CURiOS iOS Musikmagazin #12: Musikproduktion auf iOS

CURiOS-2016-neue-apps

Ableton Live Set Export
von Ableton
SDK: Gratis
Nach der extrem beliebt gewordenen Ableton LINK-Funktion, mit der iOS-Geräte über Wireless-Verbindungen einfach miteinander synchronisiert werden können, macht Ableton die, in Korg Gadget (Grooveboxen-Apps Platz 1) eingeführte Funktion zum Exportieren von Audioclips als Ableton Live-Projekt nun öffentlich. Das Ableton Live Set Export-SDK erlaubt es nun, jedem App seine Audiodaten direkt als Live-Projekt zu exportieren. Die Apps triqtraq (Grooveboxen-Apps Platz 11) und Patterning (Drumsequenzer-Apps Platz 2) gehören zu den ersten Apps, welche diese Funktion nun anbieten.

Moebius Lab
von Amazing Noises
€12.99, iTunes

curios12-moebius_lab
Moebius Lab ist ein App zur Soundbearbeitung mit unendlichen Möglichkeiten zur Klangverbiegung. Das App bietet einen Synthie, einen stereofähigen Sample-Player mit flexiblen Abspielgeschwindgkeiten, neun zeitbasierten Effekten, sechs spektralen Effekten, 7 Slots für externe IAA-Apps und ungefähr 200 LFOs zur Modulation von fast jedem Parameter. Es gibt zwei Effektketten in denen die Effekte flexibel angeordnet werden können. Die Effektketten sind in einer Art Moebiusschleife miteinander verbunden und das Signal kann zwischen ihnen hin und her geschickt werden, was im engeren, wie im weiteren Sinne, zu unendlich fortlaufenden Klangmanipulationsmöglichkeiten führt. Ein weiteres großartiges App um Sounds jeglicher Art komplett auseinander zu verbiegen.

AC Sabre MIDI Instrument & Motion Controller
von Air Craft
€12.99, iTunes

curios12-ac_sabre

AC Sabre ist ein kabelloses MIDI-Instrument und ein neuer Bewegungskontroller für Produzenten, Komponisten, Live-Künstler und DJs von vorwiegend Elektronischer Music, das die dynamische Ausdrucksfähigkeit traditioneller Instrumente mit der digitalen Musikbibliothek verbinden will.
Das App interpretiert Bewegungen mit dem eingebauten Gyroskop und Beschleunigungssensor und übersetzt sie in musikalische Aktionen. Es ermöglicht z.B. unsichtbare Luftsaiten zu zupfen und die Kontrolle von bis zu sieben zusätzlichen MIDI-Parametern über natürliche Bewegungen. Mit etwas Übung sieht es dem Demovideo nach gar nicht mal peinlich aus. Man muss halt wissen, wie man es anstellt.

Poison-202 Vintage MIDI Synthesizer
von Dmitrij Pavlov
€9.99, iTunes

curios12-Poison_202

Synthesizer für das iPhone sind in letzter Zeit wieder häufiger geworden. Dieser hier schreit nicht nur iPhone, sondern auch, wie der Name vermuten lässt, SH-101. Der Poison 202 basiert nämlich auf dem vielbegehrten Klassiker. Dabei übernimmt er aber nicht einfach das Vorbild, sondern schafft es gleichzeitig ein ganze Menge zu dem Konzept beizutragen, ohne ihm untreu zu werden.
So sind z.B. Filter und AMP-Hüllkurve in einem „Time Variant‟-Design ausgebaut. Es gibt vier leicht erreichbare Unterseiten für OSC1 und 2, die LFO- und Effekt-Section und umfangreiche Grundeinstellungen des Patches mit parallelem oder seriellem Signalfluss.

Außerdem erlaubt Poison 202 bis zu 24 Stimmen gleichzeitig und kann mit bis zu 96kHz arbeiten.
 Getrennte Multimode-Filter und Soft-Resonanz, sowie eine ganze Menge an Wellenformen für Oszillatoren und LFO runden das Bild ab.
Das die Einstellungen für den Arpeggiator aber auf die Seite für die Grundeinstellungen verbannt wurde, mutet hingegen etwas merkwürdig an. Zumindest ist dort eine Vorhörfunktion eingebaut, was wiederum ok ist und der Taster zum aktivieren des Arp ist auch auf der Hauptseite zu finden.

Was hingegen nervt, ist der häufige Einsatz von Rolodex-Bedienelementen. Sich immer wieder durch zig Presets durchrollen zu müssen macht einfach keinen Spaß. Das wäre aber auch der einzige echte Kritikpunk, den ich hier finden kann.
Poison 202 ist voll AUv3, CoreMIDI- und IAA-kompatibel.

Nebenbei ist Dmitrij Pavlov auf Youtube wegen seiner Hingabe zu Prodigy bekannt. Seine De-Makes diverser Prodigy Hits sind sehr erhellend und spannend. Absolut sehenswert und wer das Video mit dem Factory-Presets anschaut weiß sofort, wie der Hase läuft.

Ein hammerharter Synth für alle, die sich kein Roland Aira System anschaffen wollen.
Dafür darf Poison auch in unsere Klassischen Synthesizer iOS-Charts einziehen.

 

Dhalang MG
von Joel Kivela
€19.99, iOS, iTunes
€24.99, macOS, MacAppStore

Produzieren auf iOS

Dhalang Microtonal Groovebox ist eine Standalone-App, die besonders auf das einfache
Anwenden von alternativen Mikrotonalen- und Stimmungsskalen in der Elektronischen Musik ausgelegt ist. Dhalang bietet einen internen analog-style Synthesizer mit Physical-Modelling, Additiver Synthese, FM und Sampler mit Mehrspur-Mixdown und Effekten, die über den internen Sequenzer, Touchscreen-Eingaben oder MIDI-Eingaben kontrolliert werden können. Die Sequenzen können aber auch über den integrierten Noteneditor erstellt werden. Des Weiteren bietet Dhalang verschiedene generative und algorithmische Erzeugungsmethoden zur (microtonalen) Sequenzkomposition.
Im- und Export von MIDI-Daten, sowie Audiobus-Unterstützung runden das Bild ab.

