17. November 2015

SPL Crimson – ein treuer Freund.

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Der SPL Crimson steht gerade in diesem Augenblick neben mir und verrichtet seinen Job ohne zu Murren.

Der SPL Crimson ist wie ein treuer Gefährte und begleitet mich nun schon seit einigen Jahren in meinem Musikerleben.

Ich würde ihn schon fast als mein Studio-Haustier bezeichnen.

Wieder wende ich meinen Kopf und da liegt er nun, leicht eingezogen unter einem Audiorack, schaut mich mit mit seinen treuen Reglern an und gibt keinen Mucks von sich.

Was hatte ich früher für Probleme mit Treibern, mit Aussetzern mitten in der Arbeit, mit nicht erkannten Audio-Interfaces die plötzllich im Netzwerk verschwunden waren. Oh Graus, oh Graus. Dazu kamen bitzelnde Signale, Nebengeräusche durch die Computer CPU und und und…

Aber seit ein paar Jahren – Punkt! Ruhe!

Der SPL Crimson tut die Dinge die er soll so perfekt und gleichzeitig so unfaufdringlich, dass ich manchmal ganz vergesse ihn dafür zu loben, ihn in den Arm zu nehmen und abzustauben.

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Ja, das ist eine Lobeshymne auf einen unersetzlichen Freund, denn trotz aller Systemwechsel, neuen MAC OS Versionen, neuen Updates von Logic, Kontakt und Co, der liebe SPL Crimson hat nie gemurrt, nie Zicken gemacht, sondern war immer da um mir den Rücken freizuhalten.

Und das Beste: Er hat nicht nur seinen Job gemacht – oh nein, er hat ihn verdammt gut gemacht. Die Wandler und Treiber können in der Oberliga mitspielen, die Haptik ist durch und durch professionell (ich mag das große Volume-Rad), die Bedienung ist gradlinig und einfach zu durchschauen, die Anschlüsse sind perfekt auf meine Bedürfnisse abgestimmt und die Pultform unterstütz meinen Workflow.

Nun aber genug gelobt. Der Kleine muss jetzt langsam ins Bett. Nur leider haben seine Erbauer nicht an einen Ausschaltknopf gedacht. Sio bleibt mir nichts anderes übrig als ihn Abend für Abend vom Netz zu nehmen. Und wenn ich dabei einmal vergesse zuvor die Monitore auszuschalten, verabschiedet er sich mit einem tiefen Rumms, fast so als würde er mir böse sein, dass ich ihn verlasse – wenn auch nur für kurze Zeit.

Fazit
Ein Freund für die Ewigkeit!
Forum
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    TobyB  RED

    Hallo Peter,

    Hast du schon mal über eine Steckerleiste mit Ein und Aus Schalter nachgedacht? Mittlerweile gibts auch Modelle mit Webserver und App. Ich hab die Variante Master und Slave Stromversorgung mit teilweiser Einschaltverzögerung durch ETS 1A. Gesteuert durch Fussschalter am Mischpulttisch. Zuerst gehen die Verstärker und Aktivboxen an, dann die Instrumente und dann dann Mischpult. Ich war und bin es leid nach Netzschaltern zu suchen. Dieser Schalter scheint akkut vom Aussterben bedroht.

    Cool geschrieben!

    ToB

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      Tyrell  RED 11

      Bei mir im Studio ist so viel Elektronik verbaut, dass mir der Aufwand viel zu groß wäre das auf Steckerleisten umzustellen. Bis auf den CRIMSON haben auch ALLE anderen Unit schöne Einschaltknöpfe ;-)

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        TobyB  RED

        Hallo Peter,

        und ich erfreue mich an der Disko beim einschalten ;-) Spass beiseite. Momentan brezel ich die Mastering Sektion auf. Ich hab mit die Crimson mal angehört und bedient. Super! Bis dato mische ich zwar immer noch mit Kopfhörern und nehm das Ergebnis am HiFi System ab. Aber sollte beim Umbau der Mastersektion noch Budget überbleiben, nehm ich auch eine Crimson.

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    fno  

    Hi Peter, meine (deutlich kürzer währende) Begegnung mit dem Crimson war nicht weniger emotional. Ein Interface inklusive Monitorcontroller von SPL – für 500! Ich dachte an die SPL-Geräte, die ich kannte und war platt: In SPL-Qualität zu dem Preis?! Muss ein kurzfristiger Einführungspreis sein, und ich wartete diesmal tatsächlich ungeduldig bis Thomann das Gerät endlich lieferte. Kurz: Das Ding hat mit der mir bis dahin bekannten SPL-Qualität hinsichtlich der Verarbeitung eher weniger zu tun. Bei meinem Exemplar verursachte ein Eiern des Lautstärkepotis ein Schleifen der Aussenkante des Knopfs am Blech des Gehäuseausschnitts. Zudem hatte ich mir unter „Monitorcontroller“ mehr als zwei wechselseitig – nicht simultan – schaltbare Ausgänge vorgestellt. Für mich eine Enttäuschung. Mit der Treiberkompatibilität hatte ich ebenso kein Problem, genauso wenig wie bei MOTU, NI und RME. Klanglich konnte ich keine qualitativen Unterschiede ausmachen.
    Ach, und wenn Du ihn doch mal abstaubst, nimm ruhig mal die Knöpfe ab und befreie die Platine von dem Staub, der durch die Spalte zwischen Knöpfen und Gehäuseaussparung hineinrieselt, falls diese immer noch nicht, wie jemand von SPL damals in Aussicht stellte, dicht gemacht sind. Und ich hatte mich so auf Crimson gefreut…

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      MrMeloD  

      Hi fno,

      ich höre zum NI Interface sowie zum Motu ultralite mk2 deutliche Unterschiede ;) Mit meinem Poti hatte ich bis jetzt zum Glück (3 Monate) noch keine Probleme, die Lücken sind bei meinem Gerät nicht mehr vorhanden.

      Viele Grüße
      Fabian

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        fno  

        Hallo Fabian, danke fürs Update!
        Finde ich prima dass es, so, wie mir der hilfsbereite SPL-Mitarbeiter mitteilte, die fragwürdig riesigen Gehäuseausschnitte für die Knöpfe dicht gemacht wurden – wem nutzt schon Staub im Gehäuse?! Der Klang (96K) war bei mir zwar charakterlich unterschiedlich, im Falle des NI auch selbst über meine KRK 6 hörbar schlechter, aber objektivierbare qualitative Unterschiede in der Wiedergabe zum Motu 828 Mk3 oder zum RME Fireface 802 konnte ich auch über Beyerdynamic Studio Custom, HifiMan 6 oder meine Stereoanlage nicht feststellen – und letzterer mangelt´s eher nicht an Differenzierungsvermögen. Aber möglicherweise meinem Gehör, was aber zumindest deutlich unterscheiden kann, ob ich das Interface mit 2 x 1 Meter Oehlbach XXL Series 2 oder Straight Wire Serenade derselben Länge anstöpsle. ;-)

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          MrMeloD  

          Hi fno,

          danke für deine Erfahrungen. Ich denke, das der/das Crimson auch nicht wirklich hörbar „besser“ als ein Fireface 802 klingt oder klingen soll. Aber für den Preis bin ich echt zufrieden. Trotzdem, wie Du schon einmal erwähnt hast, kann man die Verarbeitungsqualität nicht mit anderen Geräten von SPL auf eine Stufe setzen. Irgendwo muss ja gespart werden (zB. an den Kopfhörer- und Instrumentenbuchsen…).

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