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Die besten Yamaha Digital-Synthesizer (Vintage)

30. November 2019

Die Klassiker unter den Yamaha-Digitalen

Im ersten Teil dieses Reports hatten wir uns mit den analogen Klassikern aus dem Hause Yamaha beschäftigt. Den richtigen Durchbruch erlebte Yamaha in der Synthesizer-Szene aber vor allem durch seine digitalen Klangerzeuger.

Hatte Yamaha zu Zeiten der Analog-Ära bis Anfang der 80er einige Achtungserfolge erzielt, erfolgte mit dem digitalen Yamaha DX7 ab 1983 der ganz große Durchbruch. Auch wenn der Yamaha DX7 nicht der erste Yamaha FM-Synthesizer am Markt war, diese Ehre gebührt dem Yamaha GS-1 von 1981, so wurde letztendlich der Yamaha DX7 zum technologischen Meilenstein.

Der Yamaha GS-1 von 1981

Der Yamaha DX7 erfüllte den Wunsch vieler Keyboarder, nach einem neuen, bislang ungehörten Sound. In vielen Fällen ersetzte er nicht die bewährten Analog-Klassiker im Setup der großen Stars, sondern ergänzte es. Und trotzdem war sein Klang omnipräsent, da er unverwechselbar und leicht erkennbar war. Kein Wunder, dass der Yamaha DX7 dadurch zum Wunschtraum unzähliger Musiker wurde.

Der originale Yamaha DX7 von 1983 (Photo by RLmusic)

Einzig die Bedienung des DX7 blieb vielen Nutzern verschlossen. Zum einen wegen der kompliziert anmutenden Klangarchitektur, zum anderen wegen der reduziert gehaltenen Bedienoberfläche. Statt klanglicher Eigenkreationen wurden dadurch die DX7-Presets in zahlreichen Pop-Songs der Achtziger verewigt. (Klaus Peter Rausch hat sich dem Phänomen des DX7 ausführlich angenommen).

Mit Yamaha DX1 (1983) und Yamaha DX5 (1985) erschienen zwei aufgebohrte DX7 Ableger, doch richtige Beststeller wurden schließlich die Budget-Varianten, wie zum Beispiel der Yamaha DX9, die zwar über eine vereinfachte Version der DX7-Klangerzeugung verfügten, aber eben auch sehr viel günstiger zu haben waren (zu den 4-Operatoren FM-Synths der ersten Generation ein eigener Artikel).

Yamaha DX9 Advertisement

DX9 Werbung in USA

Auch in den Folgejahren blieb Yamaha der FM-Synthese treu, brachte aber erst 1987 einen Nachfolger auf den Markt – bzw. gleich zwei. Den DX7S, der im Prinzip noch am meisten mit dem Vorgänger zu tun hatte, sowie den Yamaha DX7II, der nun auch das Splitten und Stacken von Sounds erlaubte.

Bühnen-Klassiker, der Yamaha DX7IIFD

Man hatte seinerzeit fast das Gefühl, Yamaha hätte sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht, denn beinahe verpasste man den Anschluss an neue Marktgegebenheiten. „Samples“ war das neue Zauberwort. Angekündigt hatte sich das bei Synthesizern bereits im Ensoniq ESQ-1 und Rolands D-50, richtig marktgefährdend wurde das für Yamaha aber erst durch den phänomenalen Siegeszug der Korg M1 Workstation im Jahr 1988.

Yamahas Antwort darauf erschien 1989 unter der Bezeichnung Yamaha SY77. Zum einen war der Yamaha SY77 erneut ein vollwertiger DX7 und auch kompatibel zu seinen Vorfahren, zum anderen enthielt er aber auch einen ins ROM gebrannte Sample-Vorrat, mit der sich die FM-Klänge anreichern ließen.

Yamaha SY77 von 1989

Schließlich gab es den SY77 auch in einer verbesserten Variante unter der Bezeichnung Yamaha SY99. Sicher interessant, aber bei weitem keine herausragenden Meilensteine, waren seinerzeit auch die FM-losen Varianten wie z. B. Yamaha SY85.

Erst 1994 konnte Yamaha schließlich erneut eine kleine Sensation vermelden, den ersten serienreifen Physical Modeling Synthesizer, den Yamaha VL1.

Yamaha Vl1

Yamaha VL1

Auf Grund des enorm hohen Preises von 10.000,- DM blieb der VL1 aber deutlich hinter den Erwartungen Yamahas zurück. Vor allem war der VL1 ein klassischer Solo-Synthesizer. Eher kurios mutete schließlich der Yamaha VP1 aus demselben Jahr an, der Ganze 70.000,- DM kostete und die polyphone Variante des VL1 darstellte.

Yamaha VP1-(Fotos von Peter M. Mahr)

Die Geschichte der Yamaha Klassiker endete letztendlich dort, wie so begann. 1997 erkannte auch Yamaha die Zeichen der Zeit und präsentierte der Welt seinen ersten virtuell analogen Klangerzeuger, den Yamaha AN1x.

Zwei Jahre zuvor hatte Clavia seinen knallroten NORD LEAD vorgestellt und damit den Startschuss für zahlreiche virtuell analoge Synthesizer gegeben, die daraufhin folgten. Yamahas Beitrag zu dieser Ära kam etwas spät, aber blieb dennoch bis heute in guter Erinnerung.

