Orange OR120 und Frantone Peachfuzz Sounds in einem Pedal
Mit dem Crazy Tube Circuits Orama veröffentlicht der Athener Hersteller traditionell im Dezember ein zweikanaliges Drive-Pedal, das Rock-Klassiker und moderne Heavy-Genres unter einem Dach vereint. Es kombiniert ein Amp-in-a-Box Design mit einem Boutique-Fuzz aus der Frühzeit der Edelpedal-Ära. Das Ergebnis ist ein Werkzeug für Gitarristen, die zwischen leichter Sättigung und massiven Wall-of-Sound-Texturen arbeiten möchten.
Das Crazy Tube Circuits Orama
Das Orama (griechisch für Vision) ist also Crazy Tube Circuits Vision der Verschmelzung von Classic Rock Sounds bis hin zum Stoner-Doom Abriss. Das Pedal soll jede Nuance von Klarheit und Chaos, Ordnung und Noise abdecken. Dafür geht es auf der einen Seite zurück zu den Wurzeln der Orange/Matamp Kollaboration der späten 1960er Jahre sowie auf der anderen zum allseits beliebten Frantone Peachfuzz aus den 90ern.
Auf der linken Seite liefert die AMP-Sektion eine JFET-Schaltung, die intern auf satte 34 Volt hochgeboostet wird, um die Reaktionsfähigkeit und das Gain-Verhalten des legendären Orange OR120 möglichst exakt einzufangen. Der Charakter reicht von Clean bis schwer gesättigt. Die Regler umfassen Gain sowie die Frequenztrennung über Hz (Bass) und kHz (Treble). Der F.A.T.-Regler verschiebt die Resonanz der Tiefmitten und verändert damit das Drive-Voicing deutlich. Zusätzlich sorgt H.F.D. für kontrollierte Hochfrequenz-Anhebung, ähnlich einem Presence-Regler. Mit dem Master-Regler lässt sich das AMP-Modul wahlweise als Boost oder Preamp nutzen.
Rechts sitzt die FUZZ-Sektion, inspiriert vom Frantone Peachfuzz. Sie arbeitet nicht mit klassischer Dioden- oder Transistorclipping, sondern mit power-amp-ähnlichen IC-Stufen und erzeugt dadurch eine besonders dichte, harmonisch komplexe Verzerrung. Mit Fuzz, Tone und Volume kommt die rechte Seite mit klassischen Reglern daher. Der RAW/BURN-Toggle-Switch wechselt zwischen einem offenen Vintage-Fuzz und einem stärker gesättigten, bassreicheren Modus mit langem Sustain.
Zwischen beiden Sektionen befindet sich zudem ein passiver serieller Effektweg, über den sich externe Pedale einschleifen oder AMP und FUZZ als getrennte Effekte verwenden lassen. Gerade für ausgefuchstere Pedalboards sollte letzteres ein wirklich interessantes Features sein. Das Orama bietet außerdem Click-less True Bypass über Relais, und eine Bypass/Engage Preset-Funktion beim Einschalten.
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Preis und Verfügbarkeit
Das Crazy Tube Circuits Orama ist ab sofort zu erwerben und kostet bei Thomann 289,- Euro.






