Eigenschaften:
– Various preset tuning systems and scales with a custom tuning editor.
– Analog-style, physically modelled, additive and FM method monophonic and polyphonic synths,
– Audio sample player with mini granulizer and audio data auto-segmentation.
– Piano roll and control automation sequencers.
– Algorithmic/generative sequencers: vector, matrix and particle.
– Mixer with four stereo buses and many sound effects.
– Offline rendering to stereo file, MIDI import and export.
– Dropbox file transfer interface.
– Audiobus and Audiocopy support.
– iOS document interaction between apps.
– Internal filesystem with basic operations.
– Realtime MIDI input and output.
– Virtual MIDI as background audio app.
– Network synchronisation of various cross-platform Dhalang instances.
– Many UI colour themes and support for various languages.

 

SwarPlug, AUv3
von Swar Systems
€2.99, iTunes
IAP: Instrument je €2.99: Sitar , Harmonium, Sarangi, Vocal, Santoor, Tanpura, Swarmandal, Surbahar, Sarod, Nadaswaram

curios12-swarplug

Für Freunde des indischen Grooves gibt es nun SwarPlug. In der Grundversion ist das App eine Sammlung von 79 vorgefertigten, aber anpassbaren Tabla-Rhythmen die über interne Zukäufe verschiedener Instrumente erweitert werden können. SwarPlug ist Audiobus- und IAA-kompatibel und über MIDI ansprechbar.

Soft Drummer
von Luis Martinez
€14.99, iTunes

curios12-softdrummer
Soft Drummer ist, laut der Produktbeschreibung, das naheliegenste, was man als Pro-Session-Drummer für die Hosentasche bekommen kann. Das App ist dabei keineswegs eine einfache Drum-Maschine, da es hauptsächlich auf akustische und ‚brushed‘ Kits setzt und in gewissem Umfang eigenständig Improvisieren kann. Es liegt also zwischen einer Drum-Maschine und einem virtuellen Schlagzeuger. Mit Soft Drummer, das eher auf jazzige Styles ausgelegt ist, erweitert Martinez seine Drummer Serie, die bisher Rock Drum Machine, Rock Drum Machine 3, Brazilian Drum Machine, Funk Drummer and Afro Latin Drum Machine umfasst.

– 50 multilayer sounds with 3 different hit types (ghost note, accented note and drag / open) x 3 RoundRobin alternating samples.
– Improved Jam algorithm with more control to set which instruments can improvise. (iPad)
– Round Robin alternating samples, combining 3 layer samples of each stroke makes a extremely natural sound.
– Random generators to get creative ideas instantly.
– 4 Effects including Compressor/Gate, Equalizer, Delay and Reverb.
– Song Mode. Extra fast tool to create rhythmic structures for your song in seconds.
– Ableton Link Audio sync
– Midi Sync by The Spectacular Sync Engine
– Control several parameters with midi Control Change and Program Change.

Phasemaker, AUv3
von Bram Bos
€9.99, iTunes
(iPhone, iPad)

curios12-phasemaker
Nach Ruismaker, (siehe CURiOS No.11) und Ruismaker FM, stellen die Brams nun ihren ersten FM-Synthesizer mit sechs Operatoren vor. Die App, wie sollte es anders sein, geht auf das Vorbild aus den 80ern zurück.
Dabei wurde das Phasemaker so anwenderfreundlich wie möglich designt, um der Komplexität der FM-Synthese Herr zu werden, ohne die vielfältigen Klangformungsmöglichkeiten zu beinträchtigen.

Eigenschaften:
– Audio Unit v3 compatible
– CoreMidi compatible standalone mode (with background audio)
– Custom preset management; user presets available across AU hosts
– Dozens of factory presets
– 42 FM Algorithms (including all 32 DX7 layouts)
– 12 Oscillators, including the 8 original TX81z waveforms
– All 106 parameters can be automated using MIDI CC and AU Parameters
– Vintage sounding chorus and reverb effects for classic ambiance

 

MIDIMan
von Felix Nievelstein
Gratis, iTunes

curios12-midiman

(iTunes Beschreibung)
Mit MIDIMan kannst du dein iOS Gerät in einen MIDI-Controller verwandeln.
Egal ob du eine kleine Melodie spielen möchtest, oder fette Drums spielst. MIDIMan bietet dir die passende Oberfläche. Deine MIDI-Signale kannst du dabei wahlweise über: Wifi oder externer MIDI-Hardware übertragen.
Zudem bietet MIDIMan auch einen MIDI-Monitor mit dem du eingehende Signale prüfen kannst.

