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28. Juni 2021

Spielkameraden für Bastls Kastle Drum

Das war eine Gaudi – beim hiesigen Gewinnspiel gabs für mich von Bastl ein Kastle Drum und einen Midilooper. Heute gehts um den Kastle Drum.

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Dies ist kein Testbericht (da gibts schon einen schönen hier bei amazona). Aber ich stellte mir die Frage: mit welchen anderen (hier vorhandenen) Gerätschaften kann der Kleine gut spielen?

Wie sind die Resultate. Das ist freilich eher subjektiv, und es geht auch eher um das „wie mach ichs“ als ums „wie wird mir das gefallen“.

Einleitende Worte

P.Head hatte es auf den Punkt gebracht, daß das Ding richtig klein ist. Und das ist der Fall – in nem typischen Eurorack-Setup schaut es doch sehr verloren aus.

Und wenn der auch mit den großen Kindern spielen kann, so ist das nicht der Fokus heute.

Kastle Drum mit Stromversorgung

Das Kastle läuft mit drei AA-Batterien oder mit USB-Power. Nachdem ich mir gerne Batterien aus dem Konfigurationsmanagement draußen halte, ist das ein einfacher Schritt: ein (nahezu) beliebige, kleine USB-Stecker (von denen man sowieso viele hat) und ein USB-Micro-Kabel (leider nicht im Lieferumfang) und es kann losgehen, auch wenn man den perfekten Groove des Sequencers mal über Nacht behalten will (denn dann wäre sonst alles unwiederbringlich verloren, und neu einprogrammieren geht ja auch nicht).

Kastle Drum mit SQ-1

Kastle Drum hat eine Art Sequencer, der eher sowas wie eine kleine Version der Turing Machine (Music Thing Modular) ist – also nix, wo man mal einfach nen bestimmten Groove oder ne Melodie einprogrammiert. Aber das geht ja mit externen Gerätschaften.

Der Korg SQ-1 hängt ebenso auf Wunsch an USB-Power, also paßt das mit beiden an einer Steckdose. Aber der SQ-1 hat keine von den Minikabelanschlüssen.

Die Verbindung zur Eurorack-Steckerwelt funktioniert beim Kastle mit der „I/O“ Buchse: es geht ein 3.5mm-TRS rein, und auf der Frontplatte gibts dann zwei Minianschlüsse dafür. Das Verhalten liegt nahe, daß die Masse des Kabels mit der internen Masse verbunden wird.

An Kabel braucht man dann bevorzugt ein 3.5mm-TRS-auf-TS-Y-Kabel – die es (soweit ich weiß) bei Amazonas Haus- und Hoflieferant nicht gibt. Zum Glück gibts die Stecker und Kabel, und zusammen mit einem Taschenmesser, einem Lötkolben und zwei linken Händen sind die Kabel schnell gebaut (ich hatte mir die seinerzeit für den MPC One gebaut, der braucht die auch).

Zu beachten ist, daß der Kastle anscheinend sowohl auf steigende als auch auf fallende Flanke triggert. Soll heißten, wenn man „Duty Cycle“ am SQ-1 auf „ganz links“ dreht, gibts genau einen Trigger pro Step (wie gewohnt), mit größerem Duty Cycle gibts mehrere mit einstellbarem Abstand – superschneller Shuffle!

Kastle Drum mit Stompboxes

Ich zitiere hier mal P.Head: “ Also, so richtig Tiefes, Drückendes oder auch Zischelndes gibt es hier nicht.“. Mal sehen. Ein SansAmp Bass DI ist meine Geheimwaffe für Synth-Bass, Synth-Bassdrums und alles ähnliche. Also Kastle durch den SansAmp, und…ja! Tatsächlich ist das (nicht nur) für Bassdrum-Sachen sinnvoll, sondern auch für viele andere Sounds – dem „eingesperrten“ Sound kann man hiermit wunderbar die Tiefen und die Höhen (auch mit dem Drive-Knopf) verpassen.

Andere Stompboxes bieten sich natürlich auch an, aber ganz besonders.

Kastle Drum mit Loop-Pedal

Mylarmelodies sagte zuletzt, ein Loop-Pedal ist das, was ihm eigentlich fehlt, um mit ganz wenig modularen Sachen ganz viel zu erreichen.

Gegen harte Konkurrenz wählte ich den EHX Stereo Memory Man with Hazari. Der Hauptgrund ist dabei a) Feedback ist einfach einstellbar und b) Varispeed.

