Der erste Prototyp ist da
Bislang gab es vom Elta Music Polivoks-8 nur ein Rendering zu sehen. Nun wurden erste Fotos des physikalischen Gerätes gezeigt und ein Demo-Video soll in Kürze folgen. Elta Music ist auf der Superbooth 26 am Stand W205 anzutreffen. Ob sie auch einen funktionierenden Prototyp mitbringen, wollten sie noch nicht versprechen.
Elta Music Polivoks-8
Noch sind die Informationen zum Polivoks-8 etwas dünn. Aber man kann schon sagen, dass aus dem Polivoks Mini, dem vereinfachten Nachbau des monophonen Formanta Polivoks, ein vollwertiger polyphoner Synthesizer geworden ist.
Der analoge, bi-timbrale Synthesizer kombiniert eine dicht am Original gehaltene Schaltung mit modernen Features, wie z. B. MPE-Unterstützung. Wie auf der Oberfläche zu erkennen ist, besitzt Polivoks-8 zwei Oszillatoren pro Stimme und einen Suboszillator. FM, Ringmodulation und Noise ergänzen die Klanggeneration. Für die acht Stimmen gibt es mehrere Modi mit fester Verteilung der Stimmen auf zwei Layer. Auch Unison, Paraphon und Mono sind neben dem polyphonen Modus mit acht Stimmen vorgesehen.
Die Filtersektion bietet zwei Filter, deren Anordnung sich verändern lässt. VCF1 entspricht der originalen OTA-Schaltung von Vladimir Kuzmin mit einem 12 dB Tiefpass und einem 6 dB Bandpass. Es bleibt abzuwarten, wie sich die ziemlich aggressive Filtercharakteristik bei Mehrstimmigkeit verhält. VCF 2 ist ein angepasster 24 dB Tiefapass (Ladder), der einen runden Klang haben soll.
Weiterhin gehören einen Arpeggiator / Sequencer, ein integrierter Joystick, drei Hüllkurven, ein globale LFO und ein LFO pro Stimme sowie 1.024 Speicherplätze zur Ausstattung.
Elta Music Polivoks-8 wird in zwei Varianten als Desktop- und als 4HE-Rack-Gerät angeboten werden. Angaben zu Preis und Verfügbarkeit gibt es noch nicht.































Klingt ziemlich interessant, warten wir mal ab.
Bisher habe ich nur eine Kaffeemaschine von Elta….😂
Als ich das erste Mal im Netz den Klang des originalen Polyvox hörte, war mein erster Gedanke: Das ist der fetteste Synthesizer, den ich je gehört habe! Der klingt derart brachial fett, dass selbst Moog blass wird. Von daher begrüße ich eine Neuauflage sehr, da das Original etwa zu Zeiten der MIR-Station entstanden ist und daher nur noch gebraucht in fragwürdigem Zustand erhältlich ist. Die MIR wurde schließlich auch aufgrund ihres Zustands … na, ihr wisst schon! xD Moderne Features wie Speicher, Display sowie MIDI bzw. USB inklusive machen die Neuauflage jetzt schon zu einem begehrenswerten Klassiker. Ich bin wirklich begeistert. Warum Behringer sich diesem Teil noch nicht gewidmet hat ist mir schleierhaft.
@Filterpad Doch, hat Behringer schon lange. Siehe Artikel hier vom 14.8.23. Musst du übersehen haben.😉
@kiro7 oha 👋
Klanglich bestimmt interessant. Mir aber kommt mit R-Land- Bezug nix mehr ins Haus. Wenn ich schon die Schrift sehe, wird mir schlecht.