 

Swinging Mathilda
von Ulrich Halfter
€0.99, iTunes

curios12-swinging_mathilda

Das App mit dem sympathischen Namen, welches an der TU Chemnitz mit Sitz an der Professur für Datenverwaltungssysteme das Licht der Welt erblickte, beschäftigt sich mit der digitalen Darstellung von Notenmaterial für mobile Endgeräte. 
Mathilda ist ein kleines Nachschlagewerk für Musiktheorie und eine einfache und schnelle Theoriesammlung für Musiker. Sie zeigt zur gewählten Tonart die Musiktheorie als Notation oder Tabulatur an. Die aktuelle Version umfasst die Moll- und Dur-Kadenzen und –Tonleitern. Für die tägliche Instrumentalprobe gibt die zufällige Tonartauswahl neue Impulse.
Swinging Mathilda entwickelt sich stetig weiter und soll immer weiter ergänzt werden. Sie soll für Musiker – Anfänger und Profis – ein täglicher Begleiter sein. Sie kann ebenfalls für den Musikschulunterricht verwendet werden.
Das App ist sehr leicht und übersichtlich zu bedienen. Als Kompendium und Übungsbegleitet noch etwas dünn und derzeit ohne weitere Zusatzfunktionen, wie Hörtraining, Quiz oder temperierte Skalen, aber ausreichend. Immerhin sind Referenzen für Kadenzen und erweiterte Kadenzen schon vorhanden. Der Zufallsgenerator ist ein integraler Bestandteil zum Erlernen der Tonarten des chromatischen Notenumfangs. Ein freundliches App mit Potential.

 

RF-1
von Kai Aras
€5.99, iTunes

Produzieren auf iOS

Ein weiterer, hochwertiger algorithmischer Hall betritt die iOS-Bühne. RF-1 bietet neben AU, Audiobus, IAA und Standalone-Kompatibilität. Als Räume gibt es Hall, Plate, EnsembleVerb, TremoloVerb und VintageVerb (10 kHz Bandbreite / 12 Bit Berechnung)

.

Während, die Hallalgorithmen wirklich zu gefallen wissen, tut es die Benutzeroberfläche leider keineswegs. Das Pink auf dem Anthrazit ist ein ganz derber, augenunfreundlicher Kontrast und die Parameterbeschriftung ist so klein, dass sie selbst auf Retina im Standalone-Modus kaum lesbar ist. Als noch kleinere AUv3-Version ist es fast gänzlich unbenutzbar. Der Entwickler war jedoch aufgeschlossen gegenüber dieser Kritik. Denn was nützt der beste Hall, wenn man ihn nicht bedienen kann und RF-1 nun einfach abzutun wäre sehr schade, denn bis auf die zwei Fehlgriffe im GUI ist mit dem Hall alles richtig.

Konnektivität:
– AudioUnitV3 Effect
– Inter-App Audio Effect
– Audiobus (Filter)
– Ableton Link
– USB Audio Interface (Standalone)
– Guitar Interface (Standalone)
– Microphone (Standalone)

 

6144 EQ
von Christian Siedschlag / DDMF
€9.99, iTunes


Nach algorithmischem Hall „Envelope‟ setzt DDMF nun ein zweites Plug-in auf iOS um. 6144 ist dem legendären EQ von Neve nachempfunden, das den Tracks schon einen edlen Schimmer verpassen soll, sobald es nur instanziiert wird. Das detaillierte Design des harmonischen Algorithmus erlaubt es, hohe Gain-Werte einzustellen, ohne das der EQ harsch und kratzig klingt.
Der 6144 ist tatsächlich ein absolut erstklassiger EQ, der sich vor teuren und namhaften Konkurrenten wahrlich nicht zu verstecken braucht. Einer, wenn nicht der beste musikalische EQ für iOS.

 

Focusrite Control
von Novation
Gratis, iTunes

curios12-focusrite_control

Wer ein Focusrite-Interface besitzt, das mit der aktuellen Desktop Control-Software kompatibel ist, kann nur sein Interface vom einem iOS-Gerät aus steuern, wenn beide im gleichen WiFi-Netzwerk verfügbar sind. Zur Zusammenarbeit müssen Desktop- und iOS-App einmalig gegenseitig autorisiert werden. Dann können am Interface so gut wie alle Einstellungen ferngesteuert werden.

Eigenschaften:
– Control output levels
– Control software playback levels and panning
– Control hardware input levels and panning
– Control mute and dim
– View input and output metering
– Control preamp features available on your connected Focusrite interface
– Approve devices for control

https://itunes.apple.com/de/app/midirotator/id1139810472?mt=8&ign-mpt=uo%3D4

MidiRotator
von tingjing.com
€2.99, iTunes

curios12-midirotator

MidiRotator ist ein Instrument zur Rotation und Generierung von Harmonien. Es erzeugt aus einer einzigen Note eine Harmonie in einem Rotationsmodus. Eine Stimme folgt der Eingangstonhöhe, die andere Stimme erfährt eine Rotation über die gemachten harmonischen Einstellungen. Anschließend werden drei Noten ausgegeben: die originale Note, eine Note in einem festgelegten Intervall über dem Original und eine Note die sich ständig, nach den gemachten Einstellungen ändert.

 

Lattice Harmony
von Adam Kleczewski
€7.99, iTunes

curios12-lattice_harmony

Lattice Harmony ist ein App, das musikalische Harmonien in ein visuelles und interaktives Erlebnis umsetzt. Akkordfolgen können durch intuitive Interaktionen über ein Multitouch-Interface generiert werden. Per (wireless) MIDI-Eingang können mit Lattice Live-Animationen und harmonische Strukturen generiert werden.

 

Apogee Control for Element Series Interfaces
von Apogee Electronics Corp
Gratis, iTunes

curios12-apogee_control_elements

Apogee Control für die neuen Element 88, 46 und 24 Series Interfaces bietet eine einfache Kontrolle über ein WiFi-Netz zu dem Desktop und iTouch Zugang haben. Auch hier müssen sich die Apps gegenseitig autorisieren bevor die Verbindung hergestellt wird. Danach stehen folgende Kontrollen zu Verfügung:

Eigenschaften:
For All Analog Inputs
– Analog Level: Line, Mic, Instrument
– Gain
– Input Settings: 48V, Soft Limit, Group, Polarity Reverse
– Meter and Over indicator

For Main, Alt, HP Outputs (number & type vary by interface)
– Source
– Output Level
– Mute, Dim, Sum to Mono
– Meter and Over indicator

System Settings
– Clear Meters
– Mute All

 

Jussi – Vocal Synthesizer, AUv3
von Klevgränd
€7.99, iTunes
$19.99 VST+AU

curios12-jussi

Dieser Synthesizer emuliert eine männliche Stimme auf eine ganz eigene Art und Weise. Ein reduziertes Set aus mächtigen Parametern, erlaubt Jussi alles von weichen und etherischen Chören bis zu hartem, aggressivem Schreien zu singen. Die Formanten werden über die MIDI-Anschlagsstärke kontrolliert.

