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SoundCloud: Vinyl-Pressung in 90 Ländern

SoundCloud bringt deine Musik jetzt auf Vinyl

21. Juli 2025
SoundCloud und elasticStage bringen deine Musik jetzt auf Vinyl. (Quelle: SoundCloud)

Bringe deine Musik jetzt auf Vinyl. (Quelle: SoundCloud)

Vinyl ist zurück und beliebter denn je und besonders junge Musikfans entdecken die Schallplatte neu. Aber wer seine eigenen Songs auf Vinyl bringen wollte, musste bisher tief in die Tasche greifen. Produktion, Versand und Lagerung waren für viele unabhängige Künstler schlicht nicht umsetzbar und bezahlbar. Jetzt hat SoundCloud gemeinsam mit dem britischen Anbieter elasticStage eine Lösung geschaffen, die genau das ändern soll: Wer ein Artist Pro Abo besitzt, kann sich für den neuen Service anmelden.

Die gewünschten Songs werden direkt aus dem Profil beim Anbieter ausgewählt, ein Cover hochgeladen und das Release eingereicht. Nach der Freigabe erstellt SoundCloud automatisch eine eigene Shop-Seite, von der aus Fans direkt bestellen können. Gedruckt wird erst, wenn auch wirklich jemand bestellt und elasticStage kümmert sich um die Produktion und den Versand.

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SoundCloud-Vinyl: So funktioniert der neue Service

Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten: Musiker wählen ihre Songs, fügen Angaben, wie beispielsweise Credits hinzu und reichen ihr Release zur Prüfung ein. Danach übernimmt elasticStage den Rest. Die Platten werden in London produziert und von dort aus weltweit verschickt. Der Service ist aktuell in über 90 Ländern verfügbar. Für jeden verkauften Tonträger erhalten Künstler eine Beteiligung. Genaue Zahlen nennt SoundCloud hierbei aber noch nicht. Gerade unabhängige Künstler könnten damit einen einfachen Zugang zur Vinylwelt bekommen. Für viele ist es die erste Möglichkeit, ein eigenes physisches Produkt anzubieten, ohne vorab investieren zu müssen.

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Mehr Informationen

Warum SoundCloud und elasticStage auf Vinyl setzen

elasticStage verzichtet auf klassische Großauflagen, produziert nachhaltig und liefert dabei recht hochwertige Ergebnisse. Das Besondere an dem neuen SoundCloud-Service ist jetzt die Kombination aus einer einfacher Umsetzung und großer Reichweite. Für viele Künstler erfüllt sich damit der Wunsch nach einer eigenen Schallplatte ohne Vorkosten und logistischen Aufwand. Die Anmeldung läuft aktuell über eine Warteliste. Wer sich dort einträgt, wird benachrichtigt, sobald es losgeht.

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Über den Autor
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Gereon Gwosdek RED

Leidenschaft für Tasten und Technik, Musikschulinhaber und Bandleader im Bereich von christlicher Musik.

Forum
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    CDRowell AHU

    Von der Idee des Services bin ich positiv überrascht. Wenn die Umsetzung tatsächlich Vorteile bringt, ist es eine interessante Möglichkeit zur Produkt-Vermarktung. 🤫👍

  2. Profilbild
    MartinM.

    Vinyl on demand? Hier vermisse ich noch ein paar genauere Angaben. Reicht hier die Bestellung einer einzigen Platte (so wie bei Print on Demand Büchern)? Die Herstellung kann doch unmöglich wie bei der bisherigen Pressung ablaufen – mit einem Stahlmaster. Wird die Platte dann womöglich mit einem Laser in eine Art Rohling gebrannt? Bei Pressungen mit Stahlmaster wird die gesamte Rille von Anfang bis Ende mit einem Mikroskop abgefahren um zu checken, ob sich die Windungen irgendwo zu nahe kommen. Unterlässt man diesen Check, könnte die Nadel falsch abbiegen und springen oder in einer Schleife hängenbleiben.
    Wenn das funktioniert und sauber klingt, wäre das sehr reizvoll!

  3. Profilbild
    Flowwater AHU

    Das kommt mir auch … merkwürdig vor. Die Website ist ein wenig aussagelos. Scrollt man runter, kommt man zu einer Grafik »Why elasticStage« und dann zu »No Budget Needed« und da steht:

    »[…] You allow us to use your uploaded material and designs to make and sell records. In return, we pay you a revenue share for every record produced and sold. […]«

    Äh, was heißt das nun genau? Der »Royalties Calculator« geht erst einmal von 2.000 verkauften Platten aus. Ja, nee, is‘ klar. Man kann den aber auf »1« stellen (also in Worten: eins) oder auf 10.000 (in Worten: zehntausend) … die Platte kostet in der Qualitätsstufe »Premium« (was immer das bedeuten mag) für den Käufer immer EUR 39,90. Der Gewinn geht dann mit der Anzahl der verkauften Platten hoch (wie auch immer das nun wieder rein produktionstechnisch funktioniert).

