Die beste Audioschnittstelle für Recording, TB3, USB3 oder USB4?

Thunderbolt – Die Details

Thunderbolt 1 (2011)

Das augenfälligste Merkmal von Thunderbolt ist natürlich die Geschwindigkeit. Mit 10 Gb/s (10.000 Mb/s) war es die schnellste externe multifunktionale Schnittstelle im Consumer-Bereich. Als native Protokolle kommen PCI-Express und DisplayPort zu Anwendung. Diese zwei Protokolle arbeiten völlig bidirektional auf zwei separaten Kanälen und für jeden steht die volle Bandbreite von 10 Gb/s zur Verfügung. Die Nutzung des PCIe-Protokolls hat auch den Vorteil, dass das Thunderbolt Multiprotokoll-fähig ist. Egal ob Ethernet, eSATA, FireWire, USB oder HDMI etc. Über Adapter können diese verschiedenen Standards direkt an Thunderbolt angebunden werden. Lediglich der Controller-Chip muss von Intel bezogen werden. Treiberlose Geräteklassen und Hot-Plugging sind natürlich kein Problem.

Auch an die Sicherheit wurde gedacht. Da PCIe direkten Zugang zum Arbeitsspeicher bzw. der Festplatte des Rechners hat, wurden seit den Intel i5 und i7-Prozessorgenerationen die Sicherheitsstandards VT-d und IOMMU implementiert, die es dem Betriebsystem erlauben, PCIe-Geräte in ihrem eigenen virtuellen Adressraum im RAM-Speicher zu isolieren und damit unbefugte Zugriffe zu verhindern. Bis zu sechs Geräte können pro Port in Reihe geschaltet werden. Die integrierte Stromversorgung stellt für Geräte eine Leistung von 10 W zur Verfügung.

Eins der aktuell besten Thunderbolt Audiointerfaces am Markt, das Apogee Ensemble

Eins der aktuell besten Thunderbolt Audiointerfaces am Markt, das Apogee Ensemble (Test)

Thunderbolt 2 (2013)

… erhörte die Datenrate auf 20 Gb/s und wurde damit auch für HDMI 2 und DisplayPort 1.2, also 4K-Bildschirme nutzbar. Thunderbolt 1 Geräte und Schnittstellen sind zu 100 % kompatibel zu Thunderbolt 2. Damit wäre alles Wichtige über Thunderbolt 2 gesagt.

Ein Interface mit Thunderbolt 2-Schnittstelle ist z. B. das Zoom TAC-8. Ein gutes Audiointerface, wie Kollege Armin Bauer findet.

Das Zoom TAC-8

Das Zoom TAC-8

Thunderbolt 3 (2015)

Die Begegnung der dritten Art kam dann 2015 und war ungemein interessanter. Die Geschwindigkeit wurde nochmals auf sage und schreibe 40 Gb/s verdoppelt, sodass nun ein externer 5K-Bildschirm oder zwei 4K-Bildschirme über denselben Port kein Problem mehr darstellen.

Thunderbolt 3 beinhaltet bisher die folgenden Übertragungsprotokolle:

  • PCI Express 3.0 x4
  • DisplayPort 1.2 (2 Streams)
  • HDMI 2.0
  • USB 3.x Gen. x
  • USB 4

Der Stromverbrauch wurde halbiert, während an den Controller angeschlossene Geräte nun bis zu 100 W dauerhaft verbrauchen dürfen. Doch das Interessanteste an Thunderbolt 3 wird die Vereinheitlichung der Steckerformate mit Type-C werden.
Auch sollte unbedingt beachtet werden, dass TB3-Geräte nicht an einem TB2-Anschluss laufen. Für den umgekehrten Weg gibt es zertifizierte Adapter.

Eines der ersten TB3-Interfaces ist das Universal Audio Arrow, das bei Armin Bauer ebenfalls sehr gut ankam.

Universal Audio Arrow

Die Zeiten, in denen man anhand der Anschlussform am Gerät Rückschlüsse ziehen konnte, neigen sich dem Ende zu.

Thunderbolt 3 – 7 Geräte, 8 Nanosekunden

Das Problem bei all den Schnittstellen ist nicht die Geschwindigkeit bei Einzelanwendungen, sondern die Kaskadierung. Alle Geräte, die an einen Port angeschlossen sind, müssen sich dessen Bandbreite teilen und können damit entsprechend weniger Daten pro Sekunde übertragen. Und je weniger Daten übertragen werden, desto mehr steigt die Latenz und damit die Reaktionszeit z. B. beim Scrubben durch eine Videoaufnahme. Intel spricht bei der Ansprechverzögerung von sieben kaskadierten Geräten, die an Thunderbolt angeschlossen sind, von acht Nanosekunden Latenz. Nanosekunden! Das ist nur etwas langsamer als der Arbeitsspeicher im Computer. Im realen Leben ist bei Thunderbolt-Audiointerfaces eine Latenz von traumhaften 2 ms im Loop-Test zu erwarten, selbst bei einem günstigeren Interface wie dem Zoom TAC-2.

Zoom TAC-2

Zoom TAC-2

Doch auch bei USB-Interfaces hat sich soh einiges getan. So konnten RME und andere Hersteller die 3 ms Rountrip-Latenz knacken.

AVB – offenes Protokoll für Audionetzwerke

2 ms scheint im Übrigen das neue Grenzmaß zu sein. Wie z. B. bei XMOSs gerade angesagter AVB-Technologie (AudioVideoBridging). Das ist eine netzwerkfähige Multimedia-Lösung, die auf Ethernet basiert und über Standard CAT5e /CAT6-Ethernet-Kabel funktioniert. Schon seit 2012 am Markt, bietet AVB oder IEEE Standard 802.1 eine QoS Vorgabe von maximal 2 ms Latenz. QoS heißt „Quality of Service“ und bezeichnet die Gesamtperformanz eines Netzwerks. Wem der Name XMOS nichts sagt, kann sicher mit dem Namen MOTU und deren neue Interface 1248, 8M, 16A, 24Ai, 24Ao oder UltraLite AVB etwas anfangen.

