28. Oktober 2019

Test: Asrock Deskmini 310 Mini PC als DAW – Think big?

Nachdem meine bisherige DAW, ein 2012er HP Elitebook 8470p, trotz Aufrüstung mit i7 3630QM CPU, 16 GB Ram und zwei 2,5″ SSDs den heutigen Leistungsanforderungen zunehmend nicht mehr genügt, musste etwas Neues her.

Das Budget ist relativ knapp, es sollten 750.-€ möglichst nicht überschritten werden.

Ein Desktop PC kommt aus Platzgründen nicht in Frage.

Ein Mac Mini klingt erst einmal interessant, aber die Preise für eine sinnvolle Ausstattung, das Dilemma mit dem T2-Chip bei Verwendung von USB-Audiointerfaces und die mit Catalina eingeführten Änderungen des Betriebssystems verbannen Apple endgültig aus meinem gedanklichen Pool der Möglichkeiten.

Also ein neuer Laptop, vielleicht irgendein Refurbished-Modell?

Da stosse ich doch plötzlich bei meinen Online-Recherchen auf eine bisher nur selten am Rande erwähnte Variante. Ein Tiny-PC!

Nachdem sich ziemlich schnell die Selbstbau-Option gegenüber z.B. einem Intel NUC herauskristallisiert, plane ich das Ganze mal spasseshalber durch.

Asrock Deskmini 310 Mini PC für Musikproduktion

Meine Wahl fiel auf das DeskMini 310 Barebone von Asrock.

Dieses unterstützt Intel Prozessoren der 8./9. Generation mit bis zu 65W Leistungsaufnahme, bis zu 64 GB DDR4-RAM, 2x 2,5″ SATA 3 HDD/SSD Slots plus einen Ultra M.2 PCIe Gen3 x4 Slot. Drei Video-Ausgänge (HDMI, Display Port und D-Sub) die gleichzeitig verwendet werden können, wobei über Display Port eine 4k-Auflösung bei 60Hz möglich ist. Dazu kommen 1x USB 3.0 und 1x USB 3.1 Gen.1 Typ C an der Front, sowie je 1x USB 2.o und USB 3.o auf der Rückseite. Optional sind noch zwei USB 2.0 Ports an der Gehäuse-Oberseite über eine Erweiterung möglich (ideal für MIDI Equipment oder Dongles)

 

Die Bestückung meines Asrock Deskmini 310 Mini PC

Meine Einkaufsliste sah dann folgendermassen aus:

  1. Asrock Deskmini 310 Barebone mit WiFi-Kit ca. 200.-€
  2. Intel Core i5 9400 (Sechs Kerne!) 2,9GHz bzw. 4,1 GHz im Turbo-Mode mit Noctua NH-L9i Low Profile Kühler ca. 250.-€
  3. HyperX 2x 8GB Dual Channel Kit
  4. Und als Geheimtipp noch eine

Macht zusammen 650.-€, also voll im Budget.

Die beiden SSDs aus meinem Laptop bekommt man sogar auch noch im Deskmini-Gehäuse unter.

Tastatur, Maus und Monitor habe ich noch, also was hält mich ab? Nach ein paar Stunden erfolglosen Versuchens etwas zu finden, was dieses System als DAW-Lösung zunichte macht, bestellte ich schließlich den ganzen Kram.

Ein paar Tage später sind dann endlich alle Komponenten da. Oh Mann, das Ding ist wirklich winzig. Es hat in etwa die Größe eines Netzteils für einen Tower-PC. Der Zusammenbau war in einer knappen Stunde erledigt. Etwas Erfahrung oder zumindest Fingerspitzen-Gefühl in solchen Dingen, sowie ein ESD-gerechter Arbeitsplatz sind eindeutig von Vorteil.

Als erstes die CPU montieren. Um den Noctua-Lüfter zu installieren, muss man das Mainboard vom Gehäuse abschrauben und von unten die Befestigungs-Schrauben durch die Platine hindurchführen und mit den Lüfterfüssen verschrauben, vorher nicht vergessen, die Wärmeleitpaste aufzutragen. Dann die zwei RAM-Riegel in die Fassungen drücken und verriegeln. Die beiden alten 2,5″ SSDs passen nebeneinander auf die Unterseite des Mainboard-Einschubs. Passende SATA-Adapterkabel, sowie alle Schrauben sind übrigens beim Deskmini 310 dabei. Dann noch das WIFI-Kit montiert, sowie die NVME SSD in die M.2 Ports installiert und mit den Schrauben gesichert. Monitor, Tastatur und Maus angeschlossen und das war´s.