Prospekt zum Yamaha AN1X VA-Synthesizer

Wer sich nun ausführlicher mit den digitalen Yamaha Synthesizern aus dem letzten Jahrtausend beschäftigen möchte, der findet HIER zahlreiche Testberichte und Reportagen dazu.

btw … wir waren damals doch alle ein wenig FM-verrückt. Könnt ihr euch noch an euren ersten Yamaha FM-Synthesizer erinnern? Bei mir war es der Yamaha DX7S – und bei euch?

Bis gleich in den Kommentaren, euer Tyrell„"

Forum
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    phil_dr110  

    Die gute alte FM- Synthese. Mein erster war 1989 der DX- 100, auf dem ich die Syntheseform erlernte. Man hatte ja nichts anderes ;)
    Später kam dann durch eine gute Freundin ein DX- 7MK1 ins Haus, der auch viel Spaß bereitete und dank der Sessions am DX- 100 gut zu begreifen war.

    Heute ist noch ein DX- 7IID bei mir, dem ich gelegentlich immer noch gerne neue Sounds verpasse.

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    nativeVS  

    Aus der Pre-DX era sollte doch noch der CE20, CE25 und GS2 erwaehnt werden. Ich find diese fruehen modelle irgendwie sehr spannend obwohl es nur reine preset schleudern sind und sie klingen etwas anders als die DX geraete.
    Den TX816 als FM monster der 80er sollte auch nicht in vergessenheit geraten, man denke nur an die FM-glocke in Top Gun wo alle 8 TF module gelayert sind.

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      k.rausch  RED

      GS und CE Modelle klingen in der Tat etwas anders als die spätere DX Serie. Erwähnt haben wir die im oben verlinkten Artikel, einen eigenen Artikel darüber gibt’s bislang noch keinen. TX816, TX216 sowie das Modul TF1 kommen in jenem DX7 Artikel auch vor. Zugegebenermaßen alles nicht ausführlich, das kann aber noch kommen.

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      psv-ddv  AHU

      Auch wenig bekannt: Das berühmte DX E-Piano ist ein Werkspreset des TX-816 bei dem 8 Module gestackt jeweils einen anderen Teilaspekt des Sounds beisteuern. Auf dem DX-7 bekommt man nur eine fast unbrauchbare Schmalspurversion davon hin. Viele Anwender haben sich in Folge dessen gewundert, warum das E-Piano auf ihrem DX-7 nicht so klingt wie auf den grossen Produktionen.
      Der unsägliche Final Countdown Lead ist übrigens auch ein TX-816 Werkspreset.
      Eine wirklich tolle Kiste!

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          psv-ddv  AHU

          Schickes Video. Klingt schon sehr fett. Man kann das Potential der Kiste erahnen. Aber der Sound den er da demonstriert ist nur ein normaler DX Sound 8 fach gedoppelt und gegeneinander verstimmt.
          Ich meinte das TX-816 Werkspreset, das in den 80ger und 90ger Jahren insbesondere in der LA-Studioszene der Profistandard war. Zu hören auf unzähligen R&B Hits. Nicht ohne Grund sind Toto damals mit Racks voller TX-816 getourt. Hier werden nicht etwa nur die einzelnen Module gegeneinander verstimmt, sondern der Sound anschlagdynamisch in einzelne Bestandteile aufgesplittet und auf die TF-1 Module verteilt. Ein kleines programmiertechnisches Meisterwerk das Yamaha da vollbracht hat.

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            Hectorpascal  AHU

            Moin! Kann das kein multitimbrales Patch auf einen Synth (Hard/VST) dieser Tage nachahmen? Der Montage hat zur Not sogar 4 Mono-Out. Sollte doch machbar sein? Ich habe nur Samplepacks gefunden und eine outdated Soundbank für den Reason PX7 der mit Combinator Patches zusammenschaltet. Freaks zeigen auf YT natürlich auch wie man sich einen TX816 mit 8 Dexed selber basteln kann. Aber wir sind ja faul! :)

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              k.rausch  RED

              Prinzipiell lässt sich das etwa mit MOD7 (Korg Kronos) nachahmen, wenn man 8 Slots in der Combi mit entsprechenden Programs bestückt. Erste Einbuße gegenüber TX816 ist die geringe Polyphonie, immerhin stehen beim TX816 gleich 8 Module mit je 16 Stimmen bereit, das klappt beim Kronos so nicht. Die Individual Audio Outs sind auch nur 4, und unsymmetrisch obendrein. MOD7 klingt zudem weitaus weichgespülter, der roughe Charakter speziell im Bass samt Artefakte fehlt dann. Das legendäre TX816 Patchbook kann man dennoch durchaus als Arbeitsgrundlage für das Vorhaben mit dem MOD7 hernehmen, wenn man mit Klangkomponenten hantieren möchte.

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              psv-ddv  AHU

              Was schwer zu simulieren sein dürfte sind die 8 separaten Wandler und symmetrischen analogen Ausgangsstufen der TF-1 Module. Durch kombinierte Ungenauigkeiten und Eigenheiten der Schaltkreise wird aus dem TX-816 8-kanalig eine ganz schöne Soundwand rausgedrückt. Wenn Du das mit einem guten analogen Summierer/Pult/Nachbearbeitung verbindest ergibt sich ein Sound, den ich in dieser Qualität noch von keinem neueren FM-Synth oder Plugin gehört habe.

