Die besten Studio-Gesangsmikrofone, Oberklasse bis 1500,- Euro

30. November 2014

Großmembranmikrofone der Oberklasse im Vergleich

Leute, wie die Zeit vergeht! Da war doch nun recht viel vorzubereiten: Mikrofonauswahl treffen, Vertriebe kontaktieren, Versand organisieren, Sänger suchen und buchen, Studiotermine klar machen, Aufnahmen erstellen und bearbeiten, Texte verfassen …

Doch nun ist es geschafft, mit der heutigen Folge schließen wir den großen Studio-Gesangsmikrofontest ab. Zum Einsatz kommen auch diesmal wieder acht Kandidaten, die sich im Preisbereich von 750,- bis 1500,- Euro tummeln. Da darf man schon von der Oberklasse reden und eine gewisse Erwartungshaltung an den Tag legen.

Jeder Preiskategorie haben wir einen eigenen, ausführlichen Teil gewidmet, die Sie HIER finden und direkt anklicken können:

Vorstellung der Großmembran-Mikrofone

Sontronics Saturn Studiomikrofon

Mehr Retro geht nicht. Vor diesem Mikrofon fühlt sich jeder in die 50er zurück versetzt. Dabei sind die technischen Angaben durchaus auf der Höhe der Zeit.

Das Saturn arbeitet mit zwei 1″ Kapseln, die fünf Richtcharakteristiken zur Verfügung stellen. Sowohl LowCut mit 75 und 125 Hz wie auch Pad mit -10 und -20 dB sind zweifach schaltbar.

Ungewöhnlich geformt ist auch die Spinne, die dem Mikro im Alukoffer auf schwarzem Samt beiliegt. Nach Registrierung gewährt die Firma lebenslange Garantie auf ihr Produkt. Für 777,- Euro soll das Saturn den Besitzer wechseln.

Audio-Technica AT4080 Studiomikrofon

Eine Ausnahme im Test bildet das AT 4080, ist es doch das einzige Bändchenmikrofon. Wie alle Bändchen ist die Richtcharakteristik eine Acht. Audio-Technica hat viel Mühe in die Entwicklung gesteckt und kann mit so mancher Innovation aufwarten.

So konnte der bauartbedingt eingeschränkte Frequenzgang in den Höhen auf 18 kHz angehoben werden. Auch der normalerweise niedrige Grenzschalldruck der Bändchen wurde hier auf sagenhafte 150 dB erhöht. Durch die aktive Elektronik lässt sich das AT 4080 mühelos auch an pegelschwächeren Preamps betreiben.

Das Zubehör entspricht anderen Audio-Technica Mikrofonen: Kunststoffbox für das Mikrofon, die übliche Spinne, Umverpackung aus Pappe. Bei Registrierung wird auch hier, wie für alle Produkte der 40er-Serie, lebenslange Garantie gewährt. Der Preis beträgt 888,- Euro.

Mojave MA 301fet Studiomikrofon

Hinter den Entwicklungen des amerikanischen Mikrofonherstellers, der in den USA fertigt, steckt die Mikrofonlegende David Royer, dessen berühmte Bändchenmikros unter seinem eigenen Namen vertrieben werden.

Das MA 301 ist die FET-Variante des MA 300 Röhrenmikrofons. Drei Richtcharakteristiken stehen mit den beiden 1″ Membranen zur Verfügung. Schaltbar sind Pad bei -15 dB und LowCut bei 100 Hz mit ungewöhnlichen 6 dB Steilheit. Erwähnenswert sind noch die hochwertigen Jensen Übertrager.

Das Mojave ist schlicht und klassisch aufgebaut. Auch das Zubehör ist mit stabiler Spinne im Transportkoffer übersichtlich und funktional. Mit 899,- Euro befindet sich das Mikro noch im unteren Anschaffungsbereich dieses Tests.

Miktek CV3 Studiomikrofon

Mit Miktek ist noch ein Hersteller aus den USA vertreten. Gefertigt werden die Mikros in der Hauptstadt des Country, Nashville/Tennessee. Das CV3 ist unser einziges Röhrenmikrofon im Test.

Am Netzteil sind 9 Richtcharakteristiken einzustellen, Pad und LowCut wird am Mikrofon geschaltet. Die Dualkapsel ist 1″ groß, der Rauschpegel ist mit 16 dB für ein Röhrenmikrofon sehr gering. In der Elektronik sind wertige AMI Transformer verbaut.

Neben dem Netzteil mit speziellem Kabel und einer Spinne liegt auch noch eine normale Mikroklemme im Transportkoffer. Das Mikro ist darin nochmals separat in einer Holzbox geschützt untergebracht. Als Besonderheit ist noch das individuelle Frequenzdiagram zu erwähnen. Mit 999,- Euro erreicht das Miktek beinahe die magische 1000,- Euro Grenze.

AKG C414 XL2 Studiomikrofon

Natürlich darf in diesem Vergleich auch der Klassiker C414 aus dem Hause AKG nicht fehlen. In der Version XL2 wurde das Mikro behutsam renoviert, ohne das originale Klangideal zu verlassen.

