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Die 100 besten Effektpedale nach Kategorien für Keyboarder


Phaser, Delay, Flanger, Distortion & Co.

Mit die „Ultimativ besten Effektpedale nach Kategorien“ wollen wir abschließend zu unserer gesamten Effektpedale für Keyboarder ein Ranking abliefern, in dem nicht generell alle Arten von Pedalen aufgelistet ist, sondern nach Einsatzbereichen. genau das wurde im letzten Artikel zu diesem Thema DIE BESTEN BODENEFEKTE FÜR KEYBOARDER vehement von den Lesern gefordert. Here we go:

In unserer Workshop Serie Stompbox Effekte für Keys wurden in 4 ausführlichen Artikeln die Grundlagen zu den wichtigsten Effektgeräten „Typ Bodentreter“ praxisnah vorgestellt. Welche Effekte sind es, wie klingen sie und was lässt sich mit denen so alles anstellen. Falls Sie die Serie noch nicht kennen, dann klicken Sie einfach hier

Da die Geräte oft eigentlich aus der Gitarrenabteilung stibitzt sind, ist es nicht immer einfach zu erkennen, ob die sich auch für Tasteninstrumente eignen. Um Ihnen den Überblick genau dafür zu erleichtern, haben wir eine Studie erarbeitet. Und zwar wollten wir wissen, welche von den buchstäblich zahllosen Bodentretern am Markt eigentlich die unzweifelhaft besten für Keys sind. Dazu wurde umfassend recherchiert und es gab zusätzlich persönliche Befragungen unter Keyboardern und Elektronik Nerds. Welcher Phaser klingt mit einem Rhodes besonders toll? Was ist mit Flanger für Vintage String Ensemble? Taugt ein bestimmtes Delay gerade für monophone Synthesizer? Sind Overdrive und Distortion in passabler Qualität auch für Keyboards zu haben? Was ist der ideale Reverb Effekt? Neben solchen Einzelgesprächen mit Musikern rund um den Globus habe ich die Teilnehmer vom synthesizerforum.de gebeten, ihre Lieblingseffekte zu nennen. Ja, Lieblingseffekte, denn gerade auf diesem Terrain hat das Ganze unheimlich viel mit eigenen Vorlieben und Klangvorstellungen zu tun. Und wie gerne jemand mit Sounds experimentiert, auch völlig ergebnisoffen. Denn die meisten Bodentreter sind quasi oldschool: Keine Presets, sondern einfach nur Regler. Und deren verschiedene Best-of Positionen muss man sich selber erarbeiten und für später auch noch merken. Das Ergebnis all dieser Studien finden Sie nun hier, in einigen Fällen mit kurzen Kommentaren dazu. Es sind auch ein paar wenige 19“ Effektgeräte dabei, denn einige Musiker haben die Abgrenzung zu Bodentretern nicht ganz so eng gesehen, und diese Empfehlungen möchte ich unseren Lesern dann doch nicht vorenthalten.

Mit Hilfe der Linkliste am Ende des Artikels können Sie direkt zu den Herstellern gehen und sich aktuelle Infos abholen. Manch Alteingesessener hat sogar Frühwerke aus der Schublade geholt und in Form von Reissues neu aufgelegt. Oder weiterentwickelt und Klassiker auf Stand der Zeit gebracht.

Und hier sind sie: Die Top 100. Wir gehen in alphabetischer Reihenfolge vor und beginnen mit C wie Chorus.

 

Chorus

  •  Behringer Chorus Space-C CC300: Macht den Sound schön breit und voll, ohne besonders hörbare Modulation.

behringer-cc300

Die 4 Presets lassen sich kombinieren, klingt insgesamt warm, lieb, zahm.

