Dreadbox Typhon – analoger Synthesizer mit Sinevibe-FX

26. Juni 2020

Mehr unter der Haube als man sieht

Mit Dreadbox Typhon stellt der griechische Analogspezialist wieder einen kompakten monophonen Synthesizer vor. Die analoge Klangerzeugung wird hier von einem DSP-Effektprozessor ergänzt, der mit Algorithmen von Sinevibes arbeitet.

Typhon ist auf den ersten Blick ein klassischer Analogsynthesizer mit zwei Oszillatoren, einem Tiefpassfilter, mehreren Modulatoren und VCAs. Doch unter der Oberfläche verbirgt sich deutlich mehr, als man anhand der Bedienelemente vermuten möchte.
Für die beiden Oszillatoren gibt es einen zentralen Wave-Regler, mit dem zwischen unterschiedlichen Kombinationen aus Dreieck, Rechteck (PWM) und Sägezahn in mehreren Zonen geblendet wird. Neben den Mix-Einstellungen gibt es auch ein FM-Feld in dem VCO 2 mit Dreieck VCO 1 frequenzmoduliert. Der zweite Oszillator kann mit Tune gegenüber dem ersten Oszillator verstimmt werden.
Das Filter ist ein Tiefpass mit 24 dB. VCF und VCA werden jeweils von einer eigenen Hüllkurve gesteuert. Außerdem gibt es drei weitere Modulatoren, die sich wahlweise als LFO, Envelope, Random oder Parameter Sequencer einsetzen und auf verschiedene Ziele, darunter auch Wave, Resonanz, FX-Parameter, routen lassen. Weitere Modi sollen mit einem Update noch nachgereicht werden.
Für Melodien ist ein Sequencer mit 32 Steps vorhanden. Modulatoren, Sequencer und weitere Funktionen werden über fünf Fader und das Display mit dazu gehörendem Encoder bedient.

Typhon verfügt über einen Effektprozessor mit 12 Algorithmen, die von Sinevibes stammen. Sinevibes ist in letzter Zeit durch Oszillator- und FX-Plugins für die Korg Multi Engine aufgefallen.
In Typhon kann nur ein Effekt aktiv sein. Es stehen Distortion/Bit Crush (sechs Varianten), Chorus, Ensemble, Flanger, Delay, Ping Pong und Reverb zur Auswahl.

dreadbox typhon synthesizer 2

Links direkte Bedienung – rechts Display-gestützt

Es gibt 254 Speicherplätze für Presets, die in vier Bänke organisiert sind und auch exportiert bzw. importiert werden können.
Typhon wird über USB bzw. eine Netzteil mit USB-Stecker mit Strom versorgt. Bei Anschluss an einem Computer kann auch MIDI übertragen werden, ebenso sind Firmware-Updates über eine Software möglich, die Dreadbox zur Verfügung stellen will.
Alternativ sind klassische MIDI-In- und MIDI-Out-Buchsen vorhanden. Audioseitig gibt es einen Stereoausgang (2x 6,3 mm Klinke), einen Monoeingang (3,5 mm Klinke) und einen Kopfhöreranschluss (3,5 mm Stereoklinke).

Dreadbox Typhon soll ab July erhältlich sein und wird (laut Produktseite) 349,- Euro kosten. Auf der Dreadbox-Shop-Seite sind 355,- Euro angeführt.

Forum
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    dilux  AHU

    hört sich wirklich interessant an und dreadbox ist auch ein immer beachtenswerter hersteller, aber daß die waveform für beide oszillatoren gewählt wird, finde ich ein wenig einschränkend…nichtsdestotrotz wird der kleine natürlich angetestet.

    apropos dreadbox: über die würde ich wirklich gerne mal einen hersteller report lesen, am besten mit interview mit einem der „macher“ von dreadbox…

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      lightman  AHU

      Das dachte ich auch erst, als ich den Korg NTS-1 sah, hab ihn mir aber doch gekauft und bin froh darüber. Die Synth-Funktionen nutze ich gar nicht mal so oft, dafür aber reichlich die Reverb-, Delay- und Mod-Sektionen, hab da auch diverse Sinevibes-Sachen drauf und die sind echt gut.

      Der Mehrwert steigt durch eine durchdachte Effektsektion meines Erachtens ungemein, deswegen finde ich den Typhon sehr interessant. Da würde ich aber wohl auch mehr den Synth selbst nutzen, da ich den Dreadbox-Sound sehr mag.

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        Maxi  

        Aber während der Korg NTS-1 einen Stereo-Eingang besitzt, hat der Dreadbox Typhon zwar auch Stereo-Effekte, aber leider nur einen Mono-Eingang. Hast Du für Deinen Verwendungsschwerpunkt evtl. schon die bessere Wahl getroffen.

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      banalytic

      kann ich mir schwer vorstellen, dass man alle 12 effekte gleichzeitig nutzen kann… oben in der ankündigung steht auch: „In Typhon kann nur ein Effekt aktiv sein.“

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    to bias

    Sehr cooles Teil!
    Sowohl klanglich als auch konzeptionell und optisch echt super!
    Bin schon sehr auf den Testbericht gespannt, wie sich die Bedienung mit den wenigen haptischen Elementen schlägt.

  3. Profilbild
    Doc  

    Hallo,

    auf Bonedo gibts nen Test einer Beta Version.

    Sorry das ich an die „Konkurrenz“ verweise

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