Eigenschaften
– AUv3, works with AUv3 compatible hosts like Garageband, Cubasis, AUM etc.
– ADSR with ”Turn-in” and ”Turn-out” option (Turn-in and Turn-out affects the pitch and maps it to attack and release)
– Voice character XY pad (Intensity and Narrowness)
– Legato mode (glides between notes and velocity levels)
– Legato Hold mode (polyphonic legato when using a sustain controller, consult the documentation for more info)
– Throat emulation XY pad (Grain and Tonality)
– Built-in reverb

Tines
von Klevgränd
€7.99, iTunes
€19.99 VST+AU

curios12-tines

Diesen Herbst sind Klevgränd sehr umtriebig. Als zweites App haben sie eine E-Piano-Emulation veröffentlicht, die von weichen Rhodes, bis zu einem knarzigen Wurlitzer die ganze Bandbreite abdecken soll, ohne in den „Vintage‟-Paradigmen zu verharren. Dabei sorgen u.a. sorgfältig ausbalancierte Kurven für die Anschlagsstärke für die richtige Laune.
Wer Zweifel hat, den kann wahrscheinlich das kurze Demovideo überzeugen.

Haaze, AUv3
von Klevgränd
€7.99, iTunes
$19.99, VST+AU

curios12-haaze
Das dritte App, das die umtriebigen Schweden vorstellen, ist ein Stereoverbesserungs-Werkzeug, das sich den Haas, bzw. Präzedenz-Effekt zu Nutze macht.
Durch Aufteilung in 16 Frequenzzonen zwischen 20Hz und 20kHz können mit Haaze unterschiedliche Anteile des Stereoverbreiterungseffekts auf die Zonen angewendet werden. Dadurch können z.B. Mono-Tracks in natürlich klingende Stereo-Tracks umgewandelt werden.
Haaze verwendet zwei unterschiedliche Verbreiterungstechniken. Haas fügt unterschiedliche, kurze Verzögerungszeiten zwischen linkem und rechtem Kanal ein und Split-EQ regelt den Gain-Anteil der einzelnen Frequenzbänder auf den Kanälen.

VoxSyn
von VirSyn
€9.99, iTunes

curios12-voxsyn

Wieder ein VirSyn App aus dem nimmermüden Pfinztaler Powerhouse. VoxSyn macht aus der menschlichen Stimme einen höchst flexiblen Soundgenerator, der live selbst den kleinsten Modulationen in Tonhöhe und Spektrum folgt. Daraus wird ein eigener markanter Stimmeffekt erzeugt, der weit jenseits der üblichen Vocoder-Ästhetik reicht.
 Durch Singen ins Mikrofon lassen sich verschiedene Synthesizersounds auslösen, die in der Tonhöhe per Stimme, dem hexagonalen Keyboard oder externem MIDI-Keyboard kontrolliert werden können. Die Basissounds stammen aus einer vordefinierten Auswahl von Sounds der VirSyn TERA-Engine, die durch einen einzigartigen Zufallsgenerator ergänzt wurde.
Das Design und die Noten der harmonischen Tabelle zeigen die Tonhöhe der Stimme direkt an, um damit auch klassische Vocoder-Effekte zu ermöglichen.
Zusatzeffekte und interne Audioaufnahme runden das Bild ab.

Eigenschaften:
– Voice control of pitch and timbre
– 22-channel Vocoder
– Integrated preset synthesizer engine
– Hundreds of presets included
– Hi-end Reverb and Chorus/Delay/Distortion/Phaser effects
– Share/Export of audio recordings
– CoreMIDI / Virtual MIDI and Background audio
– Inter App Audio compatible
– Audiobus 2 support (Input/Filter/Output) with state saving

 

Addictive Pro
von VirSyn
€19.99, iTunes

curios12-addictive_pro

Nach Addictive kommt nun die Pro-Version, die leider kein freies Update ist, sondern ein komplett neues App. Die Unterschiede zum alten Addictive Synth sind:
– zwölf Wavetable-Oszillatoren mit 256 Teiltönen statt wie bisher sechs WT-Oszillatoren
– Analoge Multimode-Filtersektion mit 12 und 24dB Flankensteilheit
– 4-Part Polyrhythmischer Arpeggiator
– sieben Effektmodule, statt bisher vier
.

 

n-Track Studio 8 Pro Mehrspurrekorder
von n-Track
Einmalig €29.99
Monatlich €0.99, iTunes

curios12-n-track_studio_8

Grundeigenschaften (iTunes Beschreibung):
– Die maximale Anzahl der Titel hängt von der Kapazität des Gerätes ab, mit dem iPad oder iPhone 4 können Sie normalerweise 10 Spuren oder mehr verwenden.
– Equalizer mit Spektrumanalysator und chromatisches Stimmgerät für Gitarre
– MIDI-Spuren mit eingebautem Synthesizer & 128 General MIDI Instrumenten-Sounds, MIDI-Bearbeitung in der Piano Roll Fenster
– Importieren Sie vorhandene Titel aus Ihrer iTunes-Mediathek

– Unterstützt Audiobus
– Unterstützt InterApp audio: Empfangen von Audio-Instrument von apps (InterApp Audio erfordert iOS 7)
– Nachhall, Echo, Chorus und Flanger, Tremolo, Pitch Shift, Phaser, Röhrenverstärker- und Kompressionseffekte können zu jeder Spur und jedem Master-Kanal hinzugefügt werden
– n-Track ist für Windows, Mac, iPhone, iPad und iPod Touch erhältlich. Teilen Sie Ihre Projekte auf allen Desktop- und Mobilgeräten miteinander.

