ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Spotify löscht 75 Millionen KI-Songs

Wie Spotify gegen KI-Musik vorgeht: 75 Millionen Songs gelöscht

30. September 2025

Spotify löscht 75 Millionen KI-Songs.

Spotify hat in einem Blog-Beitrag bekannt gegeben, dass im letzten Jahr etwa 75 Millionen Songs von der Plattform verschwunden sind. Gelöscht wurden dabei vor allem Titel, die automatisch durch eine KI erzeugt und in großen Mengen hochgeladen wurden. Viele davon stammten von KI-Tools und waren wohl in erster Linie dazu gedacht, Streams und Tantiemen abzugreifen. Zusätzlich gibt es neue Regeln gegen den Missbrauch von Stimmen: Songs, die mit nachgemachten Stimmen echter Künstler hochgeladen werden, sollen nur dann erlaubt sein, wenn diese auch wirklich explizit zugestimmt haben.

ANZEIGE

Spotify setzt Filter und mehr Transparenz ein

Damit sich solche Inhalte gar nicht erst verreiten können, führt die Streaming-Plattform ein neues Filtersystem ein, das Muster wie beispielsweise massenhafte Uploads, extrem kurze Songs oder fast identische Duplikate erkennen soll. Auffällige Titel sollen so schneller aussortiert werden können. Außerdem sollen Hörer in Zukunft direkt in den Credits sehen können, ob bei einem Song KI im Spiel war und falls ja, in welchem Umfang. Dafür arbeitet Spotify mit der Standardisierungsorganisation DDEX zusammen, um eine einheitliche Lösung zu entwickeln. Ziel dabei ist es, für mehr Klarheit zu sorgen, ohne ehrliche Künstler zu benachteiligen.

ANZEIGE

Proteste wegen Spotify-CEO

Die Ankündigung sorgt weltweit für gemischte Reaktionen. Viele begrüßen die Maßnahmen, andere fürchten, dass nun auch ernsthafte Musiker mit minimaler KI-Unterstützung fälschlicherweise auf der Sperrliste landen könnten. Parallel dazu ziehen immer mehr große Bands und Produzenten ihre Musik freiwillig zurück und entfernen sie von der Streaming-Plattform. Sie kritisieren unter anderem die millionenschwere Investition des CEOs Daniel Ek in ein Rüstungsunternehmen, das KI-gestützte Militärtechnologie entwickelt. Wie gut das neue Filtersystem der Streamingplattform in Zukunft arbeiten wird, bleibt abzuwarten. Dass an dieser Stelle nun aber solche Regeln gegen den Missbrauch von KI in der Musikbranche eingeführt wurden, ist jedenfalls ein deutliches Zeichen, auf das viele gewartet haben.

ANZEIGE
ANZEIGE
Über den Autor
Profilbild

Gereon Gwosdek RED

Leidenschaft für Tasten und Technik, Musikschulinhaber und Bandleader im Bereich von christlicher Musik.

Forum
  1. Profilbild
    Flowwater AHU

    Wie werden KI-Soungs erkannt? Mit Hilfe einer KI! Also werden auch Songs gelöscht werden, die die Erkennungs-KI fälschlicherweise als KI erkennt … zum Nachteil der Musiker, die gar keine KI eingesetzt haben. Da wird kein Mitarbeiter von Spotify dahinter sitzen, der noch einmal eine Prüfung vornimmt. Das wird alles automatisiert passieren. Interessiert Spotify doch nicht, wenn da ein paar tausend Künstler bei hops gehen. Hauptsache sie haben publikumswirksam verbreitet, dass sie etwas gegen KI unternehmen. Und gleichzeitig gibt es weiterhin ihre eigene KI, die Mixes aus Songs von Künstlern anbietet, damit sie ja keine Tantiemen mehr zahlen müssen.

    Nach wie vor: Ganz Spotify gehört entsorgt.

    • Profilbild
      MadMac AHU

      @Flowwater (…Nach wie vor: Ganz Spotify gehört entsorgt…) Komisch, das war mein erster spontaner Gedanke nachdem ich den Artikel gelesen hatte. Aber hier geht es um sehr sehr viel Geld. Die blöden KI‘s werden sich deswegen leider nicht mehr aufhalten lassen. Der Klondike-Goldrausch lässt grüßen!

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @MadMac
        Teil 1/2
        Ich bin da komplett anderer Meinung. Die Deutsche Bank hat vor kurzem eine Studie veröffentlicht, in der sie ihre Anleger eindringlich davor warnt, irgendwie in KI zu investieren. Warum? Weil sie die Investitionsblase kurz vorm Platzen sieht. Warum das? Weil bisher absolut KEIN Geld mit KI verdient wurde. Der Boom lässt sogar langsam nach, weil Firmen reihenweise merken, wie sie massiv Geld durch KI verlieren (weil die ganzen Versprechen der Sam Altmans dieser Welt einen feuchten Pfurtz wert sind).

