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CURiOS #2: Audiomux, Midimux & Music IO


Das iOS-Magazin: #2 Juni 2015

Curios Editorial

Nun ist sie da, unsere erste richtige Ausgabe des iOS Magazins. Wir sind gespannt auf eure Kritik und Verbesserungsvorschläge zum Magazin im Magazin: CURiOS – und los geht’s:

Die Auflösung des gordischen Kabelknotensalats?

Schnittstellen und die Kabel dazwischen sind etwas Unvermeidliches. Um so mehr nerven die Änderungen, auch wenn sie Verbesserungen bringen, in der Übergangszeit zwischen den Standards. USB geht nämlich in die nächste Runde. Nach der etwas vergeigten Einführung von USB3 und der Nachbesserung zur USB 3.1 Spezifikation mit 10 Gbit/s Datendurchsatz bei SuperSpeed+ steht nun dem physikalischen Anschluss selbst eine radikale Revision bevor. Gemeint ist USB-Type-C, der für den Anwender zumindest das dauernde Problem lösen wird, beim Anstecken von USB-Geräten nicht jedes Mal mindestens drei Versuche unternehmen zu müssen, bis die richtige Position des Steckers gefunden ist, wie in dem nachfolgenden Bild von Intel erklärt.

intel-USB-Supersosition

Quelle: http://www.reddit.com/r/funny/comments/1s9754/quantum_physics_explains_usb_behavior/

Aber nicht nur die Suche nach der Steckerorientierung fällt nun weg, auch die Tage von A- und B-Typen-Stecker, Mini- und Micro-USB sind bald gezählt. Es gibt nur noch ein Steckerformat, das nicht falsch herum eingesteckt werden kann.
Seit diesem Frühjahr hat Apple das erste MacBook im Programm, das ausschließlich mit USB-Anschlüssen Type-C, zunächst ohne Thunderbolt-Interface. Die kommt mit Thunderbolt 3, wenn auch der derzeitige Formfaktor von Thunderbolt dem USB Type-C Formfaktor weichen muss. Dabei TB3 als „Superset“ für USB3 agieren. Das bedeutet, man kann den Type-C-Stecker weder falsch herum noch in den falschen Port stecken. Aber warum ist das hier wichtig?

Das Gerücht, dass Apple auch beim iOS Docking-Anschluss auf USB umsteigen will, kursiert schon seit geraumer Zeit im Netz. Mit dem „Early 2015‟ Macbook (Rev.8,1), das nur einen einzigen Type-C-Port hat, dürfte nun ziemlich klar sein, dass Lightning nun auch recht bald ausgedient haben wird und wahrscheinlich entsprechendes iPad spezifisches Equipment mit ihm, sollte man selbige Zusatzgeräte generationsübergreifend benutzen wollen. Die Erfahrungsberichte zu 30Pin-Lightning-Adaptern sind über die ganze Bandbreite verstreut, sodass man nie sicher sein kann, was funktioniert und was nicht.

Wird das Camera Connection Kit (CCK) somit auch weiterhin die verlässlichste Lösung bleiben? Oder können sich Hersteller und Käufer einmal darauf verlassen, dass iOS spezifische Geräte nicht nach jeder zweiten iGeneration „unbrauchbar“ werden? Oder wird in Zukunft das mitgelieferte Docking-Kabel für alle musikalischen Anwendungen reichen?
Apple hat vor wenigen Monaten den Docking-Anschluss auch Drittanbieten (wieder) zugänglich  gemacht und die ersten softwareseitigen Audio/MIDI-Lösungen sind bereits erhältlich und brachten einiges ins Rollen. Deshalb im Fokus: Audiomux, Midimux und Music IO.

Auf der anderen Seite ist bei all diesen Anschlusswandeleien jedoch selbst mein iPad 2 noch weit davon entfernt, musikalisch ausgemustert zu werden und sollte man Apples Äußerungen zu iOS 9 glauben schenken, dass ältere Geräte wie iPhone 4s und iPad mini (iPad 2) mit einer speziellen Version des neuen Betriebssystems weiterhin unterstützen werden, wird das auch noch eine ganze Weile so bleiben.

iNHALT:

  1. NEW APPS:
    zMors Modular, Synthmaster
  2.  NEWS HARDWARE:
    iOS kompatible Audiointerfaces
    CME Xkeys 25
    iConnectivity iConnectAUDIO4+
  3. iM FOKUS
    MIDI & Audio-Streaming per Docking-Kabel – Music IO, Midimux und Audiomux
  4. TRiCKS
  5. LiNK TiPPS

 

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  1. Profilbild
    gruuv

    Die Music IO Apps funktionieren recht gut. Meiner Meinung nach ist das Setup etwas „frickelig“, aber wenn das mal steht, dann tut das. Nur wie lange ist diese App noch erforderlich? Denn mit den im Herbst anstehenden OS Updates für iOS und OS X von Apple könnten die beiden Programme obsolete werden. Auf der WWDC15 wurde schon gezeigt, wie einfach das mit einem normalen Lightning-USB Kabel funktioniert.

