Orchester Sounds ohne Gigabyte-große Librarys
Den Software-Hersteller Dreamtonics kennen die meisten unserer Leser sicherlich aufgrund der Vocal-Synthese-Software Synthesizer V Studio. Mit Dreamtonics Instrument X verlässt das Unternehmen nun seinen angestammten Platz und präsentiert eine neue Plattform für Instrumentalklänge. Anstatt auf mehrere Gigabyte große Sample-Librarys zu setzen, erzeugt Instrument X Klänge in Echtzeit mit Hilfe eines Neural-Acoustic-Modeling-Ansatzes – alles vollständig lokal in eurer DAW.
Dreamtonics Instrument X
Zentraler Bestandteil von Dreamtonics Instrument X ist der Unified Articulation Editor, mit dem sich unterschiedliche Spieltechniken wie Staccato, Legato, Tremolo oder instrumentenspezifische Artikulationen auf einer einzigen Spur kombinieren lassen. Die Dynamics Lane-Funktion verändert dabei nicht lediglich die Lautstärke, sondern modelliert u.a. Klangfarbe, harmonische Sättigung uvm Mit AI Performance Retakes können Musiker zudem alternative Interpretationen erzeugen und gezielt Parameter wie Mikrotonalität oder Timbre variieren.
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Instrument X bietet einen internen Mixer, über den bis zu elf Mikrofonkanäle, darunter Spot-Mikrofone, Decca Tree und Room-Mikrofone, gemischt werden können. Grundlage dafür ist ein patentierter Algorithmus, der akustische Rauminformationen mithilfe einer speziell entwickelten Lautsprecheranordnung erfasst und in das Modell integriert.
Zum Start von Dreamtonics Instrument X stehen 15 Instrumente aus den Bereichen Streicher, Holzbläser und Blechbläser zur Verfügung. Das Spektrum reicht von Violine, Viola und Violoncello über Flöte, Oboe und Klarinette bis zu Trompete, Posaune, Horn und Tuba. Damit richtet sich Instrument X vor allem an Komponisten, Film- und Medienmusiker, Produzenten und Sounddesigner, die realistische akustische Sounds mit einem modernen Workflow verbinden möchten. Alle weiteren Informationen findet ihr hier.
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Dreamtonics Instruments X ist ab sofort im Handel erhältlich und je nach Umfang gestaffelt. Der Core-Editor, der zum Einsatz der Software benötigt wird, ist kostenlos erhältlich, individuelle Instrument Expansions kosten 99,- US-Dollar. Dazu bietet der Hersteller diverse Bundles an. So kosten die Strings, Brass und Woodwinds Collection zwischen 249,- und 279,- US-Dollar. Die komplette Complete Collection 2026 mit allen 15 Instrumenten kostet 649,- US-Dollar. Eine kostenlose Demo-Version findet ihr auf der Website von Dreamtonics.


































Interessanter Ansatz. Wie es bei vollem Orchester mit dem CPU-Verbrauch aussieht, würde mich schon interessieren …
@fitzgeraldo Das werden wir in unserem Test auf alle Fälle checken
@fitzgeraldo Sehr überzeugend fand ich die Violine, das Saxofon und die Flöte (bis auf den Triller der Flöte). Wenig überzeugend war die Trompete. Ich habe vor vielen Jahren mal ein Kontakt Instrument von Sample Modeling gekauft, das hieß „The Trumpet“. Die haben dann später alles noch auf andere Instrumente erweitert. Die haben mit sehr aufwändigem Skripting gearbeitet und das klang damals schon extrem realistisch. Das ist bestimmt 10 Jahre oder mehr her. Jedenfalls war „The Trumpet“ deutlich besser als das hier.
Instrument X ist aber auch noch neu und genauso wie Synthesizer V mit jeder Version an Realismus hinzugewonnen hat, wird es auch bei Instrument X sein.
Die übrigen Instrumente fand ich sehr gut. Schade, dass im Video nicht das komplette Orchester gezeigt wurde, kommt vielleicht noch. Ich bin gespannt auf den Test.
@fitzgeraldo Der Satz im Beitrag „Anstatt auf mehrere Gigabyte große Sample-Librarys zu setzen, erzeugt Instrument X Klänge in Echtzeit mit Hilfe eines Neural-Acoustic-Modeling-Ansatzes“ ist m.Mn. etwas irreführend.
Das Audiosignal einer Spur bzw. Gruppe wird während der Noteneingabe und beim Editieren zunächst von Anfang bis Ende gerendert und kann erst danach abgespielt werden.
Im Gegensatz zu Sample Libraries, Physical Modeling Instrumenten oder ähnlichen Ansätzen wie SWAM kann man IX also nicht live spielen.
Das Konzept ist ansonsten weitgehend vergleichbar mit Synth V, allerdings erlaubt Instrument X auch polyphone Spuren.
Zum Thema CPU-Last: Die Rechner-Performance hat enormen Einfluss auf die Zeitdauer, die zum Rendern eines Projektes benötigt wird. Beim anschließenden Abspielen ist die CPU-Last vergleichsweise gering.
Auf meinem Intel MacBook Pro (2018) konnte das Demoprojekt mit 16 Spuren ohne jeden Aussetzer und in hoher Qualität abspielen. Und ich war schwer beeindruckt vom realistischen Sound der beteiligten Instrumente.
Klingt schon sehr geil aber wenn man dann wirklich alles haben will, wird es auch wieder unbezahlbar.