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          psv-ddv  AHU

          Mit einem von Donald Fagen gespielten Rhodes MkI kann das alles natürlich nicht mithalten. Da haste nunmal recht :)
          …Wobei er ja auf Nightfly sein Rhodes durch einen FM Synth ersetzt hat: DK Synergy

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            dilux  AHU

            ach, das wusste ich noch nicht…vom dk synergy weiß ich nur, das der auch so eine gewisse magie ausstrahlt; gibt ja einige, die auch heute noch darauf schwören.

            war nightfly nicht die erste komplett digital produzierte lp? darüber bin ich ja überhaupt erst auf steely dan aufmerksam geworden.

            ich weiss noch, daß mir damals zum ersten mal aufgefallen ist, wie unterschiedlich sich doch die meisten lps anhören und wie klar getrennt man jedes einzelne instrument auf nightfly wahrnehmen kann

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              psv-ddv  AHU

              Ja, Nightfly ist eine der ersten DDD Produktionen.
              …und enthält den ersten direkt per Digital Interface aufgenommenen Drumsampler „Wendel II“. Das DDD wurde also konsequent umgesetzt :)

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                TobyB  RED

                Morsche PSVDDV,

                die Geschichte des digitalen Vinyls geht weiter zurück, https://bit.ly/2LaUpFH . Die Klassiker und Jazzer waren die Treiber der Digitalisierung im Aufnahmeprozess. Vor Nightfly, gabs im Pop/Rock Ry Cooder und das letzte ABBA Album. PCM konnte man ab ca. 1967 produktiv einsetzen, das erste kommerzielle PCM System war eine Kombi aus Denon023R und Sony Betamax von ca. 1973/1974. Damit wurden Johann Sebastian Bach Orgelwerke aufgenommen. Bei ABBA und GS1 schliesst sich der Kreis. Wobei ich der Meinung bin das ABBA The Visitor ADD oder ADA ist, wenn auch auf der Platte DDD klebt. Es gibt hier eine Doku mit Michael Tretow, der an einer analogen Konsole und mit Kopfhörer das Album mischt und mastert.

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                  psv-ddv  AHU

                  Moin Toby,
                  deswegen habe ich bewusst „eine der ersten“ geschrieben. Entscheidend ist hier die Ausführung einer typischen Multitrack-Produktion komplett auf der digitalen Ebene. Das Denon System war nur 8 spurig und daher für die Produktionsanforderungen der frühen 80ger im Pop/Rock nicht leistungsfähig genug. 24 Spur war damals analoger Standard. Die 32 Spur 3M, die auf Nightfly und auch bei Ry Cooder zum Einsatz kam war die erste ernstzunehmende kommerziell erhältliche digitale Mehrspur Lösung und die beiden Alben gehörten zu den ersten veröffentlichten Major Produktionen damit.

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                    TobyB  RED

                    Hallo PSV,

                    du spitzfindiger Fuchs ;-) Das Denon023R war vermutlich technisch gesehen Anfang der Achtziger mit 47,25 Khz auf dem Weg ins Neandertal und hat sich evolutioniert. 44.1Khz klingt viel besser. Wie gesagt die Klassiksparte und die Jazzer hatten schon einige Alben in den 70ern aufgenommen. Denen haben halt 2 Spuren gereicht. Von deren Erfahrungen haben später dann auch die Rock/Pop Musiker profitiert. Da in den Siebzigern die Budgets für Klassik und Jazz andere waren, als im Rock / Pop Bereich.

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                TobyB  RED

                Hier noch ein Bild vom Denon023R, https://bit.ly/2Ra8I0S , hab sowas mal entsorgt aus einem Rundfunkstudio, der Tonmeister war wirklich den Tränen nah. Damals mit 22 konnte ich das nicht verstehen…

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    dubsetter  

    der tx 81Z hat auch nen paar schöne house orgeln am start
    (zb. mit dem keystep in poly mode antriggern)

    aber es ist eine qual, ihn zu programmieren..

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    calvato  

    ich hab damals vom musicstore (?? glaube ich zumindest) den DX7S als ersatz bekommen, weil mein korg DSS1 zum hundertsten mal für wochen/monate zur reparatur war.
    bin nie so 100% warm damit geworden.
    hab mir trotzdem danach den DX11 (plus chorus) als 2t-keyboard gekauft, der hatte irgendwie mehr charakter fand ich. irgendwann kam der TG77 und nun letztendlich der MODX.

    ich muss gestehen, den DX11 mochte ich von allen am liebsten für reine DX-sounds.
    ansonsten mag ich die FM-sounds fast nur als zusatz zu anderen sounds, weil sie unfassbar lebendig klingen können. ein bläser-layer mit DX ist einfach viiiieeeel schärfer, knackiger & lebendiger als das reine sample.

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    ctrotzkowski  

    Der Artikel beschreibt gut die ersten anderthalb Jahrzehnte meines Heimstudio-Schaffens:
    Nachdem sich der Gebrauchtkauf eines Casio CZ-3000 als Fehlschlag für mich herausgestellt hatte, weil dort weder Soundqualität noch der bis heute völlig sinnfreie monophone Multitimbralmodus keine sinnhaften Arrangements auf dem Atari-basierten Cubase 2.0 zuließen, war dann der Kauf eines Yamaha SY77 der Sprung von der Hölle in den Himmel.