MOTU-AVB

MOTU Traveller Lite AVB, USB2.0

AVB wird nun u. a. dazu benutzt, Hunderte von Audiokanälen synchronisiert in einem Netzwerk für alle angeschlossenen Host-Rechner zugänglich zumachen. MOTU führte dabei erfolgreiche Test mit 512 Audiokanälen durch. Was zudem noch für ein steigendes Interesse vor allem von Seiten der Hersteller sprechen könnte ist, dass AVB kein proprietärer Standard ist, d. h. es fallen keine Lizenzgebühren oder Bindungen an einzelne Hersteller wie bei Intel Thunderbolt an. AVB zeigt zusätzlich auch, dass es nicht nur auf reinen Datendurchsatz ankommt. Es stellt eine Mindestanforderung von nur 100 Mb/s (duplex) Datendurchsatz an das Ethernet-Netzwerk und garantiert trotzdem max. 2 ms Latenz. Trotzdem hält sich die Verbreitung bei Endverbrauchergeräten doch sehr in Grenzen.

Motu 16A

Motu 16A

Wer Details über AvB wissen möchte, sollte sich unbedingt den Test von „Onkel Sigi“ zum MOTU 16A inklusive der wirklich aufschlussreichen Diskussion in den Kommentaren hier bei AMAZONA.de durchlesen.

Dante – Professionelles Audionetzwerk

Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte Dante von Audionat, das mit einer PCI-Steckkarten/Software-Kombination ebenfalls auf Ethernet-Netzwerke setzt und das schon seit 2006, vorwiegend im professionellen Bereich. Wem Dante nichts sagt, dem sagt vielleicht Focusrite RedNet etwas. AVB und Rednet können Hunderte von Audiokanäle synchronisiert übertragen und auch Schnittstellen für MADI (AES10) und AES3 mitbringen. Die Notwendigkeit eines PCI-Steckplatzes bei RedNet erfordert jedoch einen PC-Tower oder für Laptops, Mini-PCs sowie alle neueren Apple Macs ein externes PCIe-Chassis auf Thunderbolt- oder PCMCIA-Basis notwendig. Als Beispiel wäre hier die Magma Thunderbolt Expansion-Serie erwähnenswert.

Einen umfangreichen Beitrag über Dante, AVB, Ravenna & Co hat inzwischen Kollege Florian Scholz geschrieben.

audionetzwerke
Zum Artikel hier lang

Kabel: Tunderbolt vs Ethernet

Der Vorteil von Ethernet ist die Kabellänge, die zwischen zwei Geräten bis zu 100 m betragen darf. Bei Thunderbolt 1 und 2 ist mit Kupferkabeln bei 3 Metern Schluss und man ist ca. 80,- Euro los. Braucht man längere Verbindungen, gibt es Glasfaserkabel von 5,5 m bis 60 m Länge und einer Preisspanne von 180,- bis 1.300,- Euro.

Eine Stromversorgung gibt es über Glasfaser natürlich nicht – noch nicht.
Mit Thunderbolt 3 wurden dann die aktiven Kabel eingeführt. Denn die sagenhaften 40 Gbps lassen sich mit passiven TB3-Kabel nur bis zu einer Länge von 50 cm garantieren. Für alle längeren Verbindungen müssen zum Aufrechterhalten der maximalen Geschwindigkeit aktive Kabel benutzt werden.

Im Gegensatz dazu kosten 100 m unkonfektioniertes Ethernet Cat5e Outdoor-Kabel ca. 40,- Euro und 100 m CAT6 Outdoor-Qualität ca. 70,- Euro.

Die beste Audioschnittstelle, Thunderbolt oder USB? Was nun?

Je nachdem wie groß bzw. klein das Interface denn sein darf, ist das Zoom TAC-2 immer noch empfehlenswert bzw. den etwas größeren Bruder TAC-2R. Mit der Focusrite Clarett-Serie liegt man auch auf der richtigen Seite, egal ob Thunderbolt oder USB 2.

Soll es etwas größer sein, sollte man sich einmal das Motu 828x anschauen, was im folgenden Test Erwähnung findet: Vergleich Motu 828x und Motu 16A.

Im USB-Bereich sind die RME Audiointerfaces mein klarer Favorit. Je nach Anforderung gibt es da unterschiedlichste Alternativen, beispielsweise das Fireface 802 oder das Fireface UCX. Doch auch „Neuligen“ wie dem Audient iD44 sollte man unbedingt Gehör schenken.

Fazit

Die beste Audioschnittstelle, Thunderbolt oder USB? Diese Frage wird in Zukunft deutlich an Relevanz verlieren, da die Schnittstellen TB3 und USB4 quasi nicht mehr unterscheidbar sind.

Wenn man heute ein neues Audiointerface braucht und an einem Einzelplatz arbeitet, bietet Thunderbolt 3 eine sehr schnelle und flexible Lösung, mit der man auf sehr lange Zeit – bis auf die Gesamtkabellängen – keine Sorgen beim Anschluss der verschiedenster Geräte haben wird. Ob zweiter, dritter Bildschirm, Festplatten-NAS/RAID, externes PCI-Chassis oder Audiointerface, Thunderbolt bietet Bandbreite für alle und die Konzeption der Rückwärtskompatibilität wurde mit Thunderbolt 3 vielleicht zum ersten Mal so vorausblickend umgesetzt, sodass auch Thunderbolt 10 noch rückwärtskompatibel zu Thunderbolt 1 sein dürfte. Das ist zwar z. Zt. Spekulation, aber die Zeichen stehen gut. Außerdem sind Latenzen im Bereich von 1 ms auch nicht zu verachten.

Echte USB 3.x Interfaces haben sich auch bisher nur schleppend etabliert. Erst mit der Einführung des Typ-C Steckers hat die Abkehr von USB 2.0 etwas Fahrt aufgenommen. USB 3.x  wurde bisher vor allem Interface im höheren Preisbereich angeboten, wo sie dann allerdings mit Thunderbolt  konkurrieren müssen, was nach dem Wegfall der Lizenzgebühren für Intel aber auch nicht leichter werden wird. Außerdem gibt es inzwischen genügend PC-Motherboards mit TB3-kompatiblem Chipsatz und auch Windows 10 hat hier stark aufgeholt.
Das Rennen zwischen USB3.x und TB ist aber noch lange nicht entschieden. Das bedeutet, auch 2019 ist die Anschaffung eines USB 2.0 klassenkompatiblen Interfaces durchaus noch eine Option.

Prosumer, Profis und mehrräumige Studios können mit der zusätzlichen AVB-Fähigkeit der Audiointerfaces der höheren Preisklasse auch noch einiges an Arbeitsplatzkooperation bei Audio/Video-Aufgaben auf die Beine stellen, die mit USB oder Thunderbolt allein niemals machbar wären.