Erweiterte Funktionen:
– Unterstützung für mehrkanalige externe Audiogeräte auf dem iPad: Nehmen Sie von Pro-Audio-Geräte, wie das RME Fireface UCX, 4 oder mehr Spuren gleichzeitig auf
– Stellen Sie die Aufnahmeauflösung auf 16, 24 oder 32 Bit ein
– Stellen Sie die Abtastfrequenz auf 192 kHz ein (Frequenzen oberhalb 48000 Hz benötigen ein externes Audiogerät)
– Ermöglicht die nahezu latenzfreie Überwachung und Verarbeitung des Live-Audioeingangs
– Automatisieren Sie Spurlautstärken und Panorama-Einstellungen mittels Lautstärke- und Panorama-Hüllkurven
– Verwenden Sie Kanalgruppen, um Spuren zu gruppieren und zusammen zu verarbeiten
– Unterstützung für mehrere Audio-Ausgang bei Verwendung kompatibler USB-Geräte

Spider Remote
von Line 6
Gratis, iTunes

curios12-spider-remote

Spider Remote ist ein graphischer Editor für die Line 6 Spider V Gitarrenverstärker. Einfach den iTouch per Lightning-Kabel mit dem Spider V verbinden und es können Presets verwaltet und editiert werden. 30pin-Geräte werden nicht unterstützt, Spider V ist nur kompatibel mit iOS-Geräten mit Lightning-Port. Das Verwalten funktioniert auch ohne aktive Verbindung mit dem Verstärker. Presets können auch über das Line6 Benutzerkonto gespeichert werden.

Eigenschaften
– Take command of your Spider –all 70+ amps, 104 effects, 25 speaker cabinets, 4 microphones.
– Use up to 8 simultaneous guitar effects
– Remotely control Spider V device parameters
– Search thousands of user-created tones online in the Tones tab
– Share and rate tones in the cloud
– Store unlimited tones in the cloud
– Share tones via Twitter and Facebook from within Spider Remote

Frum
von TORICO Inc.
€2.99, iTunes

curios12-frum

Frum ist ein FM-Drum Synthesizer und Sequenzer, der das überwältigende Potential der FM-Synthese auf wenige Parameter reduziert, die für FM-Percussions optimiert wurden.
 Dabei bricht das App auch mit einigen anderen Paradigmen. Der Sequenzer läuft z.B. vertikal und nicht horizontal. Der GUI wirk auf den ersten Blick verwirrend und auf den zweiten Over-Engineered. Außerdem sucht man Anbindungen an MIDI, Audiobus, IAA oder Link vergeblich. Stattdessen gibt es eine Community-Option über die man Patches austauschen kann. Patches lassen sich auch nur in der Cloud abspeichern, permanente Online-Anbindung ist also Pflicht. Frum ist bestimmt nicht für jedermann, wer sich aber darauf einlässt und die Cloud-Konzeption nicht fürchtet erhält einen durchaus fähigen Melodie- und Drum-Sequenzer.

Eigenschaften:
– Oscillators : FM/PM synth with 4 operators( sine, square, triangle )
– Tracks : 4 ( can extend to 4×4 pads using the ‘Pad division’ function )
– Filter : High, Band and Low pass filter
– Generating BUG, Pad division, UNDO, REDO, Live edit, Save and load presets (factory/private)

– Pattern Sequencer Step resolution : 1/16
Gate input, Keyboard input, parameter input in Motion edit mode, Copy and paste, Step shift
– Song Maximium patterns : 150
– Pattern Block Properties : Name, Color, Loop count, Mute
– Audio Recording and Exporting
– BPM Stepper
– Mixer : 4 track volume faders + 1 master volume fader with a limiter
– SNS (Timeline, Popular, Recommended, Demo)
– MyData Account management, Account synchronization, Create account

 

Just Intonation App
von Haye Hinrichsen
Gratis, iTunes

curios12-just_intonation
(iTunes Beschreibung)
Hören und spielen Sie Musik in reiner Stimmung – unabhängig von der Tonart.

„Just Intonation“ ist ein mikrotonaler Sampler, mit dem Sie Musik tonartunabhängig, in reiner Stimmung und in anderen Temperamenten wiedergeben und spielen können. Sie können sich Beispiele anhören, Midi-Dateien abspielen oder ein Midi-Keyboard mit einem OTG-Adapter anschließen. Je nach dem angeschlagenen Akkord errechnet ein spezieller Algorithmus instantan die optimalen Frequenzverhältnisse und ermöglicht es so, Musik in jeder Tonart in reiner Stimmung wiederzugeben. Die Anwendung verfügt über realistische Klänge von einem Flügel, einer Orgel und einem Cembalo.
Mit der App soll demonstriert werden, dass die gleichtemperierte Stimmung mit nur geringem Aufwand durch dynamische Stimmverfahren ersetzt werden kann, die einen deutlich harmonischeren Klangeindruck erzeugen.

