachte, das muss ich mir reinziehen oder habe bestimmte Alben einfach nicht gekannt und dann gekauft.
Sprich, er hat mehr oder weniger bewusst Umsatz generiert!
Und die Ar…geigen verklagen ihn….
Wirste bekloppt!
Die Musikindustrie ist mittlerweile sowas von im Arsch !
🤦♂️
Wenn meine Musik von einem YouTuber wie RB genutzt wird erscheint mir das eher als ein Lob. Er erreicht mit seinem Kanal 5M Menschen und zeigt diesen weshalb ein Song gut ist, was kann es denn besseres geben?
Ich müsste aber schon etwas überlegen, mit welcher Kampagne wohl vergleichbar viele erreicht werden. Klar, große Acts haben auch eine große Reichweite. Ohne seine 2.000 Videos gesehen zu haben vermute ich, dass es sich nicht nur um Top Acts handelt, sondern vielleicht auch welche im z.B. Mittelfeld. Ist doch eine super Werbung für die Artists oder?
Auch die Majors profitieren ja davon, wenn der Follower sich den Song anschliessend auf einem DSP anhört oder runterlädt.
Schon ziemlich schräg, dass UM gegen den YouTuber vorgeht.
Hallo zusammen,
ich bin ein großer Beato-Fan und bin für ihn sogar vor zwei Jahren extra nach Berlin gefahren, um seinen Live-Auftritt in der Passionskirche anzusehen.
Das Thema mit seinen angeblichen Copyright-Verletzungen ist ja nicht neu. Es gibt in der Szene extrem klagewütige Musiker oder dahinterliegende Organisationen. Beispiele sind die Eagles, von denen es – glaube ich – kein „what makes this song great“ Video gibt. Gleiches gilt für Jimi Hendrix – mein Idol! -, bei der die Hendrix Foundation seiner Stiefschwester eine sehr unglückliche und knallharte Rolle spielt.
Das Lustige dabei ist, dass durch diese restriktive Politik die Bedeutung dieser Bands in der öffentlichen Wahrnehmung massiv abnimmt. Wenn ich was bei YouTube nicht so recht finde (und es mir damit auch nicht vorgeschlagen wird), dann kann das ja nicht so wichtig sein…
Das Dilemma zwischen Copyright und Fair Use wird hier extrem kleinlich zugunsten des Rechteinhabers ausgelegt; YouTube sieht sich lediglich als verbreitende Plattform an und geht hier juristisch keinerlei Risiko ein. Leider sind sie praktisch Monopolist, d.h. man ist ihnen als Anbieter komplett ausgeliefert. Wo soll denn Beato dann publizieren, wenn er bei YouTube gesperrt werden sollte?
Sehr spannend wird das dann werden, wenn dann auch noch KI-generierte Musik auf etwaige Copyright-Verletzungen untersucht werden wird. Es geht damit schon los!
Und weil eben irgendwelche Bots nach Ähnlichkeiten suchen, wird das Ganze von den Rechtsabteilungen vollautomatisch verfolgt: da schaut keiner mehr drauf.
Aus meiner Sicht steuert das auf die nächste Napster-Katastrophe zu…
Viele Grüße
Fredi
@Fredi „Wo soll er denn publizieren…“
bei Nebula, das ja genau deshalb gegründet wurde und wo sich Micthesnare und Adam Neely z.B. tummeln. Da ging es genau darum, dass z.B. Katy Perry das Video von Adam, in dem er sie bzgl. des black horse Prozesses verteidigt geflagt hatte und bei Nebula sind weniger Videoschaffende, dafür wird eben fair use anständig überprüft und ggf. auch mit den Rechteinhabern prozessiert. Dafür zahle ich mein Abo gern.
