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Die ultimative Music-Workstation Liste

Ensoniq

Ensoniq VFX

Ensoniq VFX Werbung

1989 steigt Ensoniq ins Workstation Business ein und liefert mit dem Modell VFX, noch ohne eingebauten Sequencer, einen prima Einstand ab. Anschlagsdynamische Tastatur mit polyphonem Aftertouch, 21 Stimmen Polyphonie, ein digitales Dual-Filter mit 12/24 dB Lowpass und dazu Bandpass, Envelopes mit 11 Parametern,  eine gute Effects-Section. Das Instrument spielt hier außer Konkurrenz mit, denn die tatsächliche Workstation ist erst das ansonsten weitgehend baugleiche Modell VFX-SD.

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Ensoniq VFX-SD

Ensoniq VFX SD

Ensoniq war in den 80ern außerordentlich rührig und auch im Segment Workstations sehr aktiv. Fehlten dem ESQ-1 lediglich noch die Drum-Samples, so war am Ende dieser Dekade eben jener VFX Ensoniqs Konzept für eine leistungsfähige Workstation. Unser Autor schrieb im Jahre 2009 rückblickend: „Der Ensoniq VFX bot für die damalige Zeit eine Menge für den Soundbastler mit etwas Geduld und hatte auch schon ab Werk einiges an schönen und sehr individuellen Klängen zu bieten. Einer seiner großen Vorteile waren die schnellen Zugriffe auf Sounds und Variationen und das lebendige Spiel durch die vielen Möglichkeiten der Klangmanipulation. Ab dem OS 2.0 konnte man auch einigermaßen sicher sein, auf der Bühne keine unliebsamen Überraschungen mehr mit Systemabstürzen zu erleben.“ Layer mehrerer Sounds, Transwaves, polyphoner Aftertouch, dazu moderne Klangarchivierung mittels Cartridge und je nach Modellvariante auch Floppy-Disk-Drive – eine auch in Sachen Preis recht attraktive Angelegenheit. Die Nachfolger von SD-1 bis ZR76 blieben dem Erfolgsrezept treu und bieten dem Debütanten gegenüber zahlreiche Erweiterungen und Verbesserungen.

Den 2-teiligen Green Box Artikel finden Sie hier und hier.

Ensoniq SD-1

Ensoniq SD1

1990: Verglichen mit dem VFX-SD gibt’s beim Nachfolgemodell SD-1 einige Erweiterungen und Verbesserungen, darunter mehr Waveforms und 32 Stimmen Polyphonie (SD-1/32).

Ensoniq SQ-1

Parallel kam 1990 die SQ-Serie auf den Markt, zunächst als SQ1 mit 61 Tasten, ein Jahr später der SQ2 mit 76 Tasten. Der Sequencer ist ein bisschen knapper ausgestattet und kann nur 9.000 Events speichern, allerdings erweiterbar (SQX-70-S: 58.000). Zunächst wie VFX/SD-1 noch 21 Stimmen Polyphonie, ab 1992 jedoch erweitert auf 32 Stimmen.

Ensoniq SQ-2

Ensoniq SQ2

Genau wie SQ1 bietet die Tastatur des SQ2 keinen polyphonen, sondern nur Channel Aftertouch. Gegenüber 125 Waveforms beim SQ1 sind es bei der letzten SQ2 Version immerhin 168, darunter verbesserte Grand Pianos.

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Ensoniq KS-32

Ensoniq KS32

Die KS-32 Workstation (1992) entspricht klanglich dem SQ2, hat jedoch eine gewichtete Tastatur.

Ensoniq TS-10

Das ursprüngliche VFX-SD Prinzip erfährt mit der TS-Serie eine logische Weiterentwicklung. Es gibt optionale Erweiterungen, Sampling, RAM-Expansions, Hyperwave. Die Effects-Section basiert auf dem DP/4. Zu haben ist das Instrument mit 61 Tasten, wobei wie bei Ensoniq damals fast üblich: polyphoner Aftertouch zum Konzept gehört. Das Modell TS-12 dagegen bietet zwar komfortable 76 gewichtete Tasten, jedoch nur Channel Aftertouch.

Ensoniq TS-12

Ensoniq TS12 Synthesizer

Ensoniq MR-61

Ensoniq MR61

1996 erscheint das Modell MR61, das gegenüber den Modellen VFX-SD und SD-1 keinen polyphonen Aftertouch bietet. Fortschritt dagegen gibt es bei der Polyphonie, hier sind es nur 64 Stimmen. Das Idea Pad erlaubt schnelle Musik-Skizzen, die anschließend in den Sequencer importiert und weiterbearbeitet werden können.

Ensoniq MR-76

Ensoniq MR76

Die Version mit 76 gewichteten Tasten.

Ensoniq ZR-76

Ensoniq ZR76

Ab 1998 gibt’s das Modell ZR76, das 64 Stimmen Polyphonie bietet, 16 MB Waveforms an Bord hat und mit einem Factory-Content von 1.200 Presets ausgeliefert wird. Die Expansion-Slots sind unter anderem speziell für Grand Pianos gedacht. 16-Spur Sequencer, 16-fach multitibral, 6 Effektgeräte mit insgesamt 40 Effekten.

GEM / Generalmusic

Die Italiener wagten nur für kurze Zeit einen Einstieg in die Abteilung Workstation, dennoch verdienen die Instrumente des Keyboarders Aufmerksamkeit. Vor allem klanglich macht die S-Serie eine gute Figur. Und obendrein bietet die Tastatur polyphonen Aftertouch, ein Feature, das man heute nur noch selten vorfindet. 16-stimmige Polyphonie und ebenso multitimbral, zwei integrierte Multi-Effekte, Stereo und zusätzlich vier Einzelausgänge, Menüsteuerung mit angemessen dimensioniertem Display. Auch wenn die S-Serie seinerzeit kein großer Verkaufserfolg war, die Instrumentenbesitzer finden die heute kultig und stehen drauf.

