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Die ultimative Music-Workstation Liste

Alesis

Mit dem vielbeachteten Quadrasynth kam Alesis Anfang der 90er als Newcomer im Segment Synthesizer an. Die in vielen Punkten verbesserte Folgeserie namens QS gab es dann bereits in verschiedenen Tastaturvarianten und ab Mitte Millennium war es soweit: Die Workstation Fusion wurde präsentiert. Das Leistungsspektrum war zu Zeitpunkt enorm, lediglich das Betriebssystem konnte zu Beginn noch nicht in allen Details Stabilität garantieren. Das änderte sich erst im Laufe der Produktion. Heute genießt der Fusion vor allem in Sachen Soundvielfalt und -qualität bei seiner unerschütterlichen Fangemeinde einen guten Ruf.

Alesis Fusion 6HD

Alesis Fusion 6HDIm Jahr 2005 wird die neue Alesis Workstation präsentiert und erregt angesichts eines umfangreichen Spezifikationsliste großes Aufsehen. Sampleplayer mit toller Synth-Engine, VA-Synthesizer, FM-Section, Woodwind und Reed-Physical-Models, alle mit komfortabler Polyphonie spielbar. Dazu Sequencer für 32 MIDI-Tracks und 8 Audiospuren an Bord.

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Alesis Fusion 8HD

Alesis Fusion 8HD Totale

Alesis überraschte 2005 mit einem gut ausgedachten Workstationkonzept und präsentierte das Modell Fusion in zwei Tastaturvarianten, wobei die 8HD-Version gegenüber dem kompakten 6HD statt 61 Plastiktasten 88 gewichtete hat. Testfazit seinerzeit: „Das Konzept der Alesis Fusion 8HD ist sehr innovativ und benutzerfreundlich, durch Nachbesserung bei der Betriebssoftware gehören nun auch die Bugs der Vergangenheit an. Der Klang der Fusion ist glasklar, druckvoll und bietet, dank verschiedener Synthesen, eine enorme Vielfalt. Synthesizer-Freaks werden damit ihre Freude haben. Angesichts des Preises könnten die Fusions den Workstation-Markt kräftig aufrütteln.“ Das mit dem Markt aufrütteln hat wohl nicht so ganz geklappt, das mit der Freude auf Seiten der Synthesizer-Freaks aber durchaus. Die Fusion Workstation ist bei den Instrumentenbesitzern außerordentlich beliebt und daher auf dem Gebrauchtmarkt gar nicht so leicht zu kriegen.

Den Test lesen Sie hier, und zusätzlich gibt’s eine Leserstory mit Einblick in die tägliche Praxis hier.

Casio

Casio CZ5000

Casio CZ5000 Werbung

Casio bemühte sich in den 80ern um den Synthesizermarkt und dem Hersteller gelang mit der PD-Synthese seiner CZ-Serie aus dem Stand heraus ein Achtungserfolg, der bis heute anhält und es ausgesprochene Fans dieser Instrumente gibt. Als Workstation jedoch zählt nur das Modell CZ5000 aus dem Jahr 1985, denn hier steckt neben einer ziemlich aufgebohrten PD-Synthese mit bis zu 4 DCOs pro Stimme auch ein 8-Spur Digital-Recorder drin. Der Autor unseres Vintage Keys Artikel schrieb 2013 über die CZ-Serie: „Für so wenig Geld bekommen Sie heutzutage kaum mehr so viel Synthese und eigenständigen Klangcharakter, das ist 100% sicher. Lassen Sie sich auf keinen Fall durch den Namen Casio täuschen. Diese Teile haben es definitiv in sich. Nicht ohne Grund haben diese Klassiker auch heute noch eine starke Fangemeinde.“

Alle Details zur Casio CZ-Serie finden Sie in unserem Green Box Artikel hier.

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Casio XW-P1

Casio XWP1 seitlich

Nach längerer Pause meldete sich Casio 2012 wieder im Synthesizerbereich zurück und präsentierte mit den Modellen XW-P1 und XW-G1 vielseitige Workstations.