    • Profilbild
      TobyB RED

      Hallo gruuv,

      Das wird abzuwarten sein, die Frage ist und das ging aus der WWDC nicht hervor wie es mit Interoperabilität aussieht. Ich wette das Mehrzahl hat einen Windows-Rechner und ein Ipad. Die werden auch weiterhin MusicIO und die Muxe brauchen. Desweiteren fehlen dann noch die Anwendungen mit denen die AU Integration funktioniert. Ich denke am ehesten werden die Logic und Ipad User hiervon profitieren. Zumal die was den Workflow betrifft eh am meistens von der Kombination haben. Wobei sich mir die Frage nur am Rande stellt, da ich befürchte das mein Ipad3 nicht mehr in den Genuss von IOS 9 kommen wird. Und einer meiner Studiomac mit 2 Ghz Intel Core 2 Duo und 10.9.5 wird auch nicht mehr weiter zu pimpen sein.

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        gruuv

        Hallo TobyFB
        Stimmt, Windows Nutzer und Nutzer von ältere Macs sind ohne solche Werkzeuge ansonsten nicht in der Lage eine „direkte“ Verbindung herzustellen. Ich war nur „überrascht“, solch Integration demnächst auch nativ im Betriebssystem zu finden.
        Übrigens: Auch AU PlugIn support wird es bald im iOS geben (gab auch eine Video session dazu im WWDC15).
        Audio auf Apple wird also auch weiterhin „gepflegt“ Könnte besser sein, aber man jammert auf hohem Niveau

        • Profilbild
          TobyB RED

          Hallo gruuv,

          ich denke das ist der logische Schluss, wobei andere dann wieder meckern das sei Hardwarer verdongeln. Was nicht stimmt. Die AU Integration wird sicher spannend. Da würd ich mich mal auf die Diva oder den Tyrell N6 auf dem Ipad freuen. Und wenn den nicht schon gebe, den Sunrizer auf dem Mac. Das iPad 3 mit versorgt wird ist schon Klasse.

      • Profilbild
        gruuv

        oh – und iOS 9 wird auch auf iPad3 verfügbar sein :-) (Inges. 8 iPad Modelle ab iPad 2 und 7 iPhone/iPod Modelle ab 4S)

  2. Profilbild
    TobyB RED

    Hallo Markus,

    Super Artikel. Ich hab noch eine Menge gelernt, MusicIO war mir kein Begriff. Mir scheint damit kann man wesentlich mehr machen als mit den Muxen. Wobei ich damit und mit iConnectivity eigentlich total glücklich bin. Aber für komplexere Sachen denke ich, das MusicIO hier das Werkzeug ist.

    • Profilbild
      Markus Schroeder RED

      Hey Toby,

      ja, tendenziell ist Music IO flexiber als Plug-in,
      Was mich bei MusicIO aber nervt ist, das nur echt BGA-fähige Klangerzeuger zu gebrauchen sind. Die Music IO FX-Sektion macht dagegen keine solche Mucken.

      Insgesamt neige ich persönlich zu den Muxen, weil es keinen Unterschied zwischen FX und Synths gibt und das mit einzigen Stereo Out in Audiobus lässt sich mit MiMix ja super umgehen.

      M. :)

      • Profilbild
        TobyB RED

        Hallo Markus,

        das stimmt. Wobei MusicIO und die Muxe sicher unterschiedliche Zielgruppen haben. Und man bei zuviel BGA aufpassen, nicht in das Latenzproblem zu kommen. Das Paradigma des Stereo Outs via Audiobus und Mux ist für mich persönlich weniger stöhrend, da ich in der Regel eh nur einen Synth auf dem Ipad starte, da ich auf FX o.ä. verzichten kann. Ich hoffe das diese Tools auch nach der Öffnung von iOs zur AU Welt erhalten bleiben und weitergepflegt werden. Da mit den Muxen und MiMix hier echte Produktionstools vorliegen, die das iOs sinnvoll erweitern und integrieren.

