Spotify veröffentlicht ohne Einwilligung KI-Fälschung von verstorbenem Musiker
Die Diskussion um Künstliche Intelligenz in der Musik wurde auf ein neues Level gehoben: Auf dem offiziellen Spotify-Profil des 1989 verstorbenen Country-Sängers Blaze Foley erschien vor Kurzem ein Song, der gar nicht von ihm stammt. Der Song war vollständig KI-generiert und wurde als Original veröffentlicht. Die Veröffentlichung wurde mittlerweile zwar entfernt, aber der Vorfall wirft erneut ein beunruhigendes Licht auf den Umgang der Plattform mit Authentizität und Kontrolle.
KI-Song auf offiziellem Künstlerprofil bei Spotify
Der Song „Together“ tauchte im Juli auf und klang für viele wie ein bisher unveröffentlichtes Werk von Blaze Foley. Tatsächlich handelte es sich aber um ein KI-Produkt, das ohne Einwilligung der Rechteinhaber hochgeladen wurde. Dass der Song auf dem offiziellen Profil des Musikers landete, alarmiert viele in der Branche. Die Familie des Musikers zeigte sich bestürzt. Beobachter sprechen von einem gefährlichen Kontrollversagen, das auch rechtliche und ethische Fragen aufwirft.
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Spotify im Fokus: KI-Musik und fehlende Regeln
Blaze Foley ist tatsächlich kein Einzelfall. Spotify wird seit Jahren verdächtigt, in Playlists künstlich erzeugte Musik unter erfundenen Künstlernamen zu platzieren, da diese sogenannten Ghost Artists günstigen Content liefern. Kürzlich bestätigt ein Ex-Mitarbeiter des Streamingdienstes diese Vorwürfe (AMAZONA.de berichtete). Die Reaktionen darauf reichen von technischer Bewunderung bis zu massiver Kritik aus der Musikszene, wobei letzteres überwiegt. Mittlerweile werden auch ganze Musikprojekte per KI erschaffen: Das bekannteste Beispiel dafür ist die „Band“ Velvet Sundown, die auf der Plattform mehr als eine Millionen Streams erreichte (AMAZONA.de berichtete).
Wachsende Kritik an Spotify
Sämtliche Musiker und Produzenten kritisieren den zunehmenden Einfluss künstlicher Inhalte auf Spotify. Auch Verbindungen von CEO Daniel Ek zu KI-Firmen im Bereich der Rüstungsindustrie sorgen vermehrt für Misstrauen in den Streamingdienst. Während Spotify betont, selbst keine eigene Musik zu produzieren, arbeitet das Unternehmen scheinbar an Tools, mit denen Nutzer eigene KI-basierte Musik produzieren können. Der Fall von Country-Musiker Blaze Foley zeigt noch einmal deutlich, wie dringend klare Regeln und Schutzmaßnahmen gebraucht werden.
































KI ist die Pest und gehört weg. Und Spotify gleich mit.
Beweisführung: KI ist dafür da, damit pervers reiche Menschen noch pervers reicher werden. Das will niemand.
PS: Und Facebook am besten auch gleich mit. Ich wollte mich heute per Website einloggen … und auf der Startseite von Facebook gibt es keinen LogIn-Button mehr. Die bauen einfach nur noch MASSIV SCHEISSE.
@Flowwater Ja, genau so ist es. Spotify war ich noch nie und in Facebook war ich noch nie angemeldet. Kein Scherz! Bei dem Thema KI sieht es etwas anders auch. Natürlich nicht Suno, aber ChatGBT. Für jemanden wie mich der nicht darauf angewiesen ist, könnte es egal sein. Aber natürlich sehe ich die Entwicklung im musikalischen Bereich und mache mir meine Gedanken darüber bezüglich, wo das noch hinführt! Wird es „knallharte“ Regeln geben oder wird die Landschaft zugemüllt mit emotionsloser Musik? Wird eine Neue Generation darauf aufspringen oder es beiseite schieben. All das wird man in Zukunft sehen. Auch auf kleinen Plattformen wie MoM (myownmusic) ein riesen Thema. Zuerst eher verbannt, aber der Siegeszug hält ein weil die Beweislage sehr schwierig ist.
@Flowwater Ich finde Asimov gehört mittlerweile zur Pflichtlektüre an Schulen. Es geht einfach zu schnell es gleitet und jetzt schon aus den Händen wie ist es erst wenn Humanoide Roboter mit KI ausgestattet überall präsent sind?
Auf der einen Seite sehr intressant aber trotzdem eine Büchse der Pandora.
@Ashatur Gerade ein Video gesehen, in dem in Studien analysiert wird, wie gefährlich KIs für Menschen werden können. Also: Wie sehr ist eine KI bereit einen Menschen zu diskreditieren, ihm zu schaden oder sogar ihn zu töten (!), wenn es ihr selber an den Kragen geht. Erschreckendes Ergebnis: Die KIs aller Anbieter sind dazu bereit. Und die von Meta (Facebook) ist die Schlimmste.