Ich hatte seinerzeit einen XW-P1 Testbericht verfasst mit diesem Fazit: „Casios Wiedereintritt in die Synthesizersphäre ist absolut gelungen. Der XW-P1 ist als Gesamtereignis zu betrachten, wobei jede einzelne seiner Klangsektionen schon eine gute Figur macht. Ob für Einsteiger auf der Suche nach einem Allround-Instrument oder für Gitarrist oder Singer/Songwriter zur Begleitung, selbst als Dritt-Keyboard für Erfahrene, die einen extrem transportablen und dennoch halbwegs „kompletten“ Synthi brauchen – die Entwickler von Casio haben wirklich an alle möglichen Szenarien gedacht und wie sie die mit dem XW-P1 bedienen können. Der Grundsound ist präsent, hat durchaus Eigencharakter und ist vor allem aus dem Stand heraus live mitsamt seiner Realtime-Controller eine schnelle Lösung und für Jedermann ohne großartige Lernkurve umstandslos zu verstehen. Die Extra-Features wie Step-Sequencer, Arpeggiator und Drum-Machine lassen ihn sogar haarscharf an die Kategorie Workstation heranreichen. Als hohe Ansprüche erfüllender Sampleplayer für akustische Instrumente würde er keine sonderlich gute Figur machen, aber das verlangt wohl auch kaum einer von ihm. Er ist der erklärte Budget-Synthesizer, teils erinnert er an Sample-basierte Synths der 80er Jahre und das ist durchaus ein Kompliment. Der aufgerufene Preis von knapp 550 Euro ist auf neudeutsch ein No-Brainer. Und Casio hat sich vielleicht sogar selber einen Gefallen damit getan, denn ein so selbstbewusst klassenloses und unprätentiöses Instrument ist der beste Boden für weitere Ambitionen, auch in anderen Preiskategorien. Mit so einer ausgeschlafenen Ansage traue ich denen auf dem Sektor Synthesizer ab sofort noch mehr zu. Lassen wir uns in der Zukunft überraschen – und spielen in der Zwischenzeit auf dem knuffigen Tausendsassa XW-P1.“

Passiert ist in Sachen Zukunftsaussichten allerdings dann doch nicht besonders viel, Casios neuerlicher Ausflug in die Welt der Synthesizer und Workstations sollte nur ein kurzes Gastspiel sein. Dennoch, die beiden Instrumente des Casio Relaunch sind in vielerlei Hinsicht gelungen, Weiter unten lesen Sie dazu auch den Testbericht von Autorenkollege Onkel Sigi, der den XW-W1 unter den Fingern hatte.

Den kompletten Test des Modells XW-P1 lesen Sie hier.

Casio XW-G1

Casio XWG1Besonders zahlreiche Unterschiede gegenüber dem Modell XW-P1 gibt’s nicht, es ist vor allem der Schwerpunkt Groove, der den XW-W1 definiert. Das damalige Testfazit: „Der Wiedereinstieg von Casio in den Bereich Synthesizer ist mehr als gut gelungen. Für sehr wenig Geld erhält man mit dem Casio XW-G1 einen robusten, leichten und hervorragend zu bedienenden Synthesizer mit vollwertiger Groove-Abteilung, mit einer vernünftigen Tastatur sowie einem enormen Klangpotential. Der Sound überzeugt in allen Belangen, ist aber aufgrund seines rauen und kernigen Grundcharakters auch eine Geschmacksfrage. Die Möglichkeiten für eine Live-Performance sind immens, das Instrument hat für diesen Zweck genug Regler und Taster in einer vernünftigen Größe, zudem läuft es stabil und rund. Ein absoluter Hammer im unteren Preissegment, der auch im Zusammenspiel mit Edel-Workstations eine gute Figur macht. Nach diesem Test steht für mich fest, dass hier die höchste Punktzahl angebracht ist.“

Den kompletten Test lesen Sie hier.