@kiro7 Ist definitiv ein heikles Thema. Gleiches gillt für die Firma Soma, die mit Lyra 4 und 8 vernünftige Drone-Synthesizer herstellen. Eigentlich so die ersten die sich speziell dem Thema Drone gewidmet haben in Form spezieller Geräte. Gerade am aufsteigenden Ast, kam der Krieg. Elta, die auch für den supergeilen Drone-Synthesizer Solar 42 bekannt sind, sind aber was ich gelesen habe aus Riga/Lettland. Also im Prinzip keine Sorge. Sie arbeiten nur mit dem Polyvox-Gründer zusammen um das Teil authentisch zu reproduzieren und ja: interessierterweise erinnert mich die Schrift immer an die verfallenen Häuser Prybiat, die auch diese Schrift besitzen (zu sehen z.B. am Krankenhaus, Schule, Sportstätte, Kraftwerk). Ein komisches Gefühl bzw. „G’schmäckle“ wie der Bayer, Württemberger und Schwabe so sagt, bleibt dennoch.
@Filterpad Das das keine Firma aus R-land ist weiss ich. Deswegen schrieb ich „Bezug“. Das reicht mir schon. Wenn du da „keine Sorge“ hast, ist das ok.
@kiro7 okidoki
@kiro7 welche Sorge denn bitte?
Würde es mir beim Anblick des kyrillischen Alphabets oder einer seiner Varianten (z.B. ukranisch) schlecht werden, so würde ich mir tatsächlich Sorgen machen.
@pol/tox Welcher Sorge musst du Filterpad fragen, das kam von ihm. Ansonsten wegen der Schrift brauchst dich nicht deppat stellen, du weißt genau was ich meine.
@kiro7 Da du das extra erwähnst („Wenn du da „keine Sorge“ hast, ist das ok.“) ist der naheliegende Schluss, dass du das im Gegensatz zu Filterpad nicht ohne Sorge siehst.
Und nein, ich stelle mich nicht deppat und weiß nicht was du meinst.
Nach was verlangt der moralische Kompass als nächstes? Markieren aller Bücher in russischer Schrift? Ein roter Stern böte sich an.
Na, klingelts? Deswegen meine Kritik.
@pol/tox Ach jetzt ist es doch russische Schrift und nicht mehr das übergreifende Kyrillisch? Was du so oberlehrerhaft herausgestellt hast, als ob ich das nicht wüsste? Klingelts? Ich habe 2x „mir“ geschrieben. ICH möchte nichts mit diesem Bezug im Haus haben. Meine persönliche Meinung. Klingelts? Damit soll’s dann auch gut sein. Nichts für ungut.🤝
@kiro7 Ich akzeptiere deine persönliche Meinung natürlich.
Da du diese öffentlich postest sei es mir erlaubt zu kritisieren, dass ich diesen Generalverdacht nicht gut finde und damit niemandem geholfen ist, schon gar nicht einer kleinen Synthfirma aus dem sich von RU bedroht fühlendem Lettland.
✌
@pol/tox Was denn für ein Generalverdacht???
Also, da du es nicht gut sein lassen, und es wohl auch nicht verstehen willst oder kannst, nochmal: Ich weiß, du vielleicht nicht, die Firmengründer sind Ukrainer. Die sind von Moskau, nach Ukraine, dann nach Lettland gezogen. Schön und gut. Ja die sind unterstützenswert!
Aber: ICH – MÖCHTE -NICHT – IN -MEINEM – STUDIO – AUF RUSSISCHE WÖRTER GUCKEN !
Das habe ich gemeint. Hast du das JETZT verstanden???? Da gibt es auch nichts dran zu kritisieren! Punkt.Danke. ✌
@kiro7 Gegen die Schrift hilft Klebeband. Gegen den Rest vielleicht Yoga. 🧡
@kiro7 Ich habe das nicht jetzt verstanden sondern schon vorher, du hast es ja geschrieben und ich darauf reagiert. War ja der Inhalt unserer Diskussion.
@kiro7 Welcher R-Bezug eigentlich? Der Firmengründer ist ein ethnischer Ukrainer, der r. Staatsangehöriger war, wofür er übrigens nichts kann. Nach 2022 ist er mit seiner Firma nach Estland ausgewandert. Mehr Distanzierung von R. ist wohl kaum möglich oder glauben sie, dass sich das r. irgendwie weitervererben kann, wenn man sich zu lange dort aufgehalten hatte? Man stelle sich ihre Argumentation bei anderen, nicht weißen Ethnien vor… das wäre eine Blut und Boden Ideologie.