Der Mini-Rechner bootete tatsächlich anstandlos und ich aktualisierte die Treiber für das Mainboard und dessen Komponenten. Dann wurde die alte Boot-SSD auf die NVME geklont (Tipp: Macrium Reflect, kostenloses Tool) und die Boot-Reihenfolge im BIOS umgestellt. Wieder bootet das System anstandslos. Allerdings hatte ich mir einen deutlicheren Unterschied zur normalen SSD erhofft.

Danach folgte eine längere Aktivierungs-Orgie, in deren Verlauf mein Windows 10 Pro, sowie ein Grossteil meiner Studio-Software (Ableton Live 10 Lite, Studio One 4, Bitwig) und Plug-Ins (Spectrasonics, Korg, Arturia, Native Instruments uvm.) neu aktiviert werden mussten. Im Grossen und Ganzen war dies aber auch erstaunlich schnell und problemlos erledigt und ich fing an, alles ausgiebiger zu testen. Anfangs kam es nach ein paar Minuten zum plötzlichen Abschalten des Monitors, aber es stellte sich heraus, dass das BIOS des Mainboards noch die erste Version hatte. Es reicht ein kleiner FAT32-formatierter USB-Stick auf den man das aktuelle BIOS kopiert und schon kann es direkt geflasht werden. Die Informationen auf der Webseite von Asrock zu dem Deskmini 310 sind vorbildlich gestaltet und alles ist leicht auffindbar, sogar Kompatibilitätslisten für Speicher, SSDs usw. sind vorhanden.
Nach dem Flashen des aktuellen BIOS 4.20 und Laden der Standardwerte trat das Problem mit dem Abschalten des Monitors nicht mehr auf.

Nachdem dann alles soweit stabil lief und der Rechner auch über Nacht fehlerfrei durchhielt, mussten härtere Geschütze aufgefahren werden. Ich hatte bei meiner bisherigen DAW auf dem Laptop massive Probleme mit einigen Patches von U-He DIVA, Zebra HZ und einigen Omnisphere-Multis. Manchmal reichte schon ein gespielter Akkord oder teilweise sogar eine einzige gehaltene Note, um die alte CPU bei 512 ASIO-Puffergrösse in die Knie zu zwingen. Also bastelte ich mir schnell ein Projekt in Ableton Live 10 lite (weil Live mehr CPU braucht) in dem genau diese Instrumente und Patches gleichzeitig in einem 16 Takte-Loop verwendet wurden und das auch noch bei reduzierter 256 ASIO-Puffergrösse. Mir fiel die Kinnlade auf den Tisch, mehr als 35% Systemlast liessen sich einfach nicht provozieren.

Ich bin restlos begeistert.

Oft kommt es zu Problemen mit MIDI-Geräten und Funk-Dongles, die an USB 3.0-Ports betrieben werden. Ich musste auch etwas herumprobieren, bis ich die richtige Kombination aus welches Gerät wo angeschlossen wird, gefunden hatte.       Z. Zt. sind das Antelope Zen Tour Audio-Interface, ein Arturia KeyLab 61 MK II, eine NI Maschine Jam und der Arturia Spark CDM Drumcontroller, sowie eine USB-Tastatur und ein Wireless Logitech Trackball mit Unified-Empfänger über USB angeschlossen. Als Monitor dient ein HP 27Q mit 2560×1440 Auflösung über Display Port. Betriebssystem ist Windows 10 Pro 1903, natürlich für Audio optimiert gemäß der üblichen Quellen.

Sinnvolle Erweiterungen für knapp 50,-€ mehr, wären das USB 2.0 Erweiterungskabel von Asrock, welches zwei USB 2.0 Ports auf der Oberseite des Gehäuses hinzufügt und ein USB 3.1 Hub mit USB C Stecker.

Fazit
Für 650,- € habe ich mein altes Studio-Notebook durch einen neuen leistungsstarken Mini-PC ersetzt, welcher eine aktuelle Desktop CPU nutzen kann, extrem leise ist und über ausreichend USB-Anschlüsse verfügt bzw. gut erweitert werden kann.