        Der Deutschen Bank nach fehlen den KI-Firmen (OpenAI, Microsoft, Google und wie der Rotz so heißt) ca. 800 Milliarden Dollar (!) … pro Jahr an Einnahmen. Das errechnet sich nicht nur aus den Hardware-Kosten für die Rechenzentren, sondern auch aus den pervers hohen Betriebskosten. Und aufgrund der Kapriolen des Herrn Trump geht die Deutsche Bank davon aus, dass die US-Wirtschaft größtenteils nur noch von den KI-Firmen getragen wird. Der Rest der Wirtschaft liegt nämlich komplett am Boden.

        […]

        • Profilbild
          MadMac AHU

          @Flowwater Wenn das stimmt, haben wir es mit dem größten Hype des Jahrhunderts zu tun. Da bin ich aber noch skeptisch. Besonders wenn die Einschätzung von der Deutschen Bank kommt. Ja, es wurde massiv in Serverkapazitäten investiert. Wie das viele Geld wieder hereinkommen soll, haben uns die Adepten des Kapitals aber nicht genau erklären können. Halt irgendwas mit Digitalisierung und Internet und Dienstleistung und Raumfahrt oder so.

          Ich glaube allerdings nicht das man wieder zurückrudern wird. Das wäre das erste Mal in der Geschichte, das man zugeben würde, das eine neue Technologie, in die soviel Geld gesteckt wurde, eine Sackgasse war. Am Ende nutzt man es dann nur zum profanen Personalabbau, zur Überwachung oder Kriegsführung. Denen fällt bestimmt wieder etwas Destruktives ein. So sehr ich mich auch freuen würde, wenn dieser Spuk so schnell verschwindet wie er gekommen ist.

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @MadMac Teil 2/2
        […]

        Wir reden hier nicht von irgend welchen Wissenschaftlern oder irgend welchen Aluhut-Trägern … wir reden hier von der Deutschen Bank. Wenn eine Bank sagt »Kauft nicht!«, dann sollte man dem Gehör schenken. Warum? Weil Banken normalerweise sagen »Kauft schnell und viel!«

        KI wird deswegen nicht weg sein, schon klar. Aber mal eben so eine KI-Anbindung – zum Beispiel um irgendwas zu analysieren – das wird es denn nicht mehr so einfach geben. Das wird danach sehr teuer werden … wenn es diese »mal eben so« Anbindungen überhaupt noch geben wird. Es kann sogar so dermaßen krachen, dass uns wieder einmal eine Krise wie die Bankenkrise bevor steht. Und danach wird keiner mehr das Wort »KI« auch nur geflüstert in den Mund nehmen, weil ihn jeder Investor sofort erschlägt.

    • Profilbild
      Codeman1965 AHU

      @Flowwater < "Nach wie vor: Ganz Spotify gehört entsorgt." >
      Erster Reflex: Ja, sehe ich auch so…

      Wobei Maschinerien wie Spotify eben DER Strohhalm für viele, viele ambitionierte Musiker sind/sein müssen, um mit ihrer Kreativität und Arbeit eine Handvoll Dollars zu generieren.
      Daß man sich hierbei, im Gegensatz zu den „guten alten Zeiten“, richtig lang machen muss, steht wohl ausser Frage…
      Spotify ist kein Publisher für den Künstler. Es geht nur darum, mit anderer Leute Arbeit die eigenen Taschen zu füllen. Wenn ein paar Krümel abfallen, darf der geneigte Mitwirkende sie gerne behalten.

      Leider sind die klassischen Wege (Musikkneipe, Stadtfeste, lokale Festivals…) am aussterben, dadurch ist der virtuelle Vertrieb oftmals die einzige Möglichkeit, Musik öffentlich zu machen.
      Hier hat Jeder sein eigenes Maß an Leidensfähigkeit…

      Spotify und Konsorten werden sich von KI nur so lange distanzieren, bis sie rechtssicher (Urheberschaft/Lizensierung) beginnt, Einnahmen zu generieren. Dann geht es ab.
      Die Filmbranche erschafft gerade die ersten virtuellen Actors. Die sind nicht in der Gewerkschaft, wollen keinen beheizten Wohnwagen und keine Gage. Die Menge wird es über kurz oder lang akzeptieren. Wie auch bei der Musik…

      Harte Zeiten für Jeden, der mit Leidenschaft dabei ist und etwas zu erzählen hat.
      Aber wie hier schon angemerkt wurde, die Büchse bekommst Du nicht mehr zu…!

