16. Juni 2014

Roland JV-1080 User seit 14 Jahren!

Ich habe seit mittlerweile 14 Jahren den Roland JV-1080 hier stehen den ich damals als Restposten noch neu erworben habe und ich verwende das Gerät eigentlich bis heute ganz gern.
Die akustischen Klänge können zwar vielleicht nicht mit GB-großen aktuellen Sampling-Libraries mithalten, klingen aber immer noch gut genug um in aktuellen Produktionen verwendet werden zu können.

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Einige Presets klingen auch für heutige Ohren wohl ziemlich bombastisch und beeindruckend.
Das Preset \“Cathedral\“ z.B. sollte wohl wirklich nur in Kathedralen verwendet werden, da zu kleine Kirchen einzustürzen drohen ob der Klanggewalt…;)
Die eigentliche Stärke stellen aber die nicht-so-natürlichen bis hin zu total künstlichen Klänge dar und da hat man aufgrund der Synthese und der großen Auswahl an Wellenformen wirklich enorm viel Potential, das wohl in Jahren noch nicht ganz ausgeschöpft sein dürfte.

In dem Artikel sind mir aber auch ein paar Ungereimtheiten aufgefallen:
Die Keyboardvarianten des JV-1080 sind nicht etwa JV-80 oder JV-1000.
Diese beiden Geräte sind 1-2 Jahre älter, bieten weniger Stimmen, weniger Wellenformen und auch keinen EFX-Prozessor und sind demnach auch nicht klangkompatibel mit JV-1080/2080 (für die\’s ja jede Menge Sounds gibt). Die Keyboardvariante des JV-1080 wäre der XP-50.

Auch stimmt es nicht, dass der JV-2080 neue Effekte bietet, es ist vielmehr so, dass der JV-2080 im Gegensatz zum JV-1080 drei EFX-Prozessoren hat (der 1080 nur einen).
Die Effekte an sich sind also dieselben, aber in einer Performance können beim 2080 bis zu drei verschiedene EFX verwendet werden (beim 1080 eben nur einer).

Fazit
Auch heute ist der Roland JV-1080 wohl noch empfehlenswert, insbesondere bei den niedrigen Gebrauchtpreisen.
Allerdings sollte man sich durch die größtenteils etwas langweiligen Presets nicht abschrecken lassen, einige gute (und beeindruckende) sind zwar dabei aber selbst gemacht ist ja bekanntlich immer besser!
;)
Forum
  1. Profilbild
    Tyrell  RED 3

    Du musst nur richtig lesen. Im Text steht, dass der JV-80 die Keyboardversion des JV-880 ist. Und zu den Effekten: Laut damaligen ROLAND-Pressemitteilungen handelte es sich beim JV-2080 um bessere Effekte als im JV-1080. Leider fehlt uns hierzu die Möglichkeit das nachzuprüfen, aber vielleicht können hier auch andere Leser zur Aufklärung beitragen.

    • Profilbild
      Despistado  

      Auf Seite 3 steht:
      „Der 1080 konnte anscheinend alles. Von der Emulation akustischer Instrumente bis zu fetten analogen Synthsounds. Die vielen Druckknöpfe und das größere Display vereinfachen die Bedienung erheblich. Die Effekte sind komplett, Filter, Motion Control und vollständige MIDI-Implementation lassen zunächst nichts vermissen. Seine Keyboardversion heißt JV-80, ist jedoch auch mit dem JV-1000 vergleichbar.“

      Das bezieht sich für mich ganz klar auf den JV-1080 und das ist so eben nicht richtig.

      Und was die Effekte betrifft werden das andere User sicher bestätigen können (sofern sie das denn lesen) Vom JV-1080 an waren es immer dieselben. Erst mit der XV-Serie (von da an hießen sie MFX, nicht mehr EFX) gab’s neue Effekte.

      Meine Einwände wollte ich im übrigen nicht als böse Beschwerde wissen wollen, aber der Korrektheit halber wollte ich das eben nicht unerwähnt lassen.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich habe auch den 1080 und er kann so manches vst I in die Luft sprengen. Hardware bleibt einfach hardware und ist deutlich inspirativer als die meisten software Dinger. Kommt eben drauf an was man draus macht. Der einzelne Klang ist ja oft nicht ausschlaggebend, sondern der Verbund und am Ende der Gesamte Klang Song.

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