Plus

  • Klein
  • Leise
  • Leistung
  • Qualität
  • Erweiterbarkeit

Minus

  • kein Thunderbolt
  • veraltetes BIOS bei Auslieferung
Forum
  1. Profilbild
    Karsten Döring

    Vielen Dank für den Artikel. Da ich in einer bisher reinen Mac Umgebung Musik mache, war für mich ein Windows Rechner keine Option. Jedoch arbeite ich an meinem iMac über VSL Ensemble Pro mit 2 Mac Mini, welche aber auch die von dir beschriebenen Performance-Engpässe hier und da aufweisen. Da könnte auf Grund der Betriebssystem-Unabhängigkeit von VSL eine nette Abhilfe mit diesen Mini PCs geschaffen werden. Vor allem würde eine 1TB SSD M2 hier pro Rechner völlig ausreichen. Muss mir das ganze mal noch genauer anschauen.

    Sehr cool !!!

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    Healfix  

    Klingt interessant. Ich würde mich freuen, wenn Du in ein paar Wochen mal ein Update schreibst, wie sich die Kiste bewährt hat.
    Und: wie leise ist „leise“ und wie schaut es mit der Wärementwicklung aus?

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      Felyon  

      Das mache ich bestimmt.

      Mit „Leise“ meinte ich unhörbar bei moderater Wärmeentwicklung, zumindest mit dem Noctua-Lüfter.
      Es gibt im BIOS für die Lüftersteuerung u. a. die Einstellungen „Lautlos“ und „Standard“.
      Ich verwende „Lautlos“, da „Standard“ doch schon ziemlich laut ist.

      In einem Live-Testprojekt habe ich 5 Loops von anspruchsvollen DIVA, Zebra HZ, Bazille, Repro-5-Patches, sowie ein Omnisphere Multi gleichzeitig zwei Stunden lang in Ableton Live 10 Lite ohne Probleme laufen lassen.
      Alle VSTi auf höchster Qualitäts-Stufe (HQ) und Multi-Core aktiviert, wo möglich.
      Das System blieb unhörbar, die Abluft war deutlich warm, aber nicht alarmierend.

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    bluebell  AHU

    Der Deskop ist wegen der besseren Kühlung und der dann möglichen Prozessorvarianten immer die leistungsstärkere Alternative, klar.

    Beim Notebook ist das Problem oft die Kühlung. Während mein altes Core-i5-Notebook nie Probleme mit Dauerlast hat, ging mein neueres Notebook mit Core-i7 in die Drosselung, als es im Sommer in meinem Heimstudio 27°C waren. Das äußerte sich in Knacksern (und entsprechenden Einträgen im Syslog). Klar, die Mehrleistung muss weggekühlt werden, und da hat die Kühlung eines Core-i7 mehr zu tun als die eines Core-i5.

    Damit das Notebook mit Core-i7 später in die Drosselung geht, habe ich mir einen Notebookständer mit Lüftern gekauft, das ist eine Art gelochtes Tischpult mit drei großen Lüftern darunter. Das schalte ich aber nur an, wenn es nötig ist, denn die drei Lüfter sind deutlich hörbar.

    Wie man auf Windows oder Mac feststellt, dass das Notebook wegen nicht ausreichender Kühlung in die Drosselung geht, weiß ich nicht. Es lohnt sich aber, sich damit zu beschäftigen.

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    Marco Korda  AHU

    Schönes Ensemble. Lediglich mit Anschluß von Peripherie hätte ich selbst ein Problem. Aber du hast ja schon selbst erwähnt, dass eine USB-Erweiterung in Betracht zu ziehen ist. Da kommt ja immer ganz schön was zusammen. Mittlerweile ist ja auch MIDI via USB ein nicht selten gesehener Gast. Bei meinem Desktop sind alle 8 USB-Slots besetzt, zusätzlich hängt da noch ein Hub dran, der die Dongles verwaltet. Ächz….

