Die besten DJ-Plattenspieler 2016

26. Mai 2016

Welcher Plattendreher ist der Richtige?

Kaufberatung DJ Amazona.de

Du bist auf der Suche nach einem DJ-Plattenspieler? Aber ein neuer Technics SL1210 MKII oder ein anderes Modell der Technics Plattenspieler sprengt das Budget?

Nein? Dann lies doch mal unseren Workshop zum Kauf eines neuen oder gebrauchten Technics.

Die Geldbörse lässt das aber nicht zu? Zum Glück lässt die anhaltende Marktpräsenz von Vinyl den Markt auch viele andere Plattenspieler bieten, die eine Alternative zu einem 1210er darstellen können.

Nun hat der Kunde nun die Qual der Wahl und Preis- wie auch Qualitätsunterschiede bestehen natürlich. Also ist es nicht verkehrt einmal einen Blick auf einige aktuelle Modelle zu werfen.

Zunächst sei kurz erwähnt, dass, auch wenn viele unterschiedliche Hersteller auf den Modellen stehen, die meisten davon aus derselben Manufaktur kommen. OEM nennt sich das Spiel, Original Equipment Manufacturer – oder „Erstausrüster“ wie man in Deutschland sagt. Im Klartext: Es gibt in Taiwan ein Unternehmen namens Hanpin, bei dem sich jede Firma nach Wunsch Produkte zusammenstellen kann – mal nur aus Angeboten der Firma, teilweise aber auch nach eigenen Wünschen oder mit eigenen Entwicklungen. Die Hauptbestandteile jedoch sind am Ende dieselben, die Geräte unterscheiden sich dann hinsichtlich der Ausstattung, der Qualität der Bauteile oder des Designs, produziert wird in der Regel in China.

So wird es nicht verwundern, dass einige der nachfolgenden Plattenspielern an markanten Punkten wie der Nadelbeleuchtung oder dem Tonarm sehr ähnlich oder gleich aussehen. Die Lösung dafür ist nun bekannt.

Einige Modelle wollen wir uns einmal anschauen, die meisten davon haben wir ja auch bereits umfangreiche getestet. Bei Interesse also einmal in den Test schauen.

Welchen Tipp gibt es für Plattenspieler allgemein? Nun, zunächst einmal sollte man sein eigenes Budget festlegen. Welche Funktionen braucht man? USB-Interface? MIDI-Einheiten?

Technics 1200 / 1210

710028_800Nun, wie letzte Woche im, nennen wir es einmal „Guide zum Kauf eines neuen oder gebrauchten Technics“ ausführlich beschrieben, gibt es noch Technics Plattenspieler. Dazu muss man nicht einmal auf den Gebrauchtmarkt zurückgreifen, sondern man kann auch noch neue Geräte erwerben. Und, auch das ist ja schon allgemein bekannt: Ein neuer Technics steht schon in den Startlöchern und der Verkaufsstart hat in Japan schon begonnen, wenn auch nur kurz, denn die ersten 300 Geräte der limitierten Version waren offenbar innerhalb weniger Minuten verkauft. Mehr Infos hier.

Der Technics 1210 ist und bleibt der Clubstandard schlechthin und steht damit zu Recht über der folgenden, unsortierten Übersicht über einige alternative Modelle. An diesem Modell muss sich jeder andere Plattenspieler, egal welcher Preisklasse, messen.

Während nun auf der einen Seite „alte“ Geräte am Leben gehalten werden, wird sich zeigen, welche Modelle folgen werden und ob es möglicherweise im kommenden Jahr eine günstigere Version abseits der bisher anvisierten HiFi-Schiene gibt, vielleicht einen 1210er? Nur eine Spekulation, aber sicher keine, die vollkommen substanzlos ist.