So sind nun 9 Charakteristiken wählbar, Pad und LowCut sind je dreifach zu schalten. Geblieben sind die bekannt zierliche Gestalt trotz Dual 1″ Kapsel und der sehr niedrige Geräuschepegel von 6 dB.

Beim Zubehör geben sich die Österreicher keine Blöße, neben der Mikrofonspinne befindet sich auch noch ein Windschutz und sogar ein Poppschutz im Transportkoffer. Auch ein Frequenzdiagram ist vorhanden. Verkauft wird das C414 XL2 für 1035,- Euro.

Neumann TLM 107 Studiomikrofon

Recht neu ist das TLM 107 aus dem Hause Neumann, das ich ja auch schon im Einzeltest besprechen durfte. Dort hat es durchaus gut abgeschnitten und entsprechend Eindruck hinterlassen.

Fünf Richtcharakteristiken lassen sich mit dem modischen Joystick anwählen, ebenso gibt es je zwei Wahlmöglichkeiten für LowCut und Pad. Die beiden Membranen haben eine Größe von 3/4″.

Leider findet sich in der hübschen Holzschatulle neben dem Mikrofon nur eine Mikroklemme, so sind dem Verkaufspreis von 1249,- Euro noch 111,- Euro für die Mikrospinne zuzurechnen.

Beyerdynamic MC 840 Studiomikrofon

Klein, stark, schwarz, so assoziiere ich beim ersten Anblick des MC 840. Der Korpus ist ungewöhnlich schmal ausgefallen, überhaupt ist das Mikro in natura deutlich kleiner, als ich es mir von Fotos vorgestellt habe.

Größenvergleich Sontronics Saturn und Beyerdynamic MC 840

Größenvergleich Sontronics Saturn und Beyerdynamic MC 840

Gar nicht klein ist hingegen die Ausstattung: fünf Richtcharakteristiken, je zwei Schaltoptionen für Pad und Filter. Auch die Doppelkapsel erreicht mit 3/4″ Maße, die noch als Großmembran betrachtet werden.

Auf der Zubehörseite findet sich bei dem für 1390,- Euro veranschlagten Mikro im schlichten Plastikkoffer eine Spinne und eine Mikroklemme.

Brauner Phantera Studiomikrofon

Mit dem Phantera stellt Brauner Microphones aus Rees in Nordrhein-Westfalen das teuerste Exemplar dieses Tests. 1449,- Euro werden für den Kauf fällig, mit dabei ist da die speziell gestaltete Mikrofonspinne und ein Vovox-Mikrofonkabel, alles verpackt im schicken Alukoffer.

Trotz des Preises hat das Mikro an Features wenig zu bieten. Eine 1″ Kapsel, Richtcharakteristik Niere, kein Pad, kein LowCut. Immerhin ist der Geräuschepegel mit 11 dB angenehm niedrig.

Von ungefähr kommt es sicherlich nicht, dass Brauner Mikrofone in vielen Studios rund um den Globus einen exzellenten Ruf genießen, wenn es die Ausstattung nicht ist … wir sind auf den Höreindruck gespannt.

Durchführung des Vergleichstests

Natürlich haben sich auch zum dritten Teil wieder Heidrun und Sebastian eingefunden. Auch die Testroutine ist gleich geblieben, jedes Mikro wird von beiden Sängern mit je zwei Gesangsphrasen in zwei unterschiedlichen Abständen besungen.

An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Tipp geben. Oft wird eine Aufnahme ja unterbrochen, der Künstler muss an die frische Luft, was trinken, sich mit den Kollegen besprechen usw. Da wird es dann oft schwierig, die alte Position vor dem Mikro wieder einzunehmen. Bei Nahbesprechen ist die Sache einfach, Lippen nahe an den Poppschutz. Bei den etwas mit Abstand gesungenen Gesangspassagen behelfe ich mir immer mit dem „Ellenbogencheck“, Hand ans Ohr, Ellenbogen zur Kapsel, passt!

Der Ellenbogencheck

Der Ellenbogencheck

So, nun kann es aber losgehen, auf zum …

Soundcheck der einzelnen Großmembran-Mikrofone

Sontronics Saturn

Das Saturn ist riesig! Die Doppelmembran sitzt schwingungsgelagert im Einsprechkorb, dieser wiederum ist ebenfalls entkoppelt im äußeren Ring aufgehängt.

Das Sontronics Saturn

Das Sontronics Saturn

Klanglich ist das Saturn alles andere als retro, sehr modern und höhenreich abgestimmt präsentiert sich das Mikrofon. Das muss zur Stimme passen, bei Heidrun tut es das, die mittleren Höhen geraten zwar etwas scharf, dennoch bleibt der Klangeindruck kompakt.

Der Druck in den Mitten fehlt etwas, das macht sich dann auch in Sebastians Stimme bemerkbar. Erstaunlicherweise wirken sich hier die Höhen nicht so störend aus, wie ich vermutet hätte.