    Seitenvermerk für die RED: Der Kauf erfolgte in einem gewissen Synthesizer Studio Bonn, Filiale München, nachdem ich dort einen gewissen Anselm R. mit stundenlangen Vergleichen aller ROM Bänke von Korg M1 und Ensoniq SQ1 genervt hatte und dann solange anbettelte, bis er für mich den Preis auf gerade noch erreichbare 3200DM gesenkt und vier Disketten mit Sounds draufgelegt hatte….

    Nun standen dem kreativen Schaffen 15 Jahre lang keine Grenzen mehr im Weg, und der SY77 blieb über die gesamte Zeit meine ein-und-alles Workstation und bediente alle Stil und Soundrichtungen mit lebendigen und druckvollen Synth und Flächensounds und ist auch heute noch – besonders für dynamische FM E-Piano Sounds – im Einsatz.

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      ctrotzkowski  

      Übrigens kommt nur selten – vermutlich weil nur wenige Sounds davon im Umlauf waren – das „RCM“ Feature (Realtime Convolution – Echtzeitfaltung… Anfang der 90er? im SY77?) zur Sprache: Tatsächlich konnten man in der FM Sektion anstatt der üblichen Sinus-Überlagerungs-Grundwellen auch Wellen aus dem Sample ROM in einen der FM Operatoren laden – und dann mit Obertönen anreichern (äh, Spektrum-multiplizieren) – voilá Echtzeit-Faltung! Das war schon ein toller Vorgeschmack auf das, was später der VL1 bringen sollte – dynamische Steigerungen von langen Solo-Tönen, bei denen es eben nicht nur lauter wird, sondern auch der Obertongehalt mitkommt – besonders für Brass sehr ausdrucksstark.

      Und der VL1 war es dann auch, der mich Anfang der 90er ungläubig von der schweren Holzbank im Yamaha Showcontainer auf der Frankfurter Musikmesse fallen lies: Per Breathcontroller zum wahren Leben erweckte Saxes – glitzernde Chaos-Sounds mit Biss und Verve – fette Analog-Emulationen mit Edel-FX – nur völlig unbezahlbar. Es sollte noch Jahre dauern, bis der Preis der (aufgrund schlechten Antestens ohne Breathcontroller) offenbar mies gehenden Gerätelinie so weit gefallen war, das ich für 1,5k DM eine Rackversion erstehen konnte.
      Der VL1 ist durch die mich in den mittleren 2000ern hinfortspülende VST Schwemme nie erreicht worden. Hat gerade ein neues Rack für live bekommen!

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    JM4  

    War der VP1 wirklich nur die polyphone Variante des VL1? Tief in meiner Erinnerung grabend meine ich gelesen zu haben, dass dem VP1 ein anderes physikalisches Modell zugrundeliegt, das der Schwingung einer Seite im Raum, während der VL1 die Schwingung der Luft in einer Röhre beschreibt.

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      nativeVS  

      Ich dachte beide koennen beides (oder zumindest in ansaetzen), aber die benoetigten parameter sind nur ueber sys-ex zu erreichen; ist glaub ich im VL1 test etwas angedeutet.

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        psv-ddv  AHU

        Das sind genau wie JM4 schreibt gänzlich unterschiedliche Modelle in VL-1(m), VL2 gegenüber dem VP1. Nur einige Parameter hinter dem physikalischen Modell und einige Synthesestrukturen ähneln sich.
        Das was Du mit sys-ex Parametern meinst, ist vermutlich der „Expert Editor“ der Zugriff auf die tiefere Paramerterebene des Modells ermöglicht und auf Apple OS9 lief.

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    Son of MooG  AHU

    Mein erster Yamaha-Synth war auch ein DX100, den ich nach einiger Zeit auch richtig bedienen konnte, da sein Aufbau nicht so komplex war. Einen zweiten Frühling erlebte er dann, als ich ihn das erste mal über eine Velocity-fähige Tastatur spielte. Viele Presets erwachten so erst zum Leben und meine eigenen Sounds wurden dann entsprechend programmiert. Später kam noch ein EMT-10 AWM-Expander und ein TG100 GM-Modul dazu, das dann durch einen MU90R ersetzt wurde. Der DX100 wurde gegen einen TX81Z eingetauscht und mit dem TG500 kam der dritte Yamaha-Synth für’s Rack. Alle drei werden immer noch genutzt und mit einem zweiten EMT-10 kann ich die immer noch guten Piano-, String- und Choir-Samples nun 16-stimmig spielen.

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    lightman  AHU

    Der erste Yamaha-Synth, den ich bewunderte, aber bisher nicht selbst besessen habe, ist der CS-5. Mein erster neu gekaufter Yamaha war der FB-01, den ich mir 1988 zulegte und mit meinem Amiga und einer Editorsoftware von einer PD-Disk steuerte. Den habe ich natürlich nach wie vor, bin ein großer Fan des kleinen Teils, aber auch anderer FM-Synths aus dieser Ära. Neben dem FB-01 sind noch ein YS100, YS200, TX81Z und TX7 vorhanden.

    Außer den Synths verwende ich einen QX5-Sequenzer im Setup, sowie zwei 8-fach MIDI THRU-Boxen (YME8) und ein MIDI-MERGER (YMM2). Für spezielle Aufgaben kommt ein MIDI Converter zur Tonbandsteuerung (YMC10) zum Einsatz.

