Selbstmotivation finden – wenn es mit dem Üben mal nicht so klappt

22. Januar 2019

Wie findet man Motivation, die verloren gegangen ist?

Credit: Shutterstock

Jeder weiß, dass nicht jede Aufgabe, die man im Leben bekommt, Spaß macht. Da ist es dann auch irgendwie logisch, wenn irgendwann die Motivation flöten geht. Aber wieso geht die Motivation auch bei Dingen flöten, die einem doch eigentlich Spaß machen sollten? Wie zum Beispiel beim Üben eines neuen Instruments. Jeder, der schon einmal ein Instrument gespielt hat, (wahrscheinlich die allermeisten unserer Leser) wird wissen, dass das Üben ziemlich nervtötend sein kann, vor allem, wenn es einfach nicht so recht klappen will.

Und da wir alle ja doch irgendwie im selben Boot sitzen, haben wir uns im Internet einmal schlau gemacht, was man denn tun kann, um sich selbst zu motivieren oder am besten die Motivation gar nicht zu verlieren. (Übrigens kann man diese Tipps natürlich auch auf andere Lebenssituationen anwenden, nicht nur fürs Üben eines Instruments.)

 

Tipp 1: Finde (die richtigen) Ziele

Wer einfach ins Blaue reinspielt, dem wird bald die Motivation flöten gehen, denn für was genau spielt er denn da eigentlich. Ein wirklicher Fortschritt ist ja auch nicht zu sehen. Deswegen ist es schlau, sich vor dem Spielen einen Plan zu machen, was denn genau die Ziele sein sollen. Ob das ein neues Instrument ist oder „nur“ ein neuer Song ist erst mal vollkommen egal. Außerdem wichtig: Der Stand jetzt ist nicht so wichtig, wichtiger ist es überhaupt erst mal anzufangen.

Tipp 2: Memento Mori

Was auf lateinisch so viel heißt wie „Sei dir deiner eigenen Sterblichkeit bewusst“ (Frei übersetzt ;-)). Im Prinzip soll das heißen, überlege dir ob du deinen Tag mit etwas füllst das auch dich erfüllt, oder ob du es lieber mit Katzenvideos vollstopfst. Und zumindest aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, wenn ich den Tag mit etwas Produktivem verbracht habe, schlafe ich Nachts deutlich besser, als wenn ich den ganzen Tag irgendwie nichts auf die Reihe bekommen habe.

Tipp 3: Störfaktoren eliminieren

Der Klassiker unter den Tipps (neben den Zielen). Wenn ständig das Handy bimmelt oder ein Fernseher läuft, kann sich kein Mensch vernünftig auf ein Instrument konzentrieren. Daher: Am besten Handy aus, jetzt ist „Musikzeit“! Auch alle anderen Dinge, die euch Ablenken sind jetzt Störquellen, wer also leidenschaftlich gerne Blumen pflanzt, sollte die Gartenschaufel besser im Schuppen weg sperren, bis die Session vorbei ist.

Tipp 4: Wer arbeitet darf auch Pausen machen

Ununterbrochen üben schafft niemand, nicht einmal der großartigste Musiker der Welt. Aus diesem Grund ist es auch in Ordnung, wenn irgendwann Schluss ist. Gönnt euch eine Pause und grabt nach Herzenslaune den Garten um. ;-)

Tipp 5: Der frühe Vogel fängt den Wurm

Dieser Tipp ist zumindest begrenzt auch für das Üben eines Instruments hilfreich. Klar ist es schwer, um 6 Uhr in der früh ein Gitarrensolo zu starten, da klingeln sicher bald die Nachbarn. Allerdings, könnte man aber in der Früh Dinge erledigen, die einen dann zu humaneren Zeiten vom Üben abhalten.

Tipp 6: Belohnungen

Mein persönlicher Favorit. Was motiviert besser, als ein Silberstreifen am Horizont. Belohnt euch selbst, mit Dingen, die euch gefallen. Egal, ob das nun eine heiße Schokolade am Ende der Session ist, eine neue Gitarre nach dem Gig oder eine Yacht (okay vielleicht ein wenig übertrieben), wer sich selbst auch belohnt, dem fällt es direkt leichter sich selbst zu motivieren.

Das waren sechs Tipps, wie man sich selbst besser motivieren kann. Außerdem haben wir hier noch ein Video, mit einem kleinen Specialtrick.

Aber wie sieht das überhaupt bei euch aus? Habt ihr auch manchmal Probleme euch selbst zu motivieren? Vielleicht habt ihr ja ganz eigene Tipps, wie es euch gelingt, den inneren Schweinehund zu überwinden. Schreibt sie uns gerne in die Kommentare!

Forum
  1. Profilbild
    ArvinG  

    Als „Early Bird“ kann man nicht nur begrenzt, sondern sogar sehr gut auf dem Instrument üben, denn Körper, Geist und, ganz wichtig, das Gehör sind frisch und ausgeruht. Verbunden mit konkreten Zielen (Stück in die Finger bekommen oder auswendig lernen, Notenlesen üben usw.) habe ich (Gitarre) damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Und damit die Nachbarn ruhig weiterschlafen können: Das E-Gitarren Solo kann man auch „trocken“, also ohne Amp, spielen, A-Gitarre (Nylon oder Steel String) kann man leise spielen (was gleichzeitig vorteilhaft ist um an seinem Ton zu arbeiten). Und schließlich habe ich oft den Eindruck, dass neues Material, zu früher Stunde geübt, auch leichter und besser im Gedächtnis bleibt.

    OK, bei Trompete und Saxophon wirds wohl schwieriger, wenn kein schallisolierter Übe-raum vorhanden ist.

    • Profilbild
      Thereminchen

      OK, bei Trompete und Saxophon wirds wohl schwieriger, wenn kein schallisolierter Übe-raum vorhanden ist.

      Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht…

  2. Profilbild
    Coin  AHU

    Eventuell mit einer Maschine, die Körper & Geist zurück versetzt,
    in den Zustand des Laufs.
    Oder vielleicht mit Hypnose.

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