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    anttimaatteri   1

    hm bin zwar hart an einem amd system dran, aber das hier scheint auch gut. für meine verhältnisse dürfte es reichen. aber das sagt man immer vorher haha. das problem ist im grunde die intel preispolitik, die mich abschreckt. fast wie bei gibson ;D

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      Felyon  

      Es gibt die ganze Geschichte auch für AMD Ryzen AM4, auch den Noctua-Lüfter gibt es dafür.
      https://www.asrock.com/nettop/AMD/DeskMini%20A300%20Series/index.de.asp
      https://noctua.at/de/products/cpu-cooler-retail/nh-l9a-am4

      Aber der Ryzen hat leider eine Designschwäche, die ausgerechnet in DAWs deutlich wird.
      Bei niedrigen Latenzen ist der Pufferspeicher nicht schnell genug, um den Audiostream stabil zu bedienen.
      Es kann dann zu Audio-Aussetzern kommen.
      Wenn man hauptsächlich mit VSTi bei moderaten Latenzen arbeitet und keine Audio-Aufnahmen von z. B. Drums oder E-Gitarre machen möchte, dann könnte der Ryzen eine gute Alternative sein.

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        AMAZONA Archiv

        Das entspricht nicht meiner Erfahrung im Realbetrieb. Der Ryzen 3000 hat eine immense DSP-Leistung und alle bisher von mir gebauten Ryzen 3600-Systeme waren vollkommen unproblematisch und grundsätzlich nicht optimierungsbedürftig. Der Pufferspeicher, du meinst den Sample-Buffer, kannst du bei einem Fireface 800 mit Firewire-Karte bis 48 Samples (mehr bietet RME nicht an) herabsetzen und das Performance-Meter ist unter Cubase wie genagelt auf 30-35%. Ohne Peaks und Aussetzer bei 28 Kanälen Outboard rein und raus. Viele Intel-Systeme hatten hingegen genau die Probleme die du oben beschreibst und mußten teils aufwendig optimiert werden. Meine Budget-Empfehlung: Gigabyte B450M S2H. Wenns besser sein soll die Asus B450 TUF-Serie. Das habe ich als ATX Pro Gaming-Variante selber im Rechner. Mit etwas Optimierung, sofern man denn unbedingt will, geht sogar noch mehr. Ein Sharkoon S1000 Micro-ATX Gehäuse ist optimal, dazu ein Gigabyte B450M S2H und ein LC-Power 350W Netzteil kosten zusammen 125€. Mehr geht für Geld derzeit nicht und ist ungleich potenter als das etwas teurere Asrock Mini für 135€. Beibt dem Asrock nur das kleinere Format.

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    gaffer  AHU

    Schöner Ansatz, habe über kleine PCs auch schon sinniert, trotz Mac User. Ein Punkt, der mich immer wieder verwundert: warum werden in PC Umgebungen grundsätzlich diese Funklösungen eingesetzt, die schon mal prinzipiell einen USB Port für den Empfänger belegen, wo doch fast überall BlueTooth Empfänger eingebaut sind. Also an Störungsanfälligkeit kann‘s nicht liegen, wird ja seit den Nullerjahren problemlos bei Macs eingesetzt. Als ich kürzlich für meinen PC eine BT Maus im Saturn suchte, war bei 15m Auswahl keine einzige drunter.

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      Felyon  

      Die integrierten Bluetooth-Geräte sorgen in Audio-PCs bzw. Laptops ganz gerne mal für ASIO-Aussetzer.
      Und nicht wenige PC-Mainboards haben sogar kein Bluetooth onboard, daher ist dann ein Funk- oder Bluetooth-Dongle nötig.

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    Slava Soloma

    Ich steige mal etwas verspätet mit ein :) Ich habe da eine frage zwecks DPC Latenzen dieses Systems und ob es möglich ist auch bei niedrigerem Buffer ohne Aussetzer zu recorden (128/64 Samples) ? Der Formfaktor ist echt gut und wäre auch ein guter Ansatz für ein Dual Boot Hackintosh Mini .

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      Felyon  

      DPC-Latenzen sind in Ordnung.
      Ich würde für den Recordingbetrieb empfehlen, WLAN und Bluetooth zu deaktivieren, die funken ganz gerne mal dazwischen.
      Ich nehme mit 128er Puffergrösse auf, das läuft absolut problemlos.
      Mit dem Antelope Zen Tour komme ich so auf 6ms Latenz.

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    maddin62

    Guten Abend zusammen,

    habe den Artikel als Anlass genommen, mein altes Notebook durch neue Rechenpower zu ersetzen und hab die kleine Kiste fast genauso gebaut, andere Platten und 32Gb RAM. Bin ziemlich begeistert, nehme mit 128 auf, viele VSTs und Effekte und habe spielbare Latenz deutlich unter 10 ms mit dem Scarlet 18i20 3rd unter Cubase 10.5.
    Vielen Dank für Deinen Artikel.