Für was man sich aber auch entscheidet, die Zukunft wird USB4/ TB3 sein und somit kann man, außer auf einen Hersteller mit kurzlebigem Support zu setzen, eigentlich keine falsche Entscheidung bei der Wahl des Audiointerfaces treffen.

Forum
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    dr noetigenfallz  

    Was mich an Thunderbolt stört, ist diese MAC-only Geschichte – soweit ich weiß sind aber einige der neuesten MACs auch nicht mehr mit Thunderbolt ausgestattet. PC´s kann ich zwar mit Thunderbolt nachrüsten, aber Notebooks schon nicht mehr. USB habe ich überall – seit Jahren und in naher Zukunft sicherlich auch. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass USB 3.0 höhere Geschwindigkeiten, sprich geringere Latenz, bringt.

    Wenn ich Dante richtig verstanden habe, kann ich das doch direkt an die LAN-Schnittstelle anschließen. Das macht auch wieder Sinn. Habe ich auch überall.

    Zusammengefasst: Für mich ist nicht das besser, was technisch besser ist, sondern was ich überall ohne Adapter oder Zusatzkarten, die oft nicht richtig funktionieren, anschließen kann.

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      TobyB  RED

      Hallo Dr.

      Thunderbolt ist nicht Mac exklusiv. Eher nicht komplett in Windows implementiert. Hier ist erstmal Microsoft in der Pflicht und dann die OEMs das in den Massenmarkt zu pushen und ordentliche Treiber liefern. Derzeit finden sich diese Geräte nur in den Highend Preisregionen. Zweites Grosses Thema Windows 10. Das verträgt noch nicht richtig mit Thunderbolttreibern.

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      gaffer  AHU

      Wikipedia:
      Seit dem Jahr 2012 ist Thunderbolt auch auf Windows-Systemen verfügbar.

      Das ist allerdings erst 3 Jahre her, also werden wir mit dem Statement (Mac only) noch ein paar Jahre leben müssen ;)

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        TobyB  RED

        Hallo Gaffer,

        das hat was vom Vorspann der Asterix Hefte, hier in der reziproken Version. Spass beiseite, ich hatte mir das HP Elitebook explizit gekauft, weil es eben, FW, eSata, USB und TB hat und über den Portreplikator die Schnittstellen sich verdoppeln. Leider mangelt es wirklich an Hardware, in Kombination mit TB Treibern für WIN7. Ich habe bis dato nur eine Motu 828 mk3, eine externes NAS im Einsatz. Motu läuft.

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    Torsten Jähnigen

    Hi !

    Nun, an TB stört wirklich das es beim Mac schon auf dem Rückzug ist und im Windows/Linux Bereich noch nicht wirklich angekommen ist. USB hat den Nachteil, es ist als Billigschnittstelle konzipiert wurden und von MS auch noch selten dämlich implementiert wurden. FW dagegen haucht sein Leben so langsam aus, wobei es noch die Schnittstelle ist die eine ordentliche Perfomance hat und auf allen Plattformen zu finden ist (zu mindestens Treibermässig sollte jedes System bedient sein). Fazit: So lange Apple mein arrogant immer wieder ihr Ding durchzuziehen und MS dem nicht nachstehen will und Intel über allem schwebt, solange werden wir wohl nicht wirklich eine Lösung finden, ausser diese Ethernet Geschichte wird ausgebaut. Hier aber scheint mir die Treibergeschichte ein Hindernis zu sein, sollte es aber durch vollständige Freigabe der Informationen kein Gag sein, so wäre das die beste Wahl, nur müssen die Hersteller den Mut haben und die Käufer bereit sein das zu akzeptieren („Hab doch USB x.xx, TB, FW etc.pp., warum soll ich noch eine Schnittstelle in mein System einpflegen…“)

    MfG.

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        Torsten Jähnigen

        Hi !

        Wo TB auf dem absteigenden Ast ist, da will MS jetzt aufs tote Pferd steigen, klar ist ja MS :-> Auch find ich Windows von Version zu Version immer ungeeigneter für eine DAW. Ob MacOS die bessere Lösung ist, weiss ich nicht, mich hat Apple noch nie wirklich erwärmt. Nun, man wird sehen wie die Entwicklung weiter geht, ggf. erbarmt sich ja die DAW & Hardwareentwickler und bauen eine eigene Disb. (Linux oder in der Richtung). Eine strenge Vorgabe für eine Disb. könnte schon reichen, aber ob die sich je an einen Tisch setzen werden ? :D

        MfG.

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          TobyB  RED

          Hallo Torsten,

          ich teile deine Einschätzung nicht! Momentan ist TB 3 über USB C in der Pipeline und wird in 2016 auf dem Consumermarkt ankommen. Für Spezielle TB Anwendungen wird man einen Adapter bauchen, bleibt aber abwärtskompatibel. Microsoft hat es in der Vergangenheit nicht geschafft TB vernünftig in Windows zu integrieren. Und es den HW Herstellern überlassen einen Treiber zu schreiben. Es gibt keine OS Systemseitige WIN Unterstützung von TB. Selbst mein HP Notebook möchte einen Treiber haben. Und Apple hat das schön ins System implentiert. Maximal ist hier z.b. ein Aggregate Device anzulegen. Zu Fuss oder mit Installer, wie z.b. bei einer Motu 828, Zeitbedarf 10 Minuten. Unter Win7 selbe Motu 828 Zeitbedarf für die Installation 2 Arbeitstage.

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            Torsten Jähnigen

            Hi !

            Nun, versprochen wurde viel und die Hoffnungen auf was Vernünftiges gibt es schon so lange wie Wintel existiert… Aber das Problem sehe ich neben der Hardware (die eher auf den Cent optimiert wird als aus Anwendersicht) auch das die Betriebsysteme sich mehr und mehr in den DRM Wahn und Kapierschutzgedöddel verrennen, eingepackt in einem Kunterbunten Käfig der Bedienungskonzepte. Windows 10 zeigt doch das der Weg konsequent weitergegangen wird, einzig ein paar kleine Zugeständnise die aber eher nebensächlich sind, aber das Große Ganze, da bleibt man dann. Und da macht Apple keine Ausnahme. Hätte es bei Win 7 nicht die 64 Bit Erweitung mit der 32 Bit Emu, die richtig gut implentiert wurde gegeben, XP wäre heute noch das am weitverbeiteste BS… um auf das Thema zurück zu kommen: solange MS für sich bzw. für seine Partner (sprich Contentindustrie -> DRM) Vorteile rausschlagen kann, wird der Weg gegangen, für die paar Hansels wie uns, die niedrige Latenzen und möglichst freien Zugang (Flexibilität der Verbindungen) der Hardware brauchen fallen da nicht ins Gewicht und so ähnlich sieht es auch Apple… aber wir werden sehen wo der Zug hingeht, zZ reichen die bestehenden Lösungen irgendwie noch. :D

            MfG.