    Keine Ahnung, wie die das machen. Genaueres erfährt man wohl erst, wenn man sich dort anmeldet (ich hasse diese Unsitte).

    Abgesehen davon würde ich auch gerne wissen, wie das mit dem Mastering aussieht. Wie groß darf der Bass-Anteil sein, wie laut ist die dann, wie viel Spielzeit hat die Platte (usw.)? Ein Master für Vinyl muss komplett anders aussehen, als eines für CD oder Streaming.

    Alles bisserl komisch.

    PS: Eine 12“-DubPlate bei »Duophonic« kostet einseitig mit 8 Minuten Spielzeit auch EUR 39,00. Die sagen hier aber haarklein, wie es zu funktionieren hat.

    • Profilbild
      MartinM.

      @Flowwater Bislang werden Vinylplatten ja immer noch auf den alten Maschinen von vor 40 oder 50 Jahren hergestellt. Ich frage mich schon länger, warum nicht wenigstens der mühselige Masteringprozess auf eine digitale Methode umgestellt wird. Sodass das delikate Mastering (die Rille verträgt viel weniger Dynamik als ein Datenträger) in Software erfolgt. Hätte dieser ElasticStage Laden eine neue Technik erfunden, würde er sie anders bewerben.

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @MartinM. Das stimmt nicht ganz: Ich habe vor nicht allzu langer Zeit eine Dokumentation von der »Deutschen Grammophon« gesehen (bitte auf YouTube nach »The Original Source Series« suchen). Da wird genau diese Problem beschrieben, und dass die beim Cut genau das mit einem Computer gelöst haben, der wohl dynamisch den Rillenabstand während des Schneidens von der gerade herrschenden Dynamik abhängig macht.

        Ansonsten bin ich bei Dir … mir ist der Laden nicht geheuer.

        • Profilbild
          MartinM.

          @Flowwater Ah, gut zu wissen!
          Dann bleibt aber immer noch die Notwendigkeit eines Stahlmasters als Pressform. Das Pressen von CDs (pressen, nicht brennen) erfordert ein Glasmaster, das nur wenige hundert Euro kostet und so Kleinauflagen von wenigen hundert Stück wirtschaftlich macht. Das Stahlmaster für Vinylplatten war immer so teuer, dass sich Auflagen von weniger als 1000 Exemplaren nicht rechneten. Womit pressen diese Typen denn dann die Platten? Es kann sich eigentlich nicht um Pressungen handeln.

            • Profilbild
              MartinM.

              @mdesign Ah, okay.
              Nehmen wir also einfach an, ElasticStage benutzt so einen Cutter. Dann haben die aber mit einer höheren Auflage schön zu tun. Jeder Cutvorgang dauert mindestens so lange wie die Spielzeit der Platte und das für jedes Exemplar. Sagen wir mal 30 Minuten Musik in Auflage 200 — das dauert dann mindestens 100 Stunden, also mehr als vier Tage und Nächte Cutting.
              Strange!

              • Profilbild
                mdesign AHU

                @MartinM. so einen rekorder gibt es ja auch in etwas professionellerer form. der input kommt von spotify, dh da ist alles in sachen normalizing, EQ usw schon standardisiert, das kann man direkt auch standardisiert passend wandeln. und dann drauf auf die rille. früher hat man ja auch VHS-videokopien nur in echtzeit machen können, auch 3-stündige kinofilme. man braucht halt mehrere rekorder parallel, damals wie heute. und bei zB 10 rekordern, 30 min musik, auflage 200 und VK eur 39,90 dauert das ganze 10 stunden bei einem umsatz von fast eur 8.000. da muss eine alte frau lange stricken dafür.

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                  MartinM.

                  @mdesign Ja sicher, denkbar ist das alles!
                  Ich hoffe, die berücksichtigen beim Mastering auch, dass bei Vinyl LPs die Auflösung zur Mitte hin nachlässt. Weil die Nadel bei gleichbleibender Geschwindigkeit nahe dem Label in der Mitte nur noch etwa halb so viel Rille abfährt wie am Anfang ganz außen. Ich hatte mal einen Hitsampler von 1978 in den Fingern, ich glaube aus der Reihe „Hit House“, da hatte man sich nicht mit diesem Umstand befasst und sich auch nicht mit dem erneuten Mastering dieser Hitsingles bemühen wollen. Die letzten Songs auf jeder Seite hatten unterirdische Tonqualität. Und bei den Samplern wurden die größten Charthits ja bevorzugt am Anfang und am Ende einer Seite platziert.

  4. Profilbild
    Hallonso

    Die haben auch eine FAQ Seite: elasticstage[dot]zendesk[dot]com
    Man kann entweder kostenpflichtig eine Probeplatte anfertigen lassen, oder wenn man keine Ahnung hat, eine Fachkraft seiner Wahl beauftragen.

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