    Als der SY99 rauskam, war ich einige Zeit ganz vernarrt in ihn, entschied mich aber dann doch dagegen, da ich damals mit Livegigs anfing und das Ding dafür zu unkommod war. Ich hänge ihm immer noch nach, das war ein super Teil, konzentriere mich aber momentan auf den MODX-7, schon allein wegen FM-X.

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    gaffer  AHU

    Mein erster FM war tatsächlich einer der ersten verkauften DX7 Instrumente hier in D. Ich kaufte ihn am Tag der Auslieferung, etwa einen Monat nach Erscheinen des DX 9, den ein Freund in unserer WG gekauft hatte. Bei mir war noch eine seltsame MIDI Implementation drin, ich glaube, Aftertouch war ein Controller. Das ROM wurde getauscht und hatte danach sein korrektes Statusbyte. Danach hatte ich den CX5M Computer (mit integriertem MIDI!), der erste multitimbrale FM Chip, eigentlich der Vorläufer des FB01, dann TX 816, DX 100 und SY 77. Die letzten beiden habe ich immer noch.

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    hejasa  

    Mein erster FM Synth war der DX 7II. Er ist einer der Wenigen von ich weiß nicht mehr wie vielen, den ich heute noch besitze. Seine Tastatur ist nicht nur für mich eine der besten, die ein Synth haben kann. Ärgerlich ist aber, dass die Speicherbatterie eingelötet ist, muss also jedesmal in die Werkstatt zum Wechseln.

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      gaffer  AHU

      @hejasa: beim nächsten mal lässt du dir eine Batteriehalterung für diese Knopfbatterien einlöten und fertig. Danach tauschst du selbst

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        ctrotzkowski  

        …weiß eigentlich jemand, warum man beim SY77 keine Speicherbatterien tauschen muß… Meiner hält sein RAM jetzt schon seit einem viertel Jahrhundert.
        Hat der tatsächlich teures Statisches RAM?
        Gab es damals schon Flash-Speicher?

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          gaffer  AHU

          Man muss. Meine ist gerade leer und er macht sehr merkwürdige Sounds. Deshalb kommt jetzt, s.o. eine Batteriehalterung rein und dann die neue Batterie

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    iggy_pop  AHU

    Kein DX1 und kein GS2?
    .
    Ohne GS2 kein „Männer“ vom Gröhlemeyer, ohne DX1 kein… hm, was eigentlich?
    .
    Aber ein Stück Instrumentenbaukunst in der Tradition von Yamaha ist er trotzdem.
    .

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      nativeVS  

      Reinhold Heil hat den GS2 (und CE20) auf der zweiten und dritten Spliff platte und live (mehr oder weniger) stark eingesetzt.
      Auf der letzen Spliff platte und tour war der DX-1 dann auch dabei (Shuttle faellt da stark auf).

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      hejasa  

      vielleicht die „Tänzerin“, Edo Zanki am DX 1 und Ulla Menke am Micro?
      Habs irgendwie im Kopf, weiß es aber nicht genau.
      Auf jeden Fall für mich toller DX Sound.

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        iggy_pop  AHU

        GS1, nicht DX1, und Edo Zanki zufolge war es dann doch ein GS2 oder etwas Anderes… Verwirrung über Verwirrung, und Edo können wir nun endgültig nicht mehr fragen.
        .

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          k.rausch  RED

          Von Zanki selber gibt es tatsächlich verschiedene Angaben. Aber es war ein GS1, kein GS2. Eigentlich fängt die Tänzerin Story früher an, denn es waren Gary Leuenberger und Dave Bristow, die den Sound für den GS1 entwickelt haben. Ulla Meinecke hatte sich übrigens vor ein paar Jahren bei einem deutschen GS1 Besitzer gemeldet, weil sie nochmal das Instrument sehen wollte, das in ihrem Song eine so prägnante Rolle spielt. Live wurde das oft von George Kochbek gespielt, und zwar auf einem DX7. Hubertus Maass war es, der dem GS1 Preset simuliert auf DX7 recht nahe kam. Gibt ein Live Video mit Georges Performance, steht bei youtube.

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            psv-ddv  AHU

            Hab grad mal bei der Tänzerin reingehört. Der Sound ist eigentlich zu fett und schwebend für den GS-2. Das klingt in der Tat eher nach der 4 Generartoren Klangerzeugung des GS-1. Könnte aber theoretisch auch ein externer Chorus sein. Wirklich sicher kann das wohl nur sagen, wer die Teile anspielen kann, oder damals dabei war.

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              k.rausch  RED

              Der interne Ensemble Effekt ist es, der diesen FM Sounds das gewisse Etwas verleiht. Während die Besonderheit Kreuzmodulation der beiden Operatorenblöcke sicherlich nicht unwesentlich für den Klangcharakter generell ist, Chowning meint, dass das nicht mit den späteren DXen vergleichbar ist, Im Service Manual ist ein großformatiges Schaltbild enthalten, da sieht man Ensemble ganz gut und Leute wie swissdoc hatten das mal genau angesehen, wie die das damals gemacht haben. Der Effekt selber wird wohl analog erzeugt und ähnelt dem im CE20. Man glaubt gar nicht, wie schön zuvor etwas steril klingende FM Violins klingen. Das GS1 Preset wurde in der Produktion „Tänzerin“ auf jeden Fall durch den Compressor gejagt, das Preset selber kann man sich beim Anspielen ja vergleichend anhören, es klingt deutlich flacher und etwas dünner. Es gab noch ein feines Ledermäppchen mit 500 Sounds auf Magnetic Cards, aber „Tänzerin“ basiert tatsächlich auf jenem internen Preset.