Und ab jetzt wirds richtig lustig. Mit dem SQ-1 kriegen wir reproduzierbar bestimmte Sachen programmiert. Mit dem SansAmp kriegen wir bestimmte Sounds verbessert. Und mit dem Loop-Pedal kann ich jetzt hergehen, und sukzessive z.B. Bassdrum, Snare-Soundalike (?) und Bleeps und Bloops, jeweils mit den passenden SansAmp-Einstellungen aufzeichnen.

Kastle Drum mit Mescaline

Warum Mescaline? Dieses seltsame, weiland als „Groovebox“ verkaufte Ding von Folktek verwendet, wie viele Sachen von Folktek, auch die Minikabel wie Kastle Drum.

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In der konkreten Anwendung fing ich an, Motion (den Sequencer aus Mescaline) mit Kastle zu kombinieren.

Anders als bei der SQ-1-Verbindung ist das Massepotential eine Beachtung wert. Würde ich nur einfach eine Leitung vom CV-Sequencer von Motion zum Kastle ziehen, würde das Massepotential der beiden Mitspieler irgendwas machen, und als Sequenz käme auch „irgendwas“ an. Was nicht schlecht sein muß, aber vielleicht nicht das ist, was man will.

Also einen GND-Anschluß vom Mescaline mit dem „-„-Anschluß vom Kastle verbunden, und – läuft.

Motion hat die lustige Eigenschaft, daß der Sequencer nicht nur Trigger senden kann, sondern auch Verbindungen herstellen. Was heißt, ich kann die Masseverbindung zu bestimmten Steps ein- und ausschalten. Und der Sequencer kann mit anderer Teilung als der CV-Sequencer von Motion laufen (oder mit externer Clock, z.B. vom Kastle-„Pattern“-Ausgang), und das gibt eine zwar komplett deterministische, aber sehr nichtlineare Kombination aus normalen, erwarteten Sachen und irgendwas Seltsamen.

War nicht anders zu erwarten – mit Folktek kriegt man wohl immer „that sound“, auch wenn man das System garnicht direkt hört.

Kastle Drum mit Minibrute

Minibrute hat auch Gate/CV-Ausgänge, also…

Erstmal macht Kastle nix, was auch nur in die Nähe von „V/Oct“ oder „Hz/V“ kommt, deswegen: als tonale Quelle in Kombination mit nem normalen Synth – eher nein.

Was hingegen fein läuft, ist den Minibrute einfach als Prozessor mit Filter und Feedback zu verwenden, um die Sounds vom Kastle etwas zu formen. Und freilich kann ich auch Filterfrequenz und Gate mit Signalen vom Kastle steuern (siehe den Kabelhinweis oben).

Alles zusammen…

Kann man für sowas Musik schreiben? Freilich, wenn man will.

Hier gibt es Kastle (für die „Beats“), Channel (aus Mescaline) für was Padmäßiges, SQ-1 und Motion als zusätzliche Sequencer, und eine Sammlung von 2xVD400 BBD, Super Chorus und SansAmp als Effekte vor dem SMM.

Macht das Spaß? Ja!

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Fazit
Von Anfang an hatte ich mit dem kleinen Kastle Drum ne Menge Spaß. Aber richtig blüht der auf mit ein paar kleinen Partnern. Insbesondere ein normaler Sequencer (wie der SQ-1) und eine "Art von EQ" (wie hier der SansAmp) bringen ne zufällige Bleep-Glitchbox in Richtung eines deutlich weiteren Anwendungsfelds. Daß der SansAmp schon deutlich mehr kostet als der Kastle - erstmal egal.
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Forum
  1. Profilbild
    D-Joe  

    Hallo moinho,

    interessante Kombination.
    Ich hatte auch schon über ein Kastle Drum nachgedacht.
    Da ich auch stolzer Besitzer eines Mescalin Systems, 2 Folktek Modulen und eines Tinysizers bin, sind mir diese sehr ans Herz gewachsen.
    Gerade letzte Woche konnte ich wieder einige Zeit damit verbringen.
    Da war das Mental, Conduit und Matter in Kombination mit mehreren Sequenzern ( Mescalin Seq, Dark Time und Cre8 audio Cellz) sehr ergiebig und brachte Klänge und Rythmen zu Tage die mich doch sehr ansprachen.
    Das Kastel Drum wäre ev. eine nette Ergänzung :-)

    schöne Grüße aus Salzburg

    ciao Joe

    • Profilbild
      moinho  

      Hey Joe,

      ich denk‘ mit Deinem bestehenden Setup würdest Du viel Freude mit dem Kastle Drum haben.
      Gibts von Dir irgendwelche Videos oder so, wo man die ergiebigen Klänge und Rhythmen miterleben kann?

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