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Event: Analoge Kunst in Aschersleben, Vintage-Synthesizer


Vintage-Synthesizer-Event im Harz

Eigentlich hatte ich dieses Jahr ernsthaft vorgehabt, das Vintage-Synthesizer-Event „Analoge Kunst in Aschersleben“ selbst besuchen zu wollen. Keine Geringeren als Steffen Marienberg (von Marienberg Synthesizer) und Vintage-Synthesizer-Guru und AMAZONA.de-Autor Marko Ettlich, haben das diesjährige Event „Analoge Kunst in Aschersleben“ vom 24. bis 26. November 2017 ausgerichtet, welches bereits zum vierten Mal stattgefunden hat.

Im Vorfeld der Veranstaltung wollte ich mich über Aschersleben schlau machen. Ein Blick auf Wikipedia verriet, es liegt am Nordo-Strand. Wow – am Meer. Ein zweiter Blick belehrte mich eines Besseres, gemeint war nämlich der Nordost-Rand des Harzgebirges. Von München aus also knapp 5 Stunden per Auto oder 6 bis 7 Stunden mit der Bahn. So entschied ich, doch zu Hause zu bleiben, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellte, wie dieser Bericht nun zeigt, den ein befreundeter Besucher verfasst hat. Da nach „Analoge Kunst in Aschersleben“ mit Sicherheit 2018 „Analoge Kunst V in Aschersleben“ folgt, habe ich zumindest Silvester schon mal den ersten guten Vorsatz fürs neue Jahr in der Tasche.

Irgendwo in Aschersleben, 24. November 2017

Analoge Kunst in Aschersleben … nicht unbedingt der nächstgelegene Ort, um sich ein paar alte Synthesizer anzuschauen. Und dazu ein nicht gerade einladendes Wetter? Nein, das gebe ich mir nicht! Zumal da noch etwas von Freitag, 10 Uhr Beginn und als Ort ein  grauer Hof angegeben wurde. Also – definitiv NEIN!

Das „definitiv“ nicht unbedingt auch „definitiv“ heißen muss, war mir nach dem Anruf eines Bekannten klar, der mich fragte, ob ich mich an den Test der Marienberg Systeme erinnere. Klar konnte ich und nahm an, dass er sich ein derartiges System endlich gekauft habe.

Allerdings war dies nicht der Grund seines Anrufs, wie er erklärte, sondern die Frage, ob ich nicht Lust hätte, ihn nach Aschersleben zu begleiten – er würde auch fahren.

Die Fotos der letzten Jahre zeigten, dass dieses Treffen auch irgendwas mit „Marienberg“ zu tun hätte. Die würden da neue Module für ihr System vorführen, unter anderem einen Wavegenerator. Er kümmere sich auch um die Übernachtung, und und und.

Da sah die Sache schon ganz anders aus – ein Chauffeur nach Aschersleben bis ins Hotel und zurück? Vielleicht nicht ganz fair, dafür aber fein.

Also Anreisetag: Donnerstag … abends. Petrus scheint auf analoge Synthesizer zu stehen. Es ist kühl, aber kein Regen in Sicht. Das Hotel ist sehr angenehm und es hat nur ein paar Minuten Gehweg bis zum Veranstaltungsort für „Analoge Kunst in Aschersleben“.

Dann kam die erste Überraschung: Dieser graue Hof ist laut schnell durchgeführter Internet-Recherche „ein hervorragend restauriertes, altes Gemäuer“ und (wie ich später erfuhr) das älteste Gebäude der Stadt – ein uraltes Kloster.

Am nächsten Morgen kam die zweite Überraschung. Das Objekt ist innen noch weitaus  interessanter als von außen! Komplett restauriert und über drei Etagen ausgebaut. Erdgeschoß und erste Etage sind der erstklassigen Gastronomie und einem Cafe vorbehalten, darüber liegt eine Art Klubkino, in dem schon allerlei Teufelswerk der Versuchung harrte: ein Minimoog nebst PPG Wave 2.2 und Prophet-5 ( natürlich Rev 2 – der alte Pferdefuß scheint sein Handwerk zu verstehen). Links daneben ein Memorymoog, dahinter ein Marienberg Modularsystem.

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    Filterspiel AHU

    Und natürlich erfahre ich (gerade mal 130km entfernt) davon erst im Nachhinein. Das passiert mir nicht nochmal, der Newsletter vom Grauen Hof sollte wohl für 2018 rechtzeitig informieren.

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    psv-ddv ••••

    Geil! Da würde ich auch mal einen Nachmittag vorbeifahren. Is auch garnicht so weit weg vom dicken B. Habt ihr doch bestimmt angekündigt, oder? Na, hab ich wohl übersehen. Nächstes Mal bin ich dabei…

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    Xenox.AFL

    Wenn man keinen Kopfhörer mit hatte, und das hatte ich natürlich nicht, macht das keinen Spaß die Geräte zu spielen wenn alle durcheinander spielen…

    Deswegen, wer da hin möchte, Kopfhörer mitnehmen!!!

    Ansonsten war’s irgendwie schon nett, viele Synthies, viele nette Leute und gutes Essen, was will man mehr…

    Frank

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    Wellenstrom AHU

    Schön geschrieben Tyrell. Man merkt, dass du da eingetaucht bist wie ein leidenschaftlicher Taucher und Fotograf ins Great Barrier Reef. Kann gut verstehen, wenn man da stundenlang drin versinkt. Mich hätte man vermutlich auch erst mit der Keule niederschlagen und dann raustragen müssen,um mich rauszukriegen. Hätte da Zeit und Raum vergessen.

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    Trance-Ference

    Die letzten beiden Jahre war ich dabei aber dieses Jahr ging es leider nicht. Was sehr schade ist weil es bemerkenswert ist was es da zu sehen und zu hören gibt. Der Klang in den dicken Gemäuern ist einfach spitze.
    Für mich persönlich ein Highlight sind auch die fachlich sehr kompetenten Vorträge. Ich glaube so etwas findet man kaum woanders. Die beiden Marienbergs haben ein unheimliches Wissen was die ganze Synthesizer- und Klangtechnik angeht. Also wer noch nicht da war den kann ich das nur wärmstens empfehlen.

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      Trance-Ference

      Ich glaube ichhab es damals durch Zufall im Sequencer-Forum unter „Termine gesehen“ gesehen. Oder weil ich über Google mal das darüber in dieser Region gesucht hab. Weiss ich nicht mehr genau. Mittlerweile steht das aber immer im Forum.

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    amazonaman AHU

    Wenn der Harz nicht so weit weg wäre würde ich jetzt nach diesem leckeren Bericht der sehr eindrucksvoll geschrieben ist auch gerne hin gehen. Ich war mal vor 25 Jahren in Wernigerode, das war cool und viel Schnee aber keine Synthesizer dafür ne Eisenbahn…..

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