Empfehlung: DJ Delay, DJ Reverb, DJ Effekte

Korg Kaoss Pad KP3+

Ohne Frage ein Klassiker, wenn auch heute immer weniger zu sehen im DJ-Set. Ab und an sieht man ein Kaoss Pad noch im Live-Set von einem Act. Das Korg Kaosss Pad 3 gibt es bereits seit 2006, lang ist die Historie von Kaoss Pads aus dem Hause Korg. Das KP3+ als Effektgerät wird nach wie vor optisch wie funktionell on dem großen Touch-Pad dominiert, das für den bekannten Sound als Folge der Bedienung verantwortlich ist.

Korg Kaoss Pad KP3+

Korg Kaoss Pad KP3+

Das Korg Kaoss Pad KP3+ bietet 150 Effekte für DJs, Live-Acts, Produzenten. Ob klassischer DJ-Effekt wie Delay, Reverb, Filter oder Effekte für Sänger wie ein Vocoder, das Kaoss Pad bietet eine große Bandbreite an Variationen, inklusive Effekten wie Vinyl-Break, Ducking Compressor oder Looper. Es gibt die Möglichkeit, das Originalsignal komplett stummzuschalten und auf das reine Effektsignal zu wechseln (geil als Effekt oder zur Nutzung des KP3+ als Send/Return-Effekt), es gibt Release-FX und natürlich die Möglichkeit, über das Touch-Pad verschiedene Parameter auf dem Pad mit dem Finger gleichzeitig und intuitiv zu steuern. Es gibt einen Programmspeicher zum sofortigen Abrufen von bis zu 8 Effekten, eine Hold-Funktion für die Effekte, natürlich Tap-Tempo und Auto-BPM und Speicher für Samples auf einer SD-Karte. Samples können direkt aufgenommen, bearbeitet und wiedergegeben werden, ohne Frage eine der wichtigsten Funktionen des Kaoss Pads.

Ein Korg Kaoss Pad ist in jedem Fall multifunktionell einsetzbar, bedarf aber definitiv auch Vorbereitung und Übung. Ohne Frage ist es ein Klassiker. Der Preis hierfür liegt bei rund 330,- Euro.

Strymon – Big Sky

Das Strymon Big Sky ist definitiv ein weiteres Schwergewicht des Hall-Effekt-Marktes neben einem Eventide Space. Auch preislich, das kann man vorweg nehmen, dass das Big Sky schlägt mit rund 500,- Euro zu Buche. Zu sehen ist des dennoch im DJ-Setup des ein oder anderen DJs. Zu Recht, denn Strymon ist dafür bekannt, Geräte von hoher Qualität zu produzieren.

Strymon Big Sky

Strymon Big Sky

Das Strymon Big Sky bietet diverse Hall-Effekte wie auch Modulationseffekte, Overdrive oder Echo. 12 Effekte sind vorprogrammiert ( z. B. Hall, Plate, Room, Spring), dazu gibt es 300 programmierbare Slots für eigene Presets. Verschiedene Regler lassen jederzeit verschiedene Parameter steuern, zusammen mit der übersichtlichen Gestaltung bietet das Strymon Big Sky daher einen sehr guten Workflow. So können die verschiedenen Effekte nach Wunsch über diverse Parameter verändert und angepasst werden, klanglich an die eigenen Wünsche, aber auch während des Einsatzes. So kann man die Länge der Hall-Fahne bestimmen, es gibt einen Pre-Delay-Regler, einen EQ für den Eingriff auf den Klang. Das ist wohlgemerkt nur ein Bruchteil der Funktionen, die das Strymon Big Sky bietet, genauer auf alle Möglichkeiten einzugehen, würde aber den Rahmen sprengen. In jedem Fall sollte man das Gerät einmal ausprobieren, sobald man die Möglichkeit dazu hat.

Dazu bietet das Strymon Big Sky eine sehr gute Klangqualität: 24 Bit und bis zu 96 kHz, das kann kaum ein anderes Effektgerät bieten. So wird das Big Sky ohne Zweifel Studio-kompatibel, besticht aber in jedem Einsatzgebiet durch einen sehr guten Klang.

Was am Ende als Kontrapunkt bleibt, ist ohne Frage der Preis. Über 500,- Euro für ein Hall- und Reverb-Gerät ist für den Einsatz in einem DJ-Setup ein stolzer Preis, der nichts für den Einsatz im Stil von „ich möchte ein wenig Hall haben“ ist.