Das Mikro spricht sehr direkt und schnell an, zwischen den verschiedenen Abständen ist kaum ein Unterschied festzustellen. Somit reagagiert das Saturn hier sehr unproblematisch, was aber auch bedeutet, dass kein Nahbesprecheffekt auftritt, den man zur Klanggestaltung einsetzen könnte.

Das Saturn von Sontronics macht bei passenden Stimmen einen sehr guten Eindruck, kann aber auch jenseits dessen ganz ordentlich punkten. Durch die fünf Richtcharakteristiken und die Schaltfunktionen dürfte es auch als Instrumentalmikrofon eine gute Figur abgeben.

Audio-Technica AT 4080

Obwohl wir bemüht waren, alle Mikrofone unter denselben Vorgaben zu testen, müssen wir beim AT 4080 doch eine Ausnahme machen. Bauartbedingt bietet das Mikro nur die Richtcharakteristik Acht an, die ansonsten verwendete Niere ist hier also nicht verfügbar.

Das Audio-Technica AT4080

Das Audio-Technica AT4080

Auch sonst bietet das Audio-Technica-typisch sehr gut verarbeitete Mikrofon keinerlei Schaltfunktionen.

Beim Soundcheck zeigt sich eine deutlich andere Klangästhetik als bei den Kondensatormikrofonen. Das Bändchenmikrofon agiert deutlich intimer, der Höhenbereich ist recht bedämpft.

Bei Heidrun führt das zu einem recht muffigen Sound, der nicht so recht zu ihrer Stimme passen will. Die Files mit größerem Abstand können da etwas besser gefallen, der Nahbesprecheffekt des AT 4080 ist recht hoch und unterstützt hier die Symptomatik.

Ganz anders bei Sebastian, hier passt das Bändchenprinzip perfekt, die Stimme kommt druckvoll und kann hier auch die benötigten Höhen entwickeln. Die Stimme ist soweit vorne, dass sie förmlich aus den Speakern springt. Auch hier aber wieder: Etwas Abstand tut dem Mikro gut, nur so kann sich das Aufnahmeprinzip der Acht ordentlich entfalten.

Das AT 4080 ist somit ein Spezialist, der eine neuerdings wiederentdeckte Klangästhetik liefert. Durch die geringe Schwungmasse des Bändchens spricht es ultraschnell an und kann so Nuancen darstellen, die einem Kondenser verborgen bleiben. Sicher kein Allrounder, wenn es passt, ist es aber unschlagbar. Hatte ich schon erwähnt, dass ich es hierbehalten habe?

Mojave MA301fet

Weiter geht es mit einem amerikanischen Vertreter, den ich erst kürzlich im Einzeltest hatte:

http://www.amazona.de/test-mojave-ma-301fet-grossmembran-mikrofon/

Das Mojave MA 301fet

Das Mojave MA 301fet

Das Mojave ist ein Mikrofon, das eine Präsenzanhebung mit dem Nahbesprecheffekt kombiniert, hier ist also ausprobieren angesagt.

Bei Heidruns Beispielen gibt die nahe Variante genau das richtige Durchsetzungsvermögen in die höheren Mitten, um die Stimme klar und trotzdem druckvoll und direkt wirken zu lassen. Die Soundfiles mit größerem Abstand sind zwar höhenreicher, der Druck geht aber etwas verloren.

Bei Sebastian hingegen gefallen mir diese Files besser, fett und mit der nötigen Klarheit ist sein Vortrag zu vernehmen. Die „near“ eingesungenen Varianten geraten hier etwas zu belegt und wirken wie mit Kompression aufgenommen.

Das MA 301fet ist also ein Mikrofon, mit dem man etwas arbeiten muss, um das optimale Ergebnis zu erzielen, dann lässt es sich aber, auch unter Zuhilfenahme der drei Richtcharakteristiken, wunderbar an die Schallquelle anpassen.

Miktek CV3

Die Produkte der Firma Miktek, in den USA schon hoch gelobt, sind bei uns eher noch mit dem Geheimtipp-Status behaftet.

Das Miktek CV 3

Das Miktek CV 3

Das CV3 ist das einzige Röhrenmikrofon im Test, zudem ist es mit neun Variationen der Charakteristik hier mit am universellsten.

Röhrenbasierte Geräte leisten ja eine Hervorhebung der geradzahligen Harmonischen , ein eingebauter Exiter-Effekt sozusagen. Das bedeutet, dass die Höhen im Frequenzgang der Kapsel nicht gepusht werden müssen, um eine in diesem Frequenzbereich klare Performance zu erreichen.

Das ist auch in den Soundbeispielen deutlich zu hören, der Frequenzgang klingt linear, trotzdem ist der Hochtonbereich hervorgehoben. Das Ganze klingt sehr kompakt und stimmig mit seidigen Höhen.

Ein Nahbesprecheffekt ist vorhanden, der sich hier allerdings in den hohen Mitten manifestiert. Dies kommt der Durchsetzungsfähigkeit zugute, durchweg gefallen mir die so erzeugten Gesangslines besser.