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Forum
  1. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Ich betrachte den ESQ-1 als Ensoniq’s erste Workstation, vor allem, wenn auch Teile wie Casio CZ-5000 gelistet sind. Auf der Roland-Liste fehlt noch der Juno-G, wenn schon der D-20 mit drin ist. Der hat mit seinen analogen Namens-Vettern nur noch eine vage Ähnlichkeit und basiert auf der Fantom-Engine. Neben 16-fachem Multimode, 128 Voices, vielen FX und dem Sequencer bietet der Juno-G noch einen 4-Track Audio-Recorder sowie ab Vers 2.0 auch Sampling-Optionen. Ich hatte noch einen der letzten für 800,-€ ergattert und ihm gleich noch einen 512MB RAM-Riegel für 10,-€ eingebaut, was für knapp 50min Stereo in CD-Qualität reicht. Die Sounds sind absolut ok; mein Favorit ist das Preset „Potted Pixie“ von Ex-Gong-Keyboarder Howard „Gwyo“ Scarr, mit dem man sofort „Chrystal Machine“ von Gong’s „Radio Gnome Invisible Pt.1“-Album spielen könnte…

    • Profilbild
      k.rausch  AHU

      Danke für den Hinweis Juno-G. Hätte der ESQ-1 Drum Samples, er wäre in der Liste drin. Aber ich habe den ja in der Workstation-Story bereits als wesentlichen Vorläufer des Genres gewürdigt, dem Ensoniq dann mit der VFX-SD Workstation einen würdigen Nachfolger beschert hat.

  2. Profilbild
    HX  

    Weiß nicht wie sinnvoll diese Kategorie noch ist, wieviele Samplingkeyboards ohne Sequencer gab es denn in den letzten 25 Jahren? Vermutlich war der Einbau eines Sequencers ab Anfang der 90er so billig das man ihn einfach jedem Brot- und Butterkeyboard spendiert hat. Das mit den häufig doch recht umständlichen und anfangs limitierten (im Vergeich zum Computer) Sequencern haufenweise Songs komponiert wurden will ich auch nicht so recht glauben.

  3. Profilbild
    costello  RED

    Danke für diese ziemlich umfassende Übersicht. Ich denke, Workstations sind heute wohl in erster Linie Schweizer Taschenmesser für Bühne und Studio und werden weniger als Stand alone-Produktionstools benutzt, wie noch zu Zeiten des Fairlight. Ich benutze den Sequenzer an meinem PC3X jedenfalls praktisch nie. Von daher sind die Übergänge heute zu den Nord-Keyboards und auch vielen modernen Stage-Pianos wohl eher fließend.

  4. Profilbild
    Saxifraga  

    Der Fantom G7/8 ist eindeutig die beste Workstation. Super Qualität und bestes Sofwaredesign, vor allem wenn man den Multisample Konverter von Chickensystems benutzt. https://www.chickensys.com/products2/fantomcreator/index.html
    Nach kurzer Zeit kann man wunderbar mit dem Fantom umgehen.
    Der Kronos hat tolle Engines und klingt gut, aber das OS ist so eine Scheiße und nur eine aufgebohrte Version von 1995. 16bit Software die in einer Art virtuellen Maschine auf Linux läuft. Wenn man ein Multisample gebaut hat und der Pfad+Dateiname länger als 76 Zeichen wird, dann schreibt das OS ohne Vorwarnung Grütze auf die HD. Erst NACH dem Schreiben wird ein Fehler angezeigt. Man muß dann per Hand alle Dateien entfernen und alle Bezeichner ändern bis es hoffentlich paßt.
    Linux selbst hat fast unbegrenzte Datei- and Pfadnamenlänge! smh

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      AMAZONA Archiv

      Ist typisch für Yamaha und auch so’n bissken verwirrend. Verhält sich in Sachen Anzahl der Tasten auch so mit dem EX5 und dem EX7. 7 = weniger Tasten als 5

  5. Profilbild
    Dirk Siegmund  

    Der Vollständigkeit halber, sollte man bei Yamaha zwischen MO- und MOXF-Reihe noch die MOX-Reihe (MOX6/8) erwähnen, welche wohl auf Basis der MOTIF-XS-Workstations zu sehen sind. (M06/8=Motif-ES-Basis und MOXF6/8=Motif-XF-Basis).

    Einen MM8 gab es übrigens auch ;-)

  6. Profilbild
    Synthie-Fire  AHU

    Sehr schöne Übersicht über Workstations.
    Danke für den Artikel :-).

    (Fast hätte ich gedanklich noch den Analog Keys drin…aber da fehlt die digitale Recording-Möglichkeit und als nicht geschriebenes Kriterium auch die Stimmenanzahl.)

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