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CURiOS-06: Music App Charts für iPad-Music-Producer

1. November 2015

Die Musiker-Apps Charts ausführlich vorgestellt

Microsoft veröffentlichte diesen Monat das Surface Pro 4. Technisch macht das Surface 4 Pro als Tablet ja alles richtig. i5 oder i7 Intel CPU mit bis zu 16 GB Arbeitsspeicher und Iris Grafik beim i7, 10-Punkt Multitouch. Damit lässt sich schon einiges reißen und das iPad Pro muss sich warm anziehen. Was sich anfangs gut anhört, entpuppt sich aber bei genauer Betrachtung als ein Sack voller Probleme.
Es geht mir nicht darum, ob Microsoft besser ist oder Apple einfach nur doof, sondern um die Problematik des Übergangs zwischen Tablet und Laptop bzw. Touchscreen und „Tastatur+Maus“-Paradigma. Aber der Reihe nach.

C06-SurfacePro4

Microsoft Surface Pro 4

Das Problem ist, wenn die Laptop Komponente, sprich Tastaturbasis hinzu kommt. Denn da die ganze Technik, insbesondere Hauptplatine und Akku nun im „Bildschirm‟ sitzt, muss die Standbasis ungefähr zwei bis dreimal so schwer sein, damit das Ganze nicht ständig nach hinten kippt, sobald man den „Bildschirm‟ etwas neigt und anfängt darauf rumzudrücken. Ein einfaches Kräftevektorendiagramm. Das bedeutet, das Surface büßt als Laptop an Portabilität ein, weil es ordentlich an Gewicht zunimmt, das zusätzlich mit herumgeschleppt werden muss.
Nun könnte man sagen, dass dies nur als „Docking-Basis‟ zum stationären Einsatz gedacht ist, durchaus legitim, denn die Anzahl der verkauften Laptops gegenüber stationären PCs wächst ordentlich. Die heutigen Nutzer halten sich gerne die Mobilitätsoption offen.

Doch auch dann ist der Touchscreen-Faktor ziemlich eingeschränkt. Die ergonomischste Arbeitslage eines Tablets ist liegend, zwischen 0˚ (flach auf dem Tisch) etwa 30˚ Neigung von der Ablagefläche aus. Je steiler der Aufstellwinkel wird, um so unkomfortabler wird es und jeder Tablet-Besitzer, der sein Tablet im üblichen „Laptop-Arbeitswinkel‟, so zwischen 45˚ und 80˚ bedienen will, erfährt, was für eine wackelige, nervige Angelegenheit das ist, wenn keine ordentliche Tablet-Halterung zum Einsatz kommt, sondern nur ein „Standfuß‟-Dock. Zum Filme ansehen und als Wecker ist das OK, aber das war’s dann auch. Dieses ungünstige Kräfteverhältnis nimmt überproportional zu, je weiter der Tablet-Bildschirm nach hinten geneigt wird bzw. je flacher der Aufstellwinkel wird.
Denn wir „drücken‟ beim Arbeiten trotzdem mit dem Finger auf dem Bildschirm herum, weil es eben in unserer Gewohnheit ist und weil es weniger motorische Kontrolle erfordert als die sanfteste aller Berührungen, die für die Bedienung vollkommen ausreichen würde. Als Zugabe darf man sich noch vorstellen, wie es wird, wenn die größeren Touchscreen-Tablets flächendeckend drucksensitiv werden.
Ein Experiment das (fast) jeder selbst machen kann: Tut einfach so, als wäre der Bildschirm eures Laptops ein Touchscreen und drückt ein wenig darauf herum. Die Eindrücke zur dieser Ergonomie könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen.

Wie gesagt, es geht mir lediglich darum aufzuzeigen, warum ein Hybrid zwischen Tablet und Laptop mindestens problematisch, wenn nicht sogar in den allermeisten Fällen sinnfrei ist. Physik und menschliche Physiologie sind eben nicht optional.

Touchscreen und „Laptop‟ – unvereinbar? Was ist eure Meinung?

iSEM Audiounit? – Auf dem iPad?

