Macht aus Tracks zwei Junos
Deepsounds Junit ist ein Patch-Editor für die zwei Synthesizer-Engines der Groovebox Novation Circuit Tracks. Das GUI ist im Stil des Roland Juno gehalten, unterstützt aber auch weitere Funktionen von Tracks.
Deepsounds Junit – Editor für Novation Circuit Tracks
Die beiden sechstimmigen Synth-Engines von Circuit Tracks werden nur über Regler und Tasten bedient, da die Groovebox kein Display besitzt. Das ist nicht jedermanns Sache und so bietet sich ein Software-Editor zur Erstellung von Patches an.
Die Oberfläche von Junit wirkt unmittelbar vertraut, da sie sich grafisch und funktional an dem populären Juno-Synthesizer orientiert. Die virtuell-analoge Klangerzeugung von Circuit Tracks bietet zwar ein paar Funktionen mehr, lässt sich aber durchaus für Sounds im Juno-Stil einsetzen. Der Editor lässt sich auch mit dem ursprünglichen Modell von Circuit einsetzen, aber die Version Circuit Rhythm bleibt mangels adäquater Engine außen vor.
Unseren Testbericht zur Novation Circuit Tracks könnt ihr unter diesem Link nachlesen.
In der Hauptansicht von Junit wird die Struktur des Juno nachgebildet: ein DCO mit PWM-Funktion sowie Sub-(Oszillator) und Noise, Tiefpassfilter und nur eine Hüllkurve für VCF und VCA. Auch der zweistufige Chorus fehlt nicht.
In der Advanced View sind auch weitere Oszillator-Funktionen wie die Wavetables, Vsync, Semitone-Tuning und Level zugänglich. Ebenso kann die zweite Hüllkurve, die Modulationsmatrix, LFO-Sync und One Shot über den Editor genutzt werden.
Weiterhin lassen sich Drive und EQ einstellten. Außerdem ist ein Browser und eine Compare-Funktion für Patches integriert. Junit beinhaltet zusätzlich 56 Patches, die die originalen Juno-Presets nachbilden, 64 weitere Patches und 16 Drum-Samples für die Drum-Spuren in Tracks.
Das GUI ist laut Hersteller für iPad optimiert, funktioniert aber auch mit Windows, macOS, Linux und Android.
Für den Betrieb von Deepsounds Junit ist die aktuelle Version von touchOSC (modular control surface) Voraussetzung. Der Preis des Editors beträgt 17,85 €.
































Der Novation Circuit die erste Version hatte schon einen Editor.
Für die Erstellung eigener Sound war das Pflicht bzw neue Sounds konnten nur über den Editor auf das Gerät geladen werden. Es war Components oder so…
Eigentlich hätte mir der Circuit echt gut gefallen…
Aber bei den Einschränkungen des Gerätes (Sounderstellung, Import, Automation Pitch zu ungenau)
hat dann der Teufel auf der Schulter mir geraten es wieder los zu werden.
Ich vermisse den aber tatsächlich nicht mehr.
Generell ein Gerät, welches viel Potential verschenkt hat.
Der hier erwähnte Editor sieht echt schick aus.
Wollen momentan alle auf den Juno aufspringen? 😄
@luap Und ich dachte immer, die Sound-Engine(s) der »Circuits« sind dem Novation »Nova« entnommen. OK, wieder was gelernt. Aber Wavetable (30 Wellen) klingt dann ja auch spannend.
@Flowwater Hi… Die Soundengine entspricht der Analogmodeling der MiniNova.
Aber die Circuit sind mehr Presetschleuder.. Zum Programmieren benötigt man immer den Editor. sehr schade…
Was aber auf alle Fälle mega cool an dem Circuit war, dass du die Regler ihren Weg mit glaub bis zu 4 unterschiedlichen Parametern anlegen konntest. Also Macro Controls.
Reglerweg bestimmen wie lange der für jeden Parameter geht und was damit gesteuert wird. Also Effektketten herstellen…
Das war echt super Fun…
Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass der Editor nicht nur für den »Circuit Tracks« sondern auch für den originalen ersten »Circuit« funktioniert. 😀