@susuexp Hallo susuexp,
Du schreibst:
> [Rick Beato könnte ja bei Nebula publizieren]
Das klingt für mich wie ein Nischenanbieter für das Genre, was Rick Beato bedient. Die haben in vier Jahren gerade mal 700.000 Abonnenten eingeworben; es ist halt im Wesentlichen ein weiterer Streamingdienst
Rick Beato hat dagegen bei YouTube aktuell 5,2 Millionen Abonnenten. Das ist nicht ganz vergleichbar, aber eben um eine Größenordnung darüber. Und das auch noch ohne zu einzurechnen, dass sicher nicht alle bei Nebula die Videos von Rick ansehen werden 😉
Gruß
Fredi
Ich erlebe es folgender Maßen:
Es wird immer schwerer für gute Menschen mit ausgereiften Professionen andere im „Wachsen“ zu unterstützen…
Wer es trotzdem macht wird geradezu „totgetrampelt“.
Vielleicht verstehe ich es nicht richtig, ist das der Versuch etwas Neues entstehen zu lassen, weil bei Null angefangen werden soll?!
Oder geht es „nur“ um Kohle?!
Um Anstand, Aufrichtigkeit und Kooperation scheint es ja nicht zu gehen.
@CDRowell Wohl gesprochen. 👏
@CDRowell Jaaaaa, da hast Du leider nicht unrecht…
Das Problem ist nicht unbedingt der Inhalt der Videos, sondern das parallel Produkte wie das „Beato-Book“ beworben werden:
Bietet ein YTber in seinen Videos oder in der Beschreibung eBooks etc. an, dann ist das Video nach US-Recht (aber auch in der EU) Werbung.
Bei Werbung gilt nicht Fair Use – Punkt
Das ist das Argument von UMG und die Regeln von YouTube verlangen eine entsprechende Kennzeichnung des Videos…
Wie können Inhalte unter Fair Use verwendet werden? Tatsächlich ein reines Lehrvideo machen und kein Product Placement durchführen!
PS: ich finde es auch fragwürdig, so sind aber die Spielregeln…
@Derived Kannst du mal eine Quelle dafür nennen? Weder Google noch die Seite dmlp.org verweisen für Fair Use darauf, dass kommerzielle Angebote (sprich werbefinanzierte Angebote) nicht unter Fair Use fallen. dmlp.org widerspricht dem sogar ausdrücklich. Rick Beato erfüllt alle Fair Use-Kriterien. Dennoch sind diese so offen gehalten, dass bei einem Einspruch ein Gericht entscheiden muss und das ist oft willkürlich.
@Markus Galla Hallo,
Eine hilfreiche Zusammenfassung findet man unter https://aaronhall.com/understanding-fair-use-in-marketing-advertising-campaigns/
Dieser Artikel auf Deutsch bringt es auf den Punkt: geht es tatsächlich um die Bildung Dritter oder um die Vermarktung eines Produkts?
Link: https://omr.com/de/reviews/contenthub/fair-use
Aus meiner Sicht wird RB mit dem Argument des Zwecks der Vermarktung seiner Produkte angezählt…
Soll übrigens nicht heißen, dass ich das auch so sehe 😎
(Es geht also nicht um eine Werbefinanzierung, sondern um Produktplatzierungen wie eBooks, Online-Kurse und Kaffeebechet)
@Markus Galla moin, es geht hier um Verwertung nicht die Urheberschaft und da muss man bei einem werbefinanziertem Angebot ein wenig differenzieren. Bei 5.2Mio Abonnements und 2000 Videos ist das nicht eben Kleingeld über das wir da reden. Und wenn er die Videos mit UMG Musik unterlegen möchte, kann er das gerne tun. Nur bitte möchte er dann für diese Verwertung vergüten. Machen andere auch. Wenn er darauf keinen Bock hat, ist das auch okay. Aber mimimi böse UMG will meinen Kanal zu machen stimmt eben nicht. Denn UMG hat in erster Linie die Aufnahmen der vertraglichen Künstler gewinnbringend zu monetarisieren. Das ist deren Geschäft. Dafür gibts Systeme, wie Yotube ID und und und.
@TobyB Darum geht’s mir nicht. Es geht um Fair Use allgemein. Es gibt in den Grundsätzen zu Fair Use, nach denen die Gerichte urteilen, kein Werbe- oder Monetarisierungsverbot. Darauf wird von mehreren Quellen ausdrücklich hingewiesen. Ob das moralisch in Ordnung ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Mich interessiert hier ausschließlich die Quelle, auf die Derived sich beruft, denn ich finde nur gegenteilige Aussagen.
