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Synthstrom Audible Deluge

Der Zauber der ergonomischen Bedienung

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Langer Rede kurzer Sinn, die Meta Ebene brauchts damit die Ergonomie funktioniert. Ich umarme quasi ein A4 Blatt und wenn der Ian in seinen Videos so ein Zittern in den Fingern zu haben scheint, ist es eher die Vielseitigkeit, was diese Finger grad als nächstes bewegen könnten die sich durch langen Gebrauch schon in den Fingerspitzen zeigt. Ich entwickle das Syndrom auch schon und es ist durchaus angenehm, genau das Gegenteil von Karpalbeschwerden. Man merkt nur alle Varianten, wie diese entstehen könnten, Knöpfedrehen und Drücken an der Deluge klaut Stunden. Die Hände sind abwechlungsreich in Bewegung. Man kann sich auch immer wieder zurücklehnen ob dem, was da aus den Boxen knallt. Die abgegrenzten Tasten ganz rechts gehören oft zur Matrix beim Arbeiten in Spuren und bieten ein immer aktives Pianoroll zum Vorhören und Üben. Wenns passt ist der Record/Overdub Knopf gleich darüber.

Mit den schwarzen Reglern links am oberen Rand fliegt man durch die Noten, Events und Spuren.
Mit dem Displayknopf zoomt man rein und raus aus der Partitur. Vermutlich werdem sich Deluge Nutzer nur in der bevorzugten Zoomstufe unterscheiden, je nachdem ob man eher Komponist, Sound Designer, Beatfrickler oder Cliplauncher sein will. Egal wo man herkommt, man lernt dabei die anderen Methoden schätzen da diese sich anbieten oder gewisse Dinge wie die Song View zwingend gestaltet sind. Alle können und wollen dazu noch Midi und CV und Audio und Samples und Recording und Instrumente und den Rest der modernen Musikwelt und für die Deluge ist das selbstverständlich.

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Bleibt nur Musik machen.

In Noten und Melodiebögen und Rhythmen, live eingespielt auf alle Arten und mit ziemlich jeder modernen Technik. Die Soundqualität ist durchgehend hoch oder der Effekt brauchbar einfach. Jede normale Bedienung liegt direkt an der Oberfläche. Also Bass einspielen. Laufen lassen. Sound einstellen. Dabei 4-5 neue tolle Eigenklänge abspeichern.
In Song View wechseln. Spur kopieren. Neuen Sound von eben anwählen. Zurück in der Songview die ersten Takte auf eine Wiederholung stellen, springt dann gleich zur nächsten Passage mit derselben Melodie. Während das Lied schon anläuft, Drumspur erstellen (Kit) und alle üblichen Sampleplatzierungsoptionen geniessen.
Gut passt.
Neue Spur. Freie Melodie. Wieder ein paar Neuklänge einsammeln.
Die Melodie als Bridge belassen und die Spur von oben kopieren. Diese Takte in der Track View multiplizieren und variieren. Dabei lassen sich mit der Cross-Screen Funktion tolle Happy Accidents generieren..

Das Segment wieder laufen lassen und mit der Engine aus der Bridge eine tolle Melodie drüber donnern. Tausend Spuren verbraten bis was Gutes kommt ;)
Dann noch Finale und Outro.

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Fazit
Ich habe das Ding seit Pfingsten, spiele sonst nur Gitarre, und das bringe ich mir selber langsam bei. Früher Posaune, nicht so mein Klang aber die Expressivität vermisse ich oft. Geschenkt mit der Deluge. Indes liegen knapp darauf, um die hundert individuelle Presets für lange Winterabende und es wurde noch nichts davon durch die  "echten" Synthesizer gejagt. Bei ein paar Stunden pro Woche, nebenher. Fast täglich, allerdings.
Die Deluge ist ein schwarzes Loch, weil es genau eine Song View gibt. Es darf jederzeit gespeichert werden. Es wird aber was draus oder ist bei Version B schon müde und man löschts einfach. If its not good... Bei Erfolg bleibt eine Songnummer ohne Buchstaben mit der jederzeit wieder beim Hören toll zu findenden Grundidee. Dazwischen der Weg zur Buchstabenversion, die eigentlich gemastert werden kann. Dank Resampling nun direkt ab SD. Die Karte wird bestreamt und in den 64MB RAM hats den ganzen Platz für Processing. Weil das ist alles ALLES Digital da drin. Klingt nie "so" in meinen Ohren ausser wenns soll oder muss.
Während von aussen der Betrachter einen Menschen sieht, der zwischen  den zahlreichen Einzelschritten von Skizze zu Arrangement uund Komposition und Aufnahme und Bearbeitung und Mixing und Fx und und herumhüpft (was man nicht sieht weil Deluge bedienen einfach nur lustig aussieht), ist der geneigte Künstler schlicht immersiv mit seinem Werk konfrontiert. Was nicht gut ist, wird am besten durch Besseres ersetzt. Deluge unterstützt mich primär beim Songwriting, ganz klar. Zwingt mich dazu. Weil dabei das eigene Lied immer laufen kann, merkt man schon was bei der tausendsten Wiederholung nicht funktioniert. Was weitergeht ist sofort umgesetzt.
Der nahtlose Wechsel zwischen den Funktionen fördert die Konzentration und wirkt erfrischend. Nicht mehr 1000 Möglichkeiten wie in der DAW, sondern fürs Wichtigste die hundert gebräuchlichsten Funktionen intelligent zusammengesetzt. Ich liebe meine Deluge ;) weil sie so musikalisch orientiert ist.
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Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Besten Dank für diese Leserstory! Mich interessiert die Kiste auch schon seit ich davon zum erste mal las, hatte aber bisher noch nicht die Chance eine zu ergattern. Ich hoffe dass das bei der nächsten Charge klappen wird. Da ich in immer mehr Bereichen meines Lebens zum Minimalisten werde, würde mir dieses Teil sehr gelegen kommen, da hier offenbar alles auf’s Wesentliche reduziert ist und man nicht durch unnötiges abgelenkt wird. Was man bisher an Infos und Berichten findet, ist aber leider ziemlich dürftig und so hab ich mich umso mehr über deinen Bericht gefreut, der wie eine weitere Antwort auf meine Frage erscheint, ob der Deluge wirklich das ist, was ich mir wünsche = Offenbar schon :)