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    tantris  

    Willkommen in der Welt, in der mir jeden Tag vorgeführt wird, dass es noch schneller und besser oder im Falle von Waschmitteln noch weisser geht.

    Muss ich mir jetzt Sorgen machen, wenn in meinen Studio die Audiosignale nur mit 480 Mbit durchs Kabel fliessen, anstatt mit 40 Gbit ? Bin ich altmodisch, rückständig, schadet das meiner Kreativität, wenn ich altmodischen Kram wie USB 2.0 benutze ?

    Meine Kritik richtet sich nicht gegen den Artikel. Es geht mir darum, dass der Anwender dem technisch machbaren doch gar nicht mehr hinterher kommt. Dass die Industrie dem Rechnung trägt, zeigt sich z.B. an den 5-poligen Midi-Steckern (aus dem Jahr 1982), die man noch heute an den Keyboards findet. Warum wohl ?

  4. Profilbild
    vssmnn  

    Als Videomensch kann ich nur sagen: „Audio-Performance-Probleme“ sind nicht wirklich das Riesen-Thema mehr und Diskussionen darüber wirken eher wie aktuelle Intern-Gespräche unter CB-Funkern.

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    gaffer  AHU

    @Markus. Sehr guter Artikel, der einiges, über das Legionen von Musikern immer wieder die gleichen Litaneien vortragen, in die richtige Richtung korrigiert.

    Wer sagt eigentlich dass TB auf dem absteigenden Ast ist? Von 6 neuen Macs dieses Jahr hat EINER kein TB. Der hat auch kein USB 2 oder 3, ist das auch auf dem absteigenden Ast?

    Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass Apple zwei Linien fahren wird: professionelle Maschinen (vor allem die mit mehr als einer Schnittstelle) bekommen TB wahrscheinlich mit USB 3.1, die anderen nur USB 3.1

    @ Torsten. Linux oder ein neues, anderes OS wird nie die Lösung sein, zumindest nicht in absehbarem Zeitraum. Es reicht ja nicht, dass die DAW in Linux läuft, auch das Audio oder ggf das MIDI Interface muss unterstütz sein. Von den massig PlugIn Herstellern will ich noch gar nicht reden…. Nee, das wir nie was

    @vssmnn: Das meinst du nicht wirklich ernst, es gibt grössere Probleme, richtig, Fukushima wir wieder hochgefahren. Wen z.B. die Latenzen bei der Aufnahme in Audiosystemen nicht stören, den beneide einfach mal

  6. Profilbild
    gaffer  AHU

    @ Markus: einer geht noch. „Auch an die Sicherheit wurde gedacht (TB)“

    …und das ein paar Tage nachdem bekannt wurde, wie Schadsoftware über TB weiterverbreitet werden kann, ohne dass das OS was davon mitbekommt, formatieren nicht reicht, genauso wie eine neue Festplatte ;))))

    Finde den Artikel trotzdem klasse, formal und inhaltlich

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    Markus Galla  RED

    Ich weiß auch nicht, warum einige Leute der Meinung sind, dass Thunderbolt fallengelassen wird. Apple hat konsequent die Rechner im letzten Jahr auf TB2 aufgerüstet. Dass das kleine Macbook mit USB3 Typ C ausgestattet ist, hängt mit der Zielgruppe zusammen. Im Grunde genommen ist das ein iPad mit integrierter Tastatur. Genau da will Apple damit hin. Es ist für die Leute, die ein iPad nutzen, sich aber lieber eine Tastatur zum Arbeiten unterwegs wünschen und die nur gelegentlich mal eine externe Festplatte etc. an den Laptop hängen. Für Musiker ist das Teil gänzlich ungeeignet und die sind auch nicht die Zielgruppe. Es wäre dumm gewesen, hätte Apple bei diesem Produkt einen normalen USB-Port verbaut, da es ja auch im nächsten Jahr noch am Markt bleiben soll. Alle neuen Produkte werden von Apple in der nächsten Zeit mit den Typ C Ports ausgestattet. Wie das bei Apple immer so ist, wird sich die Anzahl der verfügbaren Schnittstellen nach dem Preis des Rechners richten. Thunderbolt wird aber in jedem Fall dabei sein, entweder in den USB 3.1 Typ C integriert oder wie bisher als eigenständiger TB2 Port. Und selbst FireWire ist ja noch immer integriert und per Adapter verfügbar. Apple hat sich schon lange Zeit gelassen, um bei iOS-Geräten den 30 Pin Dock Connector durch Lightning zu ersetzen. Man ist da eher beständig, auch wenn das die Nörgler nicht glauben wollen.

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      Ashatur  AHU

      Ich bin vor kurzen von PC auf Apple umgestiegen. Und es war schon etwas mehr als ein kleiner Umzug. Und das dank USB 3 welches mein Interface nicht mehr erkennen wollte aber ich muss dazu sagen das mein altes Interface auch wirklich alt war und nur auf USB 1 lief. Da USB 3 auch 2 beherrscht, kann man da beherzt dranhängen was man will solang es nur nicht all zu alt ist :-D Mein Mc Book Pro 13 ist 3 Jahre alt und hat 2 USB 3 und 2 TB 2 Schnittstellen und über das externe Keyboard hab ich noch zwei USB Docks dazu und damit komme ich bis jetzt ganz gut zurecht :-) Aber ich muss schon sagen der Umzug war nicht unstressig aber jetzt wo alles läuft bin ich wirklich Glücklich

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        Markus Galla  RED

        Das alte Interface würde vermutlich laufen, wenn es Class Compliant wäre. Leider hat sich das selbst bei USB 3 noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Es lassen sich aber oft alte Treiber von Hand installieren bzw. stellen manche Hersteller für die alten Interfaces in versteckten Ecken ihrer Internetseite Class Compliant Treiber bereit. Die hängen das aber nicht an die große Glocke, weil sie ihren neuen Krams verkaufen wollen.