@Markus Galla , in den AGB und in dem Kleingedrucktem YouTube Shorts monetization policies sind die Regeln beschrieben. https://shorturl.at/BjlHA und https://shorturl.at/JC70W
@TobyB Vielen Dank, aber das beantwortet die Frage nicht, denn es ist nicht von „Fair Use“ die Rede. Hier steht nur das, was ich auch sage: Niemand hat etwas von der Sperre, denn in dem Moment entgehen dem Urheber Einnahmen, da bei monetarisierten Kanälen, die teilweise auf fremde Inhalte zurückgreifen, die Einnahmen aufgeteilt werden.
Rick Beato geht es auch nicht um diese Aufteilung, sondern um die widerrechtliche Sperrung der Inhalte und ggf. des gesamten Kanals. Hier beruft er sich auf Fair Use und das m. E. zurecht, denn die Fair-Use-Richtlinie bezieht sich auf monetarisierte wie nicht monetarisierte Formate gleichermaßen.
Gönnt euch lieber sein neues 2h Gilmour Interview. Hat man mehr von.
Man verfolge die Spur des Geldes. Wer hat etwas von diesem Streit? Wer hat wirklich was davon? YouTube? Wohl kaum. Wenn kein oder wenig Geld fließt, dann wird er halt gesperrt, die Videos werden gelöscht und YouTube verliert wunderbaren Content und die User sind enttäuscht. Beato hat nichts davon, denn er kann seinen Content nicht verbreiten. Beide Parteien haben im Endeffekt nichts davon. Auch YouTube wird dafür keine oder wenig Kohle sehen. Sondern Creator und Content löschen. Wer hat am Ende mehr Geld in der Hand, weil er dicke Rechnungen schreiben kann? Richtig, die Anwälte.
Mit Beatos Content wird NIEMANDEM geschadet. Es wird nicht ein Song weniger gestreamt oder gekauft, weil Beato darüber erzählt, wie großartig die Songs sind. Nicht EINER!!!! Das ist jedem Menschen, der einen IQ von mehr als ner Scheibe Toastbrot hat, völlig klar. Hier geht es nur darum Juristen glücklich zu machen. Wohl gemerkt, es geht hier nicht um „Recht“. Schon gar nicht um Moral oder gesunden Menschenverstand. Es geht nur und ausschließlich um Juristerei. Ich finde es zum 🤢. Ich wünsche Beato viel Kraft und Erfolg.
Ich habe hier vor ein paar Wochen eine Leserstory veröffentlicht. Darüber, wie ich mit einfachen Mitteln Videos eines Auftritts erstellen kann. Genau so was wird da stark gefährdet bis unmöglich gemacht. Immer mehr Gruppen spielen Cover bekannter Songs, weil in vielen Genres ihre eigene Musik nicht goutiert wird. Und die bekommen Sperren.
Es reicht nicht, dass die Gruppen ihren Obulus an die GEMA abführen. Nein, es ist zusätzlich eine Genehmigung der Rechteinhaber zum Erstellen und Aufführen eines Films notwendig. Ich habe bei dem Versuch einen Film einer Coverversion hochzuladen eine Ablehnung bei Google bekommen. Ich mache sowas seit einem Dutzend Jahren, kam bis jetzt nie vor.
@Tai Cover-Versionen benötigen keine Zustimmung des Rechteinhabers – sofern es eine Cover-Version ist. Du darfst weder das Arrangement groß verändern noch den Stil. Spielst du also einen Pop-Song in einer Punk-Version, ist das kein Cover mehr, sondern einen genehmigungspflichtige Bearbeitung. Manche Bands dehnen den Begriff des „Coverns“ sehr weit.
@Markus Galla Danke für die Info. Wo kann ich mich da weiter informieren?
Jetzt muss ich nur noch Google beibringen, dass das nicht das Original ist. Dürfte der schwierigste Job sein.