Die besten Apps fürs Studio

Quelle: Tempo Rubato / Twitter / R.Wöhrmann

Das Bild von Tempo Rubato zeigt eine neue mutmaßliche AudioUnit-Version des iSEM auf dem iPad Pro.
Der Moogulator hat dazu einen ausführlichen „Educated Guess‟ auf unserem Partner News-Block Gearnews geschrieben. Mehr Fragen, was die iOS Zukunft bringt, kann man nicht aufwerfen, weshalb ich mit kollegialem Gruß auf seinen Bericht verweise. Anderes hätte ich dazu auch nicht zu sagen.

bitKlavier

von Dan Trueman
€ 4,99, iTunes

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Wer sich für kontemporäre Musik und neue Klassik interessiert, wird mit Sicherheit schon mal über John Cages „Präpariertes Klavier‟ gestolpert sein. John Cage, einer der wichtigsten Personen des Musikgeschehens des 20. Jahrhunderts, kam ca. 1940 auf die Idee, die Saiten eines Konzertflügels mit diversen Gegenständen wie Schrauben, Nägel, Papier oder Radiergummi zu präparieren, um dem Saitenanschlag zusätzliche perkussive, flageolette- und gemischartige Klänge abzugewinnen. Dadurch wurde das Timbre des Klaviers radikal verändert. Dieses Szenario bildet nun bitKlavier nach.
Das Apps ist Sample-basiert und liefert diverse Klavier-Sets mit. BitKlavier bietet zusätzlich noch vier Modi operandi:
– „Synchronic‟: Diverse „Metronome“ verschiedener Art, die auf das Spiel des Musikers reagieren.
– „Nostalgic‟: ein rückwärts gespieltes Klavier, das mit den synchronischen Präparationen gesynct und von der Länge der gespielten Noten bestimmt wird.
– „Tuning‟: Verschiedene Stimmarten, darunter auch solche, wie auf das Spiel reagieren und sich verändern.
– „Direct‟: Stummgeschaltete Noten. Es werden nicht die Saiten des Klaviers gespielt, sondern nur deren Präparationen.

Jeder Musiker, der sich auch nur im entferntesten für experimentelle und Neue Musik interessiert, sei ein Blick auf das App empfohlen. Ein sehr informatives und spannendes Präsentationsvideo gibt es auch.

Klevgränd Espresso

€ 7,99, iTunes
Klevgrand werden einfach nicht müde und präsentieren auch in diesem Monat ein neues App. Es heißt nicht Expresso, weil es kein Expander ist, sondern ein DeEsser und hat deswegen besonders viele „S‟ im Namen. Esspresso gibt es auch, ganz in Klevgränds Tradition, als VST-und AU-Plug-in für OS X und Windows Desktop DAWs, für € 49,99.

Fugue Machine

von Alexandernaut
€ 9,99, iTunes

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Fugue ist der MIDI-Sequencer von Alexandernaut, der uns ja schon den Tenori-On Ableger Arpeggionome beschert hat. Fugue offeriert ein Kompositionswerkzeug, das sich dem Thema der Seriellen Musik annimmt, wie sie z.B. in Johann Sebastian Bachs Kanons und Fugen, aber auch Arnold Schönbergs 12 Ton Musik vorkommen.
Wir werden das App in der Novemberausgabe von CURiOS ausgiebig testen, deswegen belassen wir es bei dieser Kurznachricht und verraten nur soviel: Das Genie zeigt sich in der Einfachheit der Umsetzung.

midiSTEPs

von Arthur Kerns
€ 9,99, iTunes

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midiSTEPS ist ein MIDI-Sequencer und orientiert sich stark am Style des Roland SH-101. Doch midiSTEPS bleibt dort nicht stehen und bietet zusätzlich noch eine Menge Optionen, die man von einem modernen Sequencer erwartet. Als da wären Stummschalten und Überspringen von Schritten, MIDI-CC Velocity/-Accent pro Step, Start und Stop, Loop-Kontrolle innerhalb einer Sequenz, Transponierung. Der Sequencer bietet vier parallele Parts mit jeweils 64 Steps pro Pattern inklusive Pattern-Link und maximal 16 Pattern pro Sequenz. Die Parts können dabei sowohl unterschiedlich Länge als auch Geschwindigkeit, Sync und Trigger und Optionen haben. Ein eigne Seite für den Pattern-Mix mit Clip-Start-Funktion machen die Live-Performance ebenfalls angenehmer und natürlich spricht midiSTEPS mit allem, was CoreMIDI versteht.
Ein „midi step sequencer toy‟ – das ist wohl Understatement pur.