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    swellkoerper  AHU

    Sehr guter Artikel! Das war wirklich erhellend. Es ist noch gar nicht lange her, da habe ich auch erwogen, auf ein Thunderbolt-Interface umzusteigen. Schlussendlich ist es eine RME Raydat PCI-E Karte mit Focusrite ADAT-Wandlern geworden – und habe es seitdem nicht bereut, auch nach der Lektüre dieses Artikels nicht. Sollte mein nächster Audiorechner einmal keine PCI-E Slots mehr besitzen, muss nicht auch noch die Wandler abschreiben. BTW, meines Wissens hat die Interface-Geschwindigkeit nichts mit erreichbaren Latenzen zu tun, sofern das Protokoll lausig im OS implementiert ist, siehe USB2.

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    PeterPesl

    eben auf sonicstate ein video zu windows 10 gesehen. ab 40 min ca wird das thema thunderbolt besprochen. sehr aufschlußreich.

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        tubeheat  

        Danke für den Link. Die W10 Audio Optimierungen bringen aber nur was für WASAPI, nichts für ASIO. Ich meine ich hätte das auch vor Monaten schon mal bei RME im Forum gefragt und da wurde das seitens MC bestätigt. Insofern ist die Relevanz für Audio Recording äußerst gering bis möglicherweise zero.

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        gaffer  AHU

        Alter Thread, ich weiss.

        Zwei Dinge sind mir bei diesem Video aufgefallen. Jetzt, zwei Jahre später, sind Mobile Devices mit Windows fast schon Geschichte, Surface ist da noch am Leben, kann ich aber nur bedingt zu denen dazurechnen, also wäre ein Blick zu den Androiden heute sinnvoll. Tut sich da überhaupt was? Und XBox gibt es offensichtlich noch, gibt es da eine Entwicklung?

        Ein Punkt, der mir auch immer wieder auffällt ist der von Pete Brown angesprochene Fehler, dass bei Wechseln der USB Buchse immer wieder der Treiber neu geladen wird.Er stellt das dar, als wäre das prinzipbedingt. Das treffe ich auf PCs auch dauernd an, habe das auf Macs allerdings noch nie erlebt. Die verwenden doch auch keinen anderen USB Standard?

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          Markus Schroeder  RED

          hi gaffer,

          das warum Windows beim Benutzen eines andere USB-Port ein „neues Gerät“ installiert wird auch in dem Video ein bißchen erklärt, das hat mitt der Port-Verwaltung zu tun, nicht mit dem USB-Protokoll an sich.

          Das Problem scheint, dass Windows die Geräte nicht wiedererkennt, weil sie keine individuelle Seriennummer haben.

          Dieser Thread hier gibt ein paar Infos
          :https://blogs.msdn.microsoft.com/oldnewthing/20041110-00/?p=37343

          greetz,
          Markus

  10. Profilbild
    Pfau_thomas  

    Ja ja das mit dem Thunderbolt.
    Das währe eine gute Schnittstelle weil sie so gut wie jedes Protokoll sagen wir Firerwire ,PCI ,PCi Express usw.kann.
    Aber unter dem PC sieht die Unterstützung noch etwas mager aus .
    Es gibt zwar Thunderbolt Steckkarten zum nachrüsten aber mit den Treibern hapert es da noch ganz gewaltig.Da muß was von Microsoft und den Schnittstellen Herstellern etwas kommen.
    Immerhin plant Lenovo einNotebook mit einem Thunderbolt 3 Port .

    • Profilbild
      tubeheat  

      Wenn man es wenigstens nachrüsten könnte. Du brauchst schon den Thunderbolt support auf dem Mainboard in Form eines AIC Thunderbolt headers oder wie das Ding heißt. Man kann nur die Mainboards mit so einer Karte ausrüsten, die auch schon dafür vorbereitet sind. Ich finde das ist ein wirkliches Schrott Design, weil die freien PCIe Steckplätze ja eigentlich DAS Konzept beim PC sind, etwas nachträglich einbauen zu können.

  11. Profilbild
    Down Jones

    Ich bin etwas spät dran.

    An sich ein guter und relativ ausführlicher Bericht, das sieht man leider selten heutzutage.

    Jedoch gibt es ein paar Anmerkungen meinerseits:

    -der Fazit zeigt eindeutig, das dieser Bericht doch eher für Mac User sinnvoll ist. Bis auf Lynx gibt es keine TB interfaces für Windows. Damit ist das Thema schon abgeschossen.
    Alles zu TB Unterstützung von MS ist Spekulation, die sich bestimmt mittelfristig bewahrheiten wird, aber wie alles was mit Updates oder Firmware versehen werden kann: vapourware bis es tatsächlich da ist.

    -Dante und AVB haben zwar ähnliche Eigenschaften, sind aber ziemlich unterschiedlich. Das wichtigste ist dass Dante in ein bestehendes Netzwerk funktioniert (auch wenn im professionellen Bereich das lieber nicht ausprobiert werden soll), MOTU’s AVB erfordert einen (modernen, AVB-kompatiblen) Switch oder direkte Verbindung ohne normale „office“ Geräte im Netzwerk. Es verwendet einen andere TCP/IP layer. Übrigens heist die Firma Audinate, nicht Audionat. ;-)

    -Für Dante gibt es neben der 1000€ PCIe Karte von Focusrite oder Yamaha (sehr niedrige Latenzen, 128 Kanäle bei 96kHz!!!) auch Dante Virtual Soundcard für 29€, was eine Software ASIO treiber für ein Ethernet Port ist. Macht 64 Kanäle bei 48kHz, aber mit hohen Latenzen. Bei wenige Kanäle kann die Latenz sehr weit runter.

    mehr folgt.

  12. Profilbild
    Down Jones

    -es wird über USB3 korrekt behauptet, dass Hertsller sagen, die Bandbreite ist egal. Mit USB2 schafft man schon eine vollduplex MADI stream über 64 Kanäle bis 48Khz. Ansonsten bietet USB3 tatsächlich nur mehr Kanäle (oder DSP streams, wie beim Apollo Twin USB), aber keine Latenzverbesserungen. Jedoch wird beim thema TB immer wieder auf seine Bandbreite gehämmert. Bis auf Apollo gibt es jedoch KEIN Interface auf der Markt was diese Bandbreite ausschöpft. Die handvoll Leute, die TB daisychaining im mobilen Einsatz verwenden, werden sich aber trotzdem freuen.