Das CV3 von Miktek funktioniert mit beiden Stimmen gut, es kann also jede Gesangsperformance veredeln. Wer auf druckvollen Röhrensound, kombiniert mit vielen Schaltvariationen steht, sollte das CV3 in seine Überlegungen mit einbeziehen.

AKG C414 XL2

Das XL2 ist im C414- Portfolio das auf Gesang abgestimmte Mikrofon, die XLS-Variante empfiehlt sich eher für Instrumentalaufnahmen.

Das AKG C414 XL2

Das AKG C414 XL2

Da ich das C414ULS, der Vorläufer des XLS, seit vielen Jahren nutze und es recht gut im Ohr habe, bin ich auf das XL2 gespannt.

Das AKG klingt erst mal wie erwartet: Sehr linear, die sehr gute Auflösung bringt die Höhen schön zutage. Dabei kommt dem Mikro eine leichte Anhebung der mittleren Höhen zugute, die das XL2 als Gesangs- und Solistenmikrofon prädestiniert.

Das C414 hat einen leichten Nahbesprecheffekt, bei Heidrun gefallen mir deshalb die mit Abstand aufgenommenen Files besser, sie klingen luftiger. Wie ich es von meinen eigenen C414 gewohnt bin, die ich vorwiegend als Hauptmikrofonie für Chor und Orchester einsetze, entwickelt auch das C414 XL2 eine sehr schöne Räumlichkeit.

Sebastians Stimme tut der Nahbesprecheffekt recht gut, hier würde ich also diese Herangehensweise bevorzugen. Auch hier führt die gute Auflösung zu einem sehr kompakten Ergebnis, die Höhenanhebung könnte bei ihm aber etwas tiefer sitzen. Evtl. wäre er mit dem Standard-C414 XLS besser bedient. Wie dem auch sei, das C414 bleibt in allen Varianten eines meiner Lieblingsmikros.

Übrigens ist das C414 XL2 bei meiner letzten Preisrecherche um über 100,- auf sagenhafte 917,- Euro gefallen. Wer mit dem Kauf liebäugelt sollte jetzt vielleicht zuschlagen.

Neumann TLM 107

Das TLM 107 ist eine recht neue Entwicklung der Traditionsfirma und gehört, wie an dem Kürzel TLM zu erkennen ist, zur übertragerlosen Serie der Neumänner.

Das Neumann TLM 107

Das Neumann TLM 107

Das TLM 107 hatte ich bereits im Sommer zum ausführlichen Test bei mir. Hier der Link dazu: Test Neumann TLM 107

Übrigens war gerade bei diesem Test wieder eine lebhafte Diskussion zu Klangbeispielen entbrannt, hier sind sie nun, bitte zeigt uns, dass die Mühe nicht umsonst war und äußert euch!

Das Mikrofon liefert ein neutrales und differenziertes Klangbild, die Mitten präsentieren sich schlank, ohne den Druck vermissen zu lassen. Neumann-typisch wurde auf eine Anhebung der mittleren Höhen verzichtet, was sich in einer angenehmen Ausbildung der Sibilanten bemerkbar macht. Die oberen Höhen wurde hier dafür etwas gestützt, was der Stimme eine schöne Luftigkeit verleiht.

Auf die verschiedenen Abstände reagiert das TLM 107 gut, die „Near“-Variante gerät etwas intimer, der „Far“-Abstand bietet die schönere Räumlichkeit.

Das Neumann harmoniert gut mit beiden Stimmen – wer es im Studio hat, dürfte also für die allermeisten Fälle gewappnet sein.

Beyerdynamic MC 840

Nach dem Neumann kann ein weiterer deutscher Traditionshersteller einen Großmembraner zum Test anbieten: die Beyerdynamic GmbH & Co. KG aus Heilbronn.

Das Beyerdynamic MC 840

Das Beyerdynamic MC 840

Beyerdynamic sieht das MC 840 als Allrounder, so wurde der Frequenzgang auf Neutralität und Luftigkeit ausgelegt. Das Diagramm zeigt dann auch eine lineare Frequenzkurve bis 4 kHz, ab da ist eine leichte Höhenanhebung zu verzeichnen, die bei ca. 10 kHz ihren Scheitelpunkt findet. Hören wir mal, wie sich das MC 840 im Gesangstest schlägt.

Wie von den Konstrukteuren gewünscht, klingt das MC 840 sehr neutral und ehrlich. Die Ansprache ist schön direkt mit guter Impulstreue. Ein Nahbesprecheffekt ist vorhanden, der eine Frequenz in den unteren Mitten betont und das Signal etwas belegt klingen lässt. Hier empfiehlt es sich also, mit etwas Abstand zu arbeiten. Der Grundklang ist schlank, das Beyerdynamic-Mikro ist definitiv kein Klangfärber und will es auch nicht sein.

Für Heidruns Vortrag gefällt mir das noch ganz gut, bei Sebastian passt es von der Stilistik her weniger. So sehe ich das MC 840 eher in einem klassischen Kontext angesiedelt, wo es auf absolute Klangtreue ankommt.