    Allen einen guten Rutsch und erfolgreichen Start in 2020

    Martin

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    Patrick

    Hallo! Ich habe mit viel Interesse schon des Öfteren deinen Test dieses Rechners gelesen. Ich wollte mir auch so einen zulegen, aber die Rezensionen und Meinungen, die ich über diesen Rechner im Netz gefunden habe, waren doch sehr geteilt. Jetzt bin ich dazu übergegangen, mir einen Intel NUC anzuschaffen. Was würdest du sagen? Gute Investition oder würdest du nach wie vor den Asrock Deskmini empfehlen? Nebenbei: als Audio Interface verwende ich wahlweise ein Steinberg UR-RT4 und/oder ein Soundcraft Signature 22MTK. Meine Haupt-DAW ist Samplitude Pro X5 Suite von Magix.
    Schon mal vorab danke für deine Meinung! :-)

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      Felyon  

      Moin, ich habe mit meiner Konfiguration bisher null Probleme gehabt.
      Der DeskMini läuft bei mir immer noch leise, schnell und zuverlässig.

      Intel NUC ist sicherlich ein gutes Gerät, aber da er mit Mobile CPUs läuft, dürfte er deutlich weniger Leistung als die Desktop CPU des DeskMini haben.

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        Patrick

        Naja, die Meinungen gehen da sicher ganz schön auseinander. Mich hat beim Deskmini etwas verwirrt, dass einer ein Video veröffentlicht hat, in dem er meinte, er hätte gleich zwei Deskminis hintereinander auf dieselbe Art und Weise zerschossen, indem er Coffeelake-Prozessoren und Noctua-Kühler eingebaut hätte, woraufhin das Mainboard verbogen und das System zerschossen wurde. Gibt es von diesem Deskmini eigentlich schon eine neuere Ausgabe?
        Das wäre ja das Gerät, das es mir angetan hätte:
        https://www.mindfactory.de/product_info.php/Intel-NUC-NUC8I7BEH2-i7-Bean-Canyon-Bluetooth-5_1274295.html

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          Puschel

          Moin,

          wer einen Deskmini 310 mit einem Noctua L9i betreiben will,sollte sich zwingend eine universelle Backplate am besten aus Eisen ordern,da verbiegt sich das Board nicht einen Millimeter.Hab hier einen Deskmini mit i9 9900 und einem L9i seit knapp einem Jahr ohne Probleme im Betrieb.Der Typ der sich zweimal das Board zerschossen hat ist auch ein bisschen doof,habe mir seine Videos angeschaut.Ohne Backplate würde ich den Lüfter niemals verbauen.

          Gruß

          Puschel

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            Patrick

            Servus! Danke für deinen Hinweis. Wenn du jetzt die Wahl hättest zwischen so einem Intel NUC Bean Canyon oder dem Asrock Deskmini 310: welcher würde es bei dir werden? :-)

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              Puschel

              Definitiv den Deskmini.
              Den Nuc den du dir ins Auge gefasst hast,hat einen U Prozessor.Also quasi einen Stromspar Prozessor.
              Die takten schneller runter,was man bei der Performance spürt.Ich denke auch mal,das die Kühlung in dem Gerät schnell an die Grenzen stösst.

              Mit einem Deskmini i7 8700 hast du ordentlich was unter der Haube und die CPU ist auf dauerlast ausgelegt.

              Auf Ebay z.B

              https://bit.ly/35nPifU

              Wenn du keine zwei linken Hände hast,Teile ordern und selbst zusammenbauen.Ist dann auch etwas günstiger :)

              Puschel

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                Patrick

                Ja, die habe ich leider, wobei beim Zusammenbau kann mir bei Bedarf auch jemand helfen. Hab mich bereits bei der Mindfactory umgeschaut. Da würd ich ihn auch kriegen, im Fall des Falles. Jetzt ist halt die Frage: das Gerät hat schon zwei Jahre auf dem Buckel: zahlt sich das noch aus zu ordern oder wäre es gescheiter zu warten, bis Asrock was Neues auf dem Gebiet rausbringt?
                Ah ja, wie viele Festplatten kann ich denn maximal in das Teil rein stecken? Ich dachte zumindest mal an eine, wo das Betriebssystem läuft und eine Daten-Festplatte, wo die ganzen Projekte rauf gehören.