Ja, ich bin auch fürs Löschen, zumindest meine Beiträge. Das wäre mir recht. Ich kann’s leider nicht selber machen, sonst wär das schon passiert. Einige wenige deiner Beiträge sind allerdings in meinen Augen auch „Mist“. 😜
@kiro7 😄
Ich schließe mich @kiro7 an. Ich finde es wirklich unpassend, einen russischen Synthesizer-Namen so prominent zu zeigen. Es schmerzt einfach, das zu sehen, solange Russland seine Aggression gegen uns fortsetzt.
Auch wenn der historische Bezug korrekt sein mag, wirkt es für mich wie eine Glorifizierung des sowjetischen Erbes. Fun fact: Der originale Synthesizer wurde in einer Panzerfabrik entworfen. Another fun fact: Der Entwickler hat früher (und das bereits nach 2014!) auf seinen Geräten „Made in USSR” stehen gehabt. Die Sowjetunion existiert seit über 30 Jahren nicht mehr.
Dass Elta den Namen auf Russisch schreibt, lese ich persönlich als eine Art Botschaft: „Es war damals nicht alles schlecht” und „Dieses Erbe lassen wir uns nicht nehmen.” Was mich dabei stört: Genau diese Haltung scheint mir ein Fundament der heutigen russischen Politik zu sein.
Als der Mann hinter Elta einmal auf YouTube damit konfrontiert wurde, antwortete er mir mit „You know nothing, smartass” — sehr defensiv, null Einsicht. Ich finde: Wenn er seine Nostalgie für die Sowjetunion nicht loslassen kann oder will, weil sie Teil seiner persönlichen Geschichte ist, wäre es vielleicht besser, einfach nichts dazu zu sagen oder zu zeigen.
@oblong Das kann man so jetzt nicht im Raum stehen lassen. Diese Sichtweise auf Russland. Und mein Kommentar darf nicht zensiert werden, denn Wahrheiten müssen aussprechbar sein, auch auf einer Musik-Internetseite.
Die kriegerischte Nation auf diesem Planeten ist niemand anderes als die USA, genauer Washington. Und wie viele, die hier Kommentare schreiben, haben ungeniert US-Musik-Elektronik bei sich zu Hause stehen?
Man nehme das Buch von Armin Wertz, Die Weltbeherrscher in die Hand und lese auf über 380 Seiten nach, was Washington seit der Gründung der USA anderen Völkern angetan hat. Als Beispiel sein hier genannt Vietnam: ca. 11 Jahre Krieg und das aus rein ideologischen Gründen, ca. 2 – 3 Millionen getötete Vietnamesen, Verseuchung von großen Gebieten mit einem chemischen Gift, bekannt als Agent Orange, Abwurf von über 7 Millionen Tonnen Bomben, mehr als im 2. Weltkrieg usw.
Es ärgert ganz einfach diese verlogene Doppelmoral. Russland ist der Böse und wenn US-Tomahawk-Raketen eine iranische Mädchenschule treffen und über 160 Mädchen (6 – 12 Jahre alt) getötet werden, verliert hier keiner ein Wort darüber. Das wirft auch ein übles Licht auf die US-Musik-Industrie, wenn Leute daraus solche US-Regierungen an die Macht bringen.
Und ihr haltet es für undenkbar, dass der Hersteller Russland und deren Politik mißachten könnte und diesen Schriftzug trotzdem cool findet? Für mich absolut vertretbar. Jetzt alles, was russisch ist mit deren momentaner Führung gleichzusetzen und abzulehnen finde ich nicht in Ordnung. Ach so, ich finde das russische Vorgehen momentan verbrecherisch, nicht dass wir uns da falsch verstehen:
@Tai Ihnen ist dringend anzuraten, gemäß Ursache und Wirkung sich das Wissen anzueignen, damit Sie den Konflikt verstehen. Der fiel nicht einfach so vom Himmel. Wie immer, ist der Hauptverursacher in Washington ansässig. Stichworte: 22.06.1941, 2+4-Verträge im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung, NATO-Osterweiterung, völkerrechtswidriger Regierungsumsturz 2014 in Kiev usw. Jeder von uns hat Verantwortung, auch die Synthesizer-Fans. Die kriegerischte Nation auf diesem Planeten ist niemand anderes als die USA, genauer Washington. Und wie viele, die hier Kommentare schreiben, haben ungeniert US-Musik-Elektronik bei sich zu Hause stehen?