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                psv-ddv  AHU

                Den BBD Ensemble Effekt hat der GS-2 auch und die magnet Preset Karten sind identisch zum GS-1, das alleine ist also kein Indiz.

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        iggy_pop  AHU

        Ja, aber darauf wollte ich in Anbetracht der leidigen Behringer-kauft-TFF-Ramsch-Diskussion von neulich nicht eingehen.
        .
        Zumal ich bei TFF meinen Finger nicht auf irgendeinen konkreten Song legen könnte, dem der DX1 seinen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt hat.
        .

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      nativeVS  

      Hans Zimmer und Stanley Myers hatten auch einen DX1 in ihrem studio (plus TX816) und auf My Beautiful Laundrette ist auch ne ganze menge FM; auch sonst hoert man beim herrn Zimmer bis in die mitte 90er noch ne ganze menge FM, ist aber wahrscheinlich mehr TX816.

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    Maxi  

    Um auf die letzte Frage des Artikels zurückzukommen: Mein erster FM-Synth war der Yamaha DX 27 und ich war richtig froh, als ich ihn wieder los war. Es war mir nicht möglich, einen einzigen brauchbaren Sound selbst zu editieren (sehr passender Ausdruck bei dem Gerät). Aber irgendwie fehlte er mir dann viele Jahre. Und deshalb habe ich beim Reface DX doch wieder zugelangt. Mit der Webplattform/App „Soundmondo“ hat Yamaha übrigens einen echten Mehrwert zum Sound Sharing geschaffen.

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    Codeman1965  

    Meine ersten Erfahrungen mit FM hatte ich mit dem DX-21 eines Band-Kollegen.
    Der DX-7 war zu der Zeit noch ein feuchter Traum von uns armen Schülern… :-)
    Bis Dato hatten wir „nur“ Rolands und CZ-1000.
    Das war damals schon ’ne Welt für sich, und ich habe mir den 21 immer wieder unter den Nagel gerissen und an neuen Sounds geschraubt. Unglaubliches Potenzial, schon bei 4 Operatoren und 8 Algorithmen.
    Dann kam als mein erster Eigener der V-50 mit Dynamik, 8 Wellenformen und Effekten (oder so ähnlich). Ich hätte so viel aus meinem Leben machen können, wenn ich dem nicht verfallen wäre…
    Irgendwann in den späten 90ern habe ich dann einen neuwertigen DK-7 MK I bekommen, kommt man ja nicht drum herum. Habe ihn auch ein paar Jahre intensiv genutzt.
    Allerdings fand ich seine Tastatur nie besonders prickelnd, und unbeleuchtete Displays waren dann auch nicht mehr der Weisheit letzter Schluss…
    Aber FM ist bis heute, inclusive aller Spielarten in anderen Synths, eine feste Größe in der Welt der Klänge. Und wer die Muße hat, sich mit der Synthese auseinanderzusetzen, der wird immer wieder etwas Neues entdecken.
    FM war ’ne brilliante Idee, und ein Ende ist (Gott sei Dank?) nicht abzusehen…

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    AppleUser2015

    Meine erste Erfahrung mit FM war damals echt der DX7… Das Musikgymnasium, wo ich Schüler war, hat einen gekauft und da ihn niemand benutzt hat, konnte ich ihn ausleihen für meine kleinen FM Experimente… :-) Mein liebster FM Synth war und wird es auch bleiben… Der FS1R…
    Als ich das erste mal das unscheinbare Rack „Ding“ gehört habe, blieb mir die „Spucke wech“….

    Ach die gute alte Zeit… Heute ist alles anders… Yamaha hat FM in Montage zu einen amtlichen Trance Synth mutiert. (ist nicht meins)… Aber gott sei dank gibt es andere Firmen, die FM eben als das sehen, was es ist. Eine geniale Synthese, die zum experimentieren einlädt…
    Was ich mir jetzt grad gekauft habe; Chipsound MD… Ein Klon des 4op Megadrive FM Chips…
    Auch Nostalgie pur…:-)

  15. Profilbild
    RoDi

    Meine musikalische Sozialisierung hat in den 80er/90ern stattgefunden. Vielleicht empfand ich deshalb den FM-Sound bisher als wenig flexibel, da man die immer gleichen Presets im Ohr hat. Ich habe mir als Versuch einen Volca FM zugelegt, der hier bis jetzt nicht erwähnt wurde. Die MIDI-Implementierung ist grauenvoll. Er reagiert z.B. nicht auf Note-Velocity. Ich habe das mit einem Midiprozessor nachgebessert und bin nun sehr angetan von der dynamischen Spielbarkeit und Ausdruckskraft der echten FM-Sounds. Das hat wirklich seinen eigenen Charakter.