Preis: ca. 2290,- Euro

Pioneer PLX-1000

Pioneer PLX-1000

Der Pioneer PLX-1000 war sicherlich einer der Plattenspieler, der in der letzten Zeit am mächtigsten für Wirbel sorgte. Zum einen kommt er aus dem Hause Pioneer und hat damit schon die Club-Standard-Gene in die Wiege gelegt bekommen, zum anderen ist er ein mehr als offensichtlicher Nachbau des Technics SL-1200 MKII.

Auch er stammt allerdings, nur als kleine Anmerkung anbei, aus dem Hause Hanpin. Der Test war in jedem Fall sehr interessant und endete mit einem Statement à la: „Ja, ich kann mir einen Pioneer PLX-1000 im Club vorstellen.“ Bis heute haben einige Clubs bewiesen, dass das in der Tat klappen kann, auch wenn zu vernehmen war, dass das ein oder andere Mal repariert werden musste.
In jedem Fall ein sehr guter Plattenspieler, den es sich anzuschauen lohnt.

Preis: 649,- Euro
Lesen: Testbericht Pioneer PLX-1000

Stanton STR8-150

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Der Stanton STR8.150 ist schon seit vielen Jahren auf dem Markt und auch dieses Gerät kommt aus dem Hause Hanpin.
Ein kräftiger Motor ist hier kombiniert mit einem soliden Gehäuse. Schöne Features sind der einstellbare Pitch-Bereich mit +/-8%, +/-25% und +/-50%, die Reverse-Funktion oder die Einstellbare Start- und Stopp-Zeit. Ebenfalls ganz interessant ist die Möglichkeit des digitalen Ausgang über S/PDIF oder die Auswahl des Ausgangssignalpegels – Line oder Phono.

Preis: zwischen 549,- bis 599,- Euro

Reloop RP7000 und RP8000

Reloop RP8000

Die RP-Modelle von Reloop haben bei uns im Test für viele Seiten gesorgt, es gab offenbar viel zu besprechen. Das Resultat: gut und sehr gut.

Der RP-7000 ist ein recht klassischer Plattenspieler ohne viel Schnick-Schnack. Massives Gehäuse, solide Bauart, Reverse-Funktion und einstellbarer Pitch (+/- 8, 16 und 50%) und ein schickes Design.
Der RP-8000 ist der große Bruder im selben Design mit selben Funktionen, jedoch erweitert. Ein Display zeigt den genauen Pitch-Wert an, aber das ist nur eine kleine Spielerei.
Für alle DJs, die mit einem digitalen Vinyl-System spielen, finden sich linksseitig einige Tasten als MIDI-Controller selbstverständlich. Push-Encoder zum Scrollen und Laden, 12 Buttons für verschiedene Funktionen wie Cue, Loop, Sampler und User – als Benutzer-definierte Taste. So werden MIDI-Controller überflüssig, sondern er ist direkt im Setup integriert. Im Test machte sich die Idee sehr gut, Lesen sei empfohlen.

Preis:
RP-7000: 449,- Euro
RP-8000: 549,- Euro
Lesen: Testbericht Reloop RP-7000 & RP-8000

Audio Technica LP-1240-USB

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Der Audio Technica LP-1240-USB ist ein Blickfang ab Sekunde 1. Hochglanzoberfläche und abgerundete Ecken wirken ein wenig ungewohnt für einen Plattenspieler, dennoch kann man dem LP-1240-USB ein gutes Aussehen attestieren.

Dabei bleibt es nicht, denn im Test zeigte das Modell aus dem Hause Audio Technica, dass es überzeugen kann. Mehr Qualitativ dank Druckgussgehäuse unten und Metall-Faceplate sowie generell guter Verarbeitung, denn wie bei den meisten Plattenspieler ist der Funktionsumfang eher überschaubar. Wobei: zwei Start-/Stopp-Tasten, eine einstellbare Start- wie auch Stopp-Zeit, Reverse-Funktion, ein Pitchbereich 10%, 320% und 50% sowie drei Geschwindigkeiten: 33, 45 und 78 Umdrehungen kann man nun nicht als „geringe Ausstattung“ für einen Plattenspieler bezeichnen. Nicht zu vergessen: Quartz-Button und dann wäre da noch dieses „USB“ im Namen. Der LP-1240-USB besitzt ein integriertes Interface und dient damit sehr einfach zum Digitalisieren von Schallplatten.

