CURiOS iOS Musikmagazin #12: Musikproduktion auf iOS

CURiOS-2016-app-updates
Normalerweise machen wir ja keine Updates News mehr, weil es einfach zuviel ist, aber hier bestätigt mal wieder die Ausnahme die Regel, wenn gleich drei bisherige Platz 1 Apps mächtige Updates erhalten.

Cubasis 2.0, 1. Platz iOS-DAWs
von Steinberg
€49.99, iTunes
Kostenloses Update für alle Cubasis 1.0 Benutzer

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Mit Version 2.0 bestätigt Cubasis, dass es den Platz 1 unter den iOS-DAWs auch weiterhin locker halten kann.

Neue Fähigkeiten:
– Aktualisiertes User Interface – Erleben Sie höchste Bearbeitungsflexibilität durch intelligente Workflows
– Echtzeit Time-Stretch – Passen Sie Audio-Loops in Sekundenschnelle an ihr Songtempo an
– Pitch-Shift mit Formantenkorrektur
– Ändern Sie die Tonhöhe von Spuren und Songs nach Belieben
– Channel Strip in Studioqualität
– Erreichen Sie perfekten High-End Sound für jeden Kanal
– Spin FX – Machen Sie Ihre Tracks noch interessanter mit DJ-Effekten wie Breaks, Stops und Stutters
- MicroSonic TAPE Instruments
– Erzeugen Sie den typischen Sound der Sechziger Jahre
– 76 neue Micrologue Presets – Nutzen Sie beeindruckende innovative Synth-Sounds für Ihre Tracks
– Automatische Tempoanpassung der Factory Loops
– Genießen Sie die Freiheit, Audio-Loops in jedem Songtempo einzusetzen
– MIDI Auto Quantisierung – Synchronisieren Sie MIDI-Spuren zum Beat während der Aufnahme
– Cubasis 2.0 wurde vollständig und erfolgreich auf iOS 10 getestet

Elastic Drums 1.9, 1. Platz iOS-Drum-Sequenzer
von O-G-SUS (Oliver Greschke)

€9.99, iTunes
IAP: Sample Import – €4.99
(iPad, iPhone)

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Nach den Synthese-Engines Clap, Square, FM, FM4OP, Wobble, Grain, Tom, Bass und Drone bekommt der umfangreiche Drum-Sequenzer nun eine neue Sampler-Engine. Jede der Engines hat 12 eigens optimierte Parameter, für jede der sechs Spuren.
 Der Sampler bietet Pitch, Tone, Decay, Release, Attack, Sustain, Play-Offset, Direction (Abspielrichtung), Loop-Start, Loop-Länge, Loop-Smoothing und Loop-Until (Wiederholungsdurchgänge).
 Der Sampler ist kostenlos und kann mit den mitgelieferten Samples uneingeschränkt genutzt werden. Jedoch kostet der Import eigener Samples €4.99. Samples können über AudioCopy aus anderen Apps, über iTunes File Sharing, E-Mail und das interne Mikrofon importiert werden.

Elastic Drum mag nur 16 Steps haben, doch mit den Multiplikatoren für die Geschwindigkeit jeder Spur lassen sich damit äußerst komplexe, polyrhythmische Strukturen erzeugen. Zudem gibt es 4 Effektkanäle, die mit einer Auswahl von 20 Effekten beschickt werden können. Automation eines jeden Parameters via Regler-Recording und Anschlagsstärke tragen ihren Teil dazu bei, ziemlich abgespacte Tracks zu erzeugen.

Unterstützung für Audiobus, IAA, Ableton Link, und CoreMIDI/ – Audio sind dabei selbstverständlich. 
Aber damit nicht genug. Umfangreiche Arrangement-, Live Jam- und Triggermöglichkeiten machen aus Elastic Drum ein mächtige Live-Performance Maschine.

Elastic Drum ist nicht das einfachste App, doch dafür gibt es ein PDF-Handbuch auf der Homepage. Ist man aber erstmal durch die umfassenden Möglichkeiten durchgestiegen, wird man für die Arbeit mehr als belohnt und die meisten anderen Drum-Apps obsolet. 
Betrachtet man außerdem, wie konsequent Elastic Drums seit Version 1.0 von der One-Man-Show Oliver Greschke gepflegt und weiterentwickelt wurde, wird ersichtlich warum das App noch immer noch die Drum-Sequenzer unserer iOS-Charts anführt.