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    bluebell  

    Auch der Ur-DX7 konnte schon Sounds stacken, allerdings nicht ab Werk. Für ca. 350 DM gab es von Jellinghaus (wenn ich mich recht entsinne) eine Speichererweiterung mit Zusatzfunktionen. Ich hab mir das gegönnt und hatte wirklich fette Pop/Rock-Klaviersounds, wenn ich den selben Sound oktaviert und leicht verstimmt übereinanderlegte. Die Polyphonie schrumpfte dann auf 8 Stimmen, was aber immer noch reichte.

    Unterschiedliche Sounds konnte man mit dieser Erweiterung nicht übereinanderlegen. Aber als Breit- und Fettmacher auch für Flächensounds war das eine feine Sache.

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      k.rausch  RED

      Vermutlich meinst du die in Deutschland recht populäre JME Expansion (Jahn Musikelektronik) oder die von EES, wobei beide Firmen kooperiert haben.

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        bluebell  

        Hmja, Jahn kann auch sein. Ist lange her. Von Jellinghaus hatte ich ein MIDI-Interface für den Sinclair Spectrum, das war teurer als der ganze Rechner. Da hab ich in Assembler und Pascal Sounddumpprogramme für DX7 und Roland S10-Sampler gebastelt.

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          k.rausch  RED

          Wenn es dir nichts ausmacht, dann gib mir bitte ein paar Infos zu deinem DX7 Sounddumpprogramm, da ich gerade eine Recherche genau darüber durchführe. Name, damaliger Preis und Vetrieb, das würde genügen.

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            bluebell  

            Das hab ich nie vertrieben. Sinclair Spectrum und MIDI war einfach kein Markt. Man konnte Sounds und Banks zwischen Spectrum und DX7 hin- und herschieben und auf Cassette schreiben bzw. von Cassette laden. Ich hab das für mich geschrieben, weil die RAM-Cartridges teuer waren und mir nicht sehr vertrauensvoll erschienen. Da gab es beim Schreiben schon mal Fehler.

            Das S10-Dumpprogramm war noch nerdiger. Die 32 kB a 12 Bit passten gar nicht ins RAM des Spectrum. Ich hatte die oberen 32 kB doppelt und konnte sie mit einem OUT-Befehl umschalten. Das war eine Selbstbau-Bastellösung.

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    lightman  AHU

    Ich habe auch noch einen CX5MII/128, den ich sehr mag, leider rauscht er mittlerweile so stark, daß er kaum mehr zu bändigen ist. Mit der Software des DX Voicing-Moduls editiere ich Sounds am TX-7, für die interne 4op-Sounderzeugung hat er ja einen Editor direkt an Bord. Ich hatte mir erhofft, daß ich mit dem DX-Modul auch den Volca FM editieren könnte, was aber leider nicht funktioniert.

    Meinen Speccy habe ich eher fürs Programmieren und Spielen verwendet, weniger fürs Musikmachen, obwohl es da einige tolle Sachen gab. Ich habe PDF-Scans sämtlicher alter CRASH-Ausgaben, in denen immer mal wieder Serien über Speccy und MIDI erschienen, war immer sehr interessant und inspirierend.

    Mit dem C64 habe ich dagegen viel Music gemacht, zuerst mit Soundmon, später habe ich auch mal den Supertrack-Sequenzer zusammen mit dem FB-01 benutzt, das Soundeditieren ging mit dem Amiga aber besser von der Hand, vor allem schneller.

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      gaffer  AHU

      Finde ich witzig hier. Die Exoten unter den Computern hatte ich auch alle. Zuerst Sinclair Spectrum Ende 83, (C64 war mir nicht sympatisch), dann aber bald danach CX5M mit Maus!!, aber die erste Version. Mit dem bin ich auch aufgetreten, relativ riskant. Und natürlich als Instrument den alten DX.

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        lightman  AHU

        Auftritt mit CX5M, Respekt. Der CX5MII/128 ist eine etwas erweiterte Version mit 128k Speicher, sein Graphikspeicher ist aber zu klein, um als MSX2 durchzugehen, dafür habe ich den Panasonic FS-A1 in Schwarz. Meinen Speccy habe ich immer noch, ein späteres +2-Modell, die erste Version mit Gummitasten ist einer Überspannung zum Opfer gefallen.

        Ich fand den Ansatz von Yamaha mit den Musikcomputern der CX-Serie richtig gut, wer hatte damals schon einen MSX-Heimcomputer mit FM-Modul! Manche sagen, der CX5M klänge wie der FB-01, das sehe ich aber nicht so, er hat in meinen Ohren einen durchaus eigenständigen Sound. Mal sehen, ob es möglich ist, was gegen das starke Rauschen der Kiste zu machen, würde ihn gerne wieder in meinem Setup verwenden.

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          Hectorpascal  AHU

          Der Sharp X68000 hatte auch den YM2151 drin und ist in den 80ern die absolute Traummaschine für Gamer gewesen, bis Sega und Nintendo erst viel später aufholten. Das der im MSX-Modul drin ist wußte ich nicht und es scheint das ein regelrechter Nerd-Run auf die Dinger los ist. Das Unterschiede zwischen den an sich sehr ähnlichen FM-Chips bestehen würde ich subjektiv bestätigen, zumindest kenne ich keine Version auf Mega Drive oder anderswo die so klingt:
          https://www.youtube.com/watch?v=tff5bwenrKw
          Dragon Spirit ist der absolute Referenz-Track! So ein Teil in Hardware mit Programmiermöglichkeiten und dieser Qualität wäre obergenial. Ob ich deswegen zum Arduino-Nerd werde wage ich zu bezweifeln.
          Diese Chips sind m.M.n. Yamahas wahres Vermächtnis. Davon gibt es mehr als alle jemals verkauften FM-Synths weltweit. Sage ich mal so ohne Beweis. :)
          Den bitte noch laut machen:
          https://www.youtube.com/watch?v=tff5bwenrKw