Curios New Hardware

IKM iRig Pro

€ 199,-
Die besten Apps fürs Studio

Das iRig Pro ist mit knapp 200,- Euro die teuerste Hardware, die IKM je angeboten haben und klotzen entsprechend. Das iRig Pro DUO ist ein mobiles Audio-MIDI-Interface bis 48 kHz, 24 Bit. Die zwei XLR-Combi Eingänge sind unsymmetrisch, die 6,3 mm Klinkenausgänge sind symmetrisch und unterdrücken aktiv Brummen an den Ausgängen. Die mobile 48V Phantomspeisung zum Anschluss von hochwertigen Kondensatormikrofonen wird über zwei AA-Batterien ermöglicht. Der Rauschabstand von 103 dB(A) ist ebenso vielversprechend. HiZ-Instrumente, Mikrofone oder Line-Level-Signale sind an den Eingängen frei kombinierbar.
Betrieben kann das USB-Class-Compliant Interface an iOS-Geräten (über CCK-Adapter), an Android-Geräten (über OTG-Kabel) also auch an Windows und OS X Rechnern.

Curios iM FOKUS

Das brandneue iOS 9

Beginnen wir am Anfang. Es sind bei weitem noch nicht alle Apps iOS9-Ready, aber es wird – nicht allzu schnell, aber stetig. Damit meinen wir nicht die grundsätzliche iOS-Kompatibilität, sondern die Nutzung der neuen iOS9-Fähigkeiten, allen voran Slideover und Splitscreen.
Ob man jetzt schon auf iOS-Updaten sollte, ist allerdings höchst individuell, da jeder verschiedene Apps benötigt und einige Apps noch kein Update bekommen haben und so manche, die auch kein Update mehr bekommen werden. Man muss leider in den meisten Fällen davon ausgehen, dass Apps die seit 18 Monaten nicht gepflegt wurden – plus oder minus – auch kein Update mehr bekommen werden und Ausnahmen bestätigen leider die Regel.

Das bedeutet aber auch nicht, dass diese Apps automatisch nicht mehr funktionieren, „nicht unterstützt‟ ist nicht gleichzusetzen mit „inkompatibel‟. Es wird halt nur zum Glücksspiel und es gibt auch keine andere Abkürzung, als die Apps die einem wichtig sind manuell auf Kompatibilität zu überprüfen. Und dann heißt es abwägen, ob man festhalten will oder es durch ein, sagen wir mal gleichwertiges, App ersetzt werden kann.
Leider ist die iOS-Ökonomie auch so ausgelegt, dass sie einem nur Letzteres wirklich erlaubt, will man keinen iOS-Geräte Park anlegen.
Insgesamt fühlt sich iOS9 aber besser an als iOS8. Auch die neue aus iTunes entlehnte „Coverflow‟-Darstellung beim App-Switching ist auch um einiges attraktiver, übersichtlicher und handlicher. Video-Overlay ist auch ganz nett, wenn man zu beschäftigt ist, sich einen Film in Ruhe anzusehen. Doch kurz gesagt, wenn einen nichts auf einem früheren iOS hält, dann ist iOS9 definitiv eine Verbesserungen in allen Punkten.

Schmalhans App

Wobei eine der besten Verbesserungen von iOS9 ganz still und leise und meistens ungesehen eingeführt wurde. Nicht nur macht das iOS Update von iOS8.x auf 9.x selbst mehr als 400 BM an Speicher frei, die einem dann zur Verfügung stehen, durch das sogenannte App-Slicing oder App-Thinning können noch mal etliche Megabyte zurückgeholt werden.

App Thinning (iOS, tvOS, watchOS

Das App Store und das iOS optimieren die Installation von iOS, tvOS und watchOS, indem sie eine genau auf die Fähigkeiten des iOS-Gerät zugeschnittene Version des Apps zur Verfügung stellen und nur diese auch herunterladen. Nicht benötigte Codeteile werden nicht mehr installiert. Das bedeutet weniger Speicherbelegung, Download-Volumen, Systemressourcen- und Batterieverbrauch.. Die Entwickler können dabei selbst bestimmen, welche Funktionen für welche iOS-Geräte bereitgestellt werden sollen.