Tessitura Pro
von Ariel Ramos
€11.99, iTunes

curios12-tessitura_pro

Die Welt der Skalen kann großartig sein, Tessitura ist ein mächtiges Werkzeug für Jazzspieler,
 Arrangeure und Komponisten und bietet ihnen die Möglichkeit zum Studium der Skalen, wie kaum ein anderes App.
Dafür bietet Tessitura unendliche Kombinationen von Übungsaufgaben für jede Skala, jeden Akkord oder sonstige musikalische Struktur. Zum Erlernen neuer Techniken, Skalen und Moden und deren Verhältnisse untereinander, ist das App genauso geeignet, wie zum Verbessern der Improvisationsfähigkeiten.
Tessitura ist eine umfassende Quelle für das Erlernen, Üben und dem Verstehen der harmonischen Zusammenhänge z.B. im Quintenzirkel.
Ein Hörtraining mit und ohne Darstellungshilfen für Noten, Arpeggios, Akkorden oder jeder anderen musikalischen Struktur ist auch dabei und kann ebenso als Inspirationsquelle für Improvisation und Komposition herangezogen werden.

Eigenschaften:
Scale and Source Scales
Modes
Triads and 7ths chords
Arpeggios
Approach notes
Upper Structure Triads
Upper Structure Quartals
Step Skip Patterns with Inversion and Retrograde
Chord-Tones vs Tensions
Chord-scales
Degrees
Rhythmic Variation and Hemiolas

ARP ODYSSEi / Lexington
von Korg
€29.99, iTunes

curios12-arp_odyssei

Korg zieht mal wieder mächtig auf. Nachdem im Sommer drei hervorragende neue Gadgets für Korgs Monumental-Groovebox veröffentlicht wurden – Komata ein 8Bit Wavetable-Synthesizer, Madrid, ein Bassmodul mit sechs elektrischen Bässen und Gladstone, ein Drum-Modul mit 20 akustische Kits – nutzen Korg ihre Arp-Lizenz und bringen nach der Hardware nun das passende iOS-App raus. Dabei setzen Korg, wie schon bei der Korg Legacy Collection auf die CMT-Softwarearchitektur, wie auch bei der bald kommenden iWavestation (Amazona.de berichtete).
ODYSSEi ist eine Standalone-App, die aber, wie Module und der iM1, nahtlos in Korgs Gadget integriert werden kann. Dort ist ODYSSEi dann unter dem Namen Lexington zu finden. Chart-Platzierung in den klassischen Synthesizer iOS-Charts.

 

iWavestation
von Korg
Vorankündigung

korg-iwavestation

iWavestation. Foto: Martin Delaney

Korg werden wohl sehr bald eine iOS-Version ihrer legendären Wavestation veröffentlichen. Codename: iWavestation. Rounik Sethi vom Ask Audio Magazin veröffentlichte einen Podcast Korg microKast #4  und ein Foto von Martin Delaney von der Music Production Expo 2016 in England. Das Foto zeigt die iWavestation auf dem iPad mit einem anscheinend komplett überarbeiteten Interface, u.a. mit farbkodierten Wavetables. Zumindest unterscheidet sich die Oberfläche massiv vom Wavestation-Plug-in der Korg Legacy-Collection und schient noch anwenderfreundlicher als Plug-in schon war.
Das Interface wurde laut Bradshaw (KORG Category Manager) vollends auf das Touch-Interface angepasst. Außerdem wird die App eine Standalone-Version werden und nicht wie ODYSSEi, oder iM1 in Korg Gadget integrierbar sein. Vielleicht ein Indiz, dass es ein sehr rechenintensives App wird.

Im Gespräch mit Ian meinte dieser, dass die App alles können wird, was die Wavestation bzw. das KLC Plug-in kann. Ob endlich auch die Sample-Option der Wavestation-SR mit dabei sein wird ist allerdings noch nicht raus.
Es werden wohl ebenfalls alle originalen 1500 Sounds mitgeliefert. Einige Soundkarten werden, wie beim iM1, als In-App-Käufe angeboten werden. Als Preispunkt wird sich das App wohl bei Korgs andere Apps mit €29.99 einreihen.

Hook
von Retronymes
€12.99, iTunes

curios12-hook

Hook ist nun Retronyms Beitrag zu Clip-basierten DJ-Apps wie Novation Launchpad, oder Mixvibes remixlive. Eine Besonderheit hier ist der Flux-Fader, ein intelligenter Multi-Touch-Fader, mit dem sich expressive Übergänge zwischen jeder Kombination von Track und Zellen fließend ausführen lassen. Der Flux-Fader besteht aus einer XY-Kontrolle und neun Riser-Synthesizer, die zusammen kombiniert werden können, um fließende Übergänge zu ermöglichen. Diese Übergänge live zu performen ist das Herzstück von Hook.
Dazu kommt noch ein voll ausgestatteter Audioeditor mit Auto-Transienten-Slicer. Eigene Loops und Sample können einfach über AudioCopy aus anderen Apps übernommen werden. Oder man benutz den integrierten Sampler, der vom Mikrophon, dem Audioeingang eines Interfaces oder einem andern IAA-kompatible App, oder von iTunes oder Spotify aus beschickt werden kann. Die BPM-Zahl des Projekts kann jederzeit im laufenden Betrieb geändert werden. Separate Effekte pro Zelle, ein Effektbus, Transponierung, Time-Stretching und Timing- und Trigger-Optionen sowie ein voll ausgestatteter Mixer und das komplette Weglassen von In-App-Käufe runden das Bild ab.
Die iPhone-Version ist übrigens kostenlos.
Eine verdiente Platzierung in unseren Loop & Track-basierten iOS-Charts.

