Test: DPA d:facto 2, Kondensator Gesangsmikrofon

Bisher weckt das DPA d:facto nur Begeisterung und ein gewisser Haben-will-Reflex stellt sich bei mir ein. Der erhält allerdings einen deutlichen Dämpfer, als ich unverbindliche Preisempfehlung auf der Seite des Herstellers einsehe: Satte 916,30 Euro inkl. deutscher MwSt. ruft DPA für das Teil auf, da muss ich erst mal schlucken.

Objektiv betrachtet bringt der DPA-Sprössling die Performance eines ordentlichen Großmembran-Mikros mit guten Feedback-Werten und exzellenter Popp- und Griffgeräuschunterdrückung und ist so meiner Meinung jeden Cent wert, aber eine dicke Hausnummer ist der Preis trotzdem.

Die Adapter

Das relativiert sich allerdings wieder etwas, wenn man sich die schlaue Adapterlösung von DPA anschaut. So sind für eine große Anzahl der gängigsten Shure und Sennheiser Funken, aber auch für Sony, Wisycom und Lectrosonics, Adapter erhältlich, um die DPA-Kapsel auf den entsprechenden Funksystemen zu installieren. Diese Adapter schlagen mit 238,- Euro (UVP) zu Buche, also eine recht günstige Möglichkeit, sein  DPA d:facto mit einem evtl. schon vorhandenen Funksystem drahtlos zu betreiben. Nach Aussage des Herstellers wurde viel Arbeit und Know-How in die Adapter investiert, um den Sound der Kapsel wirklich unverfälscht auf kabellos zu portieren.

Mikro, Kopf und Adapter

Mikro, Kopf und Adapter

Der SLI-Adapter für die Shure Funken ist meinem Test-Karton zwar beigelegt, mit der nötigen Shure-Funke kann ich allerdings nicht aufwarten, so dass die Überprüfung dieser Aussage leider unterbleibt. Wie ich DPA und ihre Produkte allerdings kenne, dürften hier keine unerfüllbaren Erwartungen geweckt werden.

Forum
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    Hans Rutsch

    Lieber dixieflatline, leider finde ich keine andere Möglichkeit Dir einen kleinen Hinweis zu geben, Du schreibst in Deinen – sehr gut geschrieben amazona Bericht: „Das Ergebnis ist mehr als überzeugend und auch der Dynamikumfang von 160 dB fällt positiv auf.“ Das ist nicht ganz richtig der „Dynamikumfang“ bei dem Mikro ist etwa 120 dB (in der Klasse +/- üblich), aber der höchstmögliche Schalldruck den das Teil aushalten soll – ist mit 160 dB eher ungewöhnlich, das war u.a. mein Kaufkriterium . best HR

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      Armin Bauer  RED 1

      Hallo Hans,

      hast natürlich Rech, kann im Eifer des Gefechts mal passieren, danke für die Berichtigung.

      Handbuch war nach Aussage des Vertriebs wohl schon immer dabei, so was geht aber bei Testexemplaren, die durch mehrere Redaktionen wandern, gerne mal verloren.

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    Hans Rutsch

    Nachtrag: Das Handbuch ist inzwischen in der gedruckten (englischen) Version dabei – außerdem noch kleine Mikrofonkapsel Ikone Aufkleber – wo auch immer die hingeklebt werden sollen.

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