Test: Engl Ritchie Blackmore Signature E650, Gitarrenverstärker

12. November 2013

Vollröhre für kleines Geld!

Engl wurde im Jahre 1983 von Edmund Engl gegründet und erhielt schon bald viel Aufmerksamkeit durch den weltweit ersten programmierbaren Vollröhrenamp.
Heute ist Engl eine international etablierte Marke, zu deren Kunden zahllose namhafte Gitarristen aus dem Rock und Heavy Bereich zählen. Einer der bekanntesten ist Richie Blackmore, der Anfang der 1990er Jahre Engl für sich entdeckte und inzwischen sein eigenes Engl Ritchie Blackmore Signature E650 Topteil erhalten hat. Dieser 100 Watt starke Vollröhren-Amp basiert auf der Technik des Savage 120 Verstärkers, ist allerdings wesentlich abgespeckter ausgestattet und wurde auf die klanglichen Bedürfnisse seines Namensgebers angepasst.

-- Engl Ritchie Blackmore Signature E650 --

— Engl Ritchie Blackmore Signature E650 —

Auf den ersten Blick

Wie alle Engl-Produkte, die im oberbayrischen Tittmoning hergestellt werden, ist auch der Engl Ritchie Blackmore Signature E650 standesgemäß solide und robust verarbeitet.
Das Design des Verstärkers wurde von den Modellen Savage 120 und Invader 100 übernommen: Knapp drei Zentimeter Dicke besitzt das mit schwarzem Vinyl bezogene Holzgehäuse, dessen Ecken zusätzlich durch schwere Metallaufsätze vor Stößen geschützt werden. Aus mattgoldenem Stahl ist das Frontpanel gefertigt, während fünf darüber liegende Aluminiumstangen als Schutzgitter dienen und einen Blick in das Innere des Verstärkers gewähren. Die Maße des Engl Ritchie Blackmore Signature E650 betragen 71 x 27 x 27 cm, während das Gewicht rund 20 Kilogramm ausmacht.

-- Lead-Kanal und Master A / B --

— Lead-Kanal und Master A / B —

Insgesamt gibt es vier Kanäle (Clean, Crunch, Lead und Heavy-Lead), wobei es sich streng gesehen um einen Clean- und einen Leadkanal handelt, die jeweils mit einer High- und Lowgain-Schaltung (Master A/B) nutzbar sind. Master A und B besitzen separate Volume-Potis, ebenso wie die Vorstufenregelung der zwei Kanäle. Zusätzlich ist der Lead-Kanal mit einem Volume-Regler versehen, mit dem die Lautstärke an den Clean-Kanal angepasst werden kann. Ein Dreibandequalizer mit Bass, Mitten und Treble dient gleichermaßen für alle Kanäle, im Gegensatz zu dem Bright-Schalter, der für eine Anhebung im Obertonbereich sorgt, allerdings nur im Clean-Kanal. Dafür verfügt der Lead-Kanal über einen Contour-Schalter, der eine Erhöhung der unteren Mitten zwischen 300 und 500 Hz bewirkt und als Solo-Booster gedacht ist. Außerdem hat der Lead-Kanal einen Presence-Regler für die Bestimmung des Höhenanteils.
Der obligatorische Power- und Bypassschalter liegt wie üblich am rechten Rand des Frontpanels.

Klangbeispiele
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