Preis: 444,- Euro
Lesen: Testbericht Audio Technica LP-1240USB

Numark TT 250 USB

Numark TT250USB

Der Numark TT 250 USB ist einer der günstigen Vertreter der Branche. Unter 300,- Euro muss man bereitlegen für diesen direkt-angetriebenen DJ-Plattenspieler, der in der Tat einem Technics sehr ähnlich sieht. Dafür bietet der Plattenspieler ein internes Interface für die Digitalisierung von Schallplatten – praktisch.
Leider hört der Funktionsumfang damit auch auf – viel mehr bietet der Plattenspieler nicht. Keine einstellbare Pitchrange, keine Reverse-Funktion, keinen Quartz-Lock. Dazu kommt eine nicht überzeugende Verarbeitung eines sehr leichten Plattenspielers, bei dem im Test leider der Plattenteller schleifte und die gesamte Tonarm-Base spürbar wackelte.
Trotz des geringen Preises kein überzeugender Auftritt und somit nur das Testurteil „Befriedigend“.

Preis: 279,- Euro
Lesen: Testbericht Numark TT250USB

Mixars

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Den Mixars Plattenspieler gibt es in zwei Ausführungen: Mit einem S-förmigen oder einem geraden Tonarm. Damit ist der klassische DJ befriedigt aber auch diejenigen, die aufgrund hohen Scratch-Aufkommens auf gerade Tonarme schwören. Schön, denn neben dem Reloop RP-7000-Straight gibt es nur noch wenige Plattenspieler mit geradem Tonarm.

Im schlichten schwarzen Design wirkt der Plattenspieler unaufgeregt und bringt die heute notwendigen Basis-Funktionen mit sich: Einstellbare Pitchrange, einstellbare Start- wie Stopp-Zeit und Quartz-Lock. Blaue LEDs sind in Kombination mit dem zumeist matten Farbtönen ein kleines Highlight.

Im Test schlug sich das Modell technisch gut, konnte jedoch im Punkt Preis-Leistungs-Verhältnis nicht überzeugen.

Preis: 599,- Euro
Lesen: Testbericht Mixars STA

Forum
  1. Profilbild
    xhanibalx  

    Auch hier muss ich nochmal den Synq Xtrm 1 erwähnen der im wesentlichem dem Audio Technica 1240 entspricht aber günstiger ist, er hat zwar kein USB Interface…aber brauchen tut man das jetzt auch nicht..
    Auch die Qualität ist Identisch nur die Oberfläche ist Mattgrau und nicht Hochglanz, was aber vertretbar ist.

  2. Profilbild
    mrmarbury

    Bin mit dem RP7000 zufrieden und kann den Test, den es auf Amazona gibt, auch voll bestätigen. Anti-Skating ist in der Tat sehr merkwürdig, aber verkraftbar. Ich glaube sowieso, dass ich der Einzige bin, der auf Anti-Skating und Tonarmhöhe Wert legt ^^ Die Verarbeitung und Bedienung ist allerdings topp. Ich kann mit dem 7000er sehr sauber und genau mixen. Er verhält sich auch beim anschieben oder abbremsen der Platte wie gewohnt. Das habe ich schon deutlich anders erlebt. Ich hatte vor 15 Jahren mal kurz den RP3000 und da war das Verhalten des Antriebs sehr gewöhnungsbedüftig. Beim manuellen Abbremsen hat der Teller danach kurz minimal schneller gedreht und beim anschieben war man gleich mal viel zu schnell. Die Gleichlaufschwankungen halten sich auch im Rahmen.

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