 

PdParty
von Daniel Wilcox
Gratis, iTunes

curios12-pdparty
Zuerst gab es RjDJ für iOS. Leider hielt RjDj nicht lange durch. Nun kommt PdParty, eine Laufzeitumgebung der visuellen Programmierumgebung PureData direkt auf iOS.
Wir hatten schon ein Tutorial der iOS Laufzeitumgebung MobMuPlat bei CURiOS 11, letzten Dezember. Ein Manko der App war allerdings, dass die PureData-Patches nicht auf dem iTouch editiert werden konnte und zudem erst über ein eigenes App, auf Windows oder macOS, für das iOS manuell angepasst werden mussten.
Mit PdParty ist das nicht mehr notwendig. Es können zwar immer noch keine Pd-Patches editiert werden, aber die Patches können nun ohne weitere Anpassung übernommen werden und die graphischen Bedienelemente können dann direkt auf dem iTouch hinzugefügt und editiert werden.

PdParty benötigt die libpd auf dem Desktop-Rechner beim Erstellen der Patches. Es werden OSC (Open Sound Control), MIDI, und MiFi Game-Pads ebenso unterstützt, sowie die Implementierung der nativen Pd GUI-Objekte zur WYSIWYG-Editierung auf dem iTouch. Weiter Infos sind auf der PdParty-Homepage zu finden.

Man sollte schon etwas über PureData wissen, wenn man PdParty erfolgreich anwenden will. Nichtsdestotrotz findet das App einen Platz in den Charts für Modulare Synthesizer.

Forum
  1. Profilbild
    mdesign  

    wieder ein gelungenes update der musik-apps. der hintergrund der 32 bit-fehlermeldung war mir neu. danke!

  2. Profilbild
    Chick Sangria  

    Fantastische Kolumne, vielen Dank!
    An die Redaktion: Könnte man evtl. eine „auf einer Seite anzeigen“-Option einrichten? Dann kann man leichter durch die Browsersuche etwas nachschlagen (sonst muss man die Seitensuche benutzen, was ich etwas aufwendiger finde).

    • Profilbild
      swellkoerper  AHU

      Ich finde auch, dass bei amazona die einzelnen Seiten der Stories etwas länger sein dürften. Das käme dem Lesefluss sehr entgegen.
      Tolle Kolumne übrigens, Wahnsinn wie viel Arbeit da drin stecken muss!

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hi ctblaze,
      die App kam am 6. November raus.
      Es gibt einen Zeitraum, in dem ich aufhören muss nach neuen Apps zu scannen, um die Ausgabe zu schreiben und dem Veröffentlichungstermin. Das sind ca. 2-3 Wochen. Alles was dazwischen rauskommt und keine iWavestation ist fällt durch und kommt (sehr wahrscheinlich) in die nächste Ausgabe. Weil ich immer von dort weiterscanne, wo aufgehört habe.

      Falls Du der Entwickler bist oder den Enwickler kennst, lass uns das bitte wissen.

      greetz,
      M.

  3. Profilbild
    Everpure  

    Erstens ist es „die“ App und nicht „der“ App (wo kommt das denn bitte her?) und zweitens sollte es jeder Softwareentwickler, der auch nur ein wenig Selbstrespekt hat, hinbekommen haben, seine Applikationen seit Sommer 2013 (iOS 7!) auf 64-Bit aktualisiert zu haben. Wer das nicht schafft, bei dem kann es auch nicht so wichtig sein. Also, bitte erst recherchieren, bevor losgetrollt wird. Das könnt ihr besser bei amazona.

    Und was fragen wie zum Beispiel die Preisgestaltung angeht: Da ist bestimmt nicht alles super, aber irgendwie bekommen es ja andere auch besser hin, da muss es doch also möglich sein, sich inspirieren zu lassen.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo everpure,

      es besteht aber nicht immer die Notwendigkeit eines Code Refactoring von 32 Bit auf 64 Bit. Und nur weil Apple das möchte, ist das nicht einfach mal ein Compilerlauf in XCode und ausserdem noch immer nicht sinnvoll.
      Ausserdem schliesse ich dann wieder bestimmte Nutzer aus und zwinge sie zum Neukauf eines iOS Devices.

      • Profilbild
        Everpure  

        Mir ist klar, dass es nicht mal eben zwischen zwei Folgen Big Bang Theory erledigt ist, eine App von 32- auf 64-bit zu portieren. Da ist einiges mehr an Test und nochmal Test und sicherlich auch möglicherweise grundlegende Codeänderungen zu tun.

        Das ist aber nicht mein Punkt. Mir geht es eher darum, dass im Editorial der Eindruck erweckt wird, dass Apple hier böse, böse die armen Entwickler gängelt und einfach mir nichts dir nichts Apps aus dem Store entfernt.

        Das ist meiner Meinung nach nicht der Fall, sondern man sollte die Angelegenheit vielleicht etwas differenzierter betrachten:

        Erstens: Der Übergang von 32- zu 64-bit wurde im Sommer 2013 mit iOS 7 vollzogen. Als professioneller iOS Entwickler (und als solchen betrachte ich jeden, der eine App zum Verkauf im App Store anbietet – egal ob 10.000.000$ oder 10€ Umsatz) hat man in der Regel Zugang zu iOS Betaversionen bis zu 6 Monate vor offiziellem Release, was also Anfang 2013 wäre. Jetzt haben wir Ende 2016 – also fast vier Jahre, in denen man den Übergang auch in der kleinsten Softwareschmiede hätte vollziehen können.