Slicing (iOS, tvOS)

Slicing bedeutet eine eigene App-Variante für jedes Geräteformat. Ist ein App für iPhone und die drei iPad-Größen kompatibel, so kann der Entwickler für jedes Format eine speziell angepasst Variante des Apps erstellen, die auch nur auf das jeweilige Gerät heruntergeladen werden kann. So kann z.B. die Darstellung und Organisation der Benutzeroberfläche eines Apps genau auf die Bedürfnisse des Endgerätes optimiert werden. Auch das bedeutet noch weniger Speicherbelegung, Download-Volumen sowie Systemressourcen und Batterieverbrauch.

Das Ganze hat doch auch einen Haken, oder?, werden sich sicher einige Fragen.
Ja hat es, einen kleinen, wenn auch nervigen. Thinning und Slicing wirken sich erst bei Neuinstallation der Apps aus. Man kommt also nicht darum herum, sein iOS-Gerät mindestens einmal (über iTunes) neu aufzuspielen. Aber es lohnt sich.
Bei meinem vollgestopften iPad Air mit 16 GB waren das noch mal knapp 400 MB mehr an Speicher, den ich nach der Neuinstallation zur Verfügung hatte.

Slideover Modus

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Audiobus – Sector – Muckraker

Die nächste wichtige Neuerung ist die Slideover-Funktion. Oder zumindest könnte sie es werden, denn aktuell unterstützen nur sehr, sehr wenige Music-Apps diese Funktion.
Slideover ist ein am rechten Bildschirmrand zur Verfügung stehendes ausziehbares Panel, ähnlich dem von Audiobus. Nur kommt dann eben nicht das Audiobus-Panel zum Vorschein, sondern eine Scroll-Liste mit allen Apps die Slideover unterstützen. Das sind bei meinen Dutzenden von installierten Music-Apps, wie zuvor schon angedeutet derzeit nur drei Effekt-Apps und zwar Nils, Muckracker und midimittr.

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Sector – Slideover

Durch Antippen wird das ausgewählte App im Seitenpanel geöffnet und kann nun bedient werden. Das darunterliegende „Haupt-App‟ wird solange inaktiv. In der Praxis ist die Slideover-Funktion sehr hilfreich, um schnell ein paar Anpassungen vorzunehmen. Im diesem Beispiel ist in Audiobus der Beat-Slicer Sector als Klangerzeuger und Muckracker als Effekt instanziiert. Was prinzipiell sehr gut nebeneinander funktioniert.
Prinzipiell deswegen, weil es derzeit leider zwei Probleme bei Slideover gibt. Das erste und größte ist, dass der Anwender nicht festlegen kann, welche Apps im Slideover-Menü angezeigt werden bzw. nicht angezeigt werden. Es werden immer alle verfügbaren Apps angezeigt. Das bedeutet, sobald mehr Music-Apps den Slideover-Modus unterstützen, ist ein schneller Wechsel zwischen den Apps kaum mehr möglich, da man jedesmal durch die ganzen unsortierten Listen fahren muss, um ein bestimmtes App zu finden.

Die besten Apps fürs Studio

Muckraker – Action

Das andere Problem ist derzeit eine Kollision mit dem Audiobus-Switcher. Bisher konnten App-Entwickler frei wählen, an welchem der vier Bildschirmränder das Umschaltpanel von Audiobus zu finden ist. Wurde nun unglücklicherweise der rechte Bildschirmrand gewählt, wird das Audiobus-Panel nun von dem Slideover-Panel überlagert. Somit muss zum Wechsel zurück nach Audiobus das Haupt-App verlassen werden, um Audiobus von der iOS-Oberfläche erneut aufzurufen. Hier bedarf es dringend einer Lösung.