Zu einem ähnlichen Gesamturteil kommt auch mein Kollege Willi Dammeier, der das Mikrofon vor Jahren im Test hatte:

http://www.amazona.de/test-beyerdynamic-mc-840/

Brauner Phantera

Auch unseren letzten Startplatz hat sich eine deutsche Firma gesichert, die seit 1993 existierende Brauner Microphones.

Das Brauner Phantera

Das Brauner Phantera

Das Phantera ist ein FET-Mikrofon, das wie ein Röhrenmodell klingen soll. Inwieweit das gelingt, werden wir gleich feststellen.

Die gute Nachricht zuerst: Beim Phantera gibt es kein Vertun – als einziges Mikro in diesem Testumlauf bietet es nur die Nierencharakteristik, Schaltfunktionen gibt es nicht.

Die noch bessere Nachricht: Das Brauner Mikrofon klingt fantastisch! Ob nun das Ideal „Röhrenmikrofon“ erreicht wird, sei dahin gestellt, nicht von der Hand zu weisen ist aber die Brauner-typische Höhenbetonung, die sich hier luftig und mit schöner Auflösung präsentiert. Gleichzeitig packt das Panthera ein ordentliches Pfund in die tiefen Mitten, was gerade bei Sebastian eine tolle Durchsetzungsfähigkeit erzeugt.

Davon kann auch Heidrun profitieren, bei ihr darf es ruhig etwas weniger Punch sein, deshalb präferiere ich hier die mit Abstand aufgenommenen Files, während mir bei Sebastian die nah besungenen Samples besser gefallen. Stimmig sind beide Versionen, erstaunlich hier auch, mit welcher Räumlichkeit schon die „Nah“-Version aufwartet.

Dem Brauner Mikrofon gelingt es, einen präsenten und höhenbetonten Sound zu liefern, ohne höhenlastig zu wirken.

Zum Schluss die, wenigstens für mich, schlechte Nachricht: Ich hatte gehofft, es vermeiden zu können, gerade das preisintensivste Testobjekt auf meiner Anschaffungsliste eintragen zu müssen. Shit happens!

Zum Schluss hier wieder die schon aus den beiden vorhergehenden Folgen bekannte Vergleichsgrafik. Alle Hörbeispiele dieses Tests könnt Ihr über folgenden Link herunter laden:

http://www.amazona.de/media/downloads/Studio-Mikros_T3_Oberklasse.zip

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich nun zum Abschluss bei den Firmen und Vertrieben, die uns reibungslos und termingerecht unsere Testobjekte zur Verfügung gestellt haben. Einen ganz besonderen Dank natürlich auch meinen Sängern Heidrun Holderbach und Sebastian Strodtbeck für ihre gute Performance und die nette Zusammenarbeit.

Fazit

In dieser Preisklasse scheint es keine schlechten Mikrofone mehr zu geben, hier entscheiden die persönlichen Vorlieben.

Wer ein gutes und universelles Mikrofon sucht, dem sei das AKG C414 XL2 und das Neumann TLM 107 empfohlen.

Derjenige, der ein Röhrenmikrofon für unter 1000,- Euro sucht, der macht mit dem Miktek CV3 sicher nichts falsch.

Preissensibel, recht universell und optisch herausragend ist das Saturn von Sontronics.

Eine Sonderstellung nimmt das Bändchenmikrofon Audio-Technica AT4080 ein, wenn die Klangästhetik passt, ist es schwer zu toppen.

Den Vogel schiesst aber das Brauner Phanthera ab, für Vocals im Bereich unter 1500,- Euro mein klarer neuer Favorit.

Preis

  • Sontronics Saturn: 777,- Euro
  • Audio-Technica AT4080: 888,- Euro
  • Mojave MA 301fet: 899,- Euro
  • Miktek CV3: 999,- Euro
  • AKG C414 XL2: 917,- Euro
  • Neumann TLM 107: 1249,- Euro
  • Beyerdynamic MC 840: 1390,- Euro
  • Brauner Phantera: 1449,- Euro
  • (Ladenpreise)
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    whitebaracuda  

    Na dann mach ich doch mal den Anfang, schliesslich habe ich mich trotz jahrelangem AMAZONA lesen extra dafür Registriert.

    Erst einmal herzlichen Dank für diesen ausführlichen Artikel. Diesem Finale habe ich mit grosser Spannung entgegengesehen da ich mir in nächster Zukunft ein Gesangsmikrofon fürs Studio zulegen will.
    Meine Vorliebe geht in richtung TLM107 aber ich werde mir das TLM103 und TLM49 sicher auch noch anhören.

    Die Arbeit die in diesem ausführlichen und interessant geschriebenen Test steckt ist enorm. Chapeau!

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Dann danke ich dir dafür.

      Wenn es Neumann sein soll, ich habe im Moment noch einen TLM 193-Test in der Mache, könnte auch noch eine Alternative für dich sein.

      Gruß
      Armin

      • Profilbild
        whitebaracuda  

        Danke für den Hinweis, auf den TLM193 Test bin ich gespannt.