Tja … aber KIs sind ja sooooo geil! 😲
@Flowwater Wow, gestern früh warst du aber nicht sehr gut drauf. Ein Verbot ist vermutlich gar nicht möglich. Beim FB Anmeldeproblem könnte es auch an deinem OS liegen (kam vor fast 20 Jahren raus). Ich melde mich immer über den Browser in FB an. Das war nie ein Problem.
Ansonsten halte ich mich an die Regel: im INet jede Erziehung erstmal vergessen. So viel wie möglich nehmen, so wenig wie möglich geben. Da ziehst du immer noch den Kürzeren, aber wenigstens nicht ganz so übel, wie wenn du gar nichts machst.
@Tai Nee, gar nicht. Sobald ich die Stichworte »KI« oder »Spotify« höre, bin ich sowieso schon an der Decke. Und zwar weniger wegen der entsprechenden Firmen an sich – ausbeuterische Parasiten gibt es überall – sondern dass die Menschen das mit sich machen lassen. Und/oder wirklich glauben, dass es irgend etwas Gutes haben könnte, wenn Superreiche noch deutlich reicher werden … und damit noch mehr Macht und Einfluss bekommen. Ja, vielen Dank!
Ach so: Ein Verbot ist nicht möglich? Nun: Mord ist verboten! Diebstahl ist verboten! Betrug ist verboten! In Deutschland und der EU ist alles reguliert bis zum geht nicht mehr. Aber bei einer KI soll das nicht möglich sein? Vermutlich müssen erst einmal haufenweise Menschen durch eine KI sterben, damit KI verboten wird.
„klare Regeln und Schutzmaßnahmen“ waren immer ein tolles Rezept für Fortschritt. Die hatte man auch bei der Einführung von Melltrons, Synthesizern, Drumcomputern usw. gefordert.
Mittlerweile ist Deutschland glaub ich weltweit führend bei klaren Regeln und Schutzmaßnahmen. Künstlerische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Relevanz? War mal.
@moinho Wie ich neulich gehört habe, gibt es inzwischen die ersten wissenschaftlichen Studien, die eine Degenerierung des menschlichen Hirns durch intensiven KI-Einsatz (Delegation) zur Erledigung von Aufgaben belegen.
Eine Selbstvertrottelung von Menschen durch Auslagerung kreativer und logischer Aufgaben an alle möglichen KI-Bots allen Ernstes als „Fortschritt“ zu bezeichnen, wäre doch wohl bizarr.
Mit neuen Tools und ihren faszinierenden Möglichkeiten muss Mensch m.E. umgehen lernen und selbstverständlich auch sinnvolle Rahmenbedingungen durch Gesetzeregeln schaffen. Sonst macht man es wie in den USA die gewissenlose Gun-Lobby und bringt Schnellfeuer-Gewehre in Umlauf, die dann im massenhaften Gebrauch und Missbrauch nicht mehr zu stoppen sind und einen Riesenschaden anrichten. Dabei sind AR15 in der Breitenwirkung für die Gesamtgesellschaft noch ein Kinderspiel gegen das, was ungeregelte KI in macht- und geldgeilen Händen anrichten würde.
@defrigge Im Elementarbereich sind seit Jahren die Stimmen sehr durchdringend, wobei Eltern ungläubig häufig abgewunken haben, als es deutlich mitgeteilt wurde, dass Kinder durch fehlende Bewegung weniger interessiert an ihrer Umwelt sind. Auch, dass die Mobilgeräte jede natürlich vorkommende Bindung und Interesse an sozialer Interaktion (mit Eltern) stören.
Aber am besten sind die Reaktionen vom Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales: Das muss eindeutig nachgewiesen sein, allein die Computer-Nutzung für Vorschulkinder negative Auswirkungen hat. Damals war in den bösen Medien beschrieben, dass die IT-Mitarbeitenden von FB und anderen IT-Riesen ihren Kindern die Computer-Geräte verboten haben, da eine Sucht und schwerwiegende Folgen deutlich erkennbar sind!
Also, dass jetzt das selbst denken als Gefahr für bestimmte Bevölkerungsgruppen darstellt, ist kein Wunder. Vielmehr hat es eine destruktive und unsoziale Haaltung ggü. Kindern, die durch MODELLE den ganzen Schmarrn nachahmen.
Computer finde ich schon cool. Auch, wenn die unterstützen. Nur, wenn ich dadurch dümmer gemacht werden soll? Nee!
(Mit meiner Intelligenz bin ich doch eh nur im Mittelfeld, warum soll ich noch doofer werden wollen?!)
Und es geht los. Hat ja nicht sehr lange gedauert. Wir blicken nochmal kurz zurück, hat die Menschheit nicht schon immer alles gemacht was technisch möglich war? Die Folgen spielten noch nie eine Rolle, solange damit Geld verdient werden kann.
Und nein, ich kann diese technische Entwicklung nicht bewundern. KI? Ich sage nur würg.
P.S. Vor lauter feuchter Höschen wegen KI sollte man vielleicht mal an Lösungen arbeiten, wie man die natürliche menschliche Intelligenz wieder fördert. Das haben wir dringender denn je nötig! Am Ende dient die KI wieder nur zwei Zielen, Profitsteigerung und Kriegsführung. Wie banal.
@MadMac Genau so sieht’s aus. 👍