Multitasking Splitscreen View

Der Splitscreen-Modus ist wohl das Highlight von iOS9. Leider erst für die Gerätegenerationen Air 2 und neuer. Die Entscheidung, die Apple getroffen hat, ist nicht ganz nachvollziehbar. Apple sagt zwar wegen des Arbeitsspeichers, die meisten App sind aber nicht so riesig, als dass die nicht auch in den 1GB Speicher des Air 1 passen würden. Von der Rechenpower reicht es allemal. Der Splitscreen erlaubt jedenfalls das gleichzeitige Arbeiten mit zwei Apps und ist quasi die große Version des Overlay Modus. Einfach das Panel weiter herausziehen und das zweite App wird geöffnet.
Da ich nur über ein iPad Air 1 verfüge, kann ich nicht aus erster Hand beurteilen, wie gut sich das in der Praxis macht, aber was man so an User-Feedback liest, macht einen schon etwas neidisch und verstimmt wegen der zu drastischen Geräterestriktion von Apple.

Da fragen sich natürlich die einen oder anderen iPad-Besitzer, ob sie nicht doch schon (wieder) ein neues Pad brauchen. Wägt man alle Faktoren gegeneinander ab, lohnt sich aber doch eher das Warten auf den umfassenden Einsatz von 3D-Touch, dann wird es nämlich richtig interessant. Aber natürlich muss jeder für sich entscheiden, was er für sein produktives Arbeiten braucht.
Bis dahin lassen sich die fürs Musikmachen relevanten Multitasking-Aufgaben jedoch auch ganz gut mit einem MIDI-Controller lösen und vielleicht lassen sich die Köpfe von Audiobus auch noch was einfallen, was man mit Slideover anstellen könnte.iOS Charts bei Amazona.de neu aufgerollt

Die iOS Charts mit den besten Musiker-Apps komplet neu

Ja, wir sind daran gegangen und haben die iOS Charts für euch gründlich überholt!

Wir haben 110 Apps für euch in 11 Kategorien zusammengetragen und daraus die jeweiligen Top 10  gebündelt. Wir hoffen, ihr habt viel Spaß mit der neuen Mammut iOS-Chart!

Einfach oben im Menü die Charts aufrufen und dort auf iOS gehen

Synth Apps – „Klassisch“
Ja, dies ist die Kategorie, die Amazon.de ins Leben gerufen hat: Synthesizer. Nicht unbedingt analog und vintage, dafür aber preiswerter und leichter zu finden.
Vielleicht werden wir hier noch weitere Aufteilungen vornehmen. Denn selbst unter den Nachbildungen realer Synths gibt es unterschiedliche Konzepte.

1. Platz: Propellerhead Thor

Es mag punktuell bessere Synths geben und Thor hat seine Fehler wie z.B. der verkappte Sequencer. Was aber die Bandbreite der Klangmöglichkeiten angeht, ist Thor der ungeschlagene Allrounder. Ob Subtraktiv, Additiv, FM, Wavetable oder Phasendistortion, Thor deckt alle Möglichkeiten ab.
Was die verbleibenden Plätze angeht, so sind uns wirklich kaum noch irgendwelche Ausreißer untergekommen, deswegen ist die Verteilung letztlich recht arbiträr.

Synth Apps – Modular
Weil es schon schwer genug war, die Synth Apps auszuwählen, haben wir diese Spezial-Kategorie eingeführt. Denn Modular (Software) Synths sind noch mal ganz andere Biester, und gehen be iOS tatsächlich öfter in Richtung NI Reaktor als in die Richtung analoger modularer Systeme.

1. Platz: AnalogKit

Einfach nur cool!

Eine kleine Notiz am Rande: Derzeit ist Audulus anscheinend nicht im AppStore zu erwerben. Grund dürfte das kommende Update auf Version 3 sein. Sobald Audulus wieder verfügbar wird, werden wir es nachreichen.

Grooveboxen Apps
Hier sind die Apps zu finden, die es einem ermöglichen, komplette Musikproduktionen aus „einer Kiste‟ zu fahren. Keine Lust auf unübersichtliche Audiobus-Geschichten und App-Switching? Dann seid ihr hier richtig.

