Abschied vom Pop-Produzenten William Orbit
Der britische Produzent, Musiker und Komponist William Orbit ist im Alter von 69 Jahren verstorben, wie seine Familie mitteilte. Er gehörte seit den 1980er Jahren zu den bekannten Namen der britischen Elektronikszene und arbeitete im Laufe seiner Karriere mit einigen international erfolgreichen Künstlern zusammen. Besonders eng ist sein Name mit Madonna verbunden und das gemeinsam entstandene Album „Ray of Light“ von 1998 wurde zu einem der wichtigsten Projekte seiner Karriere. Außerdem produzierte er beispielsweise für U2, Pink, Robbie Williams und Britney Spears.
Inhaltsverzeichnis
William Orbit und seine Anfänge in London
William Orbit wurde am 15. Dezember 1956 als William Mark Wainwright in London geboren. Seine musikalische Laufbahn begann Anfang der 1980er Jahre, als er gemeinsam mit Laurie Mayer und Grant Gilbert die Gruppe Torch Song gründete. In dieser Zeit beschäftigte er sich immer intensiver mit elektronischer Musik und Studiotechnik und richtete sich schließlich ein eigenes Studio in London ein.
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Später folgten Projekte wie Bassomatic und seine „Strange Cargo“-Reihe. Gleichzeitig wurde er zunehmend als Remixer und Produzent gefragt. Noch bevor er mit Madonna weltweit bekannt wurde, arbeitete er schon mit Stars wie Prince, Depeche Mode, Sting, Peter Gabriel und Seal zusammen.
Großer Erfolg mit Madonna
Eines der wichtigsten Projekte seiner Karriere wurde schließlich Madonnas siebtes Studioalbum „Ray of Light“. Er wurde 1998 veröffentlicht, verband Pop mit elektronischen Einflüssen aus Techno und Ambient und unterschied sich deutlich von vielen früheren Veröffentlichungen der Sängerin. William Orbit war maßgeblich an der Produktion und am Sound des Albums beteiligt.
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„Ray of Light“ wurde sowohl kommerziell als auch bei Kritikern ein großer Erfolg. Bei den Grammy Awards 1999 erhielt das Album sogar die Auszeichnung als Best Pop Album, während der Titelsong als Best Dance Recording ausgezeichnet wurde. Für William Orbit bedeutete diese Zusammenarbeit endgültig den internationalen Durchbruch als Produzent.
Produktionen für Blur, All Saints und U2
Anschließend folgten weitere große Produktionen. 1999 arbeitete er beispielsweise mit Blur am Album „13“ und im selben Zeitraum war er außerdem an Melanie Cs Debütalbum „Northern Star“ beteiligt. Auch seine Zusammenarbeit mit All Saints war erfolgreich, denn William Orbit produzierte unter anderem „Pure Shores“, das im Jahr 2000 erschien und zu den größten Hits der britischen Gruppe wurde. In den folgenden Jahren arbeitete er unter anderem noch mit U2, Pink, Britney Spears und Robbie Williams.
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Seine eigene Musik
Neben seiner Arbeit für andere Künstler veröffentlichte William Orbit regelmäßig eigene Musik. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen gehört die bereits erwähnte „Strange Cargo“-Reihe, mit der er unterschiedliche Bereiche elektronischer Musik miteinander verband. Für Aufmerksamkeit sorgte außerdem das Album „Pieces in a Modern Style“, auf dem er klassische Kompositionen mit elektronischen Mitteln bearbeitete.
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Rückzug und spätere Rückkehr
Nach vielen erfolgreichen Jahren wurde es für eine gewisse Zeit etwas ruhiger um William Orbit und später sprach er offen über persönliche Probleme und eine schwierige Phase seines Lebens. Mit der Zeit begann er wieder regelmäßig Musik zu produzieren und beschäftigte sich erneut intensiv mit aktuellen technischen Möglichkeiten im Studio.
2022 erschien mit „The Painter“ sein erstes größeres Albumprojekt seit vielen Jahren. Auch danach blieb William Orbit musikalisch aktiv, stand noch im vergangenen März in London auf der Bühne und präsentierte Musik aus verschiedenen Phasen seiner Karriere.
Mehr als vier Jahrzehnte Musik
William Orbits Karriere erstreckte sich über mehr als vier Jahrzehnte. In dieser Zeit arbeitete er als Produzent, Remixer und Musiker und bewegte sich immer wieder zwischen elektronischer Musik, Pop und eigenen Projekten. Am bekanntesten dürfte sein Name bis heute mit „Ray of Light“ verbunden sein. Gleichzeitig zeigen seine Arbeiten mit bekannten Namen wie Blur, All Saints, U2 und vielen weiteren Künstlern, wie vielseitig seine Karriere war.





































Nicht zu vergessen sein „Adagio for Strings“. Eigentlich ein Werk der Klassik, was durch seine neue Soundstruktur zu einem der ersten stiltypischen Trancesongs wurde. Selbst Tiesto übernahm dieses Werk von William fast 1:1 und hatte damit Erfolg. Einer, der wirklich Einfluss hatte im Business. Möge er in Frieden ruhen.
@Filterpad Wobei das der Ferry Corsten Remix ist, der Tiesto als Vorbild gedient hat. Die Original-Version von William Orbit ist ja eher Ambient ganz ohne Drums
So oder so, 69 ist ja noch kein Alter gewesen. R.I.P.
oh nein. grad heute über Ray of light geredet als eins der besten Madonna Alben…
Folgte ihm auf instagram.
war immer sehr interessant, was er geschrieben hat
@Numitron 👍
@Flowwater die Strange Cargo Alben sind sehr gut!
wer es noch nicht kennt !
ray of light ich habe es vinyl.
finde ich ein sehr schönes album.
madonna ihre stimme in gesamten album ganz andere als 80s
ich meine nicht den sound. stimme entfalten ist hier wie fächer in pergament.
William Orbit war der Grund, warum ich mir »Ray Of Light« von Madonna gekauft habe. Davor war’s nicht so spannend und danach gar nicht mehr (auch wenn er später noch mit Madonna zusammen gearbeitet hat). Aber Madonna hetzt jetzt sowieso den aktuellen Trends hinterher – ohne das irgendwer benennen könnte, was die aktuellen Trends eigentlich sind – und ist selber weit entfernt davon, eine Trendsetterin zu sein.
Egal: William Orbit hat genau die richtige Dosis an »Chaos« und »Unbestimmtheit« in die Musik gebracht, um sie interessant zu machen.
R.I.F.
Wenn ich mich recht erinnere, hat er mit ganz schmalspurigem Equipment gearbeitet. Audiowerk8 (remember, Emagics 2in/ 8out Audiokarte) in einem Mac. Ray of Light ist wirklich hervorragend. Etwas früh um zu sterben.
Ein Freund und ich haben uns damals in seinem kleinen Studio in Nürnberg das neue Album von Madonna angehört.
Ich persönlich liebe das Stück „Optical Illusions als Billy Buttons Mix“ besonders.
Schade natürlich, dass er schon von uns gegangen ist.
Wird Zeit, dass ich wieder elektronische Musik mache!
Echt furchtbar schade. William Orbit hatte für mich immer einen ganz eigenen, unverkennbaren Sound. Ob bei All Saints, Madonna mit Ray of Light und Music oder auf seinem Soloalbum Hello Waveforms – seine Produktionen haben diesen ganz speziellen Orbit-Sound, den man sofort wiedererkennt.