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Double Feature: TC Electronic Echobrain Analog Delay und Blood Moon Phaser, Effektgeräte

TC Electronic Blood Moon Phaser

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Der Phaser-Effekt ist vielleicht nicht ganz so populär, wie es beispielsweise ein Chorus ist, dafür aber hat man sich aber an diesem Sound auch nicht so „tot gehört“. Der Phaser drückt jedem Gitarrensound einen sehr markanten Stempel auf und schnell werden Erinnerungen an die blumig-schwebenden Sounds und Bands der 60er und 70er Jahre Hippie-Ära wach. Oder auch an Sounds von den zurzeit sehr hippen Stoner Bands, deren Gitarristen und Bassisten ihren verzerrten Sounds gerne mit einer kräftigen Modulation anreichern.

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Der Blood Moon Phaser versucht auf diesen Spuren zu wandeln – aber leider in einer mehr als dürftigen Qualität. Nach dem Anschalten des Pedals ist es zunächst das hohe Grundrauschen, das abschreckt und in dem das eigentliche Effektsignal nahezu unterzugehen scheint. Deutlich hört man das rhythmische Pumpen des LFOs in Spielpausen, das ist selbst für den Proberaum und die Bühne viel zu viel und man gerät in Gefahr, es sich mit den Bandkollegen oder dem Tontechniker zu verscherzen. Besonders heftig ist das natürlich beim Einsatz im verzerrten Bereich, in dem der Verstärker ja ohnehin schon stärker rauscht und sich das Ganze dann zu einem wahren Inferno entwickeln kann.

Der Klang selbst ist ebenfalls eher dürftig, ein echtes „räumliches Gefühl“ kann bei keiner Einstellung der drei Reger gefunden werden, zudem klingt es recht muffig aus dem Speaker. Der Hersteller verspricht einen in vier Stufen verarbeiteten Phaser Effekt, hören tut man beim Blood Moon Phaser davon aber höchstens die Hälfte. Leider.

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Wie ausgeprägt das Grundrauschen des Blood Moon Phaser ausfällt, hört man in allen drei folgenden Klangbeispielen besonders am Ende des jeweiligen Takes. Ich habe dafür extra lange Fade-Outs verwendet, um dies bestmöglich darzustellen. Als Gitarre war eine Music Man Silhouette Special am Start, der Amp ist ein Orange Micro Dark mit 1×12″ H&K Celestion Vintage 30 Box und aufgenommen wurde mit einem AKG C3000 Mikro in Logic Audio. Wie immer wurden die Soundfiles pur, also ohne irgendwelche Playbacks aufgenommen.

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Zunächst der Blood Moon Phaser mit einer sanft schwingenden Wellenform. Feedback- und Depth-Poti befinden sich jeweils in 12-Uhr-Position.

Wir erhöhen die Taktzahl und bewegen das Rate-Poti in die 12-Uhr-Position, in der sich die beiden anderen Regler für Feedback und Depth auch immer noch befinden.

Klangbeispiel 3 zeigt nun den Blood Moon Phaser mit maximaler LFO-Geschwindigkeit. Feedback bleibt bei 12 Uhr, Depth erhöhen wir geringfügig auf 15 Uhr.

Aufgrund des enormen Grundrauschens kann man den Blood Moon Phaser leider nicht empfehlen. Etwas besser macht es da das Echobrain Analog Delay, das wir uns auf der nächsten Seite betrachten.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Mick  AHU

    Ui,ui,ui..Uli!
    Kaum hat Behringer die Finger im Spiel, fallen die neuen TC Fx`s durch jeden Test!…wenn das man gut geht:-(
    Man kann auch mit preisgünstigen Produkten, einen Firmen-Ruf schädigen!

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Es tut so weh in einem Test eines Effektgerätes von tc.electronic die Worte „faktisch kaum nutzbar“ lesen zu müssen. Vor allem, wenn die Klangbeispiele offen legen, dass der Tester damit auch noch schamlos schönfärbt. Ich hatte Behringer-Tretmienen im Einsatz die billiger waren, und besser klingen als das, was da unter der Marke tc.electronic verklappt wird. Mir bleibt nur die Hoffnung, das es sich dabei um einen furchtbaren Irrtum handelt. Oder einen Albtraum. Das wäre auch ok …

      • Profilbild
        Steppenwolf  

        Versteh ich nicht. Die Demos klingen doch wunderbar, besonders die mit dem langen Delay lässt mich einen Kauf ernsthaft in Betracht ziehen? Wo ist der Haken denn?

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Behringer hat wohl nun seine Elektronik 1 zu 1 aus dem miesen Plastik Bomber Gehäuse des Behringer Vd400 nun in ein stabiles Metall Gehäuse untergebracht und wirft das Ding unter dem Pseudonym TC auf den Markt. Abgesehen davon der Behringer Vd400 kostet 26€ und der TC 49€. Finde ich den Effekt persönlich garnicht so schlecht, denn für kreative Spielerei muss nichts teuer sein.

  4. Profilbild
    Zetahelix  

    „Finde ich den Effekt persönlich garnicht so schlecht, denn für kreative Spielerei muss nichts teuer sein.“

    Ääääh, kreativ sein mit Rauschgeneratoren? Irgendwie passt das nicht so …

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