1. Platz: Korg Gadget

Die Entscheidung war sehr knapp, aber die Zusammenballung an guten Features in Gadget ist kaum zu überbieten. Angefangen beim exzellenten Sequencer, über die Klangqualität- und Variation hin puren, einfach zu verstehenden Spaß, den das App bereitet, überzeugt Gadget auf der ganzen Bandbreite. Zugegeben, billig ist es nicht, auch im Hinblick auf die IAPs, aber sein Geld definitiv wert.

Drum Sequencer
Drums-Only, sonst wäre es ja eine Groovebox. Und von beiden Gattungen gibt es nicht wenige.

1. Platz:  Elastic Drums

Gibt es für iPhone und iPad und kann nicht nur extrem Sicke Beats(TM), sondern auch extrem garstige Sounds. Wer auf Synth-Percussion steht, kommt an Elastic Drums nicht vorbei.

DAW-Apps
Eine ausgereifte DAW auf dem iPad zu haben, die dem Touchscreen hinreichend gerecht wird, ist nicht mehr unmöglich.
1. Platz: Steinberg Cubasis

Music Tool Apps
Es gibt etliche Apps für iOS, die nicht direkt am Musikmachen beteiligt sind, aber immens hilfreich sind, wenn es dazu kommt. So haben StudioMux und MusicIO das Einbinden des iPads in der Desktop DAW revolutioniert und verdrängen damit Audiobus, das zweite Must-Have für iOS-Musiker auf den zweiten Platz. Das schien bisher unmöglich, aber es ist geschehen.

1. Platz: StudioMux

MIDI-Controller Apps
MIDI-Controller Apps sind nicht nur die letzte Daseinsberechtigung für ältere iPads, sondern auch extrem praktisch. In fast allen Apps kann man sich eine eigene Controller-Oberfläche selbst zusammenbauen und so auf bestimmte Hardware oder Software zuschneiden.

1. Platz: Lemur

In dieser Kategorie nimmt unangefochtenen Lemur den ersten Platz ein. Ich hatte es damals im Test geschrieben und bin heute immer noch derselben Meinung: Lemur ist der Grund, sich ein iPad zu kaufen. Die Hardware-Legende von Jazzmutant lebt in dieser Software weiter. Lemur ist die einzige MIDI-Controller Software, die man wirklich braucht.

MIDI-Sequencer Apps
Was aber die MIDI-Controller Apps nicht können, sind Sequencer – außer Lemur. So fiel die Wahl für den zweiten ersten Platz nicht leicht. Will man komplette Songs bauen oder einfach nur eine hilfreiches Kompositionstool. Für alles gibt es ein App. Als kompletter MIDI-Sequencer hat uns MIDI-Pattern Sequencer am besten gefallen, doch was den Spaß angeht, steht der Kompositionshilfe Fugue Machine dieser Platz zu.

1. Platz: Fugue Machine

Effekt-Apps
Vielleicht werden wir später diese Kategorie noch mal unterteilen, weil ein gutes Delay doch was anderes als ein guter EQ ist und es gibt unzählige von hervorragenden Einzeleffekt-Apps auf iTunes und dann auch noch mit den Gitarren-Apps in einen Topf geworfen. Ob das gut geht?

1. Platz: ToneStack

Die App klingt nicht nur extrem gut, sondern ist auch das kompletteste Allrounder-Effektpaket im AppStore. Egal ob Gitarrist oder nicht. Zudem bietet ToneStack auch die Möglichkeit, als IAA-Host andere Effekte einzubinden.
BiasFX und Bias Amps fallen nur aufgrund des höheren Gesamtkosten auf die nachfolgenden Plätze zurück. Ansonsten BIAS – any time!

VJ und DJ Apps
Zur Zeit gibt es einfach noch nicht genügend Apps, dass sich eigene Rubriken lohnen würden. Nach Traktor, DJay und TouchDJ sowie TouchViz, VJay und Takete und vivibox für VJ wird es recht schnell dünn. Wenn ihr Ideen habt, welche Apps für DJs und VJ noch wichtig sind, dann immer her damit.

Experimentelle & Instrumenten Apps
In diese Kategorie kommt erstmal alles, was neue Klang- und Bedienkonzepte erforscht, Apps, die live gespielt werden wollen oder durch ihr Interface dem Nutzern neue Dimensionen offenbaren. Diese Kategorie werden wir später definitiv noch mal auffächern, denn die eigentlichen Touchscreen-Innovation spielen sich hier ab und somit ist diese Kategorie die wichtigste in den iOS-Charts. Hier versammeln sich die Vorreiter und Vordenker für die Musik von morgen.