@Gerd Lange Oh danke für den Tip. Aber lerne täglich dazu und womöglich werde ich eines Tages auch die Zusammenhänge verstehen. Aber jetzt bin ich raus, das geht in die falsche Richtung.
@Tai Selbstverständlich unterstelle ich dem Hersteller keine aktive Unterstützung der russischen Politik, aber ich finde den Move trotzdem problematisch. Es mag sein, dass man als Außenstehender nicht das Recht hat, alles Russische zu canceln — als Betroffener kann man das schon.
Und ich finde es interessant, wie sich manche Hersteller wie Bastl Instruments und Erica Synths sehr klar positioniert, große Geldsummen gespendet und kein Problem damit gehabt haben, den Aggressor beim Namen zu nennen. SOMA und Elta hingegen haben ihre Energie eher darauf verwendet zu erklären, warum man von ihnen keine klare Haltung erwarten kann.
Und ja, ich persönlich kann alles Russische nicht von der Führung und ihrer Politik trennen, denn diese Führung ist in der Lage, alles Russische sehr erfolgreich zu instrumentalisieren. Wer russische Propaganda beobachtet, erkennt schnell, dass genau solche Ambivalenz, wie sie diese beiden Firmen zeigen, Russland nützt. Sie ist Teil einer Strategie, bei der die Wahrheit so kompliziert und widersprüchlich wirken soll, dass man völlig orientierungslos bleibt.
Kurz gesagt: Alles, wovon Russland irgendwie profitieren kann, möchte ich nicht unterstützen. Symbole gehören selbstverständlich auch dazu.
P.S. Die “momentane Führung”, die schon 25 Jahre da ist, ist eher eine Bestätigung der historischen Tradition Russlands.
@oblong Sorry das sind dumme Doppelstandards, erwartet man etwa von jedem US Produzenten, dass er sich öffentlich von Trump und dessen Angriff auf Iran distanziert, sowie anderen Schweinereien der US Außenpolitik.
@mtotheb Dennoch bitte ich euch, das Gespräch wieder auf den Synth zu lenken.
Mir reichts jetzt:
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Bye
Wir leben in verrückten und auch schlimmen Zeiten. Dass das auch die Gemüter von Musikern erregt, ist verständlich und Musik war schon immer auch politisch – und das ist gut so.
Dass Produkte, die in Russland hergestellt werden oder einen Bezug dazu haben, bei einigen Lesern nicht gern gesehen werden, verstehen wir.
Wir stellen hier jedoch weder Herkunftsländer noch deren Regierungen vor, sondern Produkte, die nichts mit Krieg und Politik zu tun haben. Es steht jedem Leser frei, aus persönlichen Gründen z.B. Produkte aus Russland oder in Verbindung dazu abzulehnen.
AMAZONA betrachtet die Produkte wertfrei, ebenso wie der Fachhandel. Niemand muss diese kaufen und verwenden.
Ihr dürft hier gerne über das Produkt diskutieren, aber AMAZONA ist keine Plattform für politische Diskussionen und Ansichten. Hier wird nicht jeder politische Nebensatz sofort zensiert, aber diese Diskussion hier läuft nun seit geraumer Zeit entgegen unseren Community-Richtlinien und wirf persönlicher.
Sollte es in diese Richtung trotz Ermahnung weitergehen, sehen wir uns zu Sanktionen gezwungen und werden die Kommentarspalte zu diesem Beitrag schließen. Bitte habt Verständnis dafür. Wir sind uns sicher, dass alles gesagt ist und es keine Notwendigkeit mehr gibt, das weiter ausarten zu lassen.