    -2ms Latenz mit TB? Klingt sexy, ist jedoch grundsätzlich mit 96kHz oder mehr. Das Fireface 802 mit USB2 bietet niedrigere Latenzen als seine FW400 Port und ist nur 0.3ms langsamer als eine RME PCIe Karte.
    Was aber im Aretikel nicht erwähnt wird: USB erfordert mehr CPU Leistung bei gleichen Einsatz. Da hat TB/PCIe den Vorteil. Auch FW ist da etwas besser. Latenz ist aber nur interessant wenn man Monitoring durch den Host Software verwendet. Wenn man z.B. Totalmix oder eine andere Interface DSP mischer verwendet, ist es völlig egal.

    Wie gesagt ein guter, ziemlich vollständiger Artikel, aber es war nicht ganz komplett.

    • Profilbild
      tubeheat  

      Ein guter Kommentar von Dir. Ich war auch erst etwas verwundert, dass die RayDAT an RTT Latenz (Cubase) nicht viel mehr bringt als UFX mit USB und FW bei gleicher ASIO buffersize. RME hat aber bestätigt, dass halt der PCIe Treiber wesentlich CPU schonender ist.

  13. Profilbild
    Down Jones

    Mein Fazit:
    -USB3.1 und TB3 werden sich die nächsten 2-3 Jahre durchsetzen müssen, es ist aber schwierig zu sagen in welche Richtung es geht.
    -TB ist meiner Meinung nach zu teuer, wegen den Lizenzkosten. Den Massenmarkt wird man damit nicht erreichen, und das ist einer der Schwächen. Kabellänge eine andere.
    -USB2 macht schon einen guten Job, lediglich die, denen 5-7ms @ 44k zu viel ist brauchen PCIe/TB.

    Beachte das meine POV ein Windows basierten Studio Workstation ist, kein Mac oder Mobile setup. Mobil/Kompakt wird aber sicherlich im Zukunft eine immer größere Rolle spielen.

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Danke, Down Jones für die informierten Kommentare :)

      Ja, das mit den Latenzen in Abhängigkeit von der Sample-Rate und die CPU-Belastung bei USB hatte ich ganz vergessen.

      Da es anscheinen auch noch viel Verwirrung bzgl. Type-C, USB 3.1 und TB3 gibt, wollte ich auch mal sehen ob ich irgendwo noch passend ein „Addendum“ unterbringe.

      Grüße,
      M.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Down Jones,

      sehr schön (Y) ! Zu AVB und MOTU wäre noch zu erwähnen, als das ich den von MOTU angebotenen Switch etwas „überteuert“ empfinde 5 Ports und ein Uplink ist dürftig. Zum anderen der Switch ist nicht managebar, das heisst ich muss mein/e (V)Lans um das MOTU planen. Zweitens, wenn ich eine grössere Installation mit MOTU und AVB plane, komme ich nur mit MOTU Switchen nicht weit. 5 MOTU Switche und dann ist im LAN schluss. Ich lasse einfachmal das Cat 6 Kabel ausser acht. Wenn ich damit leben kann bin und es im Studio funktioniert okay. Darüberhinaus wird AVB dann teuer ;-) Ich brauche managed Switche, die kompatibel zu AVB sind, da gibts derzeit nur Geräte von Netgear und Extremnetworks. Hinzu kommt dann noch der Techniker zur Einrichtung des Netzwerkes. Für on the fly Installationen ist AVB mit MOTU okay. Für gut geplante Festinstallationen sollte ich mir in der Planungsphase schon Gedanken machen ob ich zukünftig klar komme, ich denke da an WiFi und PoE+ 2 Kabel zum Accesspoint ziehen kostet etwas mehr als 1 Kabel. Für Liveinstallationen, wo ich schnell mal Kabelwege mit über 100m habe, wirds eng. Wenn mein Switch GBICs und LWL hat okay, dann aber redundant. Schlussendlich sollte dann der Switch vorkonfiguriert sein und plug and play sein. Ich glaube nicht das immer ein Netzwerktechniker mit auf Tour geht.

    • Profilbild
      tubeheat  

      Aber die genannte RTT erreichst Du doch auch bereits mit USB2 basierten Interfaces wie beispielsweise dem RME UFX und sicherlich auch UCX, 802, etc.

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    frama78

    Ich frage mich jetzt, wie ich mein Firewire-Interface an Thunderbolt-3(also den USB3.1/C-Typ!!) verbinde. Bisher ging ich über den Apple-FW800=>Thunderbolt-Adapter in den Mac. Wenn der Rechner jetzt nur noch eine Thunder-3/USB-C-Buchse hat muss ich das doch irgendwie verbinden können. Nur wie? Ein Adapter „USB-C auf Mini Display Port“ funktioniert angeblich nicht und den Zwischenritt mit einem „USB3-C => USB2“-Adapter und dann „USB2=>Firewire400“ ist arges Daisychaining und ob das überhaupt funktioniert konnte mir auch noch niemand sagen.

    Ich denke, dass das noch viele weitere User interessieren wird,…

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      Markus Schroeder  RED

      Apple wird wohl einen TB3(USB-C Formfaktor) auf TB1/2 Adapter herausbringen.
      Das sollte das Problem theoretisch lösen. Bekannt ist aber noch nichts.

      PS: es gibt kein „USB3-C“.
      USB-C ist der Formfaktor des Steckers, USB3.1 ist das Protokoll.
      Analog zum Stereoklinkenstecker und zum symmetrischen Klinkenstecker. Gleiche Form – andere Kontaktbelegung und Verwendungszweck.
      Nur dass ein TB3-Anschluss automatisch erkennt ob ein USB3.1 oder ein TB-Gerät angeschlossen ist.

      schönen Abend noch,
      M. :)

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        gaffer  AHU

        Da die Protokolle ja weitere Protokolle enthalten, hoffen wir mal auf Kompatibilität, die gross genug ist, um auch Echtzeitanwendungen ohne Probleme zu nutzen. Die richtige Lösung dürfte mMn. eine Box sein, die eine Zuleitung zum Rechner hat und diverse Anschlussmöglichkeiten, vulgo Docking Stationen.

        Da kann ich auch mit dem QuadCore Notebook in der Welt rum und aufnehmen, daheim ein Kabel rein und Zweitmonitor, externe Festplatten usw. sind alle da.