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Hallo Everpure,

          danke für die Antwort. Das wollte ich alles gar nicht wissen. Es ging darum ..“es besteht aber nicht immer die Notwendigkeit eines Code Refactoring von 32 Bit auf 64 Bit. Und nur weil Apple das möchte, ist das nicht einfach mal ein Compilerlauf in XCode und ausserdem noch immer nicht sinnvoll.“… Und das hat erstmal nichts mit Ökonomie zu tun, sondern mit Nachhaltigkeit des Lösungsansatzes. Mehr nicht. Und ich sehe es schon als Gängelung, das es eben auch andere professionelle Entwickler gibt. Und von wegen Apple schliesst keine User aus, ich habe ein Ipad 3, mit 9.3.5 ist Schluss. Und wenn es einem Entwickler gefällt, setzt der 2 Flags und ich bin aussen vor. Schlußendlich, was machen denn die professionellen Anwender? Leasingverträge für iPad laufen 36/48 Monate. Die können zwar mit Certifikaten und MMC die iPads verwalten aber wir sind wieder bei XCode 32/64bit. Und ein Kostenstellenverantwortlicher würde dich fragen ob es dir noch gut geht? Und dann „Budget“ sagen.

          • Profilbild
            Everpure  

            Hallo Toby,
            wie es aussieht, können wir uns vielleicht darauf einigen, dass wir uns in diesem Punkt wohl eher nicht einig sein werden. ;)
            Worin wir uns aber bestimmt einig sein können ist, dass es da einiges an Verbesserungspotenzial gibt – sowohl für Entwickler als auch für die Kunden.
            Aber solange Apple nicht grundlegend etwas an diesen Prozessen ändert, bleibt die Situation wie sie ist und wir müssen als Verbraucher und als Anbieter damit umgehen. Und ich denke, das bei aller Kritik trotzdem extrem viel Potential in der iOS Plattform steckt, wie ja allein die Liste an Apps beweist, die in dieser Ausgabe von curiOS behandelt werden.

            • Profilbild
              TobyB  RED

              Hallo Ever,

              100 % Zustimmung. Ich sehe das halt als Entwickler, dessen App auf Managed Devices landen. Und da ticken die Uhren anders. Und bei den „Profis“ hat Apple fette Baustellen, MDM, Apple Configurator, Automatisierung. Da ist noch viel zu viel Handarbeit drin.

              :-)

      • Profilbild
        Everpure  

        Zweitens: Die letzten iOS Geräte, die nur 32-bit unterstützen sind iPhone 5 und 5C, iPad 2, iPad Mini (1. Generation) und iPod Touch 5G. Aus Herstellersicht (also Apple) ist es nur verständlich, dass man irgendwann aufhört, bestimmte Gerätegenerationen zu unterstützen. Apple ist da schon immer radikaler gewesen als andere Hersteller (im guten wie im schlechten für die Kunden,also unter anderem uns). Aber wie man hier https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_iOS_devices sehen kann, unterscheidet Apple auch genau zwischen Obsolete, Discontinued und Current – und hat das bisher auch immer offen kommuniziert. Punkt: Als Softwarehersteller möchte ich einerseits natürlich auch ältere Geräte unterstützen (um eine potentiell größere Kundschaft anzusprechen), aber andererseits auch neue Features und Möglichkeiten anbieten (um das Produkt attraktiv zu halten). Wenn ich letzteres nicht tue, laufen mir früher oder später die Kunden weg. Das ist okay, wenn ich als Einzelperson mal irgendeine App gebaut habe. Dann darf man sich aber nicht beschweren, dass die dann auch irgendwann weggeräumt wird.

      • Profilbild
        Everpure  

        Drittens: Ich als Softwareanbieter zwinge niemals irgendjemand zum Neukauf eines iOS Gerätes. Die alte Software läuft doch auf meinem alten Gerät bis in alle Ewigkeit! Nur weil Apple eine App aus dem Store entfernt heißt ja nicht, dass die App nicht mehr auf meinem Gerät läuft. Das heißt nur, dass niemand sie mehr neu kaufen kann – und möglicherweise, dass ich sie nicht mehr herunterladen kann, falls ich sie von meinem alten Gerät gelöscht habe und dann doch wieder neu installieren will. Mal ganz abgesehen davon, dass es realistischerweise doch sowieso so ist, dass man irgendwann sein 6 Jahre altes iPad weggibt und sich ein neues kauft. Ja, ich weiß, nicht alle tun das. Aber Apples Verkaufszahlen zeigen ja deutlich, dass die breite Masse das tut. Dass es immer wieder Einzelfälle gibt, bei denen das ärgerlich ist – nun ja, Apple baut die Dinger ja nicht für jeden einzelnen von uns…

        Viertens: Ja, Apple hätte wahrscheinlich den Übergang von 32- zu 64-bit attraktiver für Kunden und Entwickler gestalten können (mich hat es damals auch irre genervt, dass ich für Intuas Beatmaker 2 den Preis einer neuen App zahlen musste…) Aber auch das ist wahrscheinlich eher dem mangelhaften Apps-nicht-wie-Desktop-Programme-updaten-können Konzept geschuldet, mit dem sich ja auch schon größere Anbieter wie Native Instruments bei iMaschine herum geschlagen haben.

      • Profilbild
        Everpure  

        Langer Rede kurzer Sinn: Viel Gejammere um nichts, weil es zu nichts führt, solange man nicht Apple direkt kontaktiert (zum Beispiel als Entwickler) oder die Reichweite von großen „mainstream“ Medien hat. Und das nervt und ist unproduktiv.

    • Profilbild
      Chick Sangria  

      Laut Duden geht „die“ und „das“ App, aber inzwischen klingt „das App“ schon sehr ungewöhnlich, dürfte keine Zukunft haben.

      • Profilbild
        Everpure  

        I stand corrected, wie der Engländer sagt. Dass „App“ auch Neutrum sein kann, war mir nicht bewusst. Dass es aber keinen Sinn ergibt, weil App nunmal die Kurzform von (die) Applikation ist, scheint es mir nur logisch, wenn „das App“ keine weite Verbreitung findet…

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.