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                Patrick

                Also ich sag mal, was ich unbedingt brauchen würde: mindestens 6 USB Anschlüsse: dafür einen fürs Interface, einen für meine Braillezeile (ich bin blind, daher brauch ich auch ein Gerät, mit dem ich was lesen kann), für den Fall, dass ich sehende Hilfe brauche Anschlüsse für Maus und Monitor sowie natürlich eine Tastatur, denn ohne die geht ja gar nix, und ggf. auch noch einen Anschluss für einen USB-Midi-Kontroller. i7-Prozessor sollte drinnen sein, sowie die oben bereits erwähnten 2 Festplatten (eine davon (am besten die Daten-Platte) mindestens 1 TB oder höher groß) und einen Arbeitsspeicher von 32 GB RAM. Ich glaub mehr RAM geht sowohl bei der NUC als auch beim Deskmini nicht rein. :)

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                  Puschel

                  Ob in der nächsten Zeit was neues kommt,kann ich dir nicht sagen.Denke eher nächstes Jahr.
                  Festplatten kannst du 3 verbauen.
                  1xM.2 und 2x Sata 2,5 Zoll
                  Insgesamt hast du 6 USB Anschlüsse,mit dem USB 2.0 Einbau Kit (was separat erworben werden muss)
                  64GB Ram ist das maximum.
                  Falls Kabelgebundene Tastatur und Maus verwendet werden sollen,empehle ich die Tastatur von Mathias.Quasi ne kopie von einer Apple Tastatur,mit integriertem USB Port z.B für eine Maus,so spart man einen USB Port und ist auch noch beleuchtet

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                    Patrick

                    Okay, ich schau mir den Deskmini noch mal an. Aber was ich so gesehen habe, komme ich alles in allem gleich mal günstiger weg als beim NUC, was mir eigentlich die Kaufentscheidung etwas erleichtern sollte. :-) Gibt’s eigentlich auch etwas, das für NUC spricht oder eher weniger? :-D

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                      Puschel

                      Für den NUC spricht nichts meiner Meinung nach.
                      Am besten mit dem Kauf noch warten,es stehen wohl tatsächlich neue Minis vor der Tür.H470 und X300

  10. Profilbild
    Patrick

    Die Tastatur wäre interessant: hast du da eine genaue Bezeichnung dafür? Und wenn’s die nicht werden sollte, gäbe es auch welche bspw. von Logitech, die auch so einen USB-Anschluss für Maus oder USB Stick on Board hätten?

      • Profilbild
        Patrick

        Danke für den Link. Also wenn ich mir das alles da so durchschaue, hat entweder jemand vor, die Tastatur gewaltig zu verreißen oder die kommt bei den Bewertungen echt nicht gut weg. :) Gibt’s außer dieser Tastatur und eben der von Apple (wobei die ja unter Windows wahrscheinlich schwer nutzbar sein wird) auch noch eine andere, die den Vorzug erfüllt, dass man damit noch ein zusätzliches USB-Gerät betreiben kann?

  11. Profilbild
    MiDonSi

    Ich finde den Asrock DeskMini auch total interessant…. Vor allem aber den DeskMini H470. Daraus kann man sicher ein „kleines DAW-Monster“ machen. Von der Größe her auch noch gut transportabel. hehe

    Und was die knappe Anzahl an USB 3.0 Ports angeht, bin ich mit diesem Icy Box USB 3.0 Hub mit externem Netzteil ganz zufrieden:
    https://www.amazon.de/IB-AC618-Stromadapter-Aluminiumgeh%C3%A4use-USB-Ladeport-schwarz/dp/B00NM6BXKA

    oder

    https://www.mindfactory.de/product_info.php/ICY-BOX-IB-AC6113_992071.html

  12. Profilbild
    VerMona74

    Vielen Dank, eine interessante Kombination.
    Welches externe Netzteil wurde denn verwendet bzw. Wäre zu empfehlen?
    Und gab es schon mal Schwierigkeiten, dass der Strom nicht gereicht hat?
    Danke und herzliche Grüße
    VerMona74

    • Profilbild
      Felyon  

      Hallo VerMona74,
      bei dem Asrock DeskMini ist das externe Netzteil dabei.
      Bisher weiterhin keine Probleme mit der beschriebenen Konfiguration.

      Gruß
      Felyon

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