        Anfangs sieht man aber immer die Abzockerlösungen wie TB auf 1 USB 3 für 99,90, „die Mac Hansel haben ja das Geld und wir brauchen es“

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    tubeheat  

    Es ist so richtig geil, wenn man noch was fundiertes zu QoS sagen möchte und dann erzählt einem die Applikation, man habe zu viel geschrieben. Kein Problem, eine Seite zurück über den Browser … oh, auf den Text kann nicht mehr zugegriffen werden, na super. Na gut dann schreibe ich halt nichts. Nochmal die Zeit nehmen, nee …

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    tubeheat  

    Was mich am Thunderbolt Design extrem stört ist, dass man es auf normalen mainboards mittels PCIe Sockel nicht nachrüsten kann. Die Mainboards müssen speziell dafür vorbereitet sein: sogenannter „AIC header“ auf dem mainboard und vermutlich noch Unterstützung im BIOS. Das ist extrem schade, wenn man ein gutes server/workstation mainboard mit freien x8 und x4 PCIe Steckplätzen hat. Für das RME UFX+ bietet RME übrigens auch für Windows 7 Thunderbolt Treiber an, die hot-plug fähig sein sollen.

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    tubeheat  

    Thunderbolt und USB 3.0 liegen von den Round Trip Zeiten gleichauf. http://www.....8-RME-UFX/
    Bei Bedarf kann man noch weitere USB3.0 ports nachrüsten mit einer Sonnet Karte. Sogar mit 4-fach Karte, bei der hinter jedem der4 Ports ein eigener Controller steckt. Thunderbolt kann man leider nicht nachrüsten. Aber Intel möchte ab 2018 Thunderbolt in die CPU integrieren und die Lizenzgebühren abschaffen. Das könnte Thunderbolt zum Durchbruck verhelfen.
    Das einzige was mich an Thunderbolt nach wie vor stört ist die Kaskadiererei von Kabeln. Das war schon damals zu Zeiten von „Cheapernet“ (mit RG-58) totaler Käse, wenn an einem PC in einem bis zu 300m langen Segment (manche Karten schafften das) das Kabel zog .. ganzes Netz platt. Darin sehe ich die Gefahr bei Thunderbolt, wenn man es nicht ausschliesslich / dediziert für das Recording Interface verwendet. Heutzutage verwendet man im Netzwerkbereich strukturierte Verkabelung und ist froh, nicht mehr so eine lange verletzliche Verkettung von Geräten zu haben. Was mir an Thunderbolt 3 nicht gefällt ist, dass man wieder einen Adapterstecker zum Recording Interface braucht und danach gehts idR einfach nicht weiter …

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    tubeheat  

    Thunderbolt ist in Core Audio bei Apple ohne Interrupts implementiert. Deshalb führte RME einen Sicherheitspuffer ein, der jetzt experimentell verkleinert wurde, RME möchte gerne feedback dazu.
    https://www.forum.rme-audio.de/viewtopic.php?id=24884

    Was höheren CPU Verbrauch bei Verwendung von USB anbelangt, das konnte bei Vergleichsmessungen zwischen UFX+ (USB3) mit einer RayDAT nicht sichtbar messen. Projekt mit 400 Spuren, 3 VSTs per Spur und geringster ASIO Buffersize (32). Keine Knackser und augenscheinlich gleicher CPU Verbrauch: http://www.....cks-de-en/

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    cynolebias

    Zum Thema USB 3.0… Aufgrund meiner Probleme mit dem Surfacebook und meiner Ultranova stieß ich auf einen Beitrag zum Thema USB 3.0. Das Surfacebook verweigert nämlich den Anschluss der Ultranova mit der Meldung, nicht genug resourcen zu haben. Je tiefer man dann in die technischen Hintergründe einsteigt, erfährt man, dass im Surface viele Dinge intern an den USB Hubs angeschlossen sind (u.a. Kameras). Effektiv nutzen lassen sich bei USB 3.0 aber nur 3 Geräte pro Hub, weshalb der Controller nicht mehr genug Strom für die Ultranova bereit hält. Bei einem derart teuren Gerät wie das Surfacebook ist das schon ein ziemliches Armutszeugnis für Microsoft, derartige Dinge nicht berücksichtigt zu haben und die Hubs bereits intern mit Geräten zu belegen. Als Audio Host mit DAW ist das Gerät auf jeden Fall nicht zu gebrauchen (obwohl die Leistung mehr als ausreicht). Aber über Sinn und Verstand braucht man bei Microsoft ja schon lange nicht mehr nachdenken.

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      gaffer  AHU

      Richtig, Coin

      und am interessantesten ist das Ende des Artikels:

      „Auch Microsoft wird sich bei neuer Hardware dem neuen Anschluss nicht länger verschließen können. Selbst in neuen Surface-Geräten sucht man den neuen Port bislang vergebens. Auf Kritik hatte Microsoft mit dem Argument reagiert, USB Type-C würde einfach zu viel Chaos verursachen.“

      Finde ich bemerkenswert, Type C kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Chaos erzeugt man in der Übergangsphase am besten, wenn man sich der Entwicklung entgegenstellt. Aber das gleiche Phänomen erlebt man in den Apple Foren mit umgekehrten Vorzeichen, wo über den meiner Meinung nach richtigen Schritt nur noch 4 Type C in die Klapprechner einzubauen geheult wird, als gäbe es kein Morgen

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    PLan9  

    Wie schon im Artikel erwähnt. USB3 ist Fullduplex und USB2 ist Halfduplex. Fullduplex heisst das gleichzeitig zum Device gesendet und gleichzeitig Daten abgeholt werden können. Das kann die Latenz veringern. Die höhere Datenrate dürfte sich bei den meisten mit 4-6 I/Os nicht bemerkbar machen.

    Das USB3 noch sehr wenig unterstützt wird liegt meines Erachtens in erster Linie daran das die Firmen funktionierende Lösungen mit USB2 haben und die Entwicklung von USB3 Interface und Treiber Geld kostet.

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    olafkliemt

    von USB3.0 bis Thunderbolt ? und dann aaah neee, 3.0 ist irrelevant, deshalb 2.0. nicht so toll…

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        olafkliemt

        die ueberschrift ist irrefuehrend. ich war an USB3 interessiert, das wird im artikel dann aber wegen irrelevanz auf USB2 abgebogen. unbefriedigend.

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          Markus Schroeder  RED

          Dein Kommentar und die eh schon anstehende 2018er Überarbeitung des Artikels haben sich unglücklich überschnitten. Der Artikel wurde nun bzgl. USB3x überarbeitet.