Forum
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    swellkoerper  AHU

    Gute Idee, diese Übersicht. Die Stereo-Bodentreter drängen sich ja förmlich für den Einsatz als Desktop-Performance Box auf. Die Eventides arbeiten übrigens mit variabler Samplerate, je nach Algorithmus auch mit 96kHz. Viele Presets sind keine reinen Delays, Reverbs, etc. , sondern Multieffekt-Verkettungen. Mit etwas Geduld und Jagdinstinkt kann man die Factor-Peale auch recht günstig schiessen. Es hat eine ganze Weile gebraucht, aber ich konnte TimeFactor, Pitchfactor, Space und Powerfactor-Netzteil für insgesamt weniger als 1000€ erlegen. Eine Frage für die Experten: wie sieht es eigentlich bei Pedalen ohne Inputgain-Regler mit Line-Pegeln und Impedanzen aus? Braucht man für den optimalen Sound nicht ein DI/Re-Amping-Set?

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      Bolle  RED

      Absolut ja, die Eventide Dinger haben eine Tiefe hinsichtlich von Funktionen, die echt enorm ist. Ich hab mein Factor damals defekt gekauft, sehr günstig, gehofft, dass ich es hinbekomme und es geschafft :)
      Aber ich würde heute auch den vollen Preis bezahlen, ich habe es wirklich schon lange.
      Thema Pegel: Eventide hat ja die kleinen Kippschalter für Line / Gitarre Pegel. Bei denen ohne Wahlmöglichkeit, z.b. Boss oder Eventide, birgt das aber keine Probleme. Du meinst DI/Re-Amping im Sinne von DI Pegel runter ins FX rein und danach Re-Amping? Ja streng genommen wäre das wohl richtig, ich hab aber noch kein FX-Gerät selbst gehabt, welches mit dem Line-Pegel nicht umgehen konnte. Der ist ja über den Send regelbar (normalerweise) und zumeist ja nicht full-scale. Damit passt das bisher immer. Klar ist, fahr ich den Send voll auf und hab beim Eventide Guitar-Level beim Input eingestellt, clipped das Ding schneller, als auf Line-Level. Der Unterschied ist ja, wenn ich das richtig erinnere „nur“ 10 dB. Bei allen, die diesen Wahlschalter nicht haben, klar, hast du Recht, müsste man dämpfen und anbheben. Oder die 10 dB Headroom minimum haben ;)

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        swellkoerper  AHU

        Was Du beschreibst, entspricht auch ungefähr meinem Kenntnisstand. DI/Reamping macht eben nicht nur Pegel- sondern auch Impedanzanpassung. Inwieweit man das hört – who knows. Bei den „reinen“ Tretminen, die ich bis jetzt austesten konnte, hatte ich immer das Gefühl, dass da beim Sound noch Luft nach oben ist. Irgendwann werde ich mich in diese Re-Amping Geschichte vertiefen, einfach weil ich unbedingt wissen möchte, wie meine Synths klingen, nachdem sie Luft und Mikrophon-Membranen bewegt haben :-) Ich kann dann ja berichten.

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          Bolle  RED

          Sehr guter Plan, lass mich davon wissen!! :) Spannendes Thema, zu dem mir aktuell aber klar die Zeit fehlt. Und auch ein wenig die Motivation, denn es funktioniert ja…

  2. Profilbild
    swellkoerper  AHU

    Ich habe übrigens auch sehr gute Erfahrungen mit älteren Lexicon-Rackunits im Live-Kontext mit Modularen gemacht. Bypass-Switch und Tap-Tempo per Gate-Input, CV-Signale per VCA moduliert und auf Expressionpedal-Niveau gebracht – funktioniert ganz wunderbar. Die Teile kann man so konfigurieren, dass bei aktiviertem Bypass Ein- oder Ausgänge einfach stummgeschaltet werden – so können sie prinzipiell immer mitlaufen und der Effekt kann per Gate hinzugeschaltet werden, ohne die im Artikel beschriebenen Phasenauslöschungen. So ein VCA-modulierter Effekt einer 90er Rackmaschine klingt dann ganz schön modern.
    Apropos Neunziger: der Augenöffner damals für effektlastige DJ-Sets – noch vor der Minimal-Welle – war für uns Richie Hawtins Mix Mag Live 20 von `95. Höre ich heute noch gern.

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    TobyB  RED

    Moin Bolle,

    für ein hybrides Set mit Loops und Stems würde ich den Roland MX-1 noch mit anführen, der kann auch pro Steps FX, kann Hall, Flangen, Filtern, Delay, MFX, BFX etc.

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