  • Boss CE-1 Super Chorus: Besonders gut für Rhodes und andere E-Piano Sounds geeignet.
  • Boss CE2w Chorus: Klassiker Sound, klingt immer gut.
  • Boss CE-3 Chorus: Klang nicht mehr ganz so schön wie beim Vormodell CE2, bietet aber Stereo, gut geeignet für digitale Synthesizer wie Yamaha DX7.

boss-ce3-chorus

  • Boss DC-2 Dimension C

Boss DC2DimensionC

  • Ibanez CS-505 Stereo Chorus
  • Ibanez SC10 Super Stereo Chorus: Macht etwas blasse Analog Synthesizer Sounds lebendiger.
  • OTO Bisquit
  • Palmer Roots Effects Chorus Pedal: Kein besonders extremer Effekt, jedoch gut geeignet zum Andicken etwas dünner Sounds.
  • Roland SDD-320 Dimension D Stereo Enhanced Chorus: Veredelt monophone und polyphone Vintage Synthesizer.

roland-dimension-d

  • Strymon Ola Chorus
  • TC Electronic Chorus SCF Stereo-Chorus/Flanger: Rauscharm, verträgt Line Pegel, dank Pitchmodulator Modus auch für den AUX-Weg am Mischpult geeignet, Effekt eiert ein klein wenig.

TC Chorus SFC

  • Vertex Songbird Tri Stereo Chorus
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    Organist007 •••

    Danke, sehr schöner Artikel ! Wer einmal angefangen hat, die oftmals eher leblosen Synthsounds mit Bodentretern zu beleben, wird danach süchtig werden.

    So verwende ich z.B. ein einfaches T.C. electronic flashback für einen nord lead 2x, manchmal auch e.h. cathedral oder eventide H 9. Für meine yamaha yc 20 orgel nehme ich einen Moog drive/filter und ein t.c. electronics alter ego mit dem binson preset (Stereo !) oder ein dawner prince BOONAR (Richard wright !). Man muss einfach viele Kombinationen ausprobieren und schauen, was sich verträgt. und den geigercounter (extrem !) verwende ich zum zerstören ;-)

  2. Profilbild
    Housierer

    Ich benutze ein Multieffektgerät mit meinen Synthies, das Zoom Gx3. Zum experimentieren ist das Teil top. Und man hat nicht so viele Tretminen rumliegen.

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    Son of MooG AHU

    Passive DI-Boxen sind eine Lösung, ich verwende, wo immer möglich, Send/Return-Wege oder Inserts. So wird mein EHX Memory Boy über ein A-138d Crossfader / FX Insert vom Eurorack gespeist. Hier habe ich Kontrolle über Ein- & Ausgangs-Lautstärken, was dem empfindlichen Eingang des EHX sehr zugute kommt. Am Haupt-Mixer hängt u.a. ein Digitech RP155 Multi-FX, damit es von allen angeschlossenen Quellen angesteuert werden kann. Das ist besonders bei Verwendung des 155er Loopers praktisch, wenn mehrere Instrumente zum Einsatz kommen sollen. Inserts sind eher für z.B. Kompressor- oder EQ-Anwendungen sinnvoll, können aber auch flexibler genutzt werden…
    Sowohl Strymons El Capistan als auch TCs Nova Delay steuere ich direkt an. Beide vertragen die Pegel ihrer Hosts (Sub37 und Mother-32) ohne Probleme.

  4. Profilbild
    analogrieche

    Super Übersicht, danke!

    Ich suche noch ein kleines, mobiles Brot- & Butter-Multi-FX (USB-powered oder per Batterie) mit Kopfhörerausgang zur Veredelung meiner BassStation II.

    Die Dinger, die ich bisher gefunden habe, sind entweder nicht mobil oder wenn doch, dann haben sie keinen Kopfhörerausgang …

    Falls jemand einen Tipp hat, wäre ich dankbar.