          Hoffe das ist nun informativer,

          beste Grüße,
          Markus

  22. Profilbild
    customstudio  

    Ist die Audioauslastung mit USB 2 oder USB 3 sowie Thunderbolt gleich?
    Hat da jemand damit Erfahrungen gemacht.
    Ich arbeite auf win10 mit Cubase 9

  23. Profilbild
    monomood  

    Ein Vergleich USB gegen PCI express (rme hdspe) auf Basis von adat oder Madi wandlern wäre hochinteressant

  24. Profilbild
    fritz808  

    jetzt habs sogar ich verstanden – und für mich wahren das alles böhmische dörfer, danke herr schroeder.

  25. Profilbild
    Robocob11  

    Hoch interessant. Gibt es eigentlich noch Audiosteckkarten? Wenn ja, auch für neue Macs? Aber was sind schon neue Macs? Kommt denn der neue Pro Mac noch irgendwann???

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      Markus Schroeder  RED

      Danke Robocop :)

      Neue Macs haben, außer evtl. für die Grafikkarte keine internen Steckplätze mehr. Der letzte Mac mit PCI-basierten Steckplätzen war der Mac Pro Server von 2012.

      Der „aktuelle“ Mac Pro von 2013 hat nur noch Thunderbold und beim neuen wird es nicht anders sein. Zumindest beim Mac hat Thunderbolt alle internen Steckplätze ersetzt, da Thunderbolt ja nichts anderes ist, als ein extern ausgelagerter PCIe-Bus.

      Was die Audiosteckkarten betrifft, findet man die anscheinend vorwiegend noch im Heimkino- / Spiele-Bereich: Terratec, Soundblaster, ASUS etc.

      Allerdings spielen PCI-Karten immer noch eine große Rolle bei professionellen RedNet, MADI-Lösungen (RME HDSP etc) und Avid Pro Tools HDX-Lösungen.

      Grüße,

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    Marco Korda  

    Ja, danke für das Update. Was mich immer noch fragend zurücklässt ist, ob TB3 unter Windows zuverlässig läuft. Klar, das hängt von den Treibern der Hersteller ab. Hat denn jemand Erfahrung? Was ist mit Universal-Audio-Interfaces unter Windows? Gibt es da Probleme? Sind die Latenzen dort auch noch hinreichend? Lassen sich PCs auch in der Praxis mit TB nachrüsten und welche PCI-Karten kommen da bspw. in Frage?

    Und bis USB4 zum möglichen Standard wird und in Interfaces läuft, gibt es womöglich schon den nächsten größeren Sprung? Ein ewiger Kreislauf…

    früher war alles anders…. :-)

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      Markus Schroeder  RED

      HI Marco,
      alles was ich zu dem Thema beitragen kann ist leider nur, dass in jedem Fall das Motherboard TB3 unterstützen muss. Es gibt inzwischen aber auch was von AMD (X399) das TB3 kann. Man ist also nicht mehr auf Intel festgelegt.

      Über die Praxis kann ich leider nichts sagen.

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        Marco Korda  

        Ich habe ein ASUS Z87 Pro. So viel ich weiß, wird TB da nicht unterstützt. Das Z97 würde das wohl, aber ich rüste jetzt sicherlich nicht um. Meinen nächsten PC, den ich mir konfiguriere (kann ich jedem nur raten, dies selbst zu tun, weil erheblich billiger), werde ich mir sicherlich mit TB/USB4 aufrüsten. Aber das kann noch ein bisschen dauern, denn meiner rennt super. Windows hab ich in 15 Sekunden hoch gefahren und die Latenzen sind verträglich.

        Ich habe aber auch keine UA-Plugins. Meine U-he Plugins kann ich gut ausreizen. Selbst Diva hat meinen PC noch nicht geschafft. Mein Interface ist ein Focusrite Saffire 24 Pro (d.h. Firewire). Mit der Performance bin ich wirklich zufrieden. Dropouts gibt es gar nicht. Aber UA reizt mich natürlich schon. Vielleicht probiere ich es mal mit einem Satellite USB.

        Vielen Dank Markus und Toby!

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          TobyB  RED

          Hallo Marco,

          Bitte :-) Wichtig beim selber machen, ist die Abstimmung von Hardware und Treibern und der passenden Windows Version. Wenn es irgendwie geht würde ich von W10 Home abraten. Meine HP Elitebook W10 Pro Komplett-Lösung war zwar alles andere als preislich günstig, ist aber was Stabilität angeht meinem Macs mit OS ebenbürtig. Es gibt zwar einige Grenzen wie Einbindung von iOS Audio und MIDI, die kann man aber mit Tools umschiffen.

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      TobyB  RED

      Hallo Marco,

      ich habe TB an einem Windows HP Elitebook im Einsatz unter W10. Das einzige wo ich Schnappatmung bekommen habe, war beim Preis für HP ThunderBolt Dock G2. Die Perfomance ist sehr gut und es läuft. Abstürze oder Aussetzer habe ich keine. Mein Audiointerface Motu 828 und der Treiber machen hier keine Probleme.

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    solartron  

    Kennt jemand Thunderbolt 3 – LEERGEHÄUSE für externe SSDs (falls man es schnell braucht…)?

    oder kann ich ebenso gut nach Leergehäusen für USB3.x schauen (weil TB3 das kann) ?

    Beispiel SSD im ext. Geh. :

    http://www.....07DCJW2QP/

    PS – bit.ly kann ich hier nicht verwenden, obwohl sehr gerne gewünscht.

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      Markus Schroeder  RED

      Hi solartron,

      über qualitativ glaubwürdige TB3-Leergehäuse bin ich noch nicht gestolpert zumindest nicht in inländischen Shops – sind alle mit Speichermedien vorbestückt.

      Falls das von Interesse ist: Ich habe ein USB 3.1 (10GB) externes Geäuse (Icy Box IB-247) für SATA3 und ein TB1-SATA3 Gehäuse (Lacie Rugged). Ich hab mal versucht mein Mac von dem USB-Teil zu booten – das hat erheblich Länger genauert als mit dem TB1-Gehäuse (40sek).
      Bei vielen zeitgleichen Zugriffen auf ein Medium hat TB anscheinend immer noch die Nase vorn. Beim Betrieb als Datenlager ist das allerdings weitaus weniger relevant. Da reichen mir sogar noch meine USB3-HDDs. Am wichtigsten ist halt mal wieder ein guter Controller-Chip.

      Das derzeige Novum von mobilen TB3-SSDs ist wohl das Samsung X5, schneller geht es extern wohl kaum (außer mit Raids).
      Bei USB-Gehäusen mit NVMe-SSD (M.2) ist auch auf ausreichend Kühlung zu achten. Dafür gibt es spezielle Coolpacks für wenig Geld.

      soweit von mir :)

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