Riesiger Modularsynthesizer SynTesla Giorgio III auf Hans Zimmers Tour
Der Modularsynthesizer SynTesla Giorgio III sorgt aktuell für eine Menge Aufmerksamkeit, denn er wurde extra für die aktuelle Welttournee von Hans Zimmer entwickelt und fällt durch seine gigantische Größe vor allem optisch auf.
SynTesla Giorgio III als Zentrum der Liveshow
Der französische Entwickler Pierre Jean Tardiveau arbeitete für dieses Projekt eng mit dem Analogschaltungsdesigner Yves Usson zusammen und gemeinsam schufen sie ein System, das schon rein äußerlich stark beeindruckt: Zwölf große Schränke im 5U-Format bilden die Grundlage, ergänzt durch Reihen im Eurorackmaß. Zehn Schränke stehen bei der Tour sichtbar auf der Bühne und zwei weitere bleiben als Ersatz im Hintergrund.
Die Module wurden alle in Frankreich gefertigt, der vollständige Aufbau erfolgte dann später im Studio von Hans Zimmer in Los Angeles. Für den Probestart und die Premiere der Tour wurde das gesamte System nach Deutschland gebracht und dort zum ersten Mal in voller Größe zusammengebaut. Schon im Aufbau-Video von SynTesla zeigt sich, wie sorgfältig und detailverliebt dieser außergewöhnliche Synthesizer konstruiert wurde.
SynTesla Giorgio III: Technische Ausstattung
Der Synthesizer in drei große Sektionen aufgeteilt, von denen jede vier unabhängige Stimmen erzeugt. Eine einzelne Stimme umfasst dabei mehrere analoge und digitale Oszillatoren, Filter, Hüllkurven, VCAs, LFOs und zusätzliche Funktionsmodule und insgesamt kamen 23 verschiedene Modultypen zum Einsatz. Die Stromversorgung wurde bewusst großzügig dimensioniert und mit Messgeräten und Sicherheitsfunktionen erweitert. Einige Signalwege arbeiten intern verkabelt, aber gleichzeitig bietet der Synthesizer durch viele Patchpunkte ausreichend Flexibilität, sodass er auch live gezielt umkonfiguriert werden kann.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Hans Zimmer fährt klanglich und optisch groß auf
Für die Welttournee dient der SynTesla Giorgio III sowohl als echte Klangquelle, aber auch als zentraler Teil des Bühnenbilds. Pierre Jean Tardiveau bezeichnet das Projekt als wichtigen Schritt, der seinem Team internationale Aufmerksamkeit verschafft und es wird auch darüber gesprochen, dass es eines der größten Modularsysteme sein könnte, die je für eine Liveshow gebaut wurden. In wenigen Tagen geht die Website von SynTesla an den Start, über die dann wohl einzelne Geräte, die im SynTesla Giorgio III verbaut snd, gekauft werden können.



































Gehen damit auch Windspiel-Sounds? Und was ist das haarige Objekt auf dem Foto?
@swift Wenn du die rötliche undifinierbare „Figur“ rechts am Rand meinst, dann könnte es „Mariko Muranaka“, eine japanische Cellistin sein. Der Spiegel verdeckt ihre reale andere Kopf- und Körperhälfte…
Das passiert halt, wenn man sich für jeden neuen Patch neue Module kauft, damit die alten stecken bleiben können.
Bei jedem anderen als Hans Zimmer würde ich jetzt schreiben: Mei, wer’s braucht (gut, bei fast jedem, beim Herrn Jarre fände ich das auch cool).
Aber bei Hans Zimmer habe ich irgendwie nur das fette breite freudige Grinsen im Gesicht. Seit seiner Vertonung von »Black Rain« (der Japan-Thriller von Ridley Scott mit Michael Douglas und Andy Garcia, wenn ihr euch noch erinnern könnt) habe ich ihn ins Herz geschlossen. Und dann für mich »Inception« und das großartige »Interstellar« (mit einer Kirchenorgel, das muss man erst mal bringen). Nee, das passt scho’. 😀
@Flowwater ich finde aber die alten Sachen wesentlich besser.
hab’s eh hier schon geschrieben.
könnte allerdings eine vorgabe der Filmstudios sein immer weniger Melodien zu verwenden.
@Numitron Nee, das glaube ich nicht. Das ist ja eher so ein Trend in der gesamten Musik, dass Melodien verschwinden, Harmoniewechsel auch schon spärlich sind … usw. Mir gefällt es trotzdem. Es gibt ein Video auf YouTube (ist das nicht sogar der Ausschnitt aus seiner »Masterclass«?), in dem Hans Zimmer die beiden Noten mit dem Fanfarensound für »Batman Begins« erklärt. Ich finde das faszinierend und kann das voll nachvollziehen.
Auf der anderen Seite: Man muss eigentlich nur vier Noten aus den Themen für »Star Wars« hören, aus »Superman« (der mit »the one and only« Christopher Reeve natürlich) und »Indiana Jones« … und man weiß, dass es »Star Wars«, »Superman« und »Indiana Jones« ist … egal auf welchem Instrument gespielt.
@Flowwater ja! wollte schon ewig so ein John Williams Video machen! das „c“ hat er wohl besonders gerne 😉 viele Metalband fangen mit dem tiefen „e“ an und beides passt gut 😃
Ich hatte Hans Zimmer in Köln gesehen und gehört. Das riesige Modular System fällt als Teil der Bühnen-Deko direkt auf. Insbesondere im Dunkeln machen die vielen bedeuteten VU-Meter einen tollen Eindruck. Ich hatte überlegt um welche Module es sich handelt. Jetzt ist klar warum ich zu keinem Ergebnis gekommen bin.
Die Show fand ich optisch ne Wucht, akustisch leider eine komplette verhallte Katastrophe. Ich saß nur wenige Meter vom Mischpult entfernt. Ich kann nicht nachvollziehen wie man mit Weltklasse Equipment so schlecht mischen kann. Daher war es mein letztes teueres Konzert bei Hans Zimmer.
Wall of Sound auf eine andere Art.
Und jedes Modul musste er beim Hersteller mit Seriennummer registrieren und online freischalten :)
@bluebell Sustain Level und LFO Waveform 3 bis 5 übers Premium-Abo freischaltbar…