ToneStack V3.0 1.Platz iOS-Effekte
von Yonac

Grundversion: €9.99, iTunes
IAP: Motherload 3.0 – €49.99,
Upgrade von Motherload V2.0 auf 3.0 – €14.99 (Einführungspreis).

Produzieren auf iOS

ToneStack klotzt mit der schieren Fülle des angebotenen Effekte. In der Version 3 umfasst das App damit insgesamt 46 Amps, 44 Cabs und 101 Effekte. Wobei die 24 neu hinzugekommen Modelle aus einem ganze Satz von Akustiksimulationen besteht, die auch Reverb, Delay, EQ und Kompressor umfassen. Dazu kommen sechs britische Amps und Cabs und sechs rare Pedale. Unterm Strich nicht ganz so interessant wie das V2-Update, aber allemal die Anschaffung wert.

Doch nicht die Möglichkeit jede Menge Geld in dem App zu verstecken, auch wenn es im Verhältnis immer noch günstig ist, hat dem App den Platz 1 beschert, sondern der Klang und vor allem die komplette MIDI-fizierung mit freier Kontrollerbelegung. Selbst der Signalweg kann über verschachtelte ABY-Schalter ferngesteuert werden. Das eröffnet weitreichende Möglichkeiten zur Klanggestaltung, die anderen Gitarren-Suits schlicht und einfach abgehen. Zudem wird auch ToneStack von Yonac fortlaufen gepflegt.



FL Studio Mobile 3
von Image-Line
€19.99, iTunes
IAP: Effekte

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An einem ganz heißen Eisen schmieden Image-Line mit den neusten Releases von FL Studio. War FL Studio Mobile HD eine bisher eher weniger beachtete App, so wird sich das mit Version 3 sicher ändern.
FL Studio Mobile 3 wird einer kompletten Frischzellenkur unterzogen und übernimmt basismäßig die Engine aus der Desktop Version FL Studio 12.4+. Nicht 100% feature-identisch, aber in großen Teilen. Um die Projekte zwischen der Desktop-Version und der Mobile-Version auszutauschen, haben sich Image-Line etwas ganz besonderes einfallen lassen. Die Mobile Version kann als eigenes Plug-in in Desktop-Version instanziiert werden und das Projekt von da aus weiter verwendet werden. So bleibt die Projektkompatibilität in beide Richtungen erhalten. Bei Cubasis und GarageBand funktioniert das nur in Richtung Desktop. Die Ankündigungen sind extrem vielversprechend.

Außerdem haben Image-Line nach all den Jahren endliche eine native macOS-Version in der Pipeline. Damit wird FL Studio als erste DAW auf Android, iOS, macOS und Windows verfügbar sein. Das beste ist aber, dass Image-Line ihrer Free-Upgrade-Forever-Politik treu bleiben.
 FL Studio Mobile 3 wird also für alle Besitzern von FL Studio HD (2.5.4) ein kostenlosen Update sein.
 Wir bleiben am Ball und berichten.
 Über diesen Link gibt es mehr Infos zur FLM 3 oder im Online-Handbuch des Apps.

Forum
  1. Profilbild
    mdesign  

    wieder ein gelungenes update der musik-apps. der hintergrund der 32 bit-fehlermeldung war mir neu. danke!

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    Chick Sangria  

    Fantastische Kolumne, vielen Dank!
    An die Redaktion: Könnte man evtl. eine „auf einer Seite anzeigen“-Option einrichten? Dann kann man leichter durch die Browsersuche etwas nachschlagen (sonst muss man die Seitensuche benutzen, was ich etwas aufwendiger finde).

    • Profilbild
      swellkoerper  AHU

      Ich finde auch, dass bei amazona die einzelnen Seiten der Stories etwas länger sein dürften. Das käme dem Lesefluss sehr entgegen.
      Tolle Kolumne übrigens, Wahnsinn wie viel Arbeit da drin stecken muss!

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hi ctblaze,
      die App kam am 6. November raus.
      Es gibt einen Zeitraum, in dem ich aufhören muss nach neuen Apps zu scannen, um die Ausgabe zu schreiben und dem Veröffentlichungstermin. Das sind ca. 2-3 Wochen. Alles was dazwischen rauskommt und keine iWavestation ist fällt durch und kommt (sehr wahrscheinlich) in die nächste Ausgabe. Weil ich immer von dort weiterscanne, wo aufgehört habe.