1. Platz: SoundScaper

Haben wir was Wichtiges vergessen? Kommentarvorschläge zu Apps und Kategorien werden gerne zur Kenntnis genommen.

Forum
  1. Profilbild
    SeorehCinatas

    Kompliment an den Autor, sehr feines Magazin, gehaltvoll und anregend :: Eine Katageroie würde ich mir noch wünschen, Sampler :: Ich selbst bin schon eine ganze Weile auf der Suche nach einem Sampler wie Kontakt für das IPad :: Muß gar nicht so umfangreich sein, einfach ganz solide :: Gibt es soetwas, bin bis dato nicht fündig geworden :: Einzig Beatmaker hat einen integriert der in Ansätzen entsprechendes zu bieten hat, aber als Standalonapp!!!

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hallo SeorehCinatas,

      in der Tat gibt es auf iOS keine „großen“ Sampler. Einziges App das annährend mit Kontakt vergleichbar wäre, ist SunVox, das eine mächtige Multi-Sample-Instrument Funktion beinhaltet. Das modulare Tracker Prinzip ist aber nicht jedermanns Sache und bedarf einiger Einarbeitung.
      Ansonsten wäre da noch Bismark BS-16i von Shun Murabashi und ist ein Soundfont-Player.

      Alle anderen Sample-Apps sind nur auf AudioClips ausgelegt, also Samples, Launchpad, Werkbench oder LoopyHD.

      Vielleicht wäre Werkbench noch am ehesten was Deinen Vorstellungen entspricht.

      Grüße,
      M. :)

  2. Profilbild
    HSP

    Hi,

    Ich verstehe das Problem bez. Surface nicht. Auf dem Bild ist doch das Book abgebildet und dort ist die Benutzung wie bei einem Notebook möglich. Mit Tastatur und Trackpad ist doch alles vorhanden und das Display hat zusätzlich Touch. Wenn das eine festverbaute Einheit wäre die Bedienung sicherlich Schrott, aber da das Display abnehmbar ist kann man es wie ein anderes Tablet benutzen. Also in dieser Bauweise ist das eigentlich durchdacht. Beim Surface Pro ist die Bedienung auch wie bei anderen Tablets. Ansonsten auch hier, mit Tastatur und z.B. Maus aufgestellt auf dem Tisch. Ich gehe hierbei natürlich nur auf die haptisch Bedienung ein. Wie gut das Betriebssystem die Eingaben umsetzt kann ich nicht beurteilen ?

    Gruß
    Raik

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hi HSP,

      ja stimmt schon, wenn Du das Surface im Laptop-Modus nur als Laptop benutzt, könnte das hinhauen.

      Die Schwierigkeit liegt in meinen Augen darin, das Surface im Laptop-Modus als Tablet zu benutzen. Das Surface wiegt allein 786g und wenn im Laptop-Dock nicht mindestens ein 1,5 Kg schwerer Akku verbaut ist, dann ist das Ding nicht standfest – und dann gehen die ganzen schönen Tablet-Eigenschaften verloren.

      Mal abgesehen davon welche Belastungen die Halterung des Tablets auf Dauer aushalten muss. Das sieht für mich wie die Bruchstelle Nr.1 aus.

      Auch empfinde ich einen steilen Aufstellungswinkel eines Tablet als höchst unangenehm beim Arbeiten.

      :)
      M.

      • Profilbild
        akp

        @Markus Schroeder:

        Wie HSP schon geschrieben hat, ist die Bildunterschrift auf der ersten Seite falsch. Auf dem Bild ist das Surface Book zu sehen. Im Text meinst du aber das Surface Pro, welches ein Tablet ist (zunächst ohne Tastatur), aber mit ausklappbaren Standfuss. Von daher macht dein Text keinen Sinn. Das Surface Pro kann nicht nach hinten kippen und steht Dank des Standfusses fest, wenn man mit dem Finger auf dem Tablet rumdrückt – da wackelt nichts. Man kann sich die Tastatur, genauer das Type Cover, also die Schutzhülle mit integrierter Tastatur und Trackpad, dazu kaufen. Dann gibt es aber immer noch kein Problem mit dem schweren Bildschirm und der leichten Tastatur. Es gibt ja ein Standbein, welches das Umkippen und Wackeln verhindert.