@Tai Infos findest du z. B. bei der GEMA und in Fachliteratur. Bei Google/YouTube musst du nur der Sperre widersprechen. Wichtig: Das ContentID-System funktioniert eher schlecht. Es lohnt sich, hier mal die tatsächlichen Urheber/Rechteinhaber zu recherchieren. Ich hatte schon Strikes, bei denen Urheber/Rechteinhaber falsch waren und die tatsächlichen Rechteinhaber der Veröffentlichung gar nicht widersprochen haben. Da haben dann irgendwelche „schlauen“ Leute aus Brasilien etc. versucht, Gelder abzugreifen, die ihnen nicht zustehen.
Auch kommt es immer wieder vor, dass gemeinfreies Liedgut als urheberrechtlich geschützt erkannt wird. Auch da hilft der Widerspruch. Ich habe mal ein seit 200 Jahren gemeinfreies Weihnachtslied bei YouTube hochgeladen, das innerhalb von Minuten gesperrt wurde. Das wollte auch irgendein Panflöten-Typ aus Südamerika für sich reklamieren, der es selbst nur nachgespielt hat. Wahre Geschichte.
@Markus Galla Danke dir
@Markus Galla …wobei ich zum Thema YouTube & GEMA auch schon mehrfach beiträge gelesen habe, die bestätigen, dass YouTube in Deutschland verträge mti der GEMA unterhält, die jedliche Nutzung von geschütztem Material abdecken soll. Heißt: ContentCreator könnten eigentlich Reaction Videos machen oder auch mal 2 Minuten BobMarley laufen lassen – das würden die Abkommen komplett abdecken.
Problem: Fragt ein Content Creator konkret nach, werden die Zuständigkeiten jeweils dem Anderen Zugeschrieben. Und so kann man die Rechtsunsicherheit beibehalten, weil die Vertragspartner nicht zum Nutzen der User ihrer verpflichtung nachkommen (möchten!?).
Es könnte also einfach sein – wird es aber nie.
schade.
Das mit Rick ist ja nochmal ne Frechheitsstufe on Top. Denn mit Massenabmahnungen stellt sich hier die Plattenfirma auf eine Stufe mit zwielichtigen Abzock-Advokaten. Denn die Intension kann ja nur sein, darauf zu hoffen, dass Mr Beato nur 3.999 Abmahnungen abwehren kann und die eine ihn dann aus dem System YouTube rausbuchsiert.
Und Ricks Frage ist berechtigt:“Warum, Was ist der Sinn?“
@Tai Ich habe mal mit Melody (Chat-Bot) von der GEMA gechattet. Da kam leider was Anderes. Muss ja nicht richtig sein, aber was weiss ich schon:
Ja, in diesem Fall müssen Sie zusätzliche Genehmigungen einholen. Hier sind die relevanten Punkte:
Aufführung von Coverversionen:
1.Für die öffentliche Aufführung von Coverversionen fallen GEMA-Gebühren an. Diese decken die Nutzung der Musikwerke ab, unabhängig davon, von welchem Künstler die Werke interpretiert werden.
Filmen der Aufführung:
2. Wenn Sie Ihre Aufführung filmen, benötigen Sie zusätzlich das sogenannte Filmherstellungsrecht. Dieses Recht erlaubt es Ihnen, Musikwerke in audiovisuellen Produktionen zu nutzen. Es muss separat geklärt werden, da es nicht automatisch durch die GEMA-Lizenz für die Aufführung abgedeckt ist.
Genehmigungen für Coverversionen:
Eine Coverversion ist eine neue Einspielung eines Musikstücks, ohne dass der Text oder die Komposition verändert wird. In der Regel erfolgt die Lizenzierung über die GEMA.
Wenn jedoch Änderungen am Werk vorgenommen werden (z. B. am Text, der Melodie oder der Instrumentierung), handelt es sich um eine Bearbeitung. In diesem Fall benötigen Sie eine Bearbeitungsgenehmigung direkt vom Rechteinhaber (Urheber oder Verlag).