Lesen Sie mehr im Amazona Greenbox Artikel hier.

GEM S2

GEM S2

GEM S2 Turbo

Das Turbo Modell erweitert die Polyphonie auf 32 Stimmen, dazu gibt es eine Reihe neuer Parameter und Funktionen, darunter auch 2 Voices pro Sound (= Dual Mode).

GEM S3

Während das Modell S2 die kompakte Variante mit 61 Tasten ist, hat der S3 mit 76 einen etwas komfortableren Umfang. Beide Modelle bieten polyphonen Aftertouch und Release Velocity.

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Forum
  1. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Ich betrachte den ESQ-1 als Ensoniq’s erste Workstation, vor allem, wenn auch Teile wie Casio CZ-5000 gelistet sind. Auf der Roland-Liste fehlt noch der Juno-G, wenn schon der D-20 mit drin ist. Der hat mit seinen analogen Namens-Vettern nur noch eine vage Ähnlichkeit und basiert auf der Fantom-Engine. Neben 16-fachem Multimode, 128 Voices, vielen FX und dem Sequencer bietet der Juno-G noch einen 4-Track Audio-Recorder sowie ab Vers 2.0 auch Sampling-Optionen. Ich hatte noch einen der letzten für 800,-€ ergattert und ihm gleich noch einen 512MB RAM-Riegel für 10,-€ eingebaut, was für knapp 50min Stereo in CD-Qualität reicht. Die Sounds sind absolut ok; mein Favorit ist das Preset „Potted Pixie“ von Ex-Gong-Keyboarder Howard „Gwyo“ Scarr, mit dem man sofort „Chrystal Machine“ von Gong’s „Radio Gnome Invisible Pt.1“-Album spielen könnte…

    • Profilbild
      k.rausch  AHU

      Danke für den Hinweis Juno-G. Hätte der ESQ-1 Drum Samples, er wäre in der Liste drin. Aber ich habe den ja in der Workstation-Story bereits als wesentlichen Vorläufer des Genres gewürdigt, dem Ensoniq dann mit der VFX-SD Workstation einen würdigen Nachfolger beschert hat.

  2. Profilbild
    HX  

    Weiß nicht wie sinnvoll diese Kategorie noch ist, wieviele Samplingkeyboards ohne Sequencer gab es denn in den letzten 25 Jahren? Vermutlich war der Einbau eines Sequencers ab Anfang der 90er so billig das man ihn einfach jedem Brot- und Butterkeyboard spendiert hat. Das mit den häufig doch recht umständlichen und anfangs limitierten (im Vergeich zum Computer) Sequencern haufenweise Songs komponiert wurden will ich auch nicht so recht glauben.

  3. Profilbild
    costello  RED

    Danke für diese ziemlich umfassende Übersicht. Ich denke, Workstations sind heute wohl in erster Linie Schweizer Taschenmesser für Bühne und Studio und werden weniger als Stand alone-Produktionstools benutzt, wie noch zu Zeiten des Fairlight. Ich benutze den Sequenzer an meinem PC3X jedenfalls praktisch nie. Von daher sind die Übergänge heute zu den Nord-Keyboards und auch vielen modernen Stage-Pianos wohl eher fließend.

  4. Profilbild
    Saxifraga  

    Der Fantom G7/8 ist eindeutig die beste Workstation. Super Qualität und bestes Sofwaredesign, vor allem wenn man den Multisample Konverter von Chickensystems benutzt. https://www.chickensys.com/products2/fantomcreator/index.html
    Nach kurzer Zeit kann man wunderbar mit dem Fantom umgehen.
    Der Kronos hat tolle Engines und klingt gut, aber das OS ist so eine Scheiße und nur eine aufgebohrte Version von 1995. 16bit Software die in einer Art virtuellen Maschine auf Linux läuft. Wenn man ein Multisample gebaut hat und der Pfad+Dateiname länger als 76 Zeichen wird, dann schreibt das OS ohne Vorwarnung Grütze auf die HD. Erst NACH dem Schreiben wird ein Fehler angezeigt. Man muß dann per Hand alle Dateien entfernen und alle Bezeichner ändern bis es hoffentlich paßt.
    Linux selbst hat fast unbegrenzte Datei- and Pfadnamenlänge! smh

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Ist typisch für Yamaha und auch so’n bissken verwirrend. Verhält sich in Sachen Anzahl der Tasten auch so mit dem EX5 und dem EX7. 7 = weniger Tasten als 5

  5. Profilbild
    Dirk Siegmund  

    Der Vollständigkeit halber, sollte man bei Yamaha zwischen MO- und MOXF-Reihe noch die MOX-Reihe (MOX6/8) erwähnen, welche wohl auf Basis der MOTIF-XS-Workstations zu sehen sind. (M06/8=Motif-ES-Basis und MOXF6/8=Motif-XF-Basis).

    Einen MM8 gab es übrigens auch ;-)

  6. Profilbild
    Synthie-Fire  AHU

    Sehr schöne Übersicht über Workstations.
    Danke für den Artikel :-).

    (Fast hätte ich gedanklich noch den Analog Keys drin…aber da fehlt die digitale Recording-Möglichkeit und als nicht geschriebenes Kriterium auch die Stimmenanzahl.)

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