    • Profilbild
      antiandi

      Danke, gerngeschehen. Das Ding wurde mir angedient und ich möchte es nicht missen. Amazona Anmeldung wegen Kommentar, der war zu lang, darauf in einem Wusch (und mit Fehlern für die Ewigkeit ;) siehe Korrwkturen) diesen Fanhype. 4 real, i’love this machine. Schön wenn das rüberkommt. Ich bin sonst gar nicht der Maschinenbediener da beruflich schon als Mathematiker glücklich mit 0101. Aber Deluge hats mir angetan durch die Praxis. Viel Spass und teils mit der Welt :)

  2. Profilbild
    antiandi

    Korrwkturen
    1. Ich hab das alles aus der aktiven Erinnerung geschrieben, mein Baby ist gemoddet. Diese schönen echten original Deluge Knöpfe (Dachte mir, die sind weniger echt in echt. Sind sie nicht.) zieren nun den Vintage Amp ;)
    darum und allgemein 2. Knöpfe sind im echten Leben manchmal andersfarbig oder anders bedient als beschrieben. Aber immer schön. Die kühlen Knöpfe und die vorwärts orientierte, intuitive Bedienung.
    3. 40+ Lieder. Im Ernst. Bin gerade dazu übergegangen, alle guten Songstarts von 999 rückwärts abzuspeichern und die neuen von 1 vorwärts. 0 vorwärts in Buchstaben meine Lieblingsgrooves für Durchhängermomente.

  3. Profilbild
    antiandi

    Soundbeispiele: Da werden in Zukunft schlicht viele Songs als „Made on Deluge“ deklariert werden.
    Bin beim Schreiben dieser Zeilen bei 60 brauchbaren Songspeicher-ABC-Slots, aber davon auch mal 10er Blöcke Skizzen, auch irgendwo in den 870er Speichern solche Fragmente. Als ich noch nur mit der Soundengine spielte, eigentlich. Habe also schon locker 60×5=300 Versionen verbraten. Aber alle nur vorwärts und so kommen statistisch beim Anfänger 20% aufhorchen lassende Songs raus. Ganz unabhängig der persönlichen Geschmacksrichtung, mehr wegen des Live eingespielten tonalen Gefüges. Knöpfe eindrehen funzt mir nicht. Lieder schreibt der Delugionist am Laufmeter. Weil ihr mir das nicht glaubt, siehe den Link im Profil. Das war nach zwei Wochen und ich habs mal zum Speichern hochgeladen. Nur Deluge für mich, dadurch zum Spass Künstler geworden :D Und weil direkt resamplet werden kann, landet weniger online, weil ich mit dem offline Produzieren dank ständig neuer Songs nicht nachkomme. Gefällt mir prima, Danke, Ian!

  4. Profilbild
    antiandi

    Für den Transportschutz empfiehlt sich ein 15″ Laptopsleeve. Akai Mini (gibts nimmer) passt perfekt. Mono Loop 15″ mein persönlicher Schutz. Das dann im Laptopfach im Rucksack, das etwas grössere Format (13″ geht manchmal auch) schützt und versorgt sich besser mit dem Sleeve-Schnitt-Bedingten Couvertformat. Knöpfe sind wie Displays, wollen wenig Druck. Der Ein/Aus-Schalter ist zu schützen, mittelhart eingestellt kann ihn das Eigengewicht des Deluge bei sportlichen Transporten betätigen. Drum immer gleich orientiert eingelagert im Etui und im Rucksack, der Loop hat dazu eine perfekt stosschützende Schlaufe.

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