      Falls Du der Entwickler bist oder den Enwickler kennst, lass uns das bitte wissen.

      greetz,
      M.

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    Everpure  

    Erstens ist es „die“ App und nicht „der“ App (wo kommt das denn bitte her?) und zweitens sollte es jeder Softwareentwickler, der auch nur ein wenig Selbstrespekt hat, hinbekommen haben, seine Applikationen seit Sommer 2013 (iOS 7!) auf 64-Bit aktualisiert zu haben. Wer das nicht schafft, bei dem kann es auch nicht so wichtig sein. Also, bitte erst recherchieren, bevor losgetrollt wird. Das könnt ihr besser bei amazona.

    Und was fragen wie zum Beispiel die Preisgestaltung angeht: Da ist bestimmt nicht alles super, aber irgendwie bekommen es ja andere auch besser hin, da muss es doch also möglich sein, sich inspirieren zu lassen.

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      TobyB  RED

      Hallo everpure,

      es besteht aber nicht immer die Notwendigkeit eines Code Refactoring von 32 Bit auf 64 Bit. Und nur weil Apple das möchte, ist das nicht einfach mal ein Compilerlauf in XCode und ausserdem noch immer nicht sinnvoll.
      Ausserdem schliesse ich dann wieder bestimmte Nutzer aus und zwinge sie zum Neukauf eines iOS Devices.

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        Everpure  

        Mir ist klar, dass es nicht mal eben zwischen zwei Folgen Big Bang Theory erledigt ist, eine App von 32- auf 64-bit zu portieren. Da ist einiges mehr an Test und nochmal Test und sicherlich auch möglicherweise grundlegende Codeänderungen zu tun.

        Das ist aber nicht mein Punkt. Mir geht es eher darum, dass im Editorial der Eindruck erweckt wird, dass Apple hier böse, böse die armen Entwickler gängelt und einfach mir nichts dir nichts Apps aus dem Store entfernt.

        Das ist meiner Meinung nach nicht der Fall, sondern man sollte die Angelegenheit vielleicht etwas differenzierter betrachten:

        Erstens: Der Übergang von 32- zu 64-bit wurde im Sommer 2013 mit iOS 7 vollzogen. Als professioneller iOS Entwickler (und als solchen betrachte ich jeden, der eine App zum Verkauf im App Store anbietet – egal ob 10.000.000$ oder 10€ Umsatz) hat man in der Regel Zugang zu iOS Betaversionen bis zu 6 Monate vor offiziellem Release, was also Anfang 2013 wäre. Jetzt haben wir Ende 2016 – also fast vier Jahre, in denen man den Übergang auch in der kleinsten Softwareschmiede hätte vollziehen können.

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          TobyB  RED

          Hallo Everpure,

          danke für die Antwort. Das wollte ich alles gar nicht wissen. Es ging darum ..“es besteht aber nicht immer die Notwendigkeit eines Code Refactoring von 32 Bit auf 64 Bit. Und nur weil Apple das möchte, ist das nicht einfach mal ein Compilerlauf in XCode und ausserdem noch immer nicht sinnvoll.“… Und das hat erstmal nichts mit Ökonomie zu tun, sondern mit Nachhaltigkeit des Lösungsansatzes. Mehr nicht. Und ich sehe es schon als Gängelung, das es eben auch andere professionelle Entwickler gibt. Und von wegen Apple schliesst keine User aus, ich habe ein Ipad 3, mit 9.3.5 ist Schluss. Und wenn es einem Entwickler gefällt, setzt der 2 Flags und ich bin aussen vor. Schlußendlich, was machen denn die professionellen Anwender? Leasingverträge für iPad laufen 36/48 Monate. Die können zwar mit Certifikaten und MMC die iPads verwalten aber wir sind wieder bei XCode 32/64bit. Und ein Kostenstellenverantwortlicher würde dich fragen ob es dir noch gut geht? Und dann „Budget“ sagen.

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            Everpure  

            Hallo Toby,
            wie es aussieht, können wir uns vielleicht darauf einigen, dass wir uns in diesem Punkt wohl eher nicht einig sein werden. ;)
            Worin wir uns aber bestimmt einig sein können ist, dass es da einiges an Verbesserungspotenzial gibt – sowohl für Entwickler als auch für die Kunden.
            Aber solange Apple nicht grundlegend etwas an diesen Prozessen ändert, bleibt die Situation wie sie ist und wir müssen als Verbraucher und als Anbieter damit umgehen. Und ich denke, das bei aller Kritik trotzdem extrem viel Potential in der iOS Plattform steckt, wie ja allein die Liste an Apps beweist, die in dieser Ausgabe von curiOS behandelt werden.