  2. Profilbild
    Logan5

    Ich sehe das kritisch. Für mich heißt das in Zukunft mehr Stress beim Veröffentlichen, da die Gefahr besteht, das mir durch einen automatisierten Vorgang von Spotify die Veröffentlichung ungerechtfertigt verweigert wird. Habe schon entsprechende Erfahrungen bei Spotify zum Thema Copyright gemacht.
    Das dann zu klären ist sehr nervig.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @C. D. Rowell Tja, sobald Geld im Spiel ist – und davon auch noch viel – war’s das dann. Kann man auch in der Spiele-Branche beobachten.

    • Profilbild
      Mixit

      @C. D. Rowell So läuft das (leider) nun mal, die Macht des Geldes bestimmt den Weg. Wer mitmachen möchte muss sich an die entsprechenden Regeln halten.

      Streaming als solcher ist ja auch nicht schlecht, nur das was daraus gemacht wird ist nur für wenige wirklich lukrativ. Liegenlassen kann man es als Artist auch nicht, schließlich möchte man auch auf der Platform vertreten sein, auf der sich die Fans die Musik anhören.

      Business, egal welches, ist kein Wunschkonzert sondern gesteuert von Rentabilität, was man in machen Fällen, auch als Gier oder Aubeutung bezeichnen kann.

      Ideen für eine faire Plattform gibt es sicher viele, das Geld, Zeit oder Kow How, für den Aufbau fehlt dann wie so oft. Leider.

  3. Profilbild
    Mixit

    KI als solche wird uns in der Musik-Zukunft noch mehr beschäftigen. Durch die ganzen „Wearable Features“ die man sich heute schon kaufen kann wird in Zukunft sicher noch die persönliche „Stimmung“ vom Smartphone ermittelt, wonach sich dann das Musikangebot zu einem bestimmten Zeitpunkt richtet…….

    Da denke schon an die Zeit zurück, in der man überwiegend CDs verkauft und sich um Auskopplungen auf Compilations gekümmert hat.

    … Seufz…..

  4. Profilbild
    jan1973

    Die interessante Frage ist ja, wie funktioniert die Erkennung. Nutzen die das , was Benn Jordan mal beschrieben hat? Also im Prinzip die ‚kaputten‘ MP3-Artefakte, die entstehen, wenn die KI versucht die Artefakte aus den Trainingsdaten ’nachzuahmen‘. Wenn also eine KI diese erkennen kann, sollte es auch möglich sein, diese Fehler zu entfernen. Dann sind wir beim Katz-und-Maus-Spiel wie bei den Viren-Scannern.

    Andere Frage: Hat Spotify auch die eigenen KI-Tracks zur Gewinnmaximierung entfernt oder nur die von der Konkurrenz, die unnötig Tantiemen kosten? 🤔

  5. Profilbild
    Mixit

    Dass 75 Mio KI-Tracks gelöscht werden begrüße ich, leider tauchen sie auch auf meinem Account immer noch auf, und da bin ich ganz sicher nicht der einzige. Spotify war zu Beginn sehr kooperativ was Beschwerden anbetrifft, wenn es um Namensmissbrauch ging.

    Heute sieht man schon bei der ein oder anderen Beschwerde keinen Grund mehr zu reagieren, obwohl das Thema das gleiche geblieben ist. Das kann schon sehr frustrierend sein.

    Wer wirklich effizient vorgehen will, muss sich gut vorbereiten, benötigt rechtlichen Beistand und einem laaaangen Athem sowie das passende Kleingeld. Prost Malzeit, schon traurig wie weit das alles bereits abgerutscht ist.

  6. Profilbild
    RoGo541

    Gibt es dieses Problem mit der KI-Songs Schwemme nur bei Spotify oder sind die anderen Streamingdienste (Apple Music etc.) auch davon betroffen?

    • Profilbild
      Mixit

      @RoGo541 Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, ich hatte die Einträge neben Spotify auf Tidal, Deezer sowie Amazon Music.

    • Profilbild
      WOK

      @RoGo541 Bei Youtube ist fast alles, was in den letzten Monaten an Musikvideos hochgeladen wurde (meist mit Standbild), KI-Kram. Teilweise (z.B. „Psychedelic Rock“ o.Ä.) in erstaunlich guter Qualität.

  7. Mehr anzeigen
Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Wir behalten uns die Löschung von Inhalten vor. Dies gilt insbesondere für Inhalte, die nach unserer Einschätzung gesetzliche Vorschriften oder Rechte Dritter verletzen oder Diffamierungen, Diskriminierungen, Beleidigungen, Hass, Bedrohungen, politische Inhalte oder Werbung enthalten.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
X
ANZEIGE X
ANZEIGE X