  5. Profilbild
    Florian Anwander RED

    Zunächst mal große Lob für diese Fleißarbeit!
    .
    Dann aber noch mein doofe Frage: warum tauchen 19″-Geräte in einer Auflistung von Effektpedalen auf?
    Soll man seine Ursa Major Spacestation jetzt auf den Boden legen und drauf treten? ;-)

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      k.rausch RED

      Ich schätze, der Passus im einleitenden Text beantwortet das: „(…) Es sind auch ein paar wenige 19“ Effektgeräte dabei, denn einige Musiker haben die Abgrenzung zu Bodentretern nicht ganz so eng gesehen, und diese Empfehlungen möchte ich unseren Lesern dann doch nicht vorenthalten.(…)“ :-)

      • Profilbild
        costello RED

        Und da schiebe ich gleich noch einen 19-Zöller nach: Das Symphonic-Preset im Yamaha SPX90 gehört zu meinen absoluten Favoriten, wenn es gilt, Stringensembles oder auch Polysynths noch ein paar schöne zusätzliche Schwebungen mitzugeben. Und das SPX90 kostet heute gebraucht nur einen Bruchteil des Dimension D von Roland.

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          iggy_pop AHU

          Das Dimension D ist nicht nur eine Wohltat für „winntätsch“ Synthesiser, sondern auch (und erst recht) für moderne digitale — das nimmt die Schärfe und bringt gleichzeitig das Glitzern so schön raus.
          .
          Wer keine 750 Euro für das SDD-320 raustun will, kann versuchen, den Roland SDX-330 zu schießen — die Simulation des SDD ist äußerst gelungen.

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        Son of MooG AHU

        Weder Tretmine noch 19″er (eher 19/3″), aber trotzdem erwähnenswert: das Alesis Microverb (das Erste seiner Reihe). 16 unveränderbare Hall-Presets, die jedoch allesamt mehr als brauchbar sind. Damit gleiche das Handicap meines Nord E4D aus, der keinen gleichzeitigen Betrieb von Reverb und Delay erlaubt. Da es Stereo-In- & Outputs hat, kann ich es direkt mit dem E4D verbinden und habe über Potis für In- & Output sowie für den Mix perfekte Kontrolle.

  6. Profilbild
    BadTicket

    Tja, so lange wir Tastendrücker keine Orgel spielen sind die Füsse doch oft „frei“. Platz also für Bodentreter… Ich persönlich habe aber alle meine Treter – mit Ausnahme des Moogerfooger Delays – wieder über eBay und Co. verscherbelt, denn die Bedienung ist einfach nicht praktisch. Erstens sind die Druckknöpfe nicht für schnelle Finger sondern für logischerweise Füsse geeignet, zweitens ist die meist seitliche Anordnung der Kabel nur nervend und platzverschwendend. Daher musste das Zeugs weg und ein Lexicon MX400 in mein Rack. Brauchbar das Teil, aber eben kein Überflieger und die Bedienung ist auch nicht so optimal.
    Warum nur, gibt es kaum Hersteller die sich den Tastendrückern annehmen? So wenige sind wir ja nicht und oft doch auch willig ab und zu mal was „effektives“ zu kaufen. Viele vom uns nutzen doch Treter, warum sollte man da nicht auch mal eine der Spielart angepasste Version erstellen? Ich verstehe das einfach nicht.
    Und kommt mir jetzt nicht mit einem möglichen Aufbau eines Eurorack-Systems, dieser „Sucht“ konnte ich bisher noch entfliehen ;-)

  7. Profilbild
    JohnDrum

    Vielen Dank für den Bericht! So was hatte ich in letzter Zeit gesucht!
    Ich diskutiere immer mit einem Musikerkollegen, ob PlugIns nicht besser sind, weil ja die Geräte (die alten) auch irgendwann kaputt gehen. Ich glaube aber, Hardware hat auch seinen Reiz!

  8. Profilbild
    beejay

    Ich würde mich sehr über den selben Beitrag mit Software-Effekten freuen, aber da ist die Auswahl wohl noch größer. Genau dieser nötige Tretminen-Wucher hält mich immer noch davon ab mir einen „echten“ Synthie zu kaufen. In Software kann ich mich mit guten Effekten austoben Ende nie – und die Synth Plugins werden immer besser (siehe Repro-5, der ist umwerfend). Was alle anderen Sounds betrifft sind die Software-Lösungen mMn. schon besser als die integrierten Stage Piano / Workstation Sounds.

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