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              TobyB  RED

              Hallo Ever,

              100 % Zustimmung. Ich sehe das halt als Entwickler, dessen App auf Managed Devices landen. Und da ticken die Uhren anders. Und bei den „Profis“ hat Apple fette Baustellen, MDM, Apple Configurator, Automatisierung. Da ist noch viel zu viel Handarbeit drin.

              :-)

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        Everpure  

        Zweitens: Die letzten iOS Geräte, die nur 32-bit unterstützen sind iPhone 5 und 5C, iPad 2, iPad Mini (1. Generation) und iPod Touch 5G. Aus Herstellersicht (also Apple) ist es nur verständlich, dass man irgendwann aufhört, bestimmte Gerätegenerationen zu unterstützen. Apple ist da schon immer radikaler gewesen als andere Hersteller (im guten wie im schlechten für die Kunden,also unter anderem uns). Aber wie man hier https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_iOS_devices sehen kann, unterscheidet Apple auch genau zwischen Obsolete, Discontinued und Current – und hat das bisher auch immer offen kommuniziert. Punkt: Als Softwarehersteller möchte ich einerseits natürlich auch ältere Geräte unterstützen (um eine potentiell größere Kundschaft anzusprechen), aber andererseits auch neue Features und Möglichkeiten anbieten (um das Produkt attraktiv zu halten). Wenn ich letzteres nicht tue, laufen mir früher oder später die Kunden weg. Das ist okay, wenn ich als Einzelperson mal irgendeine App gebaut habe. Dann darf man sich aber nicht beschweren, dass die dann auch irgendwann weggeräumt wird.

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        Everpure  

        Drittens: Ich als Softwareanbieter zwinge niemals irgendjemand zum Neukauf eines iOS Gerätes. Die alte Software läuft doch auf meinem alten Gerät bis in alle Ewigkeit! Nur weil Apple eine App aus dem Store entfernt heißt ja nicht, dass die App nicht mehr auf meinem Gerät läuft. Das heißt nur, dass niemand sie mehr neu kaufen kann – und möglicherweise, dass ich sie nicht mehr herunterladen kann, falls ich sie von meinem alten Gerät gelöscht habe und dann doch wieder neu installieren will. Mal ganz abgesehen davon, dass es realistischerweise doch sowieso so ist, dass man irgendwann sein 6 Jahre altes iPad weggibt und sich ein neues kauft. Ja, ich weiß, nicht alle tun das. Aber Apples Verkaufszahlen zeigen ja deutlich, dass die breite Masse das tut. Dass es immer wieder Einzelfälle gibt, bei denen das ärgerlich ist – nun ja, Apple baut die Dinger ja nicht für jeden einzelnen von uns…

        Viertens: Ja, Apple hätte wahrscheinlich den Übergang von 32- zu 64-bit attraktiver für Kunden und Entwickler gestalten können (mich hat es damals auch irre genervt, dass ich für Intuas Beatmaker 2 den Preis einer neuen App zahlen musste…) Aber auch das ist wahrscheinlich eher dem mangelhaften Apps-nicht-wie-Desktop-Programme-updaten-können Konzept geschuldet, mit dem sich ja auch schon größere Anbieter wie Native Instruments bei iMaschine herum geschlagen haben.

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        Everpure  

        Langer Rede kurzer Sinn: Viel Gejammere um nichts, weil es zu nichts führt, solange man nicht Apple direkt kontaktiert (zum Beispiel als Entwickler) oder die Reichweite von großen „mainstream“ Medien hat. Und das nervt und ist unproduktiv.

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      Chick Sangria  

      Laut Duden geht „die“ und „das“ App, aber inzwischen klingt „das App“ schon sehr ungewöhnlich, dürfte keine Zukunft haben.

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        Everpure  

        I stand corrected, wie der Engländer sagt. Dass „App“ auch Neutrum sein kann, war mir nicht bewusst. Dass es aber keinen Sinn ergibt, weil App nunmal die Kurzform von (die) Applikation ist, scheint es mir nur logisch, wenn „das App“ keine weite Verbreitung findet…

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