        Vor deinem Test war ich mir eigentlich sicher dass es ein Neumann sein soll.
        Je mehr ich mir aber das Phantera und Brauner als Firma ansehe je mehr fange ich an daran zu zweifeln.

        Viele Grüsse
        Martin

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          Armin Bauer  RED

          Hi whitebaracuda,

          da bin ich mal gespannt, was es bei dir wird, um eigene Tests wirst du da ja nicht herum kommen.
          Bitte daran denken: Auch die Kombi MikroPreamp ist wichtig, gerade recht färbende Mikros vertragen sich da nicht mit allem.

          • Profilbild
            whitebaracuda  

            Hi Armin

            Dass zu einem guten Mikrofon auch ein ebenbürdiger Preamp gehört ist mir bewusst.
            Leider wird sich mein Geldbeutel nach der Mikrofoninvestition etwas erholen müssen.
            (Spare in der Zeit dann hast du in der Not auch nichts;-)

            Dennoch denke ich dass ich auf lange Sicht besser fahre erst ein für meine Verhältnisse teures Mikro zu kaufen, zu sparen und mir später einen anständigen Vorverstärker dafür zu zu legen.

            Darf ich fragen was du für den 3. Test verwendet hast?

            Viele Grüsse
            Martin

            • Profilbild
              Armin Bauer  RED

              Ich meinte auch nicht unbedingt, dass du den Preamp gleich mitkaufen musst, aber wenn du da schon eine Vorauswahl triffst, hör dir die Kombinationen gleich mit an, dann erlebst du hinterher keine böse Überraschung.
              Ich habe, wie fast immer, meine TLAudio A1 benutzt, Röhre bleibt ausgeschaltet. Dann sind die recht neutral und ich habe 4 Kanäle davon und kann so schnell mehrere Mikros direkt vergleichen.

  2. Profilbild
    markamazon  

    Wie immer ein super Test/Artikel von Armin !
    Bin echter Fan geworden,und warte gespannt auf neue Ausgaben ! :-)

    Gruss aus Essen

  3. Profilbild
    FloH

    Dass das AKG C414 XLII ein auf Gesang abgestimmtes C414 ist, ist leider nichts anderes als oft ungefragt übernommenes Marketingblabla. Und leider wird es deshalb oft in solchen Tests verwendet anstatt des C414 XLS. Das C414 XLS ist in jeder Hinsicht das bessere Mikrofon … auch für Gesang. Einfach mal mit den Entwicklern sprechen … nicht mit der Marketingabteilung.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Sorry,

      ein Paar schöne, alte ULS, der Vorgänger des XLS, habe ich seit über 20 Jahren im Dauerbetrieb, ich liebe die Beiden, wenn es neutral sein soll, gute räumliche Auflösung, perfekte Fokussierung auf das Klangereignis.
      Habe ein ULS natürlich im Test mitlaufen lassen, wie ich es eigentlich immer mache.
      Wenn die Stimme etwas Charakter mitkriegen soll und sich weit vorne platzieren soll, wie es bei Gesang eben gefordert wird, ist das XL2 in diesem Segment die bessere Waffe. Für Universalanwendungen und Klassik nur das XLS, klar.
      Übrigens, Entwickler sind oft Ingenieure, die mehr ihren Diagrammen vertrauen als ihren Ohren, habe ich schon oft genug erlebt (was nicht heissen soll, dass Marketingleute da neutraler urteilen :-)

  4. Profilbild
    Muckeopa  

    Zitat Armin Bauer: Zum Schluss die, wenigstens für mich, schlechte Nachricht: Ich hatte gehofft, es vermeiden zu können, gerade das preisintensivste Testobjekt auf meiner Anschaffungsliste eintragen zu müssen. Shit happens!

    Ewigkeiten erfreue ich mich am TLM 49, bis ich eben dieses Brauner hörte und mein Geldbeutel sparen musste. Es zahlt sich heute mit jeder Aufnahme aus und macht immer wieder Spaß.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi Muckeopa,

      mein Bedauern hält sich in Grenzen, wieso soll es anderen Leute besser ergehen wie mir?
      Scherz beiseite, Gratulation zu deiner Entscheidung!

  5. Profilbild
    Mike321

    Herzlichen Dank für diese Mega-Special!

    Schön, einmal umfangreich Vergleichshören zu können, was für ein Aufwand… Kommt für mich auch zur rechten Zeit, da eine Neuanschaffung ansteht.

    Was ich immer wieder feststelle bei solchen Tests, ist das sie doch sehr „Pop/Rock-lastig“ sind, d.h. die Mikrofone sind teilsweise fast schon eher geschmacklich zu unterscheiden bei diesem eher „soften“ Gesang. Im Gegensatz dazu stehen z.B. Anforderungen, die bei klassisch ausgebildeten Sängern/-innen, Pianisten (Flügelaufaufnahmen) etc an die Mikros auftauchen. Viele Mics fangen dann schlicht und einfach an zu zerren, auch wenn man sich noch weit weg vom Grenzschalldruck befindet. Hier wäre es irgendwann mal schön zu sehen, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. (keine Kritik am Test!)