        Das Surface Book ist ein Notebook (ein sehr potentes). Nur mit dem Zusatzfeature, dass du den Bildschirm abmachen und als Tablet benutzen kannst. Du kannst das Book also auf beide Arten (Notebook oder Tablet) benutzen.

        • Profilbild
          Markus Schroeder  RED

          Ob Surface Book oder Pro ist für meine Darstellung egal weil es mir um das Konzept des Tablet/ Laptop CrossOvers geht, das in meinen Augen keinen Sinn macht.
          :)

          Grüße,
          M.

          • Profilbild
            Markus Schroeder  RED

            PS: …keinen Sinn macht, wenn ich für die jeweilige spezifische Benutzung die Vorteile der anderen Hälfte aufgeben muss.

            • Profilbild
              Markus Schroeder  RED

              PPS: was natürlich nichts daran ändert, dass ich S4 Pro und S-Book verwechselt hab. Verschleppungsfehler. Mea Culpa ;)

  3. Profilbild
    AQ  AHU

    Seit der ersten Präsentation des iPad durch Steve Jobs hat ein grosser Teil der Menschheit nach einer Tastatur geschrien und dabei nie wirklich das Potential eines reinen Pad’s vestanden. Viele Andere haben Anfangs gedacht, dass man neben dem bereits vorhandenen Laptop ja nicht noch ein zusätzliches Gerät benötigt – ich ja auch. Alle die wir das geglaubt haben sind inzwischen iPad Besitzer und wissen längst was man alles damit anfangen kann. Na ja, in der Microsoftwelt versucht man es immer noch mit Tastaturen und verschläft dabei auch weiter die Zukunft.
    Übrigens danke für Deine super CuriOs’en Beiträge!

  4. Profilbild
    akp

    @AQ:

    Du widersprichst dir selber. Zuerst schreibst du, dass alle NIE das Potential eines Tablets verstanden haben, und dann kaufen viele ein Tablet und verstehen das dann doch? Aber mit Tablets allein kann man nicht produktiv arbeiten, deswegen kommen immer mehr Tablethybride mit Tastatur heraus – und das ist die Zukunft, nicht reine Tablets! Schließlich gehen seit letztem Jahr die Verkäufe von reinen Tablets im zweistelligen Prozentbereich pro Jahr zurück. Wie kann das bitte sein, wenn Tablets doch die Zukunft sind? Es gab von Anfang an Kritiker die meinten, dass Tabletts nur ein Hype sind. Langsam scheinen diese Kritiker recht zu bekommen. Tastaturen (und Stifte) werden immer wichtiger.
    Zu allem Überfluss sagen immer mehr Leute, dass Microsoft mit dem neuen Chef Nadella mittlerweile cooler ist als Apple. Das sehe ich genauso. Ganz einfach, weil Windows auf allen Systemen zusammenwächst und Microsoft selber geile Geräte herstellt.
    Das neue Ipad Pro ist dafür ziemlich lächerlich. Größere Geräte sind leichter herzustellen als kleinere. Und dafür verlangen die mindestens 300€ mehr? Und der ziemlich lächerliche Stift (im Vergleich zum Stift von Surface Pro 4) ist mit mindestens 99€ doppelt so teuer und kann weniger?
    Typisch Apple kann man da nur sagen.

  5. Profilbild
    AQ  AHU

    Tja, da weiss ich jetzt auch nicht was ich Dir antworten soll. Vielleicht liest Du meine Zeilen noch einmal. Ansonsten werde glücklich mit Deinem Surface 4 ;-)

    • Profilbild
      AQ  AHU

      PS. Nur für Menschen mit Humor….

      Anruf bei der Hotline:
      Kunde: „Ich benutze mein neues Surface“
      Hotline: „Ja.“
      Kunde: „Es funktioniert nicht richtig.“
      Hotline: „Das sagten Sie bereits …“

      ;-)

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