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    hejasa  

    Vielleicht noch eine Bemerkung zum Breath Controller an den zur Frage kommenden Instrumenten. Benutze ihn am EX 5 zumeist für Synth Sounds.
    Brauche dann kein Swell Pedal mehr, zumal er sensibler auf die Steuerung reagiert, prima auch für Vibrato und Flatter Effekte etc.
    Vielleicht testet Amazona einmal dessen generelle Möglichkeiten. Interessiert vielleicht auch andere.

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    iltis30  

    Ich habe jetzt nicht alle Kommentare vorher gelesen, ich hoffe also, ich doppele nicht.
    Meines Wissens war die erste „Antwort“ von Yamaha auf den M1 nicht der SY77, sondern der V50. Ein Unterschätzer FM-Synth!
    Aber zwei müssen noch besonders hervor gehoben werden:
    – der DX11 war und ist bis heute ein extrem angesagter Synth auf dem Balkan. Da gibt es sogar Umbausätze mit Knopftastatur. Die Ausdrucksstärke und Dynamik von 4Op-FM hat die Musik da definitiv geprägt.
    – der tx81z mit dem legendären Sound „Lately Bass“. In diversen Elektro-Styles nicht weg zu denken.

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      k.rausch  RED

      Yamahas Idee einer Workstation der Kategorie M1 war damals der V80FD, der zwar bereits offiziell promotet jedoch nie serienreif wurde. Stattdessen hat man dann im Schnellverfahren den SY77 entwickelt. Deine Hervorhebungen DX11 und TX81Z sind nachvollziehbar und wurden in unserem Artikel über die 4 OP FM Synths auch entsprechend gewürdigt.

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        iltis30  

        Für ein Schnellverfahren ist die erweiterte Synthese des SY77/99 aber ganz schön ausgereift. Im Schnellverfahren geht das wohl eher nicht. Die werden da schon dran entwickelt haben. Ich denke, sie haben einfach den Sequencer dazu gebastelt. Und der ist ja auch das schwächste Glied, sowohl beim V50 als beim SY77/99.

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          k.rausch  RED

          Normalerweise ist Yamaha bekannt für Entwicklungen, denen Zeit gegeben wird. Beim SY77 war das anders. Grey Matter Inc. war mit dem V80FD befasst, es kam aber zu unvorhergesehenen Schwierigkeiten, das Instrument fertigzuentwickeln. Da die Mitbewerber jedoch gerade die Nase vorn hatten, blieb nur Druck. Man spricht beim SY77 von etwa 6 Monaten Entwicklungszeit, was aber sicherlich relativ ist. Natürlich hat Yamaha stets mehrere Prototypen, beim DX7 etwa waren das DX1, DX2, DX3, DX4, DX5 und DX6, aus denen dann DX1, DX7 und DX9 wurden. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass man den SY77 nicht from scratch serienreif machen musste, sondern auf Vorarbeiten zugreifen konnte. Der spätere SY99 gilt unter Branchenleuten als das eigentliche Ziel, das Yamaha seinerzeit im Auge hatte.

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    Tom Herwig

    Mein allererster Synthie…. Yamaha SY-22. Das ganze an einem Atari 520ST, einem alten, kleinen Farbfernseher und Steinberg 24. Mann, das waren noch Zeiten…. ;-)

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    iltis30  

    Mein erster Synthesizer (nach einer Heimorgel, wie sie in den frühen 80ern überall rum standen, ich glaube eine Casio) war der Yamaha V50. Liebe ich bis heute. Und den hab ich betrieben über Music-X auf einem Amiga 500. Der V50 war ja schon Multimodefähig und mit den 16 Stimmen ist man prima ausgekommen. Leider sind die Kontakte der Taster inzwischen ziemlich hinüber … aber ich hab ihn noch.

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    k2600

    ich habe meinem DX7 I letzte Woche eine Supermax Karte spendiert, jetzt ist er wieder up to date mit arp, stacking, Sound creator und 512 Speicherplätzen etc. um €50.- und Selbsteinbau ohne zu löten. Sehr gute FM Synthese kommt auch vom Kurzweil K2600 ab OS 3 und den triple layers. Die hatten anfänglich Probleme mit Yamaha und durften Ihre FM nicht als FM verkaufen, das klingt aber deutlich besser als alles, was vom DX7 kommt. Trotzdem ist der DX7 ein Schätzchen, das nach Jahren wieder aus dem Case an die frische Luft kam.

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      Tyrell  RED 2

      hi k2600.. das klingt extrem interessant. Magst du uns evtl. dazu einen kleinen Leserbeitrag verfassen? Ich denke, da wird es einige geben die das interessiert, vg
      Peter

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        k2600

        hi Tyrell,
        würde ich ja gerne, dzt bin ich beruflich 4 Tage/Woche unterwegs(Hotel) und zelebriere am 5. Tag mehrere Telcos im Homeoffice, d.h. ich kann dzt. leider keine Prognose abgeben, wann sich´s einrichten läßt.

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