    Da ich genau vor dieser Frage stehe, sollte es bei mir vermutlich ein AKG C414 XLS werden, durch diesen Test sind nun noch das TLM 107 und das AT4050 in die engere Auswahl gewandert.
    Vielleicht hat ja der Autor noch einen Tipp aus seiner Erfahrung hierzu?

    Nochmals danke und Grüsse,

    Mike

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hallo Mike321,

      danke für´s Lob.
      Ich habe mich bei der Auswahl der Sänger bemüht eine etwas andere Richtung einzuschlagen. Oft ist ja das aus Castingshows bekannte Pseudo-Soul-Gejammer zu hören. Hmm, Klassik wäre natürlich auch noch eine Überlegung gewesen, wieso nicht, vielleicht beim nächsten Mal.
      Instrumente kamen nicht zum Einsatz, das hätte eindeutig den Rahmen gesprengt.
      Viele Mikros hatten wir ja auch schon im Einzeltest, da ist oft dazu was zu finden.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Ach so, Tipp habe ich vergessen.
      Ich mag alle drei Kandidaten gerne. Das AT ist am günstigsten, die anderen Beiden lösen aber einen Ticken besser auf, wenn es um Klassik geht macht das schon einen Vorsprung.
      Nun wird´s eng…ach was, ich bin ein alter ULS-Liebhaber, meine Empfehlung also für das AKG.

  6. Profilbild
    Joghurt  AHU

    Da blass ich doch ins gleiche Horn: Armin, deine Test sind wirklich klasse!

    Und weil ja jetzt der Wünsche- und Geschenkemonat losgegangen ist: Ich würde mich über eine Richtmikrofon-Vergleichstest freuen. Gerne auch beginnend bei der Oberklasse.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Auch dir danke für´s Lob.

      War aber nicht so gedacht, dass ich mir hier nur Bauchpinseln abholen will, Kritik ist ebenso gern genommen.

      Richtmikro-Vergleichstest wäre interessant, ist aber schon etwas speziell, mal sehen.
      Einen Kandidaten für dich habe ich aber schon besprochen:

      http://www.....icrophone/

      • Profilbild
        Joghurt  AHU

        Wegen dieses Test bin ich überhaupt darauf gekommen, nach einem Vergleiichstest zu fragen. Zur dpa noch was nettes von Schoeps, Sennheiser, dann noch ne Neumann-Keule dazu, da muss doch ein Testerherz hüpfen vor Freude.

  7. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Herzlichen Dank für diese ‚Maloche‘, ich werde fast taub, beim Durchhören, wegen der unterschiedlichen Details, die zu vergleichen sind … Ich kann es nur bestätigien, ein Mikro muss zum jeweiligen Instrument, zur jeweiligen Stimme und zur Musik passen. Ein Studio, das eine Auswahl eng hält, kann damit auch mal auf die Nase fallen.
    Bei so vielen Beispielen musste ich mich für einen Durchlauf beschränken: auf H1-near. Und was mir besonders auffiel: wenn die weiblich Stimme in diesen Beispielen in die Höhe drängt, wird sie in manchen Beispielen zugleich gedeckter, mit dem Sontronics bleibt die Stimme hingegen offener … Die Höhen, du hattest sie im Text erwähnt. Das getestete AKG ist in diesem Kontext für meinen Geschmack bereits zu höhenlastig, mit zuviel Schärfe im Klang …

  8. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Vielen Dank euch Allen, dass ihr hier zeigt, dass die Mühe nicht umsonst war.
    Das bestärkt mich darin, auch weiterhin entsprechend tätig zu werden.
    Übrigens werden in Kürze alle Soundbeispiele als unkomprimierte waf-Files zum Download bereit stehen. Pro Folge gibt es eine zip-Datei.
    Viel Spass damit!

    • Profilbild
      FloH

      Deine Tests sind übrigens wirklich toll – da möchte ich mich auch den anderen, die das schon angemerkt haben anschießen.

  9. Profilbild
    FloH

    Das XLS ist wahrscheinlich das gutmütigste und universellste Großmembranmikro das mir bisher untergekommen ist. Es klingt an sich völlig unspektakulär, hat aber den Vorteil, dass es sich unglaublich gut EQen lässt und das ohne mit S-Lauten Probleme zu machen. Auch bei großzügigen Höhenanhebungen ist nur selten ein De-Esser notwendig. Das XLS ist wie eine Fotokamera die RAW Fotos macht … ein JPG einer anderen Kamera sieht zwar auf den ersten Blick meist knackiger und fertig aus, macht aber in der Nachbearbeitung auch schnell Probleme. Beim XLS kann man nach der Aufnahme den Klang noch in jede beliebige Richtung formen – auch sehr direkte moderne Vocals sind damit möglich. Das XLII dagegen ist eigentlich kein 414er sondern ein gedoptes C4000 … aber bitte nicht weitersagen sonst bekomme ich Schwierigkeiten ;-).

  10. Profilbild
    BlackSun

    Ich habe deine Testreihe auch sehr gerne gelesen.
    Fühl dich gelobt für deine Mühe.