Zusätzliche Rechte:
Neben den GEMA-Gebühren und dem Filmherstellungsrecht könnten weitere Rechte erforderlich sein, z. B. Leistungsschutzrechte, wenn Originalaufnahmen verwendet werden.
ich verstehe den aufstand nicht. rick beato macht bestimmt gute videos, aus denen man etwas lernen kann. aber er macht das nicht aus selbstlosen motiven, sondern er erhält auf seinem kanal über youtube-anzeigen im monat etwa US$15-20.000. denn wie die meisten creators hat er seinen kanal monetarisiert, zusätzlich erhält er geld durch product placements, merchandise und sponsoships. das ist ein erfolgreiches kommerzielles projekt, er hat damit bereits millionen verdient (mal googlen!).
profit ist in keiner weise ehrenrührig, und ich persönlich gönne ihm das geld von herzen – aber fair use trifft hier leider ganz und gar nicht zu. beato lebt nicht zuletzt von der musik anderer, die er verwendet, um für sich selbst ein sehr gutes einkommen zu generieren. da wäre es nur fair, dass er den urhebern ihren teil zukommen ließe. genau dafür ist das urheberrecht da, dafür gibt es lizenzen. offensichtlich tut beato das nicht, hat keine lizenzen für die verwendung – und verstößt somit gegen geltendes urheberrecht. das ist nicht fair.
ganz ehrlich, ich würde auch nicht dulden, dass werke von mir (ich bin filmemacher) von anderen in kommerziellen projekten ohne vergütung meinerseits verwendet werden.
@mdesign , ich auch nicht ;-) Ich reagiere auf das Robin the Hood Getue von Rick Beato arg empfindlich. Und versteh das Mimimi nicht. Und auf Fair Use berufen zieht hier als Argument nicht.
@TobyB Sehe ich komplett anders: Ein wichtiger Grundsatz von Fair Use ist, dass die Nutzung von Ausschnitten der Information dient, ggf. lehrreich sein soll und der Verbreitung des Ursprungswerks durch die Urheber/Rechteinhaber nicht im Wege stehen darf. Gerade beim letzten Punkt würde ich mal behaupten, dass die Videos von Rick Beato eher Werbung für die von ihm angespielten Songs darstellen und sie so sogar einer jüngeren Zielgruppe zugänglich machen, die die Rechteinhaber ohne solche erfolgreichen Kanäle niemals erreichen würden oder nur unter massivem finanziellen Aufwand.
Das ist eher ein Fall von „Eine Hand wäscht die andere“. Ich glaube auch nicht, dass sich das Verhalten der Labels gegen Leute wie Rick Beato richtet, sondern gegen YouTube/Google, um hier ein Mitspracherecht zu erzwingen. Ich erinnere mich an die Pandemie, als viele bekannte Künstler online gegangen sind und in regelmäßigen Abständen ihre Songs auf YouTube, TikTok oder Facebook gespielt haben – manche mit Akustikgitarre, manche haben Tutorials gemacht und so weiter. Selbst diese wurden oft gesperrt, weil die eigenen Labels der Verwendung des Materials widersprochen haben. Dabei wäre durch die Verwendung Geld für Label und Künstler generiert worden! Ich glaube nicht, dass Rick Beato ein Problem damit hätte, wenn von seinen Einnahmen ein kleiner Teil ans Label ginge. Es geht um das sinnlose Sperren von Inhalten. So verdient der Urheber auch nichts.
@Markus Galla , ich verstehe deinen Punkt :) Auch das das System Content ID fehlerbehaftet ist. Aber für mich ist es eben kein Fair Use, wenn Beato fremde Musik verwertet und damit Geld erwirtschaftet. Nur weil es Youtube ist, ist dort kein Wild West. Wenn er die Musik einsetzen möchte, soll er diese bitte lizenzieren, UMG bietet dazu auch einen Online Service. https://www.universalproductionmusic.com/de-de/licensing
@Markus Galla fair use dient zwar nicht ausschließlich, aber vor allem der nichtkommerziellen nutzung von werken, zB in der lehre. das ist fair, weil da kein geld auf dem tisch liegt. wenn da aber welches liegt (wie in diesem fall), dann ist es fair, wenn der urheber etwas davon bekommt.
ich habe von mir gemachte filme auf youtube mit urheberrechtlich geschützter musik. ich habe dafür lizenzen bei den verlagen erworben. problem gelöst. das könnte beato auch tun, will er aber offensichtlich nicht.