  3. Profilbild
    TobyB RED

    Hallo Markus,

    AudioMux hat am WE ein Update erhalten und bringt jetzt einen Mixer mit. Das gibt dem Mux noch mal einen guten Kick in die richtige Richtung. Man muss allerdings die Resourcen des Ipads sparsam einsetzen, sonst geht die Latenz in den Keller, bei mir war auf dem Ipad3 bei 4 Synths(CasioCZ, iM1, Sunrizer und iVCs3) mit 46,7ms Schluß mit lustig. Beim Ipad Mini 3 habe ich bei 10 Softsynths noch erträgliche Latenzen.

  4. Profilbild
    analogrieche

    Hallo in die Runde,

    ich bräuchte einen Tipp … möchte ein (Realtime-) Multieffektgerät für meine Bass Station II haben und dachte dabei an die Kombination:

    iOS Audio-Interface (2 In, 2 Out, Kopfhörer und idealerweise MIDI in/out)
    + Multieffekt-App (Delay, Rev, Flange etc.) für iPhone/iPad.

    Habt Ihr Empfehlungen sowohl für Audio-Interfaces als auch für Effekt-Apps? Derzeit ist es schwer, hier den Durchblick zu bekommen …

    Danke schon mal

    – Ilias

    • Profilbild
      Markus Schroeder RED

      analogrieche,

      zu dem Audiointerface: demnächst kommt das iConnectAudio2+ wenn Du noch warten kannst,für max €250 der Hammer (nicht das Audio4+, das ist nicht USB-Bus-powered).
      Ansonsten ist das Steinberg UR22MK2 für ca €140 sehr empfehlenswert.
      http://www.....interface/

      soll es ganz günstig sein, tun es die Behringer UCA/UFO Teile auch für €35.

      Was Effekte angeht, zum Signaldurchschleifen ist Audiobus weniger geeignet, für minimalste Latenzen sollte es tatsächlich nur ein Mulit-App sein.
      DFX von Fingerless ist sehr gut.
      Wenn Du es klassischer magst
      BIAS FX von Postive Grid – super Effekte, aber auch teuer, mit allen IAPs bist Du €50 los. Lohnt sich aber, meiner Meinung nach.
      iPad Air sollte dafür aber schon vorhanden sein.

      soweit mal,
      M. :)

      • Profilbild
        analogrieche

        Hallo Markus,

        vielen Dank – das sind schon mal super Tipps!

        Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich das Ganze eher etwas mobiler für das iPhone suche – manche Multieffekt-Apps laufen offenbar nur ab iPad-Größe.

        Das Steinberg UR22MK2 kommt aber in die enge Wahl.

        • Profilbild
          TobyB RED

          Hallo Analogrieche,

          beim iPhone solltest du gucken, das die Apps als Universal Binary Apps vorliegen und vermutlich wirst du ein neueres Iphone Modell brauchen. Leider gilt hier bei Apple mittlerweile probieren, statt studieren oder die Kompatibilität prüfen. Da Apple den App Entwicklern neue Tricks an die Hand gegeben hat und die nicht mehr alle Hardware unterstützen. Starte mal einfach Garageband letzte Version auf iPad3 und einem neueren Modell. Teilweise findest du das Fehlen von Funktionen mittlerweile auch bei anderen Apps. Ich würde dir zwar, das iConnect Audio 2+ empfehlen, da ich mit dem sehr zufrieden bin und Audiopasstrough für sehr genial halte. Aber das Steinberg ist absolut in Ordnung.

        • Profilbild
          Markus Schroeder RED

          FLUX:FX play von NOIISE

          Tonestack von Yonac!

          AmpKit von Agile

          JamUp von Positive Grit (läuft zwar auch auf dem iPhone, allerdings wird das App nicht mehr weiterentwickelt, aber noch gepflegt von PG. Bias FX/Amp ist jetzt das Ding.
          Es gibt aber ein kostenlose version zum testen.)

          Mobile Pod von Line 6 für Besitzer diverser Line 6 Hardware Kostenlos.

          allerdings, wie Toby sagt, unter iPhone5s macht das alles keinen Spass. A7 ist schon recht betagt für iPhone Verhältnisse.
          Kann man vorher nicht sagen wie gut es läuft.

          M. :)

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