    Als Drummer und Tontechniker (aus Leidenschaft) bin ich sehr an einem Overhead-Mikrofon-Vergleichstest interessiert. Geht da was?
    Ähnlich wie diese Serie in 2-3 Folgen unterteilt (Low-Budget, Mid… High?)…

    Mein 1. Mic als OH war ein Shure PG81, nu soll es ein Sennheiser MK4 werden (Stereopaar)… oder vielleicht doch die traumhaften Neumänner TLM 103??? *Sabber* — Gibt es noch weitere Leute, die daran Interesse hätten?

  11. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Hi BlackSun,

    OH-Mikros wären sicher interessant, werde ich der Redaktion mal vorschlagen.
    Ich weiss nicht, was für ein Set und welche Musikrichtung du spielst, Großmembraner sind gut für „Jazzabnahme“ geeignet, 2x OH, 1x Kick. Ansonsten würde ich eher zu Kleinmembranern greifen.
    Wenn das Budget vorhanden ist, hör dir doch mal die DPA 2011C an, haben mich sehr beeindruckt.

    http://www.....mikrofone/

    Gruß
    Armin

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      BlackSun

      Aktuell nehme ich mein Set mit 9 Mikrofonen ab:

      2x OH, 1x Kick (24″), 2x Snare (Top/Bottom), 4x Toms (16″, 14″, 12″, 10″)

      OH = Shure PG81,
      Kick = Shure Beta 91A,
      Snare, Top = Shure SM57; Bot = Shure Beta 98 H/C,
      Toms = Shure PG56

      Ich stelle fest, nur Shure-Mics… frag mich bitte nicht warum… :D

      Ich spiele Fusion (also nen Mix aus Rock, Funk, Jazz) und hab z.B. meine Toms so „groß wie möglich“ gestimmt…. Damit meine ich, dass sie sehr viel Sustain haben (Ich liebe [!!!] den Sound von Danny Carey)… Wehe jemand kommt mir mit Gaffa oder Moongel zu nahe…. ^^

      Die OHs haben ich auf XY ausgerichtet (wie soll ich das besser beschreiben???). Demnächst will ich noch ORTF probieren, da ich eh mit InEar spiele. Mein Monitormix stelle ich mir selbst mit einem Behringer X32 Compact zusammen.

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        Armin Bauer  RED

        Hmm, da würde ich zumindest überlegen auch die Tom-Miks zu ersetzen, ich kann der PG-Serie gar nichts abgewinnen.
        Ich verwende da oft Audio-Technica ATM35 (die alte Version des ATM350), wenn es dynamisch sein soll mag ich die Audix D2 sehr gern.

  12. Profilbild
    CarstenSonicMusic

    Hi,
    eure Tests machen wirklich Spass und sind informativ. Deshalb von mir heute mal ein großes Lob! Ich empfehle eure Artikel immer an die Schüler meiner Tontechiker-Ausbildung weiter und von dort kommen auch stets positive Resonanzen. Danke und weiter so!
    Gruß
    Carsten

  13. Profilbild
    BA6  

    Danke für den Test mit den vielen Klangbeispielen. Man hört durchaus Unterschiede, wobei die Unterschiede bei der Männerstimme deutlicher als bei der Frauenstimme sind.
    Insgesamt gewinne ich den Eindruck, dass es relativ egal ist, welches Mikrofon man verwendet. Für entscheidend halte ich, was der Mensch vor dem Mikrofon macht und was der andere Mensch hinter dem Mikrofon macht. Deshalb sollte das Mikro eher neutral sein, um ggf. das Material noch gut bearbeiten zu können.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Schön, dass hier immer noch rein geschaut wird!
      Ganz egal, welches Mikro man verwendet, ist es natürlich nicht, man sollte sich immer das Beste leisten, was man bezahlen kann. Was der Schallaufzeichner nicht akkurat abbildet ist leider verloren.
      Ein recht neutrales Exemplar macht oft Sinn, wenn eben nur 1 Mikro verfügbar ist. Die klangformenden Teile passen, wenn
      a) ein Künstler das optimale Werkzeug für seinen Einsatzzweck kauft
      b) das Budget da ist, sich breiter aufzustellen. Macht schon Spass, da etwas Auswahl zu haben.

  14. Profilbild
    Klaus Joter  

    Hallo Amin,
    sehr schöner Test. Kompliment!
    Ich möchte Dir nur beipflichten und Dich ermuntern, auch klassische Sänger für die Hörbeispiele zu verwenden. Zum einen gehen mir dieses Klischee-Soul-Geträller entsetzlich auf den Geist. Zum zweiten ist es nun einmal Fakt, dass klassisch-studierte Sänger/innen eine ganz andere Dimension an Stimmkontrolle beherrschen und dabei mit ihren Registern und Zwischenregistern spielen können und das auch jedes Mal fast exakt reproduzieren können, so dass man eine größere und vergleichbarere Auswahl an Demos erhält. Und zum dritten soll es ja auch Klassiker – wie mich – geben, die Aufnahmen machen – zumindest habe ich das gerüchteweise gehört …..

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