ähnlich liegt es bei deinem corona-beispiel. da haben künstler rechte an ihr label verkauft (also geld dafür erhalten) und dann so agiert, als hätten sie diese rechte noch. haben sie aber nicht. auch hier hilft, vorher mit dem rechteinhaber, nämlich dem label, zu sprechen. und nicht einfach zu machen.
urheberrecht ist die basis fürs geldverdienen in den kreativbranchen. wenn kreative werke per selbstbedienung erhältlich würden, wäre das fatal. es ist doch schon schlimm genug für viele künstler.
@mdesign Hier liegt, denke ich, ein Missverständnis vor: Der Urheber verkauft nicht sein Urheberrecht an ein Label oder eine Verwertungsgesellschaft, sondern das Verwertungsrecht/Nutzungsrecht. Das Label und die Verwertungsgesellschaften haben den Auftrag, das urheberrechtlich geschützte Werk des Künstlers für den Künstler bestmöglich zu vermarkten. Dafür bekommen die Verwertungsgesellschaften und die Labels einen nicht unwesentlichen Teil der Einnahmen ab. In der Regel haben die Künstler bei bestimmten Verwertungen noch ein Mitspracherecht, z. B. im Falle einer szenischen Aufführung oder einer Verwendung in Filmen, in der Werbung usw.
Wenn ein Label oder eine Verwertungsgesellschaft die Verwendung von Musik untersagt, entgehen dem Künstler Einnahmen, die er sonst haben könnte (und auch dem Label). Einem Künstler dann letztendlich durch ein fehlgeleitetes System die eigene Verwendung auf Social Media oder YouTube zu untersagen, ist schon dreist.
Bei Rick Beato kann man darüber diskutieren, ob Fair Use nun „fair“ ist oder nicht. Das Gesetz sieht zunächst einmal keine Unterscheidung nach Kommerzialisierung oder nicht vor. Er verwendet zudem immer nur Sekundenbruchteile und alles hat einen informativen oder lehrreichen Charakter. Warum das jetzt „unfairer“ ist als die vielen Coverversionen auf ebenfalls monetarisierten Kanälen? Ansichtssache. Er beruft sich auf geltendes Recht. Verwerflich? Vielleicht. Dann ist das Recht Mist…
YouTube ohne die Beiträge von Rick kann man eigentlich abschalten. Es gibt nichts interessanteres und besseres als seine Videos.
Ich weis gar nicht wie oft ich den Beitrag über den Song „Long Time“ von der Band Boston schon angeschaut habe. Nirgends hat man die Möglichkeit die legendären Solos ausgekoppelt zu hören und auch die Stimmen in diesem Song sind sowas von genial. Ohne Rick wäre das alles nicht möglich.
Ich verstehe das Bohei um Beato nicht, anscheinend bin ich auch der Einzige weit und breit, der ihn nicht leiden kann.
Selbstverliebt, Typ „Amtliche Rockmusik“ und „früher war alles besser“. Insbesondere letzteres scheint sich extrem gut zu verkaufen.
Sich gleichzeitig über das Songwriting von z.B. Sabrina Carpenter zu mockieren und dabei immer wieder Video-Ausschnitte mit reichlich Hintern zu präsentieren, zeugt von einiger Frechheit, das Ganze aber auch noch als „Pop Music Exposed“ zu betiteln ist schlicht Verarsche und Click Bait, als ob da auch nur eine einzige neue Einsicht vermittelt werden würde. Stattdessen die üblichen Beato-Gemeinplätze bzgl. Musik-Business.
Bei Gilmour dann natürlich voll der Schleimer. „Fan Service“, der Mann weiß, wie sein Publikum zu bespielen ist. Dabei wäre das Interview vielleicht interessant gewesen, wenn es auf 15 Minuten zusammengekürzt worden wäre.
@CKMUC Du bist nicht der Einzige. Ich kann Beato auch nicht leiden.
Was für ein Irrsinn. Beato ist der Botschafter der Musiker schlecht hin! Sein Kanal ist einer der interessantesten überhaupt für Fans und Musiker. Wenn Universal so jemand angreift, schießt es sich ins eigene Knie. Widersinn deluxe.