Das teuerste Rockalbum aller Zeiten?

Der frühere KISS-Gitarrist Vinnie Vincent sorgt mit einer ungewöhnlichen Ankündigung für Gesprächsstoff, denn sein neues Album „Guitarmageddon“ soll nicht auf herkömmlichem Weg erscheinen, sondern als exklusives Gesamtpaket für stolze 2 Millionen US-Dollar über seine Website verkauft werden. Statt auf Streaming, regulären Handel oder eine breite Veröffentlichung zu setzen, richtet sich sein Angebot an einen sehr kleinen Kreis potenzieller Käufer. Das Album wird also keine klassische Release, sondern ein exklusives Sammlerstück.
Vinnie Vincent: „Guitarmageddon“ für 2 Millionen Dollar
Das Paket umfasst zehn Songs in Masterqualität und zusätzliches Material wie beispielsweise Artwork und Vorlagen für eine mögliche Veröffentlichung auf CD oder Vinyl. Der Käufer darf das Album also tatsächlich selbst veröffentlichen oder einzelne Songs vermarkten. Die Urheberrechte bleiben allerdings bei Vinnie Vincent. Auch einzelne Songs sollen separat erhältlich sein: Der Preis liegt bei etwa 200.000 US-Dollar pro Song. Mit diesem Modell treibt Vinnie Vincent seine enormen Preisvorstellungen für eigene Musik weiter voran. Schon in der Vergangenheit hatte er Musik und exklusive Fanartikel zu vergleichsweise hohen Preisen angeboten und wiederholt immer wieder betont, dass Musik heute aus seiner Sicht zu günstig gehandelt werde.
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Vinnie Vincent setzt auf Exklusivität statt Streaming
Eine Veröffentlichung des neuen Albums über die üblichen Streamingdienste ist scheinbar nicht geplant. Statt möglichst viele Hörer zu erreichen, setzt der Musiker auf Verknappung und ein Angebot, das sich vor allem an Sammler oder Investoren richtet. Gerade in einer Zeit, in der neue Musik häufig sofort weltweit verfügbar ist, wirkt dieser Ansatz wie ein bewusster Gegensatz. Vinnie Vincent behandelt sein Album also nicht als Massenprodukt, sondern als seltenes Produkt mit exklusivem Zugang. Ob sein Modell tatsächlich aufgeht, bleibt abzuwarten. Die Ankündigung sorgte in jedem Fall nicht nur für Aufmerksamkeit, sondern vor allem auch für Kritik.


































Hmm, also 200000 Dollar pro Song. Ob da Mr.Vincent die Qualität seiner Musik nicht etwas überschätzt? Und am Ende des Tages taucht das Zeug doch sowieso auf Youtube auf.
Ehrlich gesagt: Ich finde das gut. Eigentlich sogar ziemlich geil. Ob das nun ein reiner PR-Stunt ist – um ihn mal wieder ins Gespräch zu bringen – oder ob das nun ernst gemeint ist, das sei mal dahin gestellt. Es wird aber sehr spannend zu beobachten, ob das Konzept aufgeht. Ich habe mir die Website nicht angesehen, aber Labels werden sicherlich nicht daran gehindert zuzugreifen. Auch mal in Richtung Werbung gedacht: Für einen guten Song, der im Ohr der Kundschaft landet und damit die Marke verbindet (tut mir ja Leid aber für mich steht »Also sprach Zarathustra« vom Onkel Richard immer noch für »Nescafe Gold«), sind USD 200.000 ja geradezu ein Schnäppchen.
Ich glaube auch, dass die Qualität der Musik da gar nicht so sehr entscheidend ist. Deutlich wichtiger ist die Überzeugung des jeweiligen Käufers, einen guten Kauf getätigt zu haben (wie eigentlich immer).
Deswegen: Daumen hoch für die Idee. 🙂👍
@Flowwater
OT: Ein Fest für jeden humorvollen Musiker
Ich mach’s mal in ein separates Posting, weil’s ansonsten nicht so passt. Aber bei »Also sprach Zarathustra« fiel mir spontan das hier wieder ein:
https://www.youtube.com/watch?v=hpJ6anurfuw
Ich weiß nicht, wie’s euch geht … aber ich finde das einfach zu geil! Hintergrund: Die können natürlich alle spielen und sind ausgebildete Orchester-Musik … nur haben sie als Experiment mal alle ihre Instrumente getauscht. Dass dann immer noch eine erkennbare Phrase dabei heraus kommt, finde ich … hahaha … höchst erstaunlich. Genau mein Humor! Hahaha! 😂👍
@Flowwater Der Clip ist gut, ja. Für mich steht „Also sprach Zarathustra“, eher für 2001 Odyssee im Weltraum. Ich wusste gar nicht, dass Nescafé damit geworben hat.
@Tai Kannst ja mal suchen: »Nescafe Gold Werbung« … die Werbung ist (laut YouTube) von 1978. Die ist für sich auch noch mal ein Lacher wert (auch schon damals). Ich war damals zu jung, als dass ich den Film von Kubrick zu dem Zeitpunkt schon gekannt habe (der